Richard Crompton

 4.4 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Wenn der Mond stirbt, Hell's Gate - Mord in Kenia und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Richard Crompton

Wenn der Mond stirbt

Wenn der Mond stirbt

 (11)
Erschienen am 01.05.2014
Hell's Gate - Mord in Kenia

Hell's Gate - Mord in Kenia

 (7)
Erschienen am 19.06.2015
The Honey Guide

The Honey Guide

 (0)
Erschienen am 14.02.2013
Hell's Gate

Hell's Gate

 (0)
Erschienen am 01.05.2014

Neue Rezensionen zu Richard Crompton

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Rebel_Hearts avatar

Rezension zu "Hell's Gate - Mord in Kenia" von Richard Crompton

Authentisch, mit einem Ermittler, den man einfach mögen muss
Rebel_Heartvor 2 Jahren

Ich habe bereits den ersten Band "Wenn der Mond stirbt" um den Massai - Ermittler Mollel gelesen und war auf den zweiten wirklich sehr gespannt.
Konnte er meine Erwartungen erfüllen und fast nahtlos an den ersten Band anknüpfen?
Lest selbst.
Nach den Ereignissen rund um seinen letzten Fall, wird Mollel in die Provinz Nairobis versetzt. Auch dort macht er sich nicht wirklich viele Freunde, stößt auf Mauern des Schweigens und der Ablehnung. Als auch hier die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, gerät er schnell in ein Bett aus Lügen und Intrigen, muss am Ende sogar um sein eigenes Leben fürchten. Er muss sich sogar die Frage stellen, ob er wirklich noch für die richtige Seite kämpft.
Der Schreibstil hat mir wie auch im ersten Band wirklich gefallen. Mollel ist trotz oder gerade wegen seiner eigenbrödlerischen Art ein Typ, den man irgendwie einfach ins Herz schließt. Er sagt, was er denkt und handelt oft so, wie man es gar nicht von ihm erwartet. 
In diesem Buch spielt auch die Vergangenheit des sympathischen Ermittlers eine Rolle, welche mittels Rückblenden in die Geschichte eingebaut wurde. 
Auch bei diesem Band hat Richard Crompton den Leser deutlich spüren lassen, wie sehr ihm Nairobi selbst ans Herz gewachsen ist und wie sehr er sich damit beschäftigt hat. Durch verschiedene Handlungsstränge, die am Ende zueinander führen, nehmen den Leser mit auf eine Reise durch das wunderschöne Nairobi.Durch die detailgetreue Erzählweise des Autors, fühlt man sich fast wie.. Zuhause. Der Spannungsbogen wird recht konstant aufrecht erhalten, auch wenn ich selbst finde, dass der Autor auch hier noch weitaus mehr Luft nach oben hat. Dennoch ein Buch, welches ich euch durchaus als Krimi in einer anderen Welt ans Herz legen möchte. 

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Der-Lesefuchss avatar

Rezension zu "Hell's Gate - Mord in Kenia" von Richard Crompton

Eine spannende, komplexe Geschichte, die eine gänzlich andere Welt als in Europa zeigt.
Der-Lesefuchsvor 3 Jahren

Zum Inhalt:
Der eigenwillige Massai-Ermittler Mollel wird von Nairobi in die Provinz versetzt. In einem kleinen Ort direkt nebem dem Nationalpark Hell's Gate. Hier gibt es bis auf ein paar Touristen, die den Nationalpark besuchen um im örtlichen Hotel abzusteigen, nur sehr wenig Abwechselung... Bis eine Blumenpflückerin ermordet wird, die auf einer nahe gelegenen Blumenfarm gearbeitet hat. Mollel argwöhnt schnell, dass eine Polizisten-Gang in den Mord verwickelt ist, die mit Gewalt und Selbstjustiz die Gegend unsicher macht. Für Mollel wird es brandgefährlich, aber heraushalten kann er sich aus dieser Sache nicht: Er muss sich fragen, ob er noch auf der richtigen Seite steht.

Meine Meinung:

Ein Krimi der ganz anderen Art. Aufgrund der Lage der Geschichte (in Nairobi und Kenia) werden ganz andere Probleme sichtbar und eine tote Blumenpflückerin scheint hier nicht groß ins Gewicht zu fallen.

Die Leser werden in diesem Buch mit einer Welt konfrontiert, die man in Deutschland vergeblich sucht. Die Geschichte ist sehr vielschichtig; es geht nicht nur um eine ermordete Blumenpflückerin, sondern der akribische Ermittler Mollel hat es mit noch ganz anderen, in Kenia wahrscheinlich alltäglichen Problemen zu kämpfen. Korruption auf allen Ebenen, Machtmissbrauch und Selbstjustiz sind an der Tagesordnung und er versucht der ruhende Pol zu sein, der dem Recht auf die Sprünge hilft. Dabei eckt er natürlich bei vielen an, die ihre Vorteile aus der aktuellen Situation ziehen.

Teilweise fand ich die Geschichte in sich zu "verwinkelt". Bsp. an einer Stelle erinnert sich Mollel an eine frühere Begebenheit, die dann in den nächsten 4 bis 5 Seiten genau erläutert wird, bevor wir auf einmal wieder in der Gegenwart landen und die Geschichte seinen weiteren Lauf nimmt. Das geschieht ein paar Mal und hat mich ein wenig gestört. Ansonsten ist es eine interessante, und komplexe Geschichte, bei der man bis zum Schluss nicht genau weiß, wer wie spielt und wer "sauber" arbeitet. Ich fand ihn (trotz der eben erwähnten "Ablenkungen") gut zu lesen . Es war auch einmal interessant, in die sozialen Verhältnisse in Afrika zu schauen, die ich mir so gut vorstellen konnte.

Fazit:
Eine spannende, komplexe Geschichte, die eine gänzlich andere Welt als in Europa zeigt.
Trotz dieser spannenden und vielschichtigen Story sind mir Krimis die in "europäischen" Verhältnissen spielen deutlich lieber. Von mir gibt es 4 von 5 möglichen Sternen.

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Flohs avatar

Rezension zu "Hell's Gate - Mord in Kenia" von Richard Crompton

Provinz und Zivilisation; Ethik und Moral. Ein Massai muss seine Grundfeste hinter sich lassen...
Flohvor 3 Jahren

Noch gar nicht so lang ist es her, da habe ich voller Vorfreude und voller hoher Erwartungen das Krimidebüt „Wenn der Mond stirbt“ des Autors Richard Crompton zu lesen begonnen. Nun habe ich voller Erwartungen und Neugier seinen zweiten Band „Hell´s Gate“ um den Massai-Ermittler Mollel erwartet. Das Besondere an dieser Kriminalromanreihe sind die außergewöhnlichen Settings und der einzigartige Ermittler Mollel mit seinen Prinzipien und Hintergründen. Richard Crompton begibt sich in seiner Reihe ins exotische und von Korruption regierte Nairobi in Afrika und seinem ländlichen Umland. Hier stoßen Kultur, Ethik, Gesetz und Korruption aufeinander.
Erschienen im dtv Verlag (http://www.dtv.de/)

Inhalt:
"Der eigenwillige Massai-Ermittler Mollel wird von Nairobi in die Provinz versetzt, in einen kleinen Ort direkt neben dem Nationalpark Hell’s Gate. Hier gibt es bis auf ein paar Touristen, die den Nationalpark besuchen und im örtlichen Hotel absteigen, nur sehr wenig Abwechslung ... Bis eine Blumenpflückerin ermordet wird, die auf einer nahe gelegenen Blumenfarm gearbeitet hat. Mollel argwöhnt schnell, dass eine Polizisten-Gang in den Mord verwickelt ist, die mit Gewalt und Selbstjustiz die Gegend unsicher macht. Für Mollel wird es brandgefährlich, aber heraushalten kann er sich aus dieser Sache nicht: Er muss sich fragen, ob er noch auf der richtigen Seite steht."

Handlung:
Nachdem Mollel bereits in seinem ersten Fall in pulsierenden Nairobi mit seinen eigenen Methoden und Prinzipien seine Ermittlungen geführt hat und den gesamten Polizeiapparat aus den Angeln gehoben hat, wird er nun Zwangsversetzt und soll die banale Aufgabe verrichten, sich der Wilderei in den abgeschiedenen Nationalpark Hell´s Gate annehmen. Indem wir Mollel in der Provinz begleiten, so werden auch wir Leser uns wieder schnell in sein Gerechtigkeitssinn einfinden. Während Mollel seine neue Stellung wiederwillig annimmt, ereignen sich neben der respeklosen Wilderei an seltenen Tierarten andere weitere Vorfälle, die Mollel ermitteln lassen. Ein krankhafter Vergewaltiger wird ohne erkennbaren Grund aus der Haft entlassen, das damalige Opfer wird tot aufgefunden und die Spuren führen geradewegs in die eigenen Reihen der Polizeibehörde. Kurz darauf der Mord an der Rosenpflückerin. Eine Taktik? Eine Strategie? Je näher Mollel den Dingen kommt, umso enger zieht sich die Schlinge um seinen Hals. Doch Mollel wäre nicht Mollel, wenn er nicht kämpfen würde, kämpfen für Gerechtigkeit und Ehrgefühl… Neben der beklemmenden und aufklärenden Handlung und den präsenten Themen Afrikas bekommen wir neben Gesellschaftskririk auch viel afrikanischen Hintergrund und Atmosphäre. Schon hier kristallisiert sich heraus, dass die Urinstinkte und Ansichten der Massai nicht immer mit denen der Zivilisation korrelieren. Was bedeutet schon der Verlust seltener Tiere, wenn das große Geld winkt? Was wiegt höher? Für Mollel scheinen die Werte klar, doch die Behörden und deren korrupten Beamten sehen das anders. Geld zählt, auch in Hell´s Gate.
Ein Gewissenskonflikt zwischen Recht, Ordnung, Dienst, Gerechtigkeit, Verbundenheit und Bestätigung entsteht. Wird Mollel den Bruch zwischen Macht und Ethik brechen? Wird er den Fall aufklären? Kann er für Gerechtigkeit sorgen? Kann er mit seiner Vergangenheit abschließen? Auf welcher Seite wird Mollel stehen?

Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors besitzt die Kunst, einen soliden und dennoch sehr polarisierenden Krimi zu schreiben. Neben vielen Einflüssen, die das Leben in Ostafrika prägen und zeichnen, erleben wir gesellschaftskritische Themen in einen soliden Krimi verwoben, der keine starken Spannungsspitzen hat, jedoch durch seine politische und menschliche Grausamkeit besticht. Autor Richard Crompton zeigt eine grade Linie und wirft hier und da einen Blick zurück in Mollel Vergangenheit und in die Gesellschaft Kenias. Crompton taucht ein in die Welt der bunten Kulturen, der weiten Natur, den Kulturen, den überwätigenden Tieren und der sagenhaften Mythen. Der Autor zeigt jedoch auch beklemmende Einblicke in die Welt der großen Geschäfte, des Handels, der Regierung und sogar der eigenen Polizei. Moral und Ethik. Geld und Macht. Macht und Dummheit. Angst und Schrecken. Recht und Gerechtigkeit. Bestechung und Erpressung...Der Autor Richard Crompton besitzt geballtes Wissen über Land, Leute, Kultur und Lebensart des Landes. Hier merkt man, dass der Autor seine Lebzeit in diesem Land verbringt und sich heimisch und verbunden fühlt. Gerne gibt er diese Eindrücke und das Wissen an die Leser weiter. Dieser Krimi regt zum Nachdenken an und lässt aufhorchen, hier leistet der Autor neben spannender Unterhaltung auch sensationelle Aufklärungsarbeit die nachhallt. Die Spannung und die Wendungen sind eher flach und fließend. Hier dominieren Land und Leute. Durch sein Knowhow schreibt der Autor authentisch, überzeugt und klar. Er lässt durch Realität und Herzblut diesen Krimi so lebendig wirken. Der Leser hat bis zum Schluss das Gefühl, die Ermittlungen und auch Mollels Rückschritte eigens zu erleben und zu lenken. Der Duft der Natur, die staubige Luft, die flirrende Sonne und die verborgenen Wege der Gesetze.

Charaktere:
Mollel, ein Ermittler, so facettenreich und bunt wie das Leben und die Kulturen im fernen Afrika...
Eine raffinierte Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir hier in diesem Buch. Hier lernen wir Rollen und Nebenrollen aus allen Kulturschichten, Bildungsschichten, religiöse und politischmotivierte Kreise, unterschiedlichste Berufsfelder und aber auch Charaktere mit unterschiedlich verlaufenden Vergangenheiten kennen. Hier schöpft der Autor aus den Vollen, und überzeugt durch seine Charaktere. Massai Mollel, ein ambitionierter Ermittler, der seinen Job ernst nimmt und für Gerechtigkeit sorgt. Doch Mollels Methoden und Prinzipien stoßen nicht immer auf Ansehen und Gutheißung. So wird er kurzerhand zwangsversetzt und muss sich in der Provinz um Themen wie Wilderei und Diebstahl kümmern. Für Neuleser dieser Reihe wird Mollel mit seiner Vergangenheit und Hintergründen aus den ersten Fall sehr gut beschrieben, aber auch Leser, die Mollel bereits kennen bekommen wieder einmal ein sehr fein gezeichnetes Bild dieses Massai. Mollel ist das flieschgewordene Afrika, doch es gibt da auch noch die andere, dunkle und machthungrige Seite des Landes. Ein polarisierender Hauptprotagonist, die vielen Vieze-Hauptprotagonisten und die schmückenden Nebendarsteller, hier hat der Autor Richard Crompton hat so viele Charaktere erschaffen, die so bunt sind, wie die vielen Stämme und Kulturen und Sprachen in Afrika und Nairobi. Jeder der agierenden Charaktere ist auf seine eigene Art speziell und prägend. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich auch mit ihnen zu identifizieren.

Schauplätze:
Hier weiß es der Autor besonders zu glänzen, hier kennt er sich aus, hier ist sein Leben, hier lässt er uns Teil haben. Afrika, Kenia, Nairobi, Hell´s Gate einmal ganz anders. Die einzelnen Schauplätze sind so vielzählig und flächendeckend wie das ganze Land und wie die bunten Charaktere in dem Buch. Wilde Tiere, Naturgewalten, Vegetation, bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, viel Atmosphäre und Flair… Dieser Krimi bietet viele Kulissen und sonderbares Kopfkino. Der Autor R. Crompton bietet den Leser einen Blick in die Welt der großen Sonne, der roten Erde, der wilden Tiere, der heißblütigen Kulturen und der kalten Macht.

Meinung:
Der erste Teil dieser Kenia-Krimi-Reihe hatte mir nur mäßig gefallen, umso mehr war ich nun neugierig, ob der Autor in seinen zweiten Fall um den Massai Mollel sein Potental erkannt und geschöpft hat. Ich muss wirklich überraschend feststellen, dass mir „Hell´s Gate“ bemerkenswert gut gefallen hat und ich unerwartet nah und tief in die Geschehnisse versinken konnte. Das hat mir im ersten Band etwas gefehlt. Zwar liest sich dieser Krimi ebenfalls eher wie ein Roman, bietet aber weit mehr solide Krimikunst als noch „Wenn der Mond stirbt“. Hier erleben wir weit mehr fesselnde Wendungen und knallharte Ermittlungen. Mich beeindruckt besonders die intensive Recherche und das faktische Wissen des Autors. Sehr gelungen! Gerade das Team um Mollel und seine private Einstellung bieten genügend Stoff für noch viele weitere Werke. Fasziniert bin ich davon, wie es dem Autor gelingt, diese unzähligen Kulturen und Eindrücke des Landes in einem Plot zu verarbeiten.
Dieser Krimi bedient viele Emotionen. Er wandert nicht nur auf der Schiene von Abscheu, Ekel und Mord, nein dieser Krimi klärt auf, informiert und bewegt zum Sinnieren. Sprachlich sehr gewandt und von Intelligenz und Know how geprägt.
Faszination, Empörung, Leid und Neugier packen den Leser und binden ihn an die Ereignisse.

Pressestimme:
„Crompton, ein Kenner der Massai-Kultur, verbindet einmal mehr eine packende Handlung mit einem äußerst kritischen Blick auf die gesellschaftlichen Zustände Kenias.“ (Quelle: Amazon, Zitat: Rhein-Zeitung 21.07.2015)

Cover / Buch:
Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang.
Das Cover gefällt mir mehr als gut. Wunderbar.

Der Autor:
"Richard Crompton hat als Journalist und Produzent für die BBC gearbeitet. 2007 ging er mit seiner Frau, die als Menschenrechtsanwältin bei den Völkermordprozessen von Ruanda tätig war, nach Afrika. Er lebt mit seiner Familie in Nairobi."

Fazit:
Mollel´s zweiter Fall begeistert mich mehr, als sein erster Fall! Hier hat der Autor einen sehr empfehlenswerten und atmosphärischen, wenn auch stark gesellschaftskritischen Krimi dargeboten!

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