Richard C. Morais The Hundred-foot Journey

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Inhaltsangabe zu „The Hundred-foot Journey“ von Richard C. Morais

A delicious modern fairytale about a young Indian boy who becomes a three-star chef in Paris. THE HUNDRED-FOOT JOURNEY shows how the hundred-foot distance between a new Indian kitchen and a traditional French one can represent the gulf between different cultures and desires. A testament to the inevitability of destiny, this is a fable for the ages-charming, endearing, and compulsively readable.

Ein kulinarisches Buch, das förmlich durch die Nase geht und bei dem man richtig hungrig wird. Zudem Thema: Culture Clash und Rassismus.

— naninka
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  • The Hundred-Foot Journey - Ein Lesegenuss

    The Hundred-foot Journey
    naninka

    naninka

    04. January 2015 um 14:47

    Die 100 Fuss stehen für die Distanz zwischen dem Restaurant der Familie Haji und dem der Madame Mallory. So nah und doch so weit entfernt von einander. Die Kluft zwischen der traditionsreichen französischen und der neuen indischen Küche wie auch der beiden Kulturen scheint unüberbrückbar... Familie Haji repräsentiert die moderne Immigrantenfamilie, die mit viel Talent und Zusammenhalt auf der Suche nach ihrem Glück ist. Mit grossem Geschick und Gespür fürs Geschäftliche bauen sie sich ein gut gehendes Restaurant in Mumbai auf. Als die Mutter stirbt und die Situation politisch etwas brisant wird, zieht die Familie weg und reist nach London. - London repräsentiert so quasi die Zwischenstation der Familie, um die Trauer über den Tod der Mutter zu bewältigen, doch werden sie dort weder glücklich noch sesshaft. Sie ziehen weiter und landen zufällig in Lumière, da eins ihrer Autos dort zusammenbricht und erst noch zufällig vor einem leerstehenden Haus, das sich perfekt als Restaurant eignen würde... Das sieht die Familie als gutes Omen und baut sich hier gleich ihr neues Nest auf. Fast gegenüber steht das traditions-reiche Sterne-Restaurant von Madame Mallory. Ein Affront für sich. Der Erfolg der Familie Haji lässt sich trotz aller Steine, die ihr in den Weg gelegt wird, nicht aufhalten. Der hochtalentierte Sohn Hassan zieht es mit seiner Schwester weiter nach Paris. Dort wird er zum gefeierten Sternekoch. Es wird ihm klar zu verstehen gegegeben, dass es das noch nie gegegeben hat: ein Inder, der drei Sterne bekommt... Talent hat eben keine Nationalität. In diesem Buch steckt viel mehr als man anfänglich meint. Es ist ein Buch über die hohe Kunst des Kochens. Beim Lesen läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Man riecht die vielen Gerüche, man sieht die vielen Farben und bekommt einfach Hunger. Es schildert auf eine sehr schöne Art die nomadenhafte Rastlosigkeit der Familie Haji und führt uns durch verschiedene Städte/Länder und Küchen dieser Welt. Es ist ein Roadmovie - ein wunderbares Kopfkino. Es zeigt auf eine schöne Art den Zusammenhalt der Familie auf, aber auch wie unterschiedlich die sehr individuellen Charaktere dieser Sippe doch sind und deutet an, wie schwer es ist, sich da als Einzelperson zu emanzipieren. Der Culture Clash, den jedes der Familienmitglieder auf seine Art erlebt und wie anders jeder mit den subtilen Demütigungen im täglichen Leben umgeht, den Stolz dieser Familie und vieles mehr ist Thema dieses Buches. Und dann ist da Madame Mallory mit ihrem Restaurant, das für alles Altbürgerliche und Tradtionsreiche steht. Die Distanz scheint anfänglich unüberwindbar. Madame Mallory steht für Macht, das rein Französische und Tradionsreiche. Und doch kommt es zur unvermeidlichen Annäherung, als Madame Mallory merkt, dass Hassan das äusserst seltene Talent zum Sternekoch hat... Es ist die Geschichte darüber, wie die Leidenschaft für Etwas das vermeintlich Unüberbrückbare zusammenbringt. Madame Mallory nimmt Hassan zu sich in die Lehre auf und hilft ihm auch später aus der Ferne die Fäden für seine Karriere zu ziehen... Das Buch schildert auch auf eindrückliche Art, wie das Verteilen der Sterne und ein Sternebetrieb funktioniert, wie der Wettbewerbe und Druck immens hoch ist, etc. Fazit: Ein kulinarisches Buch, Kopfkino und Roadmovie zugleich. Eine aussergewöhnliche Lebensgeschichte, die auf einfühlsame Weise und so quasi in der Nebenrolle den Culture Clash und subtilen Rassismus, den eine indische Familie täglich über sich ergehen lassen muss, schildert. Ein Buch, das Okzident und Orient einander näherbringt... Absolut lesenswert, einfach schön und farbenprächtig.

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