Richard David Precht Erkenne die Welt

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Inhaltsangabe zu „Erkenne die Welt“ von Richard David Precht

Richard David Precht erklärt uns in drei Bänden die großen Fragen, die sich die Menschen durch die Jahrhunderte gestellt haben.Im ersten Teil seiner auf drei Bände angelegten Geschichte der Philosophie beschreibt Richard David Precht die Entwicklung des abendländischen Denkens von der Antike bis zum Mittelalter. Kenntnisreich und detailliert verknüpft er die Linien der großen Menschheitsfragen und verfolgt die Entfaltung der wichtigsten Ideen – von den Ursprungsgefilden der abendländischen Philosophie an der schönen Küste Kleinasiens bis in die Klöster und Studierstuben, die Kirchen und Machtzentren des Spätmittelalters. Dabei bettet er die Philosophie in die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen der jeweiligen Zeit ein und macht sie auf diese Weise auch für eine größere Leserschaft lebendig. Ein Buch, das dazu hilft, sich einen tiefen Einblick in die Geschichte der Philosophie zu verschaffen und die Dinge zu ordnen. Tauchen Sie ein in die schier unerschöpfliche Fülle des Denkens!

Pholosophiegeschichte verständlich erzählt und gut strukturiert. Sehr gut zu lesen!

— Zachanassian
Zachanassian

Informativ und erfrischend. Teilweise etwas langatmig.

— Romanlesetante
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    Erkenne die Welt
    dominona

    dominona

    22. June 2016 um 09:56

    Ich habe die Bücher des Autors bisher immer sehr gerne gelesen und hatte mich auf das Buch gefreut, da seine Herangehensweise an Geschichte etwas anders ist, aber hier kam ich nie so richtig in das Buch rein. Richtig logisch ist der Aufbau für mich dann doch nicht, auch, wenn einige der Anekdoten, gerade in der Antike, interessant waren, wäre ein Philosophie-Änfanger, denke ich, doch stark überfordert. In die kommenden Bände werde ich aber dennoch reinschauen.

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  • Denkanstöße...

    Erkenne die Welt
    maria1

    maria1

    26. May 2016 um 22:30

    Eine spannende Reise zu den Philosophen der Antike und des Mittelalters, gut und verständlich geschrieben. Es macht Spaß, diese Geschichte der Philosophie zu lesen und der Frage nachzugehen, was aus den Gedanken und Theorien der "großen " Philosophen der Antike geworden ist. Und es ist interessant zu sehen, wie die gleichen Fragen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten unterschiedlich beantwortet wurden.Zwar ging es mir auch so, dass ich zuletzt die Philosophen und ihre Theorien und Positionen nicht mehr in jedem Fall auseinanderhalten konnte. Das finde ich aber nicht schlimm. Letztlich finde ich es nicht entscheidend zu wissen, wer wann was gesagt hat. Viel wichtiger ist es doch zu erkennen, welche "großen  Fragen" gestellt wurden, welche Anwortmöglichkeiten es gibt und welche Gegenargumente vorgebracht werden können. Und daher mein Dank an Herrn Precht - er schafft es, einen Bogen von den ersten Philosophen bis ins Mittelalter zu spannen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Er schafft es, Denkanstöße zu liefern und hat mir gezeigt, wie aktuell auch heute die antiken Philosophen sind. Es geht eben nicht nur um die Frage nach dem "Urstoff" (diesen Eindruck hatte ich manchmal, wenn ich mich mit den Philosophen der Antike befasst habe), sondern beispielsweise auch um die Frage nach dem guten Leben. Und mich hat er mit den aufgeworfenen Fragen "infiziert". Ich werde mir jetzt auch noch andere Philosophiebücher vornehmen...Gestört hat mich lediglich, dass die ablehnende Haltung des Herrn Precht zur Kirche so deutlich zu spüren war. Für ein solches Werk würde ich mir mehr Objektivität wünschen.Ansonsten freue ich mich aber schon auf die nächsten Bände. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

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  • Zweitausend Jahre auf zu wenig Seiten

    Erkenne die Welt
    SiCollier

    SiCollier

    18. February 2016 um 10:34

    Philosophieren ist das Schärfen unserer Instrumente des Denkens in der Hoffnung, die begrenzte Zeit unseres Daseins ein wenig bewusster zu erleben. Und sei es auch nur, um zu verstehen, was wir nicht verstehen. (Seite 20) Meine Meinung Da sitz ich nun, ich armer Tor, vor meinem leeren Bildschirm und überlege, ob ich nach der Lektüre dieses Buches nur so schlau als wie zuvor - oder doch schlauer geworden bin. Die Frage ist jedoch nicht so leicht zu beantworten. Sicher, das Buch ließ sich ausnehmend gut und flüssig, streckenweise fast wie ein Roman, lesen; Precht vermag auch schwierige Sachverhalte relativ gut verständlich darzustellen. Erschlagen hat mich jedoch die schiere Fülle des Inhalts. 535 Seiten für rund zweitausend Jahre, das empfand ich denn doch etwas zu dicht. Vor allem, es sei zugegeben, da ich von der Antike eher wenig Vorwissen mitbrachte. Gut und nützlich sind sowohl die den Abschnitten (Antike / Mittelalter) vorangestellten Karten sowie die Zeitleisten der behandelten Philosophen. Beides habe ich immer wieder zu Rate gezogen, um den Überblick zu behalten. Vor allem für die Zeitschienen war ich sehr dankbar, gaben die doch auf einen Blick eine gute Übersicht über die zeitlichen Abläufe. Was ich im Moment noch nicht so recht beurteilen kann ist, wie viel von dem Gelesenen ins Langzeitgedächtnis übergegangen ist, oder anders um wie viel ich schlauer geworden bin. Nun besagt schon der Untertitel, daß es sich um eine Geschichte der Philosophie handelt, woraus folgt, daß eben auch dieselbe Gegenstand des Buches sein muß. Schwierig wurde es, es sei eingestanden, weil allzuviele Gelehrte genannt wurden, deren Namen ich bisher noch nicht gehört hatte, dazu deren Lehren - soweit heute noch bekannt - das gab insgesamt eine Fülle an Stoff und Inhalt, bei dem ich irgendwann das Gefühl hatte, den Überblick verloren zu haben. So sind es denn eher „Eckpunkte“, die sich mir eingeprägt haben, zum Beispiel daß Pythagoras deutlich mehr als das nach ihm benannte Gesetz „erfunden“ hat, daß die Stoiker eine deutlich größere Verbreitung hatten, als ich gedacht hätte und daß ich auf jeden Fall von Platon das eine oder andere seiner Werke lesen möchte. Auf etwas vertrauterem Terrain fand ich mich dann im Abschnitt über das Mittelalter wieder, denn zumindest die meisten Namen hatte ich schon gehört und mit dem einen oder anderen konnte ich auch Inhalte in Verbindung bringen. Allerdings empfand ich die recht eindeutig antichristliche Einstellung des Autors, die immer wieder durchscheint, etwas irritierend und nicht unbedingt passend. Vieles, was damals gedacht und getan wurde, ist nach heutigen Maßstäben nicht unbedingt richtig bis sogar falsch. Von manchem denke ich, daß die Menschen sogar seinerzeit schon hätten merken müssen, daß sie falsch liegen. In so einem Buch erwarte ich allerdings, daß mir der Autor die Fakten präsentiert und mir als Leser überläßt, zu urteilen. Wenn er des Öfteren ein einseitiges Urteil mitliefert, kann ich nie sicher sein, daß er auch alle Fakten genannt hat und nicht nur solche, die seiner Meinung entsprechen, während er anderes schlicht nicht erwähnt. Für mich leidet darunter die Glaubwürdigkeit eines Buches. Das ist allerdings mein einziger wirklicher inhaltlicher Kritikpunkt. Denn eine zu große Fülle kann man einem Autor schlecht vorwerfen. ;-) Gut ist auch, daß er jeweils eine Einordnung der behandelten Personen und ihrer Lehren in die jeweilige Zeit sowie die politischen Verhältnisse gibt. Alles in allem hat das Buch meine Erwartungen, die ich daran hatte, erfüllt. Damit ich mehr aus dem Gedächtnis abrufen kann, werde ich es sicherlich nochmals lesen müssen/wollen, was aber auch eher für denn gegen das Buch spricht. Spätestens bei Erscheinen des zweiten Bandes, den ich auf jeden Fall lesen möchte, wird auch dieses Buch wieder aus dem Regal geholt. Kurzfassung Eine dichte und inhaltsreiche, im mittelalterlichen Teil teilweise etwas einseitige, Darstellung der Philosophiegeschichte über den Zeitraum von rund zweitausend Jahren. Mehrfach gut lesbar.

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • 2000 Jahre in einem Band

    Erkenne die Welt
    PrinceXL

    PrinceXL

    09. December 2015 um 19:18

    Ich habe nicht Philosophie studiert, fand es aber schon immer faszinierend, die Welt mit Logik und Verstand zu erörtern und zu erklären. Für jemanden wie mich, der nicht vom Fach ist, sind die meisten Sachbücher darüber zu theoretisch und zu spezifisch, um daraus einen Nutzen zu gewinnen. Genau das macht Richard David Precht anders. Die Leser, die er mit seiner Buchreihe erreichen will, sind nicht unbedingt die Experten, sondern eben welche wie ich – interessierte Nichtfachleute. Trotzdem ist das Thema natürlich nicht ganz einfach. Der Band deckt einen Zeitraum von beinahe 2.000 Jahren ab, von der griechischen Antike bis zum Ende des Mittelalters. Da ergießt sich ein Füllhorn von Wissen über mich aus. Dass dabei nicht jedes Thema und jeder Philosoph in der Tiefe besprochen werden kann, ist einleuchtend. Für mich ist es aber perfekt: ich bekomme einen ausführlichen Überblick über die Geschichte des Denkens. Und wer noch etwas vertiefen möchte, bekommt hinten im Band noch jede Menge Buchempfehlungen. Ich habe aber eine Menge Denkanstöße zu vielen philosophischen Fragen gefunden. Precht hat ja nicht den Anspruch, diese Fragen zu beantworten. Er stellt die wichtigsten Philosophen ihrer Zeit vor, die Themen und Fragen, mit denen sie sich beschäftigten und zu welchen Ansätzen und Ideen sie gekommen sind. Immer wieder bin ich am Kopfschütteln, über die manchmal skurrilen Gedankenwege, oftmals sprechen sie mich aber auch an und werden mich bestimmt noch eine Weile beschäftigen. Was mir ganz besonders hilft beim Verständnis der Theorien ist die Darstellung im Kontext der jeweiligen Zeit, und zwar politisch, wirtschaftlich, religiös und sogar mythisch. So kann ich mir jetzt beispielsweise ein viel besseres Bild machen von der viel gepriesenen griechischen Demokratie. Interessant finde ich auch die Zusammenhänge mit der Entwicklung des christlichen aber auch des islamischen Glaubens. Oder auch die Entfaltung und der Zusammenbruch des römischen Reichs usw. Richard David Precht verwendet einen klaren gut verständlichen Schreibstil. Er vergleicht die Ereignisse und Gedanken auch immer wieder mit der heutigen Zeit – was gilt noch, was ist nicht mehr vorstellbar? So wirkt der Stoff deutlich frischer als ich es von einem Buch über Philosophiegeschichte erwartet hätte. Mein Fazit: Ich hatte mir ein Buch erhofft, das mir die Geschichte der Philosophie verständlich näher bringt, meinen Horizont erweitert und mich zum Nachdenken inspiriert. Ganz schön anspruchsvoll, aber „Erkenne die Welt“ erfüllt diese Erwartungen. Es ist vollgepackt mit geschichtlichen Informationen, vielen Philosophen und dementsprechend einer Menge Denkansätze. Für mich als Nichtexperte, aber am Thema Interessierten, ein Buch, das mich bereichert. Gut, dass noch zwei Bände folgen! © Marcus, buecherkaffee.de 

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  • Sprachlich hervorragend, flüssig im Stil und sachkundig erzählt

    Erkenne die Welt
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    05. November 2015 um 15:04

    Sprachlich hervorragend, flüssig im Stil und sachkundig erzählt Eine Geschichte der Philosophie in drei Bänden? Und das wie im Plauderton des unterhaltenden Gespräches mitsamt, vor allem, je einer (ausführlichen) Einbeziehung der jeweiligen Zeitströmungen (welche immer einen erheblichen Einfluss auf das Denkgebäude der konkreten Philosophen besaß)? Precht selbst weist, zu Recht, darauf hin, dass in dieser Aufgabenstellung bei Weitem nicht alle Philosophen, alle zeitgeschichtlichen Strömungen und alle sich auch zerfaserten Denkgebäude in gebührender Form unterbringen lassen werden. Aber Precht setzt seinen Anspruch auch nicht auf wissenschaftliche Vollständigkeit, nicht auf das Ausloten auch noch letzter Tiefen und Fußnoten der Geistesgeschichte. Sondern eben auf den klug gewählten Titel: „Erkenne die Welt“. „Was ist ein gutes Leben“? „Was ist Sinn“? „Gibt es Gerechtigkeit und, wenn ja, wie ist sie möglich“? „Wo steht der Mensch in der Natur und im All“? Ist die Philosophie dabei als eine Art „exakte Wissenschaft“ zu betrachten oder als eine „Gedankenkunst“? Precht lässt beides gelten, , bezieht immer wieder den einen Denkansatz auf den anderen, auch wenn erkennbar ist, dass er in Stil und Duktus, in Auswahl und Interpretation eher der „Gedankenkunst“ und damit der inneren Aufgabe des subjektiven „Erkennens der Welt“ zuneigt. Wie sich im Übrigen bereits am ersten der Philosophen zeigt, die Precht ausführlich betrachtet. Thales, der einerseits mathematische Grundregeln aufstellte (und damit der „exakten Wissenschaft“ vielleicht eher zuzuordnen wäre), dieses aber, wie Precht unterhaltsam zudem aufzeigt, eben nicht einem „Vermessend er Welt“ entsprang, sondern dem gedanklichen Überlegen über Struktur und Sinn und „Urelement“ des Lebens und wie dies zusammenhängt. Ebenso, wie bei diesen Betrachtungen deutlich wird, wie wenig wirklich exakt von den Werken gerade der Antike aktuell noch vorliegt und wie auch die Zeitströmungen der Epochen das Denken beeinflusst haben (und vielleicht auch noch Interpretationen hinzugefügt haben). Wenn dann am Beispiel Plotins noch deutlich wird, dass die Kraft einer ganzen „Welterklärung“ und „Welthaltung“ nicht nur in religiösen Strömungen, sondern auch im philosophischen Denken durchaus vorhandeng gewesen wäre und das Abendland bei einigen anderen Konstellationen von Zufällen vielleicht „plotinisch“ satt „paulinisch“ ausgerichtet wäre, dann spürt der Leser die vielfältigen Strömungen in den einzelnen philosophischen Gedankengebäuden und rückt der Entstehungsgeschichte dieser Denksysteme und ihrer verkörperten Stimmen nahe. Von der Suche nach dem „Maß aller Dinge“ bis zur „Entzauberung der Welt“, von der Antike bis zu den umwälzenden Gedanken des Mittelalters reicht dabei dieser erste Band der Philosophiegeschichte, von Thales, Plato, Aristoteles, den Neu-Platonikern bis zu Descartes. Mit je neuen Ideen, teils gegensätzlichen Methoden und Konklusionen, mit teils persönlich heftiger Antipathie untereinander, und dennoch vereint in dem Bemühen, mit der Kraft des Geistes die Welt zu erfassen, dem Chaos eine Ordnung zu entreißen, das freie Fließend es Lebens zu erkennen, zu erklären und zu befördern. Oder eben zu rahmen, zu hemmen, in bestimmte Richtungen zwängen zu wollen. Durchweg flüssig und verständlich erzählt, auch bei abstrakteren Denkgebäuden nicht die Bodenhaftung verlierend, legt Precht ein kluges, durchaus intellektuell anspruchsvolles Werk vor, dass dennoch sich dem Leser sprachlich nicht verschließt und die wesentlichen Gedankengebäude der Philosophiegeschichte in ihren zentralen Behauptungen, aber auch in ihrer menschlichen Eingebundenheit in die konkrete Zeit vor Augen führt.

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