Richard Crompton Wenn der Mond stirbt

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Inhaltsangabe zu „Wenn der Mond stirbt“ von Richard Crompton

Schauplatz Nairobi. Eine junge Frau wird tot in einem Abflusskanal gefunden. Sie gehörte zur Volksgruppe der Massai. Ein Fall für den Polizisten Mollel, ebenfalls Massai und ein eigenwilliger, sympathischer Ermittler. Eigentlich ist er bei der Polizei in Ungnade gefallen. Doch nun holt man ihn zurück, denn der Fall ist brisant. Es scheint Verbindungen zu korrupten Politikern und einem einflussreichen Prediger zu geben. Mollel gerät in ein Dickicht aus Vertuschung und Gewalt und ist vor allem zu einem entschlossen: sich nicht korrumpieren zu lassen.

Spannender Krimi, der mit Nairobi einen ungewohnten Schauplatz hat. Freu mich auf weitere Bände der Reihe!

— Pelippa

Top Krimi! Liebenswertes Duo! Ich freu mich auf die Fortsetzungen!

— Kaisu

gesellschaftsstudie und kriminalroman halten sich die waage..ein mehr informatives als spannendes buch..hab es aber gern gelesen..!!

— orchidee25

Als Roman unschlagbar, im Genre Krimi aber eher schwach! Buntes Afrika mit Land und Leute!

— Floh

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  • Ein brasilianisches Sittenbild.

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    "Wenn Olavinho in Sicherheit ist, wen haben sie dann...?“ „Den Sohn unseres Hausmeisterpaares. Diesen taubstummen Jungen. Er saß im Wagen. Deshalb haben sie ihn wohl für unseren Sohn gehalten.“ […] Er fühlte sich erfrischt. Bereit für den Kampf. In solchen Augenblicken hatte er die besten Ideen. Und jetzt hatte er eine Idee. Er würde die Schmierenkomödie weiterspielen und sogar noch ausbauen. Er würde den als Entführung getarnten Erpressungsversuch öffentlich machen. Ganz offen über den Überfall und das Verschwinden des Kindes reden. Er würde das Problem bei den Hörnern packen. Eine komplette Kehrtwende vollziehen. Sieh an, sieh an, eine großartige Idee. Es lebe die Macht der Information, seine Macht. (S. 135) São Paulo, 1990: Eine Limousine wird am helllichten Tag mitten auf einer vielbefahrenen Straße aufgehalten, der Fahrer erschossen und das Kind auf dem Rücksitz entführt. Die Entführer wollen damit Olavo Bettencourt erpressen, einen äußerst einflussreichen Medienberater. Doch sie haben, ohne es zu merken, das falsche Kind entführt: Den Sohn des Hausmeisters. Und Bettencourt ist ein eiskalter Profi, der dies sofort zu seinen Gunsten ausnutzt. Autor Edney Silvestre, ein Journalist und Fernsehmoderator, hatte mich im letzten Jahr mit seinem Debütroman „Der letzte Tag der Unschuld“ überzeugt. Nur ist auch sein zweites Buch auf Deutsch erschienen. Spielte sein Erstling im Brasilien des Jahres 1962, so ist auch „Der stumme Zeuge“ nicht in der heutigen Zeit angesiedelt. Wir sind im Jahr 1990, Fernando Collor de Mello ist Staatspräsident und lässt die Hyperinflation bekämpfen, indem er sämtliche Ersparnisse einfrieren lässt. Das Volk darbt und das auch politisch. Zwar ist der Übergang von der Militärdiktatur zur Demokratie vollzogen, doch von Korruption und Gefälligkeiten durchzogene Netzwerke bilden die Machtelite des Landes. Olavo Bettencourt ist Inhaber einer Medien- und Werbeagentur und als Kommunikationsberater bei Brasiliens Machtelite bestens vernetzt. Auf seinen Namen laufen auch diverse Schwarzgeldkonten für hohe Regierungsmitglieder. Er ist ein gieriger Machtmensch, vor allem auch in Bezug auf seine Frau Mara. Diese ist eine ehemalige Schönheitskönigin und Escortdame aus ärmlichen Verhältnissen, die in Bezug auf den Luxus, den ihr Mann ihr bietet, alles erreicht hat. Doch zunehmend verachtet sie ihren Mann und ihr fremdbestimmtes Leben. Zahlreiche weitere Figuren begleitet der Autor durch die relativ kurze Geschichte, die - mit einigen Rückblenden - nur etwa einen knappen Tag erzählt. Darunter sind der Chauffeur und Leibwächter, seine fast erwachsene Tochter Barbara, die Köchin und Mutter des entführten Jungen und die Entführer, eine zusammengewürfelte, unangenehme Ansammlung ehemaliger Geheimpolizisten und Militärangehöriger aus diversen südamerikanischen Diktaturen. Damit wird deutlich, dass sich der Autor sehr um seine Figuren kümmert, Gefühle und Emotionen darstellt, auch Musik spielt eine Rolle im Roman. Dadurch vernachlässigt er für meinen Geschmack aber doch etwas den Plot, der ein wenig dürftig daherkommt. Die Entführung, das Katz-und-Maus-Spiel von Bettencourt, die drohende Korruptionsenthüllung, all das hätte man noch deutlich mehr nutzen können. Hier vergibt der Autor aus meiner Sicht die Chance auf mehr Spannung und Intensität. Überzeugend ist „Der stumme Zeuge“ bei den Figuren und bei der Darstellung der Gesellschaftsverhältnisse von Korruption, Machtmissbrauch, Machismo und Armut. Obwohl die Geschichte im Jahr 1990 spielt, sind angesichts der aktuellen Meldungen aus Brasilien Parallelen zu den heutigen Verhältnissen vorhanden und vom Autor sicherlich beabsichtigt.

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    • 4
  • Leserunde zu "Spur nach Namibia" von Klaus Heimann

    Spur nach Namibia

    laiknik

    Die EDITION OBERKASSEL stellt 10 Print-Exemplare für diese Leserunde zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 5.06.2016, 24 Uhr. Am darauf folgenden Montag werden die Gewinner gezogen und benachrichtigt.

    Folgt Hauptkommissar Sigi Siebert aus Essen auf heißer Spur nach Namibia!

    Viel Glück allen Bewerbern!

    Mehr: www.klausheimann.de

     

    • 253

    Floh

    30. May 2016 um 02:47
    amena25 schreibt Namibia war bei meinen Afrika-Reisen der Favorit. Und dort auch noch einen Krimi mitzuverfolgen - das wäre ein echtes Highlight! Würde deshalb sehr gerne mitlesen.

    Vielleicht würden dir dann auch folgende beide Krimis gefallen? Wenn der Mond storbt und Hells Gate von Richard Crompton. Sehr atmosphärisch und mal was ganz anderes....

  • Familiengeschichte mit dramatischen Elementen

    Taschenbücher / Der Ort, an dem die Reise endet

    BookfantasyXY

    Als Geschwister wurden Moses Odidi und Arabel Ajany Oganda in eine kenianische Familie im Norden Kenias weit abseits von Nairobi geboren. Ajanys Bruder Moses Odidi wird Opfer bei einer Schießerei in den Straßen Nairobis. Ajany kehrt deshalb aus Brasilien zurück. Papa Aggrey Nyipir und Mama Akai Lokorijom trauern gemeinsam mit ihrer Tochter, wobei jede auf seiner Art und Weise trauert. Moses Odidis Tod lässt Erinnerungen an vergangene Zeiten lebendig werden, die bis in die Kolonialzeit zurückgeht bevor Kenia unabhängig wurde. Als Mama Akai voller Trauer von zu Hause flüchtet, kommen die Zweifel an die vergangenen Ereignisse innerhalb der Familie, aber auch manche bisher unausgesprochene Wahrheit kommt an die Oberfläche. Die kenianische Autorin Yvonne Adhiambo Owuor nimmt die Leserschaft auf eine Reise von familiären Dramen, Emotionen, Schicksalen und kolonialen Einblicken der kenianischen Gesellschaft der 1950er und 1960er Jahre. Zu Beginn des Romans fällt einem sofort der Schreibstil eines anderen - sonst üblichen - Typus auf. Nach einigen Seiten hat man sich an den Stil gewöhnt. Besonders auffällig sind die Figuren Odidi und Ajany Oganda, die sich als Kinder zugehörig fühlen wie Zwillinge, aber später ihre eigenen Wege gehen. Als Moses Odidis Tod eintrifft, beginnt die eigentliche Geschichte der Familie. Yvonne Adhiambo Owuor erzählt aus der Perspektive der jeweiligen Figuren der Familie. Aber es wird auch der Versuch unternommen, warum Moses Odidi sterben musste. Während der Erzählung findet ein Wechselspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit statt, das einen Mix aus landschaftlichen Bildern, kenianischer (Kolonial-)Politik, Geschichte und Familienereignissen verschmelzen lässt. Besonders die Abwechslung unterschiedlicher Sprachen der lokalen kenianischen, brasilianischen, aber auch anderer afrikanischer Sprachen der Nachbarländer hinterlassen einen Kosmos der afrikanischen Lebensweise, bei der die einzelnen Schicksale nicht außer Acht gelassen werden. Jede Figur in dieser Geschichte erlebt sein eigenes Schicksal im positiven wie negativen Kontext. Des Weiteren gibt es kein gutes und kein schlechtes Ende der Geschichte, sondern eine Spur von Weisheit(en). Bei diesem Roman muss ich betonen, dass er in eine Welt der afrikanischen Kultur und Geschichte eintaucht, und keine Ereignisse beschönigt, womit ich meine, dass diese Geschichte real passiert sein könnte. Yvonne Adhiambo Owuor begeisterte mich mit ihrer Familien(drama-)geschichte, weil sie Momente der Warmherzigkeit, aber auch der Brutalität von Emotionen und Ereignisse in einer Balance erzählen kann. Für diese Geschichte sollte man sich schon ein wenig Zeit lassen, um sich auf die Sprache und Verwicklungen der Figuren einzulassen. Ein Buch, um über den Tellerrand zu schauen.

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    • 9
  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet. Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite.  Teilnehmer: 123sarah321 [inaktiv?] AberRush AnnaWaffel Anruba ban-aislingeach Bellastella BlueSunset Buchgeborene [inaktiv?] Buchgespenst clary999 DasBuchmonster DieBerta fabulanta [inaktiv?] Federzauber Galina86 hannelore259 Hikari Honeygirl96 [inaktiv?] janaka Jecke JuliB kattii Kitayscha Krimine LadySamira091062 Lavieenverre louella2209 lunaclamor [inaktiv?] mabuerele MiHa_Lore MiniMixi  mrsapplejuiice monana88 [inaktiv?] Niob Paulamybooksandme raphael-edward Regina99 samea Sandra251 scarlett59 Sick stebec sursulapitischi [inaktiv?] Tatsu Tiana_Loreen TigorA weinlachgummi Willia Wolfhound zazzles

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    • 2100
  • Positiv überraschend

    Wenn der Mond stirbt

    Rebel_Heart

    In Nairobi wird eine junge Frau brutal ermordet, in einem Abwasserkanal einfach ihrem Schicksal überlassen. Die Tote war zudem eine Angehörige der Massai. Der Polizist Mollel, welcher ebenfalls dieser Volksgruppe angehört, wird mit dem Fall betraut. Seine Ermittlungsmethoden sind eher eigenwillig und durch eine Aktion in seiner Vergangenheit ist er bei der Polizei längst in Ungnade gefallen und arbeitet nur noch als Verkehrspolizist. Für diesen Fall holt man ihn jedoch zurück und schon bald befindet sich Mollel in einem Strudel aus Korruption, Vertuschung und Gewalt und er muss sich fragen, wie wichtig ihm seine eigene Tradition selbst noch ist. Der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen und bereits mit dem Prolog bringt der Autor die kenianischen Traditionen dem Leser nahe, bringt ihn dazu, sich darüber Gedanken zu machen, ob man auch so handeln oder denken würde, egal auf welcher Seite man stehen würde. Ich fand es allerdings besonders gut, dass der Autor auch Hintergrundinformationen geliefert hat, welche Nairobi selbst und die Traditionen der Massai angehen, auch wenn mich einige - wie ich ehrlich gestehen muss - doch etwas.. sagen wir nachdenklich gestimmt haben. Man merkt aber auf jeden Fall, dass es sehr zum Vorteil ist, dass der Autor selbst in Nairobt lebt, das Leben dort und die Gepflogenheiten kennt. Molleö war mir von Anfang an sympatisch. Er hat zwar manchmal sehr unkonventionelle Methoden, um an seine Informationen zu kommen, aber gerade das hat ihn auf seine Art fast schon wieder liebenswert gemacht. Sein Partner war mir auch unglaublich symaptisch. Oftmals hat er es sogar geschafft, mich mit seiner Art oder seiner Wortwahl zum Schmunzeln zu bringen und das in einem Krimi, das ist schon wirklich gut. Ich hatte anfangs ein wenig Bedenken, ob mir dieses Buch gefallen könnte oder ob es auch nicht für mich in Frage kommen würde, aber ich muss ehrlich sagen, dass mich der Autor positiv überraschen konnte und ich auch in Zukunft nach ihm Ausschau halten werde. Wenn der Mond stirbt - ich muss an dieser Stelle ehrlich sagen, dass mir der englische Titel besser gefällt oô - ist ein Krimi, der sein Augenmerkt hauptsächlich auf Nairobi und die Tradition der Kenianer lebt. Mit vielen überraschenden Wendungen und einem ebenso überraschenden Ende konnte mich der Autor ebenso überzeugen, wie mit seinem Schreibstil, der flüssig und nachvollziehbar ist und mehr zum Nachdenken anregt, als dass man anfangs den Eindruck hat.

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    • 2
  • Schauplatz Kenia

    Wenn der Mond stirbt

    Havers

    Kriminalromane, deren Schauplatz in Afrika liegt, haben momentan Konjunktur. Kein Wunder, gibt es doch neben der eigentlichen Handlung noch jede Menge Lokalkolorit, gepaart mit der Schilderung der gesellschaftlichen Zustände zu beschreiben. Sehr gut gelingt dies natürlich den Autoren, die aus den afrikanischen Ländern kommen. Aber es gibt auch europäische Autoren, die sich diesen Kontinent als Wahlheimat ausgesucht haben und über die dortigen Lebensumstände schreiben – wie dies beispielsweise Richard Crompton tut. Von Haus aus ist er eigentlich Journalist, hat lange für die BBC gearbeitet und ist mit einer Anwältin verheiratet, deren Spezialgebiet Fragen des Menschenrechts sind und die sich im Zuge dessen für die Opfer des Völkermords in Ruanda engagiert. Das geht natürlich am besten, wenn man vor Ort ist, weshalb das Ehepaar Crompton seinen Wohnsitz von England nach Nairobi verlegt hat und dort seit 2007 lebt. Ausgangspunkt des Romans „Wenn der Mond stirbt“ ist der Tod einer jungen Massai, die ermordet in einem Abwasserkanal aufgefunden wird. Mit den Ermittlungen werden Sergeant Mollel beauftragt, der ebenfalls dieser Volksgruppe angehört, sowie dessen junger Kollege Kiunga, beides ehrliche, gradlinige Polizisten, die sich nicht bestechen lassen und unter allen Umständen die Wahrheit über den Tod der jungen Frau herausfinden wollen. Ganz gleich, ob sie bei ihrer Ermittlungsarbeit einflussreichen Personen in die Quere kommen… Richard Crompton hat einen Kriminalroman geschrieben, der von der Atmosphäre der kenianischen Hauptstadt lebt. Obwohl er immer nahe an dem Mordfall bleibt, füllt er diese Schilderungen mit der Beschreibung des bunten, afrikanischen Alltags und den Besonderheiten der verschiedenen Ethnien sowie den Problemen, die sich in ihrem Zusammenleben ergeben. Er spart auch nicht mit Kritik an den gesellschaftspolitischen Zuständen, allem voran die Korruption, die sich durch sämtliche Bereiche dieses Landes zieht und direkten Einfluss auf die Politik nimmt. Das lässt zwar bisweilen den eigentlichen Kriminalfall etwas in den Hintergrund treten, bietet dem Leser aber ungleich mehr an interessanten Informationen über das Leben (und Sterben) in diesem afrikanischen Land, sodass ich die Geschichte dennoch von Anfang bis Ende mit großem Interesse verfolgt habe.

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    • 3
  • Super Krimi!

    Wenn der Mond stirbt

    Kaisu

    Was passiert wenn der Mond stirbt? Es wird dunkel. Man sieht nichts mehr. Alles um einen bleibt verborgen. Man verliert die Orientierung. Kommt vom rechten Weg ab. Die Schwärze wird noch schwärzer. Nairobi. Der Polizist Mollel wird zu einem Fall dazu gerufen, der nicht ganz ohne zu sein scheint. Eine junge Frau wird ermordet im Abwasserkanal gefunden. Ihr Unterleib ist seltsam verstümmelt. Eine misslungene Beschneidung? Ein Ritual was eigentlich verboten ist. Mollel scheint genau der Richtige für die Ermittlungen zu sein, schließlich ist er ein Massai und kennt sich mit diesen traditionellen Dingen aus. Doch je tiefer er gräbt, umso mehr Ungereimtheiten kommen ans Tageslicht. Irgendjemand will etwas verbergen, doch was und warum? Der Ermittler Mollel ist eigentlich in Ungnade gefallen und bei der Polizei nicht gerne gesehen. Seine Kollegen lassen ihn dies auch sehr deutlich spüren. Lediglich Kiunga hält zu ihm und unterstützt ihn bei seiner Recherche. Kommt es anfangs noch zu einigen Reiberein zwischen den beiden, raufen sie sich im Laufe der Zeit immer mehr zusammen. Schließlich haben beide das gleiche Ziel: Den Mörder des Mädchens zu finden! Es fällt direkt auf, dass der Autor Richard Crompton nicht in der Vergangenheit schreibt, sondern der Gegenwart. Es ist nicht passiert, sondern passiert gerade. Das verleiht der Story einen besonderen Touch. Schließlich weiß man nie was noch passiert, sondern ist genauso weit wie die beiden Polizisten. Für den Spannungsbogen ist das natürlich sehr ideal. Er baut sich stetig auf und bleibt relativ konstant oben, bevor sich gegen Ende die Ereignisse überschlagen und in einem rasanten Finale bündeln. Lobenswert ist auch die Einbindung von Begriffen der Massai. Diese Einflechtung unterstützt das afrikanische Feeling noch mehr und man kann sich besser in das warme Land hineinversetzen. Sieht man sich das leuchtend gelbe Cover ahnt, spürt man schon die stickige Hitze. Liest man dann die ersten Seiten, ist man auch direkt drin im Geschehen, was nicht zuletzt an der flüssigen Schreibweise liegt. Denn trotz der fremden Massai-Sprache, fühlt man sich nie verloren. Jedes Wort wird erklärt und der Zusammenhang deutlich gemacht. Die beiden Hauptfiguren Mollel und Kiunga geben ein perfektes Duo ab. Sei es die zurückhaltende und zugleich scharfsinnige Art von Mollel oder der unruhig wirkende, intelligente Kiunga. Sie wirken beide mit ihren Charakterstärken und Schwächen überzeugend. Haben sie doch beide auch ihre Geheimnisse und üblen Vergangenheiten, die im Laufe der Zeit ans Tageslicht kommen. Ab diesen Momenten hat man das Gefühl sie noch besser zu verstehen und schließt sie noch mehr ins Herz. Vor allem wird einem dann bewusst, warum sie sich so verhalten, wie sie es machen. Da könnte man sich glatt weitere Bände mit ihnen vorstellen! Zusammenfassend kann man sagen, dass der Krimi weit mehr bereithält, als man zunächst vermutet. Der englische Originaltitel verrät sogar noch ein wenig mehr, in welche Richtung das Buch geht. Es spielen Korruption, Macht, politische Spielereien, Unterdrückung und Gruppenfeindlichkeit eine große Rolle und dennoch wirkt es nie zu vollgepackt. Schade ist jedoch, dass gerade bei den Ausschreitungen der Gegenwart und Vergangenheit Fragen offen bleiben. Eigentlich wird alles gut hinterleuchtet, doch dies ist der einzige Punkt, der mich etwas gestört hat. Schließlich ist die Feindlichkeit noch heute ein brisantes Thema in dem Land. Abschließend kann ich dennoch sagen, dass ich den Krimi "Wenn der Mond stirbt" für absolut lesenwert halte! Er hat mich in den Bann gezogen, mit seiner eigenen brutalen Art fasziniert und am Ende überzeugt. Da wünscht man sich wirklich weitere Bände mit den Ermittlern lesen zu können und wenn man diverse Zeichen im Netz richtig deutet, wird es auch noch Fortsetzungen geben: "Today [29.May 2014] we publish Hell’s Gate the second book from Richard Crompton featuring former Maasai warrior turned detective Mollel." [W&N]   9 von 10 Punkten

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    • 2
  • Ein etwas flacher Krimi, dem die Schärfe fehlt, aber der mit Kultur und Exotik glänzt!

    Wenn der Mond stirbt

    Floh

    Autor Richard Crompton begibt sich mit seinem Krimidebüt "Wenn der Mond stirbt" ins exotische und von Korruption regierte Nairobi in Afrika. Mit seinem Ermittler, dem Massai Mollel hat er einen Protagonisten erschaffen, der in der Welt der Zivilisation und der Polizeibehörde manchmal fehl am Platze wirkt. Hier stoßen Kultur, Ethik, Gesetz und Korruption aufeinander. Dieser Krimi trägt starke Züge eines Romans, und wurde in den Medien und in der Presse bereits nominiert und ausgezeichnet. Mollel, ein Ermittler, so facettenreich und bunt wie das Leben und die Kulturen im fernen Afrika... Inhalt: "Schauplatz Nairobi. Eine junge Frau wird tot in einem Abflusskanal gefunden. Sie gehörte zur Volksgruppe der Massai. Ein Fall für den Polizisten Mollel, ebenfalls Massai und ein eigenwilliger, sympathischer Ermittler. Eigentlich ist er bei der Polizei in Ungnade gefallen. Doch nun holt man ihn zurück, denn der Fall ist brisant. Es scheint Verbindungen zu korrupten Politikern und einem einflussreichen Prediger zu geben. Mollel gerät in ein Dickicht aus Vertuschung und Gewalt und ist vor allem zu einem entschlossen: sich nicht korrumpieren zu lassen." Handlung: Alles fängt ganz unverfänglich mit einem Prolog an, der schon einen kleinen Einblick in die Welt der Sagen und Geschichten der Kultur der Massai in Afrika gibt. Schon hier kristallisiert sich heraus, dass die Urinstinkte und Ansichten der Massai nicht immer mit denen der Zivilisation korrelieren. Was bedeutet schon der Tod einer lästigen Prostituierten? Und dann auch noch einer abtrünnigen Massai? Was wiegt höher? Der Ausgang der Wahlen, die Sicherheit der Einwohner, die Macht des Geldes und des Ansehens, oder die kirchliche Reinheit und Korruption? Mollel, der aufgrund seiner tragischen Vergangenheit von Ermittlungen denunziert wurde ist als Verkehrspolizist abgestuft worden, doch dann wird er von seinem Chef Ontario wieder an einen Mordfall heranbezogen. Mollel nimmt diesen Fall ernst, und ahnt nicht, dass er zu ganz anderen Zwecken wieder in den Dienst gestellt wurde... Ein Gewissenskonflikt zwischen Recht, Ordnung, Dienst, Gerechtigkeit, Verbundenheit und Bestätigung entsteht. Mollel ermittelt mit Partner Kiunga auf eigene Faust weiter und bizarre und erschütternde Abgründe tun sich auf. Dann sind da noch Mollels privaten Probleme mit seiner Schwiegermutter Faith, seinem Sohn Adam, der verstorbenen Frau Chiku und die noch immer nicht verheilten Wunden aus seiner Vergangenheit, die ihn zum Helden hat werden lassen... Wird Mollel den Bruch zwischen Macht und Ethik brechen? Wird er den Fall aufklären? Kann er für Gerechtigkeit sorgen? Kann er mit seiner Vergangenheit abschließen? Wird er für seinen Sohn da sein? Bricht der Krieg im Land aus? Was hat die Wahl für Konsequenzen für die Menschen? Wird die Kirche siegen? Wer gewinnt den Kampf? Schreibstil: Der Schreibstil des Autors besitzt eine grade Linie. Richard Crompton weicht wenig von seinem Haupthandlungsstrang ab und hält den Fokus überwiegend auf den mysteriösen und scheinbar nebensächlichen Mordfall einer Prostituierten aus dem Stamm der Massai. Chrompton taucht ein in die Welt der bunten Kulturen, der sagenhaften Mythen, der bezaubernden Geschichten und Lebensinhalte der Stämme. Er öffnet aber auch die erschreckenden Wahrheiten der Regierung, der Kirche und des Landes. Moral und Ethik. Geld und Macht. Bestechung und Erpressung...Der Autor Richard Crompton besitzt geballtes Wissen über Land, Leute, Kultur und Lebensart des Landes. Hier merkt man, dass der Autor Lebzeit in diesem Land verbringt. Gerne gibt er diese Eindrücke und das Wissen an die Leser weiter. Dieser Krimi liest sich eher wie ein Roman. Die Spannung und die Wendungen sind eher flach und fließend. Hier dominieren Land und Leute.  Durch sein Knowhow schreibt er klar, überzeugt, selbstbewusst und lässt durch Realität und Herzblut diesen Krimi so lebendig wirken. Der Leser hat bis zum Schluss das Gefühl, die Spuren eigens zu deuten, eingreifen zu wollen und sich in die staubige und trockene afrikanische Landschaft zu begeben, die Verdächtigen eigens auszumachen und die Verbindungen und Puzzleteile eigens zu fügen. Charaktere: Eine raffinierte Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir hier in diesem Buch. Hier lernen wir Rollen und Nebenrollen aus allen Kulturschichten, Bildungsschichten, religiöse und politischmotivierte Kreise, unterschiedlichste Berufsfelder und aber auch Charaktere mit unterschiedlich verlaufenden Vergangenheiten kennen. Hier schöpft der Autor aus den Vollen, und überzeugt durch seine Charaktere. Massai Mollel, ein ambitionierter Ermittler, der seinen Job ernst nimmt und für Gerechtigkeit sorgt. Mit allen Mitteln und Wegen. An seiner Seite, sein Kollege Kiunga, der trotz aller Skepsis an Mollels Seite währt. Ein Hauptprotagonist, die vielen Vieze-Hauptprotagonisten und die schmückenden Nebendarsteller. Autor Richard Crompton hat so viele Charaktere erschaffen, die so bunt sind, wie die vielen Stämme und Kulturen und Sprachen in Afrika und Nairobi.Die beiden Ermittler Mollel und Kiunga sind ein sehr sympathisches Ermittlungs-Duo. Jeder der beiden ist auf seine eigene Art speziell und gegensätzlich. Dennoch spürt man als Leser zwischen den beiden eine gewisse "Spannung". Die Darstellung der handelnden Personen ist authentisch und personifiziert geschildert. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich auch mit ihnen zu identifizieren. Schauplätze: Hier weiß es der Autor besonders zu glänzen, hier kennt er sich aus, hier ist sein Leben, hier lässt er uns teil haben. Nairobi einmal ganz anders. Die einzelnen Schauplätze sind so vielzählig und flächendeckend wie das ganze Land und wie die bunten Charaktere in dem Buch. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit einer fast heilen Familie kommen nicht zu kurz. Der Autor Crompton bietet den Leser einen Blick in die Welt der roten Sonne, der heißblütigen Kulturen und der kalten Macht. Meinung: Dieser Krimi liest sich eher wie ein Roman. Als Roman grandios, als Krimi leider etwas schwach, auch wenn es Schwächen gibt ist genügend Potential nach oben und lässt auf einen weiteren Fall um Mollel hoffen. Mich beeindruckt besonders die intensive Recherche und das faktische Wissen des Autors. Sehr gelungen! Gerade das Team um Mollel und seine private Einstellung bieten genügend Stoff für weitere Werke. Fasziniert bin ich davon, wie es dem Autor gelingt, diese unzähligen Kulturen und Eindrücke des Landes in einem Plot zu verarbeiten. Dieser Krimi bedient viele Emotionen. Er wandert nicht nur auf der Schiene von Abscheu, Ekel und Mord, nein dieser Krimi klärt auf, informiert und bewegt zum Sinnieren. Sprachlich sehr gewandt und von Intelligenz und Know how geprägt. Der Roman zog mich (nicht als Krimi, sondern als einfacher Roman) von Beginn an in das Geschehen und ich konnte das Buch ungern aus der Hand legen. Faszination, Empörung, Leid und Neugier packen den Leser und binden ihn an die Ereignisse. Das Buch schwächelt leider auch an bestimmten Punkten, die ich trotz meiner positiven Stimmung nicht ungenannt lassen möchte. Hier liegen dann auch die zwei Sterne Abzug, da es das Genre Krimi bedient, und das leider nicht genügend... Das Buch bewegt sich oft zu weit vom Kern Krimi und Ermittlung weg und die Erkenntnisse und Zusammenhänge erschließen sich leider erst recht spät. Wäre das Buch nicht so geballt an Informationen, Hintergründen und Wissen, wäre es mir bestimmt etwas langatmig vorgekommen... Hier hat der Autor sicher noch Potential. Cover / Buch: Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Das Cover gefällt mir mehr als gut. Wunderbar. Der Autor: "Richard Crompton hat als Journalist und Produzent für die BBC gearbeitet. 2007 ging er mit seiner Frau, die als Menschenrechtsanwältin bei den Völkermordprozessen von Ruanda tätig war, nach Afrika. Er lebt mit seiner Familie in Nairobi. (Originaltitel: ›The Honey Guide‹) von Richard Crompton ist für den renommierten englischen Krimipreis ›Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award‹ nominiert worden." Fazit: Als Roman unschlagbar, als Krimi aber schwach! Dennoch sehr lesenswert!

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    • 4

    Sabine17

    04. June 2014 um 19:51
  • Gelungenes Debüt

    Wenn der Mond stirbt

    michael_lehmann-pape

    Gelungenes Debüt „Der Wahlbetrug interessiert uns nicht. Das würde uns sowieso niemand glauben, erzählen sie uns von Lucy“. In diesem unscheinbaren Satz schwingen die beiden Elemente dieses Kriminalromans wieder, die dem Buch seinen roten Faden und (was den „Wahlbetrug“ angeht), seine Würze geben. Eine Frau ist äußerst blutig und grausam ermordet worden. Die Leiche findet sich in einem Abwasserkanal in einem Park. Was in europäischen Breitengraden umgehend als Tat eines blutrünstigen Mörders betrachtet werden würde, ist allerdings in Nairobi eine zweite bis dritte Überlegung wert. Da, wo das Beschneiden von Mädchen und Frauen zwar offiziell untersagt ist, aber dennoch bei einzelnen Stämmen noch zur „Tagesordnung“ gehört. Und beschnitten worden ist die junge Frau, eine Massai. Von wem und warum auch immer. Mollel ist Polizist von ganzem Wesen her. Ein „innerer Auftrag“, der über allem anderen steht. Selbst über seinem Sohn, auch an Weihnachten. Zwar ist er durch ein persönliches Drama massiv innerlich belastet (seine Frau starb unter den Trümmern eines Hauses bei einem Bombenanschlag). Doch nun wird er zu diesem Fall hinzugezogen. Und geht in Spur. Auf dem Weg der Ermittlungen ziehen am Leser wie nebenbei die Eigenarten, die kulturelle Ausrichtung, die staubigen Straßen, die erstarkenden evangelikalen Gemeinden nach amerikanischem Vorbild und der ganz normale, auch politische, Wahnsinn Kenias vorbei. Das Brodeln des Zorns in den Menschen, vor allem in den Slums. Die Lebensbedingungen überhaupt. Die Unversöhnlichkeit zwischen den Angehörigen verschiedener Stämme. Ein Pulverfass, in dem schnell Kugeln fliegen oder Macheten geschwungen werden. Strukturen eines Landes, atmosphärische Schilderungen des Lebens in Nairobi vor allem, Gemengelagen, Militärpräsenz, Wahlen, die jederzeit entgleisen können, Mächtige, die ganz eigene Ziele verfolgen, Wunder bei Gottesdiensten, die vielleicht doch pharmazeutisch bedingt sein könnten und hinter der Oberfläche Interessen, die im Stillen ihren Weg gehen und von einem einfachen Massai, sei er auch Polizist, nicht gestört werden wollen. Schon der „Fall“ alleine liegt zudem bereits intelligent konzipiert und mit einigen überraschenden Wendungen versehen vor, zudem versteht es Crompton, die Ermittlungen mit mannigfaltigen Gefahren und entsprechender Action anzureichern. So ergeben sich mit den vielen, teils auch nur als Kleinigkeiten erwähnten, Besonderheiten des Schauplatzes, ergibt sich im Gesamten ein sehr dichter, frischer, anders als gewohnter Roman, der eigene Wege bei den Ermittlungen geht und der die Protagonisten noch vor ganz andere Gefahren der schwelenden Gewalt stellt, als es an anderen Schauplätzen denkbar wäre. Ein lange undurchschaubares Verbrechen, eine bedrohliche Umgebung, mächtige „Dreher von Rädern“, die ihre eigenen Interessen unnachgiebig verfolgen und ein innerlich angeschlagener Ermittler, den Crompton sehr realistisch konzipiert. Sehr empfehlenswert.

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    • 4

    Floh

    30. May 2014 um 03:51
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