Richard Dübell Der Jahrhundertwinter

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Inhaltsangabe zu „Der Jahrhundertwinter“ von Richard Dübell

Heiligabend 1845: Gut Briest ist tief verschneit, ein Schneesturm hält die Region in Atem. Alvin von Briest, seine Frau Louise und sein kleiner Sohn Moritz erwarten ungeduldig die Ankunftvon Paul Baermann, einem Freund des Hauses. Doch Paul kommt nicht. Sein Zug ist nie in Genthin angekommen. Alvin ist beunruhigt – bei diesem Wetter kann ein Zugunglück den Tod bedeuten. Gemeinsam mit seinem Freund Otto von Bismarck wagt er sich hinaus in den Sturm, um Paul zu suchen. Louise bleibt mit Moritz auf Gut Briest zurück. Um ihrem Sohn die Angst zu nehmen, erzählt Louise ihm die mittelalterliche Geschichte vom »Hirten«. Auch sie kann nur auf ein Weihnachtswunder hoffen. Wird Alvin Paul noch rechtzeitig finden?

Ein tolles Intermezzo zu Der Jahrhundertsturm, ganz gleich, ob im Sommer oder in der Weihnachtszeit.

— FreydisNeheleniaRainersdottir
FreydisNeheleniaRainersdottir

Zwei Legenden in eine Rahmenhandlung rund um den "Jahrhundertsturm"

— Bellis-Perennis
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  • Zur Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot... oder man liest Weihnachtsbücher im Sommer

    Der Jahrhundertwinter
    FreydisNeheleniaRainersdottir

    FreydisNeheleniaRainersdottir

    19. July 2017 um 15:19

    Man kann Weihnachtsbücher auch im Sommer lesen. Insbesondere, wenn es sich um „Der Jahrhundertwinter“ von Richard Dübell handelt, denn dieser ist ein kleines Intermezzo zu seinem Roman „Der Jahrhundersturm“ und musste von mir deshalb unbedingt dazwischen gelesen werden. Hätte ja sein können, man verpasst was. Das hätte man auch, hätte man das Buch jetzt nicht gelesen, denn die Geschichte, die einer der Hauptfiguren aus dem Jahrhundertsturm, Louise, ihrem Sohnemann da vorliest, de sollte man weder in der Weihnachtszeit, noch im Sommer verpassen. Die Rahmenhandlung im Übrigen auch nicht. Hier finden wir nämlich erstmals heraus, wer der wahre Vater von Moritz von Briest ist und dass Eisenbahnunfälle im Winter heute zwar ärgerlich sind, einem aber nicht, wie es im Jahre 1846 der Fall war, das Leben kosten müssen. Ja und so viel mehr. Wieder einmal schafft es Richard Dübell, mich mit einem seiner Romane mitzureißen, Intermezzo und Weihnachtsbuch hin oder her. Man sollte es selbst gelesen haben.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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    • 2279
  • Weihnachten auf Gut Briest 1845

    Der Jahrhundertwinter
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    08. February 2017 um 17:49

    „Jahrhundertwinter“ ist ein Zwischenband in der Jahrhundert-Serie der Familiengeschichte derer von Briest. Es ist Weihnachten 1845. Auf Gut Briest warten Alvin von Briest und seine Gemahlin Louise auf den gemeinsamen Freund Paul Baermann, dessen Zug im Schneechaos auf offener Strecke verunglückt. Während der Wartezeit vertreibt Louise ihrem Sohn Moritz die Zeit mit der Geschichte vom „Hirten“, einer uralten Legende, in der Ritter Rainald mit seinen beiden Kindern durch den Schnee irrt und von einem Rudel Wölfen verfolgt wird. Doch dies ist nicht die einzige Geschichte, die erzählt wird. Nein, es gibt noch die Gruselgeschichte des „Pfadfinders“, eines Mannes, der eine Gruppe französischer Frauen und Kinder solange in die Irre führte, bis niemand überlebt hat. Als Strafe dafür, soll sein Geist ruhelos umherwandern. Diese beiden Legenden bilden den Kern der knapp 200 Seiten starken Romans. Es wird unter den Lesern viel diskutiert, ob Wölfe Menschen angreifen oder nicht. Für mich sind beide Geschichten in der Geschichte einfach Gleichnisse von Unrecht und dessen Sühne. Hier könnte ein Anknüpfungspunkt zu Lousie zu finden sein, denn auch sie hat Unrecht begangen: Unrecht gegenüber Ehemann Alvin, Freund Paul und ihrem Sohn Moritz… Das Buch bringt ein Wiedersehen mit den Figuren aus dem „Jahrhundertsturm“, auch wenn sie „nur“ die Rahmenhandlung zu den Legenden bilden.

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    • 5
  • Schneesturm an Heiligabend

    Der Jahrhundertwinter
    buchjunkie

    buchjunkie

    Heiligabend 1945: Gut Briest ist tief verschneit, ein Schneesturm tobt vor den Fenstern. Alvin von Briest, seine Frau Louise und sein kleiner Sohn Max erwarten die Ankunft eines Freundes. Paul Baermann sollte mit dem Zug ankommen, aber dieser hat sein Ziel nicht erreicht. Alvin ist beunruhigt und zusammen mit seinem Freund Otto von Bismarck macht er sich auf in den Sturm, um Paul zu suchen. Um die Wartezeit bis zur Rückkehr der Männer zu überbrücken, erzählt Louise ihrem Sohn eine mittelalterliche Geschichte. Die Geschichte erzählt von Rainald, der nach einem Überfall auf seine Burg mit seinen zwei kleinen Kindern unterwegs ist, um einen Verbündeten aufzusuchen. Auch bei ihnen ist alles verschneit, was das Weiterkommen zu Fuß erschwert. Und dann ist da auf einmal noch einen Nonne, die sich den dreien anschließt. Gefahr droht nicht nur durch die Kälte, sondern auch von den die kleine Truppe umkreisenden Wölfe. In „Der Jahrhunderwinter“ werden also zwei Geschichten erzählt. Die Erzählstränge wechseln sich nach jedem Kapitel ab, was die Spannung aufrecht erhält.  Mir hat das Buch gut gefallen, es sich flott lesen in dieser etwas stressigen Vorweihnachtszeit.  Den Schreibstil von Dübell mag ich sehr, er lässt einen die Kälte und das scharfe Stechen des Schnees im Gesicht während des Schneesturms spüren. Dieser kurze Roman hat bei mir die Lust geweckt, endlich den „Jahrhundertsturm“ zu lesen, der sich bereits in meinem Bücherregal befindet!

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    • 8
  • Keine weihnachtliche Wohlfühlgeschichte, aber ein guter Roman

    Der Jahrhundertwinter
    PMelittaM

    PMelittaM

     Heiligabend 1845 auf Gut Briest, Louise und Alvin erwarten ihren Freund Paul, doch dann erfahren sie, dass sein Zug nicht angekommen ist. Während Alvin und sein Freund Otto von Bismarck einen Suchtrupp organisieren, erzählt Louise ihrem kleinen Sohn Moritz die Geschichte vom „Hirten“, eine jahrhundertealte Legende. Im „Jahrhundertwinter“ trifft man die Protagonisten aus dem „Jahrhundertsturm“ wieder. Ich habe den Roman bisher noch nicht gelesen, man kann „Jahrhundertwinter“ problemlos ohne Vorkenntnisse lesen, aber sicher ist es für Kenner des „Jahrhundertsturms“ schön, die Charaktere wieder zu treffen. Die Geschichte splittet sich in zwei Teile. Die Rahmenhandlung um Louise, Alvin und Paul wird auch zwischendurch immer wieder aufgenommen, man erlebt nicht nur Louise beim Erzählen sondern erfährt auch, warum Pauls Zug nicht ankam und was mit den Menschen dort passierte. So wechseln immer wieder die Perspektiven, wodurch sich Spannung aufbauen kann. Mir hat die Rahmenhandlung besser als die Legende gefallen, die Charaktere wirken authentisch und sympathisch und auch hier ergibt sich ein Abenteuer. Zudem habe ich nun große Lust, den „Jahrhundertsturm“ auch noch zu lesen. In der Legendenerzählung ist der verbitterte Ritter Rainald mit seinen Kindern zu einem Verbündeten unterwegs, durch einen Wolfsangriff wird sein Pferd so verletzt, dass er es töten muss. Nun zu Fuß unterwegs, die Wölfe im Nacken, ist der vor ihm liegende Weg kaum zu schaffen. Die Familie trifft unterwegs die Klosterfrau Venia, die Rainald beschwört, in die nahe gelegene Stadt Trier zu gehen, doch dort will er nicht hin, warum, erschließt sich erst im Laufe der Handlung. Die Legende muss man als solche auffassen, man darf nicht jedes Wort ernst nehmen. Im Laufe des Romans wird noch einmal ganz klar daraufhin gewiesen, dass es eine Erzählung ist, die sich durch die Jahrhunderte verändert hat und auch, dass sie metaphorisch zu begreifen ist. Dadurch relativiert sich in meinen Augen auch die Sache mit den Wölfen, die in vielen Rezensionen angesprochen wird. Wölfe jagen keine Menschen, jedenfalls nicht in der Form, wie es hier geschildert wird. Aber, dies ist gar nicht wörtlich gemeint, Louise erklärt das und Richard Dübell auch noch einmal in seinem Nachwort. Viel schwerwiegender finde ich, dass es die Hirtengeschichte schon als Veröffentlichung gab (so mir bekannt ist, als Ebook-only), was mit keinem Wort, z. B. im Klappentext, erwähnt wird. Nimmt man diesen Part weg, bleibt nur wenig übrig, so dass man die Verkaufspolitik des Verlags und/oder des Autors an dieser Stelle schon kritisieren muss. Für mich, die beide Bücher bisher nicht kannte, nicht so schlimm, für andere sehr ärgerlich. Dennoch möchte ich das Buch nicht danach beurteilen, sondern danach, wie es mir gefallen, mich unterhalten hat. Und das hat es, ich habe es gerne gelesen, war zwar zwischendurch schon etwas kritisch gestimmt, habe es am Ende aber zufrieden zugeschlagen. Dübell-Fans, die „Der Hirte“ noch nicht kennen, können bedenkenlos zuschlagen. Als Weihnachtsgeschichte ist das Buch nur bedingt zu empfehlen. Wer zu Weihnachten gerne besinnliche Geschichten liest oder einen Heile-Welt-Roman möchte, für den ist der Roman weniger geeignet. Die Handlung spielt in beiden Handlungssträngen zwar an Weihnachten, besinnlich sind die Geschichten, vor allem die Legendenhandlung, jedoch nicht. Allerdings gibt es natürlich schon eine „weihnachtliche“ Moral.

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    • 6
  • Ein abenteuerlicher Heiligabend

    Der Jahrhundertwinter
    SiCollier

    SiCollier

    Es war nicht die Kunst, das Versagen zu vermeiden; die wahre Kunst war es, darum zu wissen und weiterzumachen. (Seite 151) Meine Meinung Das Buch hat mich sowohl vom Cover, vom Titel als auch von der Inhaltsbeschreibung angesprochen, so daß ich ein stimmungsvolles Weihnachtsbuch erwartete. Ein gutes Buch habe ich bekommen, stimmungsvoll auch. Aber ob ich es als regelrechte „Weihnachtsbuch“ bezeichnen würde, da bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Der Roman besteht aus zwei Zeitebenen: der Haupthandlung am Heiligabend des Jahres 1845 und einer darin eingebetteten Erzählung, die im 12. Jahrhundert spielt. Während sich bei mir in der Hauptgeschichte des 19. Jahrhunderts durchaus so etwas wie ein Weihnachtsgefühl einstellte, wollte das bei der mittelalterlichen Erzählung nicht so recht gelingen. Dafür war sie mir, obwohl ebenfalls an Weihnachten spielend und mit mehr als genug Schnee „versehen“, zu rauh, zu „kämpferisch“ und zu abenteuerlich. Sehr gut anfreunden konnte ich mich jedoch mit der Rahmenhandlung. Auch wenn die Protagonisten nicht im gemütlichen Zimmer saßen, sondern sich mit den Unbilden eines Schneesturmes und manch anderen Ärgernissen herumschlagen mußten, kam bei mir so etwas wie Weihnachtsstimmung auf. Was möglicherweise auch daran liegen mag, daß die Eisenbahn eine gewisse Rolle spielte. Und (Modell-) Eisenbahn und Weihnachten gehören für mich seit früher Kindheit zusammen und erzeugen für mich per se so etwas wie „Weihnachtsstimmung“. Den „Jahrhundertsturm“ des selben Autors habe ich leider noch nicht gelesen, was andererseits vielleicht nicht ganz verkehrt ist, da der „Jahrhundertwinter“ teilweise vor den Ereignissen des „Jahrhundertsturms“ angesiedelt ist. Andererseits wären umgekehrt natürlich die Figuren bekannt. Im Nachwort geht der Autor sowohl auf das Verhältnis der beiden Bücher zueinander als auch auf die im mittelalterlichen Teil eine Rolle spielenden Wölfe und deren Verhalten ein. Da hier eine Legende innerhalb eines Romans erzählt wird, habe ich mit dem von Dübell beschriebenen eher unnatürlichen Verhalten der Wölfe keine Probleme und kann so manche Kritik daran nicht ganz nachvollziehen. Figuren wie Handlung waren mir in beiden Teilen gleichermaßen verständlich, wenngleich es Dübell gelungen ist, mich gegen Ende mehrfach zu überraschen. So wenig ich solche „unvorhersehbaren Wendungen“ in Büchern normalerweise mag, hier sind diese absolut gelungen, sinnhaft und passen zu Inhalt und Bedeutung von Weihnachten, auch wenn ich nicht unbedingt Weihnachtsstimmung empfunden haben mag. Seltsamer war schon der Gedanke, daß ein gewisser Fürst Otto von Bismarck, der hier auftritt und eine wesentliche Rolle spielt, zu jener Zeit ein junger Mann war; ist er mir von Bildern her doch praktisch nur in seinen älteren Jahren geläufig. Auf jeden Fall empfand ich ihn sehr gut getroffen und kann mir vorstellen, daß er wirklich so sprach und dachte, wie im Buch geschildert. Vielleicht sollte ich dies endlich einmal zum Anlaß nehmen, seine „Gedanken und Erinnerungen“ zu lesen? Auf jeden Fall ist dieses Buch nun der Anstoß, den „Jahrhundertsturm“, der seit geraumer Zeit im Bücherregal steht, anzugehen. Für ein Buch mit einer Lok im Winter auf dem Cover ist die Weihnachtszeit sicherlich die richtige. Kurzfassung Ein Roman, dessen beide Erzählstränge an Weihnachten spielen, mir aber nur bedingt ein Weihnachtsgefühl vermittelten. Davon abgesehen ein gutes bis sehr gutes Buch, das auf seinen relativ wenigen Seiten eine deutliche Tiefe entfaltet.

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