Richard Dübell Allerheiligen

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Inhaltsangabe zu „Allerheiligen“ von Richard Dübell

Sakrisch guad: Mord und Totschlag in Landshut

Da legst di nieder! Ein gefährlicher Geiselnehmer im idyllischen Landshut? Auch das noch. Kommissar Peter Bernward ist genervt: Sein Vater plagt ihn mit Vorträgen über Ahnenforschung. Die attraktive Kommissarin Flora Sander lässt ihn ständig abblitzen. Und jetzt behindern die arroganten Kollegen aus München auch noch seine Ermittlungen. Aber so leicht lässt sich ein niederbayerischer Dickschädel nicht von einer heißen Spur abbringen – und dann wird‘s gefährlich …

Gekonnt schafft der Autor sowohl die private Seite der Ermittler, den eigentlichen Krimi und Handlungen am Rand spannend zu erzählen.

— Taluzi

Regionalkrimi mit sympathischen Protagonisten. Erster Fall für Peter Bernward und Flora Sander.

— Frenzchen

Spannender Krimi mit historischem Flair und eine Frau zwischen zwei Männern!

— mabuerele

Kriminalistische Spurensuche mit viel Humor - einfach köstlich!

— tootsy3000

Humorvoller Regionalkrimi, der mich mit gefühlvollen und spannenden Szenen gefesselt hat!

— Nina2401

Temporeich, witzig und spannend löst Richard Dübell sein Krimiversprechen ein - Peter Bernward, im Gestern so gut wie im Heute!!!

— LibriHolly

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  • mörderisch spannend

    Allerheiligen

    Taluzi

    30. December 2016 um 10:05

    In München wird ein Juwelier überfallen. Der Juwelier wird erschossen, nicht vom Täter, sondern vom Ermittler Harald Sander. Der Täter entkommt. Sander will nur noch eins: den Täter festnehmen. Dafür reist er nach Landshut mit seinem Kollegen Roland Kalb. Hier wird der Hochzeitsschmuck von Herzogin Hedwig ausgestellt. Sander ist sich sicher, dass der Täter hinter diesem her ist. Die Kollegen in Landshut bekommen die Anweisung sich nicht einzumischen in den Fall. Peter Bernward und Flora Sander sehen, dass mit gemischten Gefühlen. Flora war mal mit Harald verheiratet und Dickschädel Peter lässt sich so schnell nicht zur Seite drängen. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und es wird nicht nur für die erfahrenen Ermittler gefährlich. Die historischen Romane von Richard Dübell kenne ich nicht. „Allerheiligen war mein erstes Werk von dem Autor. Ich war begeistert. Natürlich lässt der Autor in seinem Krimis sein großes Interesse an der Vergangenheit mit einfließen. So erwartet den Leser auch hier historische Szenen und Ausführungen. Von der ersten bis zur letzten Seite fesselte „Allerheiligen“ den Leser ans Buch. Gekonnt schafft der Autor sowohl die private Seite der Ermittler, den eigentlichen Krimi und Handlungen am Rand spannend zu erzählen. Obwohl von Anfang an klar war, wer der Täter ist, so war es doch faszinierend zu lesen, was er plant, wie die Ermittler vorgehen und welche Vermutungen es zu seinem Motiv gibt. Durch den Perspektivenwechsel und dies an den spannendsten Stellen, wurde die Spannung erhöht. Die Charaktere waren klar gegliedert in gute und böse Menschen. Für den Leser gab es kein Katz- und Mausspiel, man wusste woran man ist. Gerade diese Aspekte erzeugen in vielen Krimis eher Langeweile, aber Richard Dübell schafft es den Leser zu packen.

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  • Der Schmuck der Herzogin

    Allerheiligen

    Lerchie

    25. July 2015 um 17:24

    Ein kleiner Junge starrte, mit einem Schokoladeneis in der Hand am Turm der Martinskirche nach oben. Als seine Mutter erkannte, was er da sah, fing sie an zu schreien… Robert Kalp, seines Zeichens Kommissar von der Münchner Kripo, beobachtete das Haus in dem der Geiselnehmer sich mit seinen Geiseln verschanzt hatte. Sie hörten einen Schuss, also war eine Geisel tot. Der Geiselnehmer hatte ein bestimmtes Fluchtauto gewollt, eine ganz bestimmte Farbe, und es war nicht ganz genau die Richtige… Sie jagten den Verbrecher, den sie Blofeld nannten, schon seit einem halben Jahr und Harald Sander, der Vorgesetzte Kalps, war zuversichtilich, dass sie ihn schnappen würden. Was aber dann passierte war nicht vorgesehen…. Es begann in Landshut mit einem dürftig bekleideten, gefesselten und geknebelten Pärchen vor der Martinskirche. Irgendwie kam Kriminalhauptkommissar Peter Bernward darauf, dass dies mit Blofeld zusammenhängen könnte. Und kurz danach kam auch schon Sander und Kalp mit ihrem Team von München und verbaten sich jedwede Einmischung in ihren Fall. Sander war der Exmann von Bernwards Kollegin Flora Sander und Peter war in die gute Flora verschossen, was beim Umgang mit Sander eben auch nicht gerade hilfreich war. Sander war überzeugt, dass dieser Fall bei der Ausstellung des Schmucks der Herzogin auf der Burg seine Fortsetzung finden würde. Doch die Fortsetzung geschah anders, als der ehrenwerte Kriminaloberrat Harald Sander sich das vorgestellt hatte. .. Was hatte der kleine Junge oben am Turm entdeckt? Hatte der Geiselnehmer wirklich eine Geisel erschossen, weil das Fluchtauto nicht genau die Farbe hatte, die er gewollt hatte? Was ist dort noch passiert in Bogenhausen? Wieso war der Umgang mit Sander, mal abgesehen davon, dass er Floras EX war, so schwierig? Und was passierte auf der Burg, das nicht hätte passieren dürfen? Alle diese Fragen und noch viel mehr beantwortet dieses Buch. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es ist der erste Kriminalroman des Autors. Sein Schreibstil ist unkompliziert und es gibt keine Fragen, was er mit diesem oder jenem Satz jetzt gerade meint. Es hatte auch Spannung, die aber auch immer wieder etwas abflaute.  In der Geschichte war ich relativ schnell drinnen und konnte mich auch ganz gut in die Protagonisten hineinversetzen. Wen ich nicht mochte, das war Harald Sander. Er war der unsympathische Ermittler, der immer alles – besser – wusste. Das Buch selbst hat mir gut gefallen. Ich würde hier dreieinhalb Punkte vergeben, doch da halbe Punkte meistens nicht möglich sind, und mir drei dann doch zu wenig sind, vergebe ich knappe vier Punkte.

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  • Allerheiligen

    Allerheiligen

    gagamaus

    18. June 2015 um 08:22

    Der erste Regionalkrimi von Richard Dübell hält was er verspricht, leider aber auch nicht mehr. In gewohnt routiniertem Ton erzählt er die Kriminalgeschichte, die Großteils in der schönen bayerischen Stadt Landshut angesiedelt ist und über ein gewissen Lokalkolorit verfügt. Kommissar Peter Bernward und seine Kollegin Flora Sander werden in einem Mordfall aus dem großen München verwickelt und geraten nicht nur mit dem Täter sondern zuerst mal mit den anreisenden Großstadt-Kommissaren aneinander. Diese versuchen, den Fall ohne Mithilfe der "ländlichen" Kollegen zu lösen und es kommt zu einigem Machtgerangel und Männergeplänkel. Überhaupt war das für mich das größte Manko. Es kam wahnsinnig viel Privatleben der Polizisten in diesem Roman vor. Und dieses auf eine so charmante und lustige Weise, wie ich es leider in Kriminalromanen nicht so mag. Dadurch wird die Spannung und Bedrohung für mich ziemlich verwässert und man kann mit einem lachenden Auge einfach keinen rechten Thrill empfinden. Dies ist im Genre des Regional-Krimis sicherlich nicht unbeabsichtigt und deshalb ist es auch nicht meines. Ich habe das Buch zugegeben vor allem wegen des Autors gelesen, den ich von seinen historischen Romanen her liebe. Die Helden sind sympathisch die Story logisch aufgebaut, mäßig spannend mit einem guten Schlussakkord. Ich mag Richard Dübells Art zu erzählen. Aber für einen Krimi war es mir zu unterhaltsam und nett. Da mag ich es defenitiv blutiger und nervenaufreibender. Wer also solide Regio-Krimikost eingepackt in eine interessante Story mit einigen Lachern und Schalk im Auge mag, der ist hier sicherlich gut bedient.

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  • Landshut-Krimi

    Allerheiligen

    wusl

    21. May 2015 um 10:02

    Im gar nicht fernen München treibt der Einbrecher und Geiselnehmer Blofeld sein Unwesen. Bei einer unüberlegten Polizeiaktion wird eine der Geiseln unabsichtlich getötet. Nur zwei Leute wissen, dass nicht Blofeld sondern Kommissar Sander den Mann aus versehen erschossen hat. Sander und sein Kollege Kalp. Sander will seinen Fehler wieder ausbügeln indem er Blofeld selbst zur Strecke bringt. In Landshut beschäftigt sich Kommissar Peter Bernward dagegen erst mal mit eher kleinen Fischen. Er befreit ein aneinander gefesseltes Liebespärchen aus misslicher Lage und ist in Gedanken mehr mit seiner Kollegin Flora Sander beschäftigt, in die er rettungslos verliebt ist, die ihm aber keine eindeutigen Signale gibt. Als Harald Sander, auch noch Floras Ex-Mann, in Landshut auftaucht wirbelt er mit seiner Arroganz gleich viel Staub auf. Er will die "einheimische" Polizei aus seinem Fall raushalten um die alleinigen Lorbeeren einzuheimsen und seine Scharte auszumerzen. Peter, der nicht nur eifersüchtig ist, sondern auch ziemlich schnell im Jagdfieber ist und die ersten Zusammenhänge knüpfen kann, lässt sich natürlich nicht so einfach auf die Seite schieben und die zwei sind schon bald Rivalen beruflich und privat. Derweilen zeigt sich auch immer mehr wer Blofeld wirklich ist und dass eine ganz bestimmte Sammlung alter Schmuckstücke sein eigentliches Ziel sind. Richard Dübell ist mir vons einen historischen Romanen bekannt und ich mag seinen Schreibstil sehr gerne. In diesem Roman, seinem ersten Regionalkrimi, hat er sehr viel Wert auf einen witzigen Tonfall gelegt, der mich ein paar Mal arg zum Lachen gebracht hat. Seine Figuren sind sympathisch, durch und durch menschlich und in diesem ersten Teil einer Reihe wird dem Privatleben viel Zeit und Raum gegeben. Dadurch kommt der Krimi manchmal etwas ins Hintertreffen aber am Ende gibt es doch einen richtigen Showdown mit allem was ein guter Krimi braucht. Für meinen Geschmack dürfte ruhig ein klein wenig mehr Lokalkolorit sein, die Bezüge zu seinen historischen Romanen und der historisch angehauchte Kriminalfall haben mir aber gut gefallen. Für mich noch nicht die volle Punktzahl aber Teil 2 werde ich sicherlich auch zur Hand nehmen.

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  • spannungsarm

    Allerheiligen

    brauchnix

    13. March 2015 um 08:26

    Leider war ich von dem Roman Allerheiligen etwas enttäuscht auch wenn er viele gute Ansätze hat. Richard Dübell kann schreiben, keine Frage. Sein Stil ist leicht zu lesen, in Spannungsmomenten durchaus adäquat und an vielen Stellen witzig oder sogar zynisch, was dem Roman eine lockere Note gibt, die ich eigentlich ganz gerne mag. Der Mörder/Dieb hat ein interessant verpacktes Motiv welches teilweise weit in die Vergangenheit zurückführt - eine Hommage an Dübells mittelalterliche Historienschinken. Auch der Hauptermittler Peter Bernward ist sympathisch, wenn auch für meinen Geschmack noch etwas zu gutmütig. Aber das täuscht vielleicht auch, da er ja vor allem bei seiner Flamme Flora nicht recht zu Potte kommt aber den Kriminalfall durchaus in die richtige Richtung zu lenken weiß. Es ist auch nicht zu viel Lokalkolorit drinnen, denn obwohl ich aus Bayern bin finde ich zu heimatlastige Krimis oft etwas aufgesetzt und hier war es eigentlich eine gute Mischung, eher Sachsenlastig. :-) Aber trotz all dem Guten und Positiven fehlte mir etwas der Pfiff. Zu wenig Aktion, zu wenig Blut, zu wenig Bedrohlich - ich habe schon lange nicht mehr so viel geschmunzelt bei einem Krimi. Und dass ist wohl auch die Crux. Denn ich mag keine lustigen Krimis und wenn dieser auch keiner sein sollte, so gab es doch mehr witzige als spannende Szenen, mehr Komik wie Drama. Sogar das seltsame Pärchen, welches die Kommissare am Anfang befreien müssen ist eher komisch. Wer es also eher unblutig und charmant will, dem sei dieser Krimierstling empfohlen. Aber für Chris-Carter und McFadyen-Fans ist er defenitiv nix.

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  • Dübell auf neuen Wegen

    Allerheiligen

    monster

    07. November 2014 um 09:30

    Es handelt sich hier um den ersten Teil einer neuen Krimireihe angesiedelt im bayerischen Landshut und erzählt vom bisher durch Histo-Romane bekannten Autor Richard Dübell. Da ich seine Histo-Krimis teilweise gelesen habe, fand ich es charmant, dass der neue Kommissar ein Nachfolger des historischen "Ermittlers" ist, auch wenn er diesen natürlich nicht kennt und seinem Vater nicht ganz glauben will, dass es ihn in dieser Form tatsächlich gab. So ist dieser kleine Kniff im Setting ein kleines Zuckerl für Kenner von Dübellromanen und macht den Helden gleich symphatisch. Überhaupt ist dies das hervorstechendste Merkmal dieses Regional-Krimis - die durchgängig liebenswerten Charaktere der Hauptdarsteller und ihr freundschaftlich-witziger Umgangston, der mich einige Male zum Schmunzeln brachte. Es war also kein Krimi zum Nägelkauen auch wenn durchaus spannende kinoreif erzählte Szenen vorkamen, sondern einer zum Entspannen und Zurücklehnen. Die geschichtlichen Elemente waren mal was anderes wie in anderen Krimis, der Rahmen war nicht aufdringlich Regional - bis auf die Dame von drüben rüber und ihr Dialekt. Für meinen Geschmack hätte er dramaturgisch ruhig noch ein bisserl anziehen dürfen - wenn man bedenkt, dass der Anfang des Buches mit der blutigen Geiselnahme schon recht gut war ist hier ja das nötige erzählerische Potential vorhanden. Das Buch hat großen Spaß gemacht zu lesen und Dübell braucht sich wirklich nicht vor den anderen deutschen Krimiautoren zu verstecken.

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  • Eigentlich ...

    Allerheiligen

    progue

    Eigentlich ist das ja die Art Buch, die ich richtig gern habe. Ein spannender Kriminalfall, einige sympathische Leute, Verbindung zu (teilweise ausgedachten) historischen Ereignissen, und ab und zu ziemlich witzig. Es geht um einen Überfall auf einen Juwelier in München mit Todesfolge, um die Jagd nach dem Mörder, um einen Polizisten, der Fehler begangen hat und weiterhin begeht, um 500 Jahre alte Geschmeide, um falsche Loyalität - und dieser ganze Rattenschwanz zieht sich nach Landshut, wo die Kriminalhauptkommissare Peter Bernhard und Flora Sandner damit zu tun bekommen. Peter und Flora sind nicht nur beruflich ein gutes Team, auch privat mögen sie sich und zumindest einmal schon war das eine friendship with benefits. Peter will allerdings mehr und ist nicht begeistert, als plötzlich die Münchner Polizisten auftauchen und sich einer von ihnen als der Ex von Flora entpuppt. Und dieser Ex ist auch noch ein echter Held, zumindest was seine Sprüche angeht. Nein, es gefällt ihm ganz und gar nicht, und obwohl sich die Landshuter aus den Ermittlungen raushalten sollen, beginnt er, eigene Nachforschungen anzustellen. Dabei kommt ihm nicht nur einmal zugute, dass sein pensionierter Vater ein Geschichtsfreak ist, der ihm so das ein oder andere gerade über den Schmuck, um den es dem Mörder geht, erzählen kann, sondern auch die Tatsache, dass er und Flora und ihr Freund Connor selbst historische Führungen in ihrer Freizeit durchführen. Jetzt mixe man dort noch eine tragische Familiengeschichte, einen halbpsychopathischen Mörder, liebesbedürftige Staatsanwältinnen und ein uraltes Auto namens Tank hinein und heraus sollte eigentlich der coolste Krimi der Weltgeschichte kommen. Weil eigentlich aber kein gescheites Wort ist und immer ein aber hinter sich herzieht, gibt es hier das, was mich gestört hat. Gleich zu Anfang stolperte ich über wirklich seltsame Sachen. In Wittenberg gab es einen (tödlich ausgehenden) Raub wertvollen Schmucks. Jetzt wird aber behauptet, die sächsische Polizei kümmert sich darum und arbeitet später mit der bayerischen Polizei zusammen. Ich frage mich, warum sich die sächsische Polizei um diesen Fall kümmern soll? Weil es vor 500 Jahren mal sächsischer Schmuck war? Da hätte sie aber viel zu tun. Wittenberg liegt in Sachsen-Anhalt, und ich schätze, die Polizei da wäre schon verschnupft, sollte plötzlich irgendein sächsischer Polizist da auftauchen und sagen: Her mit dem Fall, der Klunker war schließlich mal sächsisch! Etwas später ein ähnliches Spiel. Connor stellt seine neue Freundin, die "Doreen aus Wittenberg" vor. Und was macht die gute Frau? Spricht mit dem tiefsten sächsischen Dialekt, der sich finden lässt. Na ja. Vielleicht eine Zugezogene. So sympathisch, wie mir die Protagonisten meistens waren, habe ich oft ihre Denkweise nicht nachvollziehen können. Zumindest das Gehabe von Flora wurde mir nie klar. Wie sie Peter behandelt, ist einfach pubertär. Heute ja, morgen nein, übermorgen vielleicht und nächste Woche habe ich meine Tage, da denke ich schon wieder ganz anders. Umgekehrt macht er es auch nicht anders mit der Staatsanwältin. Ein normaler Erwachsener sagt einfach: "Mensch, du bist eine tolle Frau, aber echt jetzt: Ich will nichts von dir." Stattdessen nutzt er sie ständig aus, spielt mit ihren Gefühlen und wundert sich im Gegenzug, wenn sich Flora ihm gegenüber so benimmt. Gleichzeitig finde ich die Staatsanwältin zu übertrieben. Würde sich eine so intelligente Frau mit Selbstachtung wieder und wieder und wieder einem Mann an den Hals werfen, der so offensichtlich nichts von ihr will - höchstens, wenn er sie braucht? Ich bin keine Staatsanwältin und sicherlich nicht halb so intelligent und hübsch wie sie, aber ich hätte den Mann abgehakt, wenn er sich so unwohl in meiner Nähe fühlt. Fazit: Cooles Setting, interessante Leute, gelegentlich sehr seltsame Ansichten, Absichten und Aussichten.

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    • 4

    Floh

    03. September 2014 um 11:55
  • Auftakt einer Krimiserie, der Lust auf mehr macht!

    Allerheiligen

    PMelittaM

    16. July 2014 um 13:36

    Als die beiden Kommissare aus München nach Landshut kommen, um einen Fall zu verfolgen und der Landshuter Polizei praktisch verbieten, sich an den Ermittlungen zu beteiligen, kommt das Peter Bernward gleich komisch vor, vor allem, weil einer der beiden der Ex-Ehemann seiner Kollegin Flora Sander ist, in die er verliebt ist. So schnell lässt er sich allerdings nicht aus den Ermittlungen drängen. Und dann will sein Freund Connor Lamont auch noch, dass er den Geist bei einer Geisterführung für Kinder mimt. Ganz schön viel Stress für Peter Bernward! Richard Dübell ist für seine historischen Romane bekannt, hier spielt das Geschehen erstmals in der Gegenwart. Allerdings wäre Dübell wahrscheinlich nicht Dübell, wenn er nicht trotzdem historische Bezüge einfügen würde, auch wenn diese, wie er im informativen Nachwort schreibt, fiktiv sind. Mir gefällt das übrigens sehr gut, noch besser gefällt mir allerdings, dass der Protagonist Peter Bernward ein Nachfahre jenes Peter Bernwards ist, der sich schon in Richard Dübells historischen Romanen tummelte, eine schöne Idee! Peter Bernward ist ein sympathischer Charakter, mir gefällt gut, dass viel Privatleben in die Romanhandlung einfließt und Peter Bernward einem bald wie ein guter Bekannter erscheint. Ein bisschen gestört haben mich die etwas wirren Gefühlsbeziehungen, Peter liebt seine Kollegin Flora, die ihn meistens, aber halt nicht immer, abblitzen lässt und daher seine Hoffnung, aber auch seinen Kummer aufrecht hält. Peter selbst wird von der Staatsanwältin angehimmelt oder besser regelrecht verfolgt, für die er aber keine amourösen Gefühle hat. Mir kam das zunächst etwas störend vor, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Flora konnte meine Sympathie noch nicht so recht gewinnen. Als Frau bin ich ihr wahrscheinlich schon deshalb kritisch gegenüber eingestellt, weil der Autor sie als perfekte Schönheit beschreibt, aber auch dieses unklare Verhalten Peters gegenüber gefällt mir nicht. Mein Herz sehr schnell erobert haben dagegen Peters Freund Connor Lamont, ein chaotischer aber sehr liebenswerter Schotte und Daniel Bernward, Peters Vater, der sich in seinem Ruhestand mit (Familien)Geschichte beschäftigt. Der Fall selbst ist kein typischer Kriminalfall und einmal etwas ganz anderes. Ich finde ihn sehr interessant, wenn er mir auch manchmal etwas konstruiert vorkommt, manche Handlungen konnte ich kaum glauben, dennoch konnten mich die Entwicklung und die Auflösung schließlich überzeugen. Die historische Verknüpfung ist jedenfalls sehr gut integriert. Spannend finde ich den Roman allemal, sowohl der Fall als auch das Private wussten mich zu fesseln, so dass ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe. Sehr froh bin ich darüber, dass es sich hier um den ersten Band einer Serie handelt, ich freue mich, mehr über Peter Bernwards Leben und seine Fälle zu erfahren. Den nächsten Band („Himmelfahrt“) werde ich direkt im Anschluss lesen und bin schon sehr gespannt. Wer Dübell mag, kann bedenkenlos zugreifen, ebenso jeder, der gerne Regionalkrimis liest und Ermittler mit Privatleben bevorzugt. Von mir erhält der Roman auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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  • Ein richtiger KriminalROMAN

    Allerheiligen

    Nuigurumi

    18. June 2014 um 20:53

    Richard Dübell schreibt normalerweise historische Romane, in denen es um Intrigen, Mord und Ähnliches geht, also gar nicht so weit weg vom modernen Krimi. Eine Figur, die in seinen historischen Romanen oft auftaucht, ist Peter Bernward. Das ist auch der Name des Kommissars in seiner neuen Krimiserie, die in der Gegenwart spielt. Peter Bernward lebt in Landshut und interessiert sich durchaus für Geschichte, vor allem für die seiner Heimatstadt, aber sein Vater treibt ihn mit seiner Ahnenforschung fast in den Wahnsinn. Will er seinem Sohn doch weismachen, dass es in Landshut im Mittelalter schon einmal einen "Kommissar", zumindest eine Art Polizisten, mit Namen Peter Bernward gegeben hat… Ansonsten ist Peter zufrieden mit seiner Arbeit als Kommissar im eher beschaulichen Landshut und kann sich auf sein zweites Problem neben seinem Vater konzentrieren: seine Kollegin Kommissarin Flora Sander. Er mag sie, sie mag ihn auch. Sie waren auch schon einmal zusammen im Bett, können aber nicht darüber reden und tun so, als ob nichts war. Sie benehmen sich wie zwei Teenager und als Leser ist es schwer, das mitanzusehen! Ihren Ex-Mann Harald erwähnt Flora nie, doch dann taucht er plötzlich bei der Landshuter Polizei auf. Er leitet eine Sonderkommission, die einen Geiselnehmer sucht, und die Spur führt nach Landshut. Die hiesigen Kollegen lässt er aber nur deswegen zusammenrufen, um ihnen zu sagen, dass sie sich gefälligst aus dem Fall raushalten und ihn der Münchener Polizei überlassen sollen. Das lassen Peter und Flora nicht auf sich sitzen, zumal sie bald merken, dass die Spur nach Landshut viel heißer ist, als Harald denkt, und weil sie Angst haben, der Geiselnehmer könnte bei einem Event auf der Burg Trausnitz erneut zuschlagen… "Allerheiligen" ist ein Kriminalroman, bei dem das Wort Roman wichtig ist. Obwohl es einen Kriminalfall und Ermittlungen gibt und auch zwei Morde beschrieben werden, hatte ich das Gefühl, einen Roman zu lesen. Der Leser erfährt viel über die Geschichte Landshuts, da eine Episode eine wichtige Rolle in dem Fall spielt, und weil Peter und Flora einer Gruppe angehören, die mittelalterliche Führungen in Landshut anbietet. Außerdem legt der Autor großen Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen nicht nur zwischen Peter und Flora und Peter und seinem Vater, sondern auch in der Familie des Täters. Wer der Täter ist, wird auch schnell klar; im Laufe des Buches geht es hauptsächlich darum, ihn zu fassen und sein Motiv zu verstehen. Mir hat "Allerheiligen" sehr gut gefallen, gerade weil es kein einseitiger Krimi ist, sondern noch anderen Facetten hat. Die Sprache, der Aufbau, der Inhalt – so muss ein gutes Buch sein. Die Charaktere sind gut beschrieben und niemand ist perfekt. Peter mit seiner Eifersucht gegenüber Floras Ex-Mann und Harald in seinem Größenwahn als Leiter der SOKO machen Fehler, die die Ermittlungen in Gefahr bringen, aber ihre Handlungen sind immer nachvollziehbar. Da gibt es keinen Superkommissar, der allen überlegen ist, wie in so vielen anderen Serien, sondern nur Menschen. Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Band und hoffe, dass das Ende des ersten Bandes Peter und Flora einander nähergebracht hat!

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  • Krimi mit historischer Würze

    Allerheiligen

    mrs-lucky

    09. August 2013 um 12:06

    Die SOKO „Wettin“ wird von einem Geiselnehmer ausgetrickst, so dass ihr Leiter Harald Sander aus Versehen eine der Geiseln erschießt. Der Juwelier hatte Kopien des Hochzeitsschmucks der Herzogin Hedwig von Landshut anfertigen, auf die es der Geiselnehmer, von der SOKO „Blofeld“ benannt, bereits während einer Ausstellung in Wittenberg abgesehen hatte. Harald Sander versucht seine Schuld zu vertuschen und bittet seinen Kollegen Robert Kalb um Stillschweigen, bis sie Blofeld gestellt haben. Harald will seinen Fehler damit kompensieren, dass er Blofeld persönlich zur Strecke bringt. Dessen nächsten Coup er in Landshut vermutet, wo es bald eine weitere Ausstellung des Hochzeitsschmucks geben soll. Die Hilfe des Soko-Teams und der Landshuter Kollegen schlägt er dabei aus und macht sich so nicht besonders beliebt. Pikanterweise ist bei der Kripo Landshut Haralds Exfrau Flora Sandra beschäftigt. Der landshuter Kommissar Peter Bernward lässt sich aber weder in einem Kriminalfall noch bei seiner Kollegin Flora gerne ausbooten, und versucht ebenfalls, die Geschichte zu lösen und „Blofeld“ zu stellen. Der Krimi ist eher ruhig, dennoch aber facettenreich und spannend. Auch wenn der Leser früh über die Identität Blofelds im Bilde ist, bleit der Wettstreit der Ermittlergruppen interessant. Man merkt dem Autor nicht nur bei dem Thema, sondern auch bei den Randgeschichten an, dass sein Faible bei Historienromanen liegt, was er jedoch sehr geschickt in die Handlung einbettet. Die Personen sind lebendig beschrieben, insbesondere Harald Sander und Peter Bernward sind sehr gegensätzliche Personen, was zu einigen Reibereien führt. Nebenbei ist die Geschichte mit einigen humorvollen Szenen und Anmerkungen gewürzt, die die Spannung nicht stören, sondern eher den Lesegenuss erhöhen. Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, auch wenn ich anfangs etwas Schwierigkeiten damit hatte, dass die Handlung in Landshut spielt. Bei dieser Stadt in Verbindung mit einer Kriminalgeschichte, habe ich sofort Franz Eberhofer aus den Romanen von Rita Falk im Hinterkopf, und das hat mit diesem Buch so gar nichts zu tun. http://www.amazon.de/review/R5HAGLA6GHBKN/ref=cm_cr_rdp_perm http://www.vorablesen.de/buecher/allerheiligen/rezensionen/krimi-mit-historischer-wuerze

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  • Ein Krimi mit Charme und Humor

    Allerheiligen

    Buecherwurm1973

    23. July 2013 um 23:21

    Harald Sander erschiesst die Geisel anstatt den Geiselnehmer. Diese Tat will er mit aller Vehemenz vertuschen. Er erpresst seinen Kollegen, sich gegenüber ihm loyal zu zeigen und ebenfalls zu schweigen. Der Geiselnehmer hat den Übernamen "Blofeld" gefasst. Als in Landshut der antike Schmuck der Herzogin in einer Ausstellung gezeigt werden soll, ist Sander überzeugt, dass Blofeld da wieder zuschlagen wird. Er will einen Alleingang wagen und die Polizei von Landshut einen Maulkorb verpassen, sie sollen sich da raushalten. Hauptkommissar Peter Bernward ist sofort klar, da stimmt etwas nicht. Jetzt wird sein sonst schon turbulentes Leben noch turbulenter, denn er fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. Ob da seine hübsche Kollegin Flora Sander ihn daran hindern kann? Denn er ist in sie verschossen und Harald Sander ihr Ex. Besonders gut gefallen hat mir, wie der Autor die Charaktere ausgearbeitet hat. Sie sind sehr authentisch und lebendig. Allgemein hat der Leser das Gefühl, er sei ein Beobachter der einzelnen Szenen. Richard Dübell ist bekannt als Autor von Historischen Romanen und somit hat die Vergangenheit natürlich auch seinen Platz in diesem Krimi. Richard Dübell ist mit diesem Regionalkrimi ein Geniestreich gelungen. Mir war es keine Sekunde langweilig. Spannung mit einer Prise Zynismus und Humor. Gerne würde ich noch mehr von Peter Bernward und Flora Sander lesen

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  • Die Ehre der Familie steht auf dem Spiel

    Allerheiligen

    nicigirl85

    25. June 2013 um 17:36

    Das Leben von Kommissar Peter Bernward könnte so einfach sein, wenn da nicht die liebe Familie wäre. Pa Bernward geht seinem Jungen mit Ahnenforschung auf den Zeiger und die hübsche Kollegin Flora, in die Peter total verschossen ist, lässt ihn dauernd abblitzen. Zu allem Überfluss stellt ihm auch noch die heiße Staatsanwältin Sabrina Hauskeck nach. Doch dann kommt alles anders als gedacht, denn ein Geiselnehmer, an dem die Münchner Polizei schon seit einiger Zeit dran ist, treibt sein Unwesen im gemütlichen Landshut. Na wenn das nicht ein Fall für unseren Ermittler Bernward ist? Der Krimi bietet nicht nur jede Menge Spannung, sondern auch eine ordentliche Portion Humor, die mir doch sehr zugesagt hat. Die vorgestellten Charaktere sind nahezu alle sympathisch, man fühlt sich ihnen verbunden und erfährt genug Privates ohne davon überfrachtet zu werden. Auch die Landshuter Umgebung wird ansprechend beschrieben und man hatte sie beim Lesen bildlich vor Augen. Der Schreibstil von Richard Dübell hat mir sehr gut gefallen, da man flüssig lesen konnte und kurze, knackige Kapitel dazu animiert haben schnell weiter zu lesen. Die Stärke des Krimis liegt eindeutig im Erzählerischen und bei den zahlreichen Wortwitzen und humorigen Bemerkungen der Protagonisten. Der Fall ist zwar auch sehr interessant gemacht und endet mit einem knallharten Showdown, aber an manchen Stellen rückt der eigentliche Fall doch zu sehr in den Hintergrund. Fazit: Ein guter Krimi, der einen rundum gut unterhält. Bei einem zweiten Fall Bernwards wäre ich sofort wieder mit dabei. Lesenswert!

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  • Mord und Totschlag in Niederbayern

    Allerheiligen

    nihnih

    21. June 2013 um 08:25

    Der Einstieg in Allerheiligen fängt schon mal temporeich an. Erst liegt vor der Landshuter Martinskirche ein Pärchen nackt und gefesselt und dann taucht noch ein Team der Münchener SOKO auf, die auf der Spur des Geiselnehmers und Diebs Blofeld sind. Peter Bernward und seine Kollegin Flora Sander sind die ermittelnden Kommissare in Landshut und lassen sich nicht gerne in ihre Arbeit reinfuschen. Allerdings ist der Leiter des SOKO Teams kein anderer als Floras Ex-Ehemann Harald und da Peter in seine Kollegin verliebt ist, sind dort einige Turbulenzen zu erwarten. Diese lassen natürlich nicht lange auf sich warten und man ist mittendrin in der Geschichte, in der die Vergangenheit eine wichtige Rolle spielt. Welches eine Verbindung darstellt in welchem Genre sonst der Autor Richard Dübell unterwegs ist. Harald hatte in einer Besprechung ausdrücklich darum gebeten, dass sich die Landshuter Kollegen aus dem Fall raus halten. Aber durch seine arrogante Art fühlt sich Peter von Harald herausgefordert und mischt sich wie ein eifersüchtiger Streit suchender Gockel immer wieder ein. Natürlich um Flora zu imponieren und Harald, von dem er denkt, das er etwas verschweigt bloß zu stellen. Nur um am Ende auf die Erkenntnis zu stossen, das sie sich doch sehr ähnlich sind. Bei einer Geisterführung die Peter mit seinen Freunden und seinem Vater Daniel am Tage der Ausstellung des Hochzeitsschmucks von Herzogin Hedwig in der Burg organisiert hat, auf den Blofeld aus ist, ihn zu stehlen, trifft er zufällig auf Harald und wird in den Einsatz mit hineingezogen. Nur durch sein Mitdenken und daraus resultierendem Handeln, ist es ihm zu verdanken das die Gruppe Kinder, die bei der Geisterführung teilgenommen haben und als Geiseln gehalten wurden nichts passiert ist. Ebenso seiner Kombinationsgabe das er Harald und seine geliebte Flora und sogar noch den Schmuck retten kann. Der Roman ist gut aufgebaut und recherchiert. Allerdings finde ich kam zu früh heraus, wer der Täter und was das Motiv dahinter ist. Dadurch wurde einem ein sehr großer Teil der Spannung und des Miträtselns genommen, was für mich einen Krimi mit ausmacht. Daher hatte ich die Lust verloren und es fiel mir schwer weiter zu lesen. Ansonsten ließ sich der Text sehr flüssig und einfach lesen. Die Protagonisten werden gut beschrieben und man kann sich ein gutes Bild von ihnen machen und entwickelt schon so seine Sympathien. Die liebesdolle Staatsanwältin hätte man aber getrost weglassen können. Ich habe mir von diesem Erstlingswerk mehr versprochen. Vielleicht wird der nächste Fall ja besser und Flora ist nicht mehr so abweisend zu Peter.

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  • Rezension zu "Allerheiligen" von Richard Dübell

    Allerheiligen

    dorli

    11. June 2013 um 12:09

    Kriminaloberrat Harald Sander von der Münchner Kripo erschießt bei einer Geiselnahme eine Geisel. Er will die Tat vertuschen, drängt seinen Kollegen Robert Kalp, der alles mit angesehen hat, Stillschweigen zu bewahren. Harald ist dem Geiselnehmer, Mörder und Dieb schon länger auf der Spur, all sein Streben gilt der Ergreifung „Blofelds“. Haralds Annahme, dass Blofelds nächstes Ziel eine Ausstellung berühmter Schmuckstücke in Landshut ist, soll sich bewahrheiten… Zur gleichen Zeit werden Kriminalkommissar Peter Bernward von der Landshuter Polizei und seine Kollegin Flora Sander zu einem Einsatz zur Martinskirche gerufen. Ein halbnacktes Pärchen wurde an das Geländer des Ostportals gefesselt. Der Überfall wird zunächst als Routineeinsatz gesehen… In Landshut eingetroffen, verbittet sich Harald jegliche Einmischung der Landshuter Kollegen – eine Anweisung, die Peter nicht für sinnvoll hält. Er und Flora starten eigene Ermittlungen… Ich war sehr neugierig auf diesen ersten Krimi von Richard Dübell, denn seine historischen Romane haben mich bisher immer begeistert. Auch in „Allerheiligen“ gelingt dem Autor eine tolle Mischung aus Spannung und dem für ihn typischen Humor, so dass meine Erwartungen an dieses Buch rundum erfüllt wurden. Die Krimihandlung hat mich von Anfang an gefesselt, es werden mehrere Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, zügig und plausibel zu einem verbunden. Der Autor wartet dabei mit einer ganzen Reihe interessanter Figuren auf und verwendet viel Zeit darauf, seine Akteure vorzustellen und deren Verbindungen zueinander zu erläutern. Ich hatte daher durchweg das Gefühl, jede Person gut kennengelernt zu haben, alle wirkten sehr natürlich und glaubhaft auf mich. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen und privaten Probleme der Ermittler fügen sich prima in den Ablauf der Handlung ein. Man bekommt als Leser schnell präsentiert, wer sich hinter dem geheimnisvollen „Blofeld“ verbirgt - die eigentlichen Zusammenhänge und das Motiv lässt Richard Dübell dann erst nach und nach an Licht kommen. Die Geschichte steuert auf ein sehr dramatisches Finale zu – es wird zum Schluss superspannend. Sehr gut gefallen haben mir auch die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze. Richard Dübell hat seine Heimatstadt Landshut als Handlungsort prima in Szene gesetzt. „Allerheiligen“ hat mir ein paar spannende Lesestunden beschert.

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  • Spannender Krimi mit lokalem Flair

    Allerheiligen

    mabuerele

    08. June 2013 um 20:26

    Ich kenne Richard Dübell als Autor historischer Romane und war nun auf seinen ersten Krimi gespannt. In Burgenhausen wurden ein Juwelier und seine Familie als Geisel genommen. Kriminaloberrat Harald Sander leitet den Einsatz. Er ist Leiter der SOKO WETTIN, die einen Raubüberfall auf ein Museum in Wittenberg aufzuklären hat. Dort waren Dokumente und Schmuck aus dem sächsischen Königshaus ausgestellt worden. Gerade am Tag des Überfalls war allerdings der Schmuck von Hedwig von Landshut nicht im Museum. Der Geiselnehmer trickst die Polizisten aus und Sander erschießt eine Geisel. Er verpflichtet seinen Kollegen Robert Karp zum Schweigen. Beide begeben sich nach Landhut, denn dort soll der Schmuck in den nächsten Tagen ausgestellt werden. Nicht nur die Protagonisten, auch die Nebenfiguren sind gut charakterisiert. Harald Sander ist ein Einzelgänger. Von seinem Wissen und Kenntnissen wird keiner aus der SOKO informiert. Auch verbietet er sich die Einmischung der Landshuter Kollegen. Hauptkommissar Peter Bernwald aus Landshut provoziert nicht nur Sander, sondern ermittelt an seinen freien Tagen. Brisant ist das Verhältnis von Sander und Bernwald auch, weil Kommissarin Flora Sander die Exfrau von Sander ist und Peter unverdrossen um sie wirbt. Der Krimi hat nicht nur eine interessante Handlung, auch die Geschichte spielt eine entscheidende Rolle. Der Vater von Peter forscht, seitdem er im Ruhestand ist, nach seinem Ahnen und behauptet, dass ein Vorfahr schon Ermittler in Landshut war. Ausführlich beschrieben sind Land und Leute. Ich kenne nun einige Sehenswürdigkeiten von Landshut und Umgebung. Sie werden geschickt in die Krimihandlung integriert. Man spürt die Verbundenheit des Autors mit seiner Heimat. Der Roman ließ sich zügig lesen. Dazu trugen die relativ kurzen Kapitel und deren zeitliche Einordnung bei. Die Handlung hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Das Buch ist spannend geschrieben. Das ergibt sich zum einen durch die abwechslungsreiche Handlung, zum anderen durch die Rivalität der beiden Protagonisten. Der Autor überrascht mit einem sehr ungewöhnlichen Motiv für die Tat und einem reichen Beziehungsgeflecht. Natürlich habe ich im Krimi auch den feinen Humor des Autors und seinen lockeren Schreibstil wiedergefunden. Am Schluss des Buches klärt der Autor über Fakten und Fiktion auf. Das fand ich positiv. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Die hervorgehobene Ähre wirkt edel.

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