Richard David Precht Liebe

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Inhaltsangabe zu „Liebe“ von Richard David Precht

Das unverzichtbare Buch für alle, die Ratgebern misstrauen und trotzdem endlich wissen wollen, was es mit der Liebe auf sich hat Die Liebe bewegt uns wie nichts anderes, sie vermag unser Leben auf den Kopf zu stellen und jegliche Ordnung zu Fall zu bringen. Dennoch wissen wir gar nicht so genau, was sie ist – die Liebe. Der Bestsellerautor Richard David Precht bringt Ordnung in dieses unordentlichste der Gefühle. Er untersucht, was Liebe mit der Biologie unserer Gene zu tun hat, und welche romantischen Sehnsüchte und Erwartungen uns an sie binden. Er lädt ein, dieses verrückte Reich von Liebes-Ideal und Wirklichkeit genauer zu vermessen und erklärt dabei heiter und augenzwinkernd, warum uns die Liebe so überaus wichtig ist und immer bleiben wird.

Interessantes Buch über Liebe mit etwas wissenschaflicher Note. Tolle Kombination...

— EllaGe

Vielleicht ein wenig verkopft geraten, aber dennoch unterhaltsam! Nichts für "nebenbei".

— rumble-bee

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  • Interessantes Buch

    Liebe

    EllaGe

    28. October 2016 um 12:03

    Interessantes Buch über Liebe mit etwas wissenschaflicher Note. Tolle Kombination... 

  • Ein typischer Precht

    Liebe

    rumble-bee

    Eins muss man ihm ja lassen, diesem Precht. Er geht methodisch vor, hat seine Hausaufgaben gemacht, und weiß zu verblüffen und zu unterhalten. Dennoch mag ich nicht zu 100 Prozent "Hurra" schreien bei diesem Buch. Es hat für mich eine leicht "verkopfte" Tendenz, ist aber dennoch ausgesprochen lesbar gewesen. Gut war sicherlich der unterhaltsame Anteil! Precht versteht es auf unnachahmliche Weise, Forschungsergebnisse und aktuell gängige Positionen in sein Buch einzubauen, und sie gleichzeitig amüsant zu hinterfragen. Ich könnte jetzt nicht alles aufzählen, weiß nun aber, wie sehr eben auch "Moden" in der Psychologie und Philosophie herrschen, und dass noch lange nicht alles Gold sein muss, was derzeit in den Feuilletons glänzt. Wissenschaft ist eben auch oft ein Spiel mit Reputationen, und zwar auf hohem Niveau...! Gut fand ich ferner auch den Ansatz, vom Allgemeinen zum Speziellen, und vom Historischen bis in die Neuzeit zu gehen. Zu keiner Zeit wird dem Leser eine Meinung aufgedrängt; Precht trägt einfach nur zusammen. Man kann sich seine eigene Meinung bilden. Nur manchmal gerät Precht hier der Erzählstil ein wenig zu kopfig, wie ich schon sagte - die Formulierungen wiederholen sich, und könnten von einem ungeduldigen Leser als ermüdend aufgefasst werden. "Es mag ja sein, dass..." und "Man könnte einerseits sagen, dass..." Solche Sätze häufen sich in nahezu jedem Kapitel. Und man muss sich vor allem klar sein, was dieses Buch NICHT ist: ein Ratgeber. Es ist eher ein amüsant zusammengestelltes Sachbuch, das dem geneigten Leser aufzeigt, welche teils haarsträubenden Meinungen oft vertreten wurden und werden, wenn es um die zwischengeschlechtlichen Bestrebungen moderner Menschen geht. Und warum es sie überhaupt gibt. Denn aus der Sicht der Evolution ist das keineswegs klar! Ich werde in diesem Buch sicher noch öfter stöbern. Jeder Abschnitt bietet zahlreiche Denkansätze. Und auch das Literaturverzeichnis ist erfreulich reichhaltig. Gefällige Lektüre mit griffigem Ergebnis ist es allerdings sicher nicht. Es ist schon in manchem sehr unbequem.

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  • Liebe ist kompliziert

    Liebe

    Rafael

    08. November 2013 um 21:30

    Richard David Precht habe ich als Gast der Sendung „Planet Wissen“ kennengelernt. Dort ging es um eben jenes Thema, zu dem er in diesem Buch seine weitläufigen Recherchen und Gedanken zusammengetragen hat. Im unterschied zu eigentlich allen anderen Büchern welche ich in letzter Zeit gelesen habe geht Precht als aktueller Bestsellerautor durch. Und mit diesem Buch hat er sich nun das größte aller Themen vorgeknöpft. Dabei formuliert er ganz deutlich das sein Buch keinen Ratgeber darstellt. Und genau das spürt man bei jeder Zeile, und es ist eine Art die mir sehr gefällt. Precht tut nicht so als ob er alles wüsste und will dem Leser auch nicht im Stile eines Fernsehpredigers bekehren. Er schildert einfach nur seine Gedanken und Meinungen zu dem Thema. Um das zu tun hat er sich sehr ordentlich vorbereitet und gründlichst recherchiert. Er schlägt einen weiten Bogen von der Biologie über die Evolution zur Philosophie um dieser Liebe auf die Schliche zu kommen. Das Ergebnis lautet, so wie ich es verstanden habe, ungefähr so: Liebe ist kompliziert: Was unter anderem daran liegt, das wir mit ihr versuchen zwei eigentlich verschiedene Dinge unter einen Hut zu bekommen. Das Bedürfnis nach Geborgenheit und die sexuelle Gier. Das ist in der Essenz jetzt nicht unbedingt neu, aber wie sollte man über ein so altes Thema noch wirklich revolutionäre Erkenntnisse bringen? Mir persönlich hat es dabei geholfen, meine ganz persönliche Position im geschlechtlichen Miteinander zu definieren.

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  • Ein Ausflug in die nicht so populäre Liebe

    Liebe

    Bibliomania

    13. May 2013 um 19:55

    Richard David Precht entführt uns in seinem 2009 erschienenen Buch in die Welt der Liebe. Jedoch anders, als man es vielleicht vermuten würde. Mit Charme und Humor führt der Weg durch die Liebe über die Brücken Biologie, Psychologie und – natürlich – Philosophie. Das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten widmet Precht sich der Frage nach Mann und Frau. Was macht sie so verschieden? Sind sie überhaupt so verschiedenen? Was haben unsere Gene mit all dem zu tun? Und der Charakter spielt ebenfalls eine Rolle. Im zweiten Teil geht es um die Liebe selbst. Liebe und Sex sind nicht das gleiche, ebenso wenig wie Emotionen und Gefühle. Richard David Precht erläutert, wieder einmal sehr anschaulich, wie Wissenschaft und Kultur im Bereich der Liebe zusammenhängen, was Erwartungen mit der Liebe zu tun haben und ob es eine Kunst ist zu lieben. Im letzten Abschnitt geht es um die Liebe in der heutigen Zeit. Hat sich die Liebe in den Jahren verändert? Wenn ja, wie? Fällt sie heute leichter als damals, oder umgekehrt uznd womit das zusammenhängt. Auch die Familie spielt in diesem Abschnitt eine wichtige Rolle. Obwohl Richard David Precht ein sehr komplexes Thema behandelt, schreibt er einfach verständlich. Man kann ihm sehr gut folgen und hat eher das Gefühl, einen Roman zu lesen. Die Lektüre „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ hat mich sehr begeistert, sodass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Allerdings fiel es mir irgendwie schwer in das Buch einzusteigen. Dennoch treten wieder einmal sehr viele Fakten, Studien, andere Bücher und natürlich Persönlichkeiten auf, welche das Buch zu einem absoluten Wissensvermittler machen. Auch wenn mit sein erstes Werk besser gefallen hat, ist „Liebe. Ein unordentliches Gefühl“ absolut lesenswert. Insbesondere für Menschen, die gerne in die Psychologie eintauchen, Prechts Bücher mögen und mehr von der Liebe als Wissenschaft erfahren wollen.

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  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    stephi

    02. January 2012 um 20:50

    Interessante Lektüre, dennoch schwierig zu bewerten. Precht erklärt nachvollziehbar und vielseitig verschiedene Aspekte der Liebe - biologisch, historisch, psychologisch, philosophisch kulturell und soziologisch. Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist mir allerdings schwer gefallen, etwas vom Inhalt mitzunehmen oder ein persönliches Fazit für mich zu ziehen.

  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    fu-tu-re

    04. March 2011 um 22:36

    Das erste Buch in das ich Eselsohren reingemacht habe ... soll heißen, ich fand es sehr interessant!

  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    nilsbook

    11. October 2010 um 23:56

    Es mag nicht so gut gewesen sein wie "Wer bin ich..." doch hat auch Prechts Abhandlung über die Liebe für mich ein großen "Wiederlesewert".
    Ich kann es empfehlen :)
    Ich bin gespannt auf sein neues Buch zum Thema Egoismus. Es liegt bereits bei mir in der Warteschleife.

  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. August 2010 um 21:16

    "Dieses Buch hat eine sehr klare Struktur, immer wieder sehr interessante Einleitungen, die sehr gut in die Thematik der Kapitel einführen. Was Richard David Precht meiner Meinung nach besonders gelingt, ist zwei Gegensätze zu formulieren. Er schafft einen sehr guten Blick auf die heutige, aktuelle Gesellschaft, die er sehr scharfsinnig kennt, weil er sehr gut beobachtet. Das Buch hat mir gefallen."

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  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    Bibipiano

    01. July 2010 um 18:47

    Ich liebe dieses Buch für Zitate wie: "Wenige Leute würden sich verlieben, wenn sie nicht davon gehört hätten." (La Rochefoucauld)! Oder herrlich auch die erkenntnisreiche Perspektive auf Luhmann und Foucault - Alles Freaks!

  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    Sophia!

    06. June 2010 um 19:19

    Prechts umfangreiches Werk ist eingeteilt in drei Abschnitte. Er beschäftigt sich mit den Unterschieden der Geschlechter, bezieht dabei auch die Gender- Forschung mit ein; außerdem mit der Frage, was Liebe als Gefühl überhaupt ist und schließlich damit, welche Rolle die Liebe in unserer heutigen Gesellschaft spielt. Wissenschaftliche Thesen werden erläutert und kritisch hinterfragt, Bücher vorgestellt, sowie wichtige Forscher und zahlreiche Statistiken. Ich habe mich auf ein philosophisches Buch zum Thema Liebe gefreut und nicht auf eine wissenschaftliche Abhandlung. Es interessiert mich nicht, welcher Affe was in einer Höhle unter welchen Umständen gedacht hat, welche Hormone beim Anblick eines geliebten Menschen freigesetzt werden "können" und wie sich das sexuelle Verhalten von Mäusen manipulieren lässt. In den Bereich der Philosophie ist das Buch also leider nicht einzuordnen. Vielmehr passt es in Gebiete wie Soziologie, Gender-Forschung, Psychologie und vor allem Biologie. Fazit: Guter Schreibstil, zu viel Wissenschaft. Interessant für diejenigen, die über den neuesten Forschungsstand informiert werden möchten.

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  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. March 2010 um 14:08

    Ein Buch, das mich absolut beeindruckt hat. Es hat meinen Blickwinkel in eine andere Richtung gelenkt und mich gelernt Dinge bzgl. der Liebe, die kommerziell verbreitet werden, krtitischer zu betrachten.

  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    Jari

    21. November 2009 um 19:19

    In diesem Buch fragt sich der Philosph Richard David Precht: "Was ist Liebe?" Herausgekommen ist ein sehr informatives, jedoch ebenso umfangreiches Buch. Jedoch handelt es sich bei der Liebe um ein ebenso umfangreiches Thema. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil beschäftigt Precht sich ausführlich mit dem Körper, mit Mann und Frau, der Sexualität und klärt auf, wie das mit dem Verlieben eigentlich funktioniert. Im zweiten Teil kümmert sich der Autor um die Liebe im Allgemeinen und wie sie heutzutage funktioniert, wie mit ihr umgegangen wird. Dieses Buch versteht sich nicht als Ratgeber, wie man sein Liebesleben wieder in Ordnung bringt, sondern beschäftigt sich ausführend mit dem Thema Liebe. Precht lässt sich auf das Thema ein und bereitet vor dem Leser ein fundiertes und gut recherchiertes Wissen aus. Jedoch lässt er sich auch des Öfteren zu etwas abschätzigen Bemerkungen über andere Bücher zum Thema hinreissen, doch lockern diese das Buch bloss auf, und sind nicht abschätzig. Natürlich findet auch Precht nicht alle Antworten, die man so gerne hätte. Doch wer sich für die Liebe interessiert und vom Umfang des Buches nicht abgeschreckt wird, wird mit vielen Informationen belohnt, die Precht einfach und gut lesbar präsentiert. Jedoch sollte man sich für die Lektüre Zeit nehmen, denn aufgrund der erwähnten Informationsflut lässt sich das Buch nicht einfach in einem Zug durchlesen, sondern sollte portioniert werden. Die vielen Kapitelunterteilungen helfen zum Glück dabei. Prechts Buch "Liebe" ist ein aufklärendes Buch, das Fragen offen lässt und offen lassen will, die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall.

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  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    sandra7360

    14. August 2009 um 08:02

    anfangs etwas mühsam zu lesen, viel Psychologie und Biologie - aber doch interessant

  • Rezension zu "Liebe" von Richard David Precht

    Liebe

    HeikeG

    25. July 2009 um 19:32

    Liebe - ein Vollbad der lustvollen Selbstinventur . "So wichtig sie uns ist, in der abendländischen Philosophie gilt die geschlechtliche Liebe seit Platon als U-Musik.", schreibt Richard David Precht, der nach seinem Bestseller "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" ein weiteres philosophisches Buch für Jedermann vorlegt. Doch dieses Mal begibt er sich nicht auf einen weitschweifigen Parcours, sondern er konzentriert sich ausschließlich auf ein Thema, ein Sujet, das er bereits in seinem vorangegangen Buch kurz anriss - die Liebe. . Entgegen der meisten seiner Vorgängerkollegen aus der philosophischen Zunft, die den Menschen über seine Vernunft definierten und dieses phänomenale, kostbare Gefühl, diesen wunderbaren, aber manchmal so verwirrenden und komplizierten Bewusstseinszustand als einen Unfall "mit bedauerlichen Folgen für den umnebelten Verstand" disqualifizierten, ist es Precht beinahe 400 Seiten wert darüber zu plaudern, zu analysieren, zu hinterfragen, zu spekulieren, zusammenzutragen, abzuwägen, vorzustellen und vor allem nachzudenken. Schließlich verfügt kein anderes Lebewesen über so viele Quellen der Empathie und Liebe wie der Mensch. . "Die Liebe ist das vielleicht wichtigste Thema an der Schnittstelle von Natur- und Geisteswissenschaft. Sie erschließt sich weder durch Logik noch durch eine philosophische 'Letztbegründung'.", bemerkt der Autor. Was ihn jedoch nicht dazu bewegt, den Statistikern das Feld zu überlassen. Precht stellt sich der enormen Herausforderung und plaudert mal charmant und witzig, dann wieder lehrreich und philosophisch, aber nie oberflächlich, über das so wundervoll Illusionäre wie die Liebe. Erneut ist ihm der Spagat zwischen Wissenschafts- und Populärlektüre gut gelungen, dieses Mal eindeutig tiefgründiger, als in "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?". . Wiederum hat er sein Buch in drei Teile gegliedert. Zunächst unternimmt der Autor einen Abstecher in die Evolution. Precht untersucht die Fundamente, "auf denen die heute so populären Theorien von den verschiedenen biologischen Interessen und Ausrichtungen von Mann und Frau stehen." Welche Programme verfolgen die Gene? Was ist geschlechtertypisches Sexualverhalten? Funktionieren die Gehirne von Mann und Frau unterschiedlich?, sind nur einige Fragen, die der Autor zu beantworten versucht. Der zweite Teil handelt dann tatsächlich von der Liebe selbst. Zunächst aus biologischer Sicht: Was trennt Liebe von Sex? Welchen natürlichen Ursprung hat Liebe? Was passiert in unseren Gehirnen, wenn wir lieben? Im dritten Teil geht es dann um die persönlichen wie um die gesellschaftlichen Möglichkeiten und Probleme mit der Liebe heute. Warum ist uns die romantische Liebe so wichtig geworden? Die liebe Familie - Was davon bleibt und was sich ändert. Oder: Gibt es im heutigen Konsumzeitalter überhaupt noch "echte" Liebe? . Letztendlich, so vermutet der Autor, könnte man bei diesem alles andere als ordentlichem Gefühl von einem "Spandrel" ausgehen, ein Fachbegriff, der biologisch nicht überlebensnotwendige Eigenschaften, Fähigkeiten oder Merkmale bezeichnet, sei es nun der menschliche Blinddarm oder aber auch die Religiosität. Die Liebe, sei sie auch nur eine eigenständige Größe ohne biologisch eindeutige Funktion, ist auf jeden Fall ein ornamentaler Spandrel von atemberaubender Schönheit und Komplexität. Und unbestritten sind die folgenden Aussagen Prechts: "Wer sich auf einen anderen Menschen einlässt, wer sich ihm seelisch 'hingibt', der erweitert seinen Horizont und ersetzt seinen Wirklichkeitssinn durch Möglichkeitssinn. (...) Liebe ist nicht alles im Leben; aber ohne Liebe ist alles nichts." . Fazit: "Liebe. Ein unordentliches Gefühl" offenbart sich weder als Beziehungsratgeber der herkömmlichen Art, noch vermittelt es Seite für Seite gute Ratschläge oder verteilt Tipps für den Alltag zu zweit. Aber dieses amüsante und gleichzeitig philosophisch gedankenreiche Buch kann vielleicht dazu beitragen, sich über ein paar Dinge bewusster zu werden, die vorher unklar waren. Sei es das eigene geschlechtliche und soziale Rollenverhalten oder aber ganz persönliche als selbstverständlich und normal eingeschliffene Reaktionen. Denn "genau darin", meint Richard David Precht, "liegt heute der Sinn von Philosophie. Sie fördert keine großen Wahrheiten mehr zu Tage, sondern sie macht, bestenfalls, neue Zusammenhänge plausibel." Dies ist dem Autor zweifelsohne gelungen.

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