Richard Dawkins Der Gotteswahn

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Inhaltsangabe zu „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins

Eine furiose Streitschrift wider die Religion

»Religion ist irrational, fortschrittsfeindlich und zerstörerisch.« Richard Dawkins, einer der einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart, zeigt, warum der Glaube an Gott einer vernünftigen Betrachtung nicht standhalten kann. Ein wichtiges Buch, das zu einem brennend aktuellen Thema eindeutig und überzeugend Position bezieht – brillant und bei aller Schärfe humorvoll.

Sehr empfehlenswert! Sollte man gelesen haben, wenn einen die Thematik interessiert. Egal ob religiös oder nicht.

— ABlair

Dawkins ist sehr belesen und teilweise witzig – manchmal ist er mir aber zu negativ dem Glauben gegenüber eingestellt.

— gst

Eröffnet eine völlig neue Perspektive.

— Axel_Ifland

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  • Wissenschaft versus Glauben

    Der Gotteswahn

    gst

    21. November 2017 um 18:18

    „Ich kann es nicht beweisen. Es hat seinen Grund, dass man es Glauben nennt.“ (Seite 152)Dieses Buch spaltet die Gesellschaft. Viele Gläubige sind davon überzeugt, dass es ein Frevel ist, dieses Buch zu lesen. Ich dagegen fand es sehr informativ – und ließ mir dadurch den Glauben an eine höhere Macht nicht nehmen. „Wissenschaft beschäftigt sich mit dem Alter der Felsen und Religion mit dem Fels des Glaubens; Wissenschaft fragt, wie der Himmel funktioniert und Religion, wie man in den Himmel kommt.“ So zitiert der Naturwissenschaftler Richard Dawkins auf Seite 80 einen Kollegen. Obwohl er sich vom Glauben abgewendet hat, setzt er sich sehr ausführlich mit den Ursprüngen desselben auseinander. Argumente für die Existenz Gottes spielen eine ebenso große Rolle wie Argumente dagegen. Dawkins untersucht die Wurzeln der Religionen und behauptet auf Seite 259: „Religiöser Glaube hat sicher einige Gemeinsamkeiten mit dem Zustand der Verliebtheit.“ Überzeugt davon: „Aus der Religion erwächst eine Menge positiver Verstärkung: warme, tröstliche Gefühle der Liebe und Geborgenheit in einer gefährlichen Welt, Verlust der Angst vor dem Tod, Hilfe von oben als Antwort auf Gebete in schwerer Zeit.“ stellt Darwin aber auch die Frage, ob man zum Gutsein unbedingt die Religion braucht. Schließlich finden sich unter Gläubigen etliche hasserfüllte Fanatiker. Die kommen seiner Meinung nach teilweise davon, weil sie alle Bibelstellen (auch die grausamen, die es zweifelsfrei gibt) wortwörtlich nehmen und wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen oder gar nicht wissen wollen. Darwin ist überzeugt, dass es ohne Religionen weniger Kriege geben würde. Dabei geht er auf die engstirnige Sicht der Amerikaner ebenso wie auf das irische Problem ein. Er prangert vor allem an, das „fundamentalistische Religion ganz wild darauf ist, die naturwissenschaftliche Ausbildung vieler tausend argloser, wohlmeinender, eifriger junger Köpfe zu ruinieren. Eine nicht fundamentalistische, >vernünftige< Religion hat solche Wirkungen vielleicht nicht. Aber sie macht es dem Fundamentalismus leichter, indem sie Kindern schon in jungen Jahren beibringt, dass unhinterfragter Glaube eine Tugend sei.“ (Seite 397) Darwin klagt auch glaubensorientierte Moralisten an, die sich leidenschaftlich um das sorgen, was andere (z.B. Homosexuelle) privat denken oder tun. Er bezweifelt, dass es gut ist, Kinder ohne eigene Zustimmung zu taufen und sie damit der Kirche zu übereignen. In seinem letzten Kapitel spricht er der Religion nicht ab, dass sie trösten kann und es Halt gibt, wenn man Gott als einen unsichtbaren Freund hat. Auch stimmt er zu, dass die Bibel ein wertvolles kulturelles Erbe ist, mit dem sich die Menschen auseinandersetzen sollten. Der Autor schreibt interessant und seine Gedanken lassen sich leicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach lohnt sich diese Lektüre auch für diejenigen, die fest an Gott glauben. Er will mit seinem Buch zum Nachdenken anregen. Ich für mich habe viele neue Begriffe kennengelernt und so manche zitierte Bibelstelle nachgeschlagen, da ich befürchtete, dass sie negativ eingefärbt wurde, doch dem war zu meinem Erstaunen nicht so. 

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  • Eröffnet eine völlig neue Perspektive

    Der Gotteswahn

    Axel_Ifland

    16. September 2016 um 08:09

    Egal ob Atheist oder gläubiger Mensch, dieses Buch ist lesenswert für jeden, der sich schon mal Gedanken um seine und andere Religionen gemacht hat. Allerdings sollte man sich vor dem Lesen möglichst frei machen und unvoreingenommen an das Buch herantreten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieses Buch stark polarisiert, obwohl es sachlich geschrieben ist, was u.a. auch an dem Zitat auf dem Cover liegen kann. Dawkins führt massenweise Argumente gegen die Existenz Gottes auf, die jeder für sich sachlich analysieren kann. Wer sich drauf einlässt, dem wird es gefallen.

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