Richard Dawkins Der Gotteswahn

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Inhaltsangabe zu „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins

'Religion ist irrational, fortschrittsfeindlich und zerstörerisch.' Richard Dawkins, einer der einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart, zeigt, warum der Glaube an Gott einer vernünftigen Betrachtung nicht standhalten kann. Ein wichtiges Buch, das zu einem brennend aktuellen Thema eindeutig und überzeugend Position bezieht – brillant und bei aller Schärfe humorvoll. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel!

Eine gnadenlose Abrechnung mit der Religion.

— derpapa
derpapa

Sehr gutes Buch. Allerdings hat es mich weniger berührt, weil es sehr auf den amerikanischen Markt ausgelegt ist.

— MoritzWarntjen
MoritzWarntjen

Können diese leidigen Kontroversen nicht beendet und stattdessen schlichtweg Toleranz auf die Fahnen aller Beteiligten geschrieben werden?

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

Interessant, humorvoll, fundiert. Dawkins öffnet einem die Augen. Absolut lesenswert. Sollte zu jeder Bibel dazugelegt werden ;)

— Anna91
Anna91

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    Der Gotteswahn
    Arun

    Arun

    Der Gotteswahn von Richard Dawkins Ein Sachbuch zu den Themen Religion und Atheismus. Schwierig solche Bücher zu rezensieren daher einfach mal meine Überlegungen und Gedanken zu diesem Werk. Da ich gerne Themenbereiche aus verschiedenen Sichtwinkeln betrachte und auch gerne neues Wissen näher gebracht bekomme habe ich zu diesem Buch des bekennenden Atheisten Richard Dawkins gegriffen. Von Haus aus ist der Autor Biologie und Experte für die Evolutionslehre, war gespannt darauf, wie dieser Wissenschaftler sein Verhältnis und seine Ansichten zum Glauben und der Religion beschreibt. Er zieht mal gleich gegen die drei großen monotheistischen Religionen, das Judentum, Christentum, den Islam und deren Ableger vom Leder. Er schreibt „Stellen wir uns mal eine Welt vor ohne Religion“. Danach folgt eine Aufzählung von Gräueltaten, die im Namen des Glaubens verübt wurden. Durch die Religionen wurden und werden immer noch Auseinandersetzungen und Kriege geführt. Darüber kann man schon mal nachdenken! Anhand der Wissenschaften und Evolutionsgeschichte versucht er seinen Standpunkt zu dokumentieren. Er glaubt nicht an eine höhere Macht (Gott) welche die Geschicke der Menschheit lenkt. Die Bibel wird von ihm auch gerne zerpflückt, wobei das „Alte Testament“ noch schlechter wegkommt als das „Neue Testament“. Wahrscheinlich sind seine Thesen Wasser auf die Mühlen der Freidenker und dagegen ein Stachel im Fleisch der Anhänger von Glauben und Religion. Aufschlussreich fand ich die Erwähnung der „Kreationisten“ und ihre spezielle Bibelauslegung. Noch zwei Zitate aus dem Buch die von bekannten Zeitgenossen geäußert wurden. „Die Politik hat Tausende hingemetzelt, die Religion Zehntausende“ (Sean O’Casey) „In jedem Dorf gibt es eine Fackel, den Lehrer und jemanden, der dieses Licht löscht, den Pfarrer“(Victor Hugo) Für mich war dieses Buch eine interessante Lektüre.

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    • 15
  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    Vorab sei angemerkt, dass weder religiöse noch atheistische, liberale noch konservative oder alle anderen Spielarten der menschlichen Mentalität ein Problem darstellen, solange der Respekt für die Meinung des verbalen Kombattanten gegeben ist und dieser auch wirklich gezollt wird. Leider krankt es, auf die Thematik dieses Buches bezogen, in beiden Lagern, da sowohl der agnostisch-atheistische Trupp der Religiosität jegliche Existenzberechtigung abspricht, während die fundamentalen Kleriker nur das ihre als die einzig wahre Lebensanschauung preisen. Was beiden Gruppen fehlt ist die Bereitschaft, die Meinung des anderen ohne Glorifizierung oder Erhöhung des eigenen Weltbilds als gleichwertige Lebensanschauungen zu akzeptieren, ohne in Indoktrinierung-, Bekehrungs- oder Negierungsautomatismen zu verfallen. In diese, wohl leider ewig klaffende, Wunde legt Dawkins seinen Finger. Sein einziges Manko und gewissermaßen die Ironie des Buches ist die Intoleranz, mit der er selbst der Religion anderer begegnet, wenn diese keinerlei negative, sondern im Gegenteil karitative Auswirkungen zeigt und sie stattdessen unter den Kollektivverdacht des potentiell jederzeit aufkommenden Fundamentalismus stellt. Ansonsten sind seine Thesen leider von zeitloser Gültigkeit. Die Grundidee, den Armen, Schwachen und Hilflosen Speis und Trank zu spenden, zu teilen, sozial zu sein und für den Nächsten zu sorgen verdient vollste Unterstützung. Was Menschen aber mitunter aus so fortschrittlichen und der Gemeinschaft nützlichen Grundideen zu zaubern vermögen spottet jeglicher Beschreibung. Anstatt an dem Punkt des funktionierenden Mikrokosmos einer intakten, friedlichen Gemeinschaft zu verharren und an der Feinabstimmung psychosozialer Komponenten für ein besseres Miteinander zu feilen, treten Demagogen, Hetzer und Größenwahnsinnige auf den Plan und die Menschheitsgeschichte beginnt. Dawkins erläutert die Ignoranz und borniert konservative Starrsinnigkeit der dominierenden Religionen mit beispielloser Präzision, ja schon fast Pedanterie und man kann der These der, in leider vielerlei Hinsicht vom lauteren Grundgedanken abgekommenen Bekenntnisse nichts Handfestes entgegensetzen. Im Gegenteil spricht außer dem sozialen Engagement nicht viel für eine in ihren Dogmen und starren Hierarchien erstarrte weltweite Seelsorgerschar, denen ein Paradigmenwechsel aufgrund rigide getrimmter und indoktrinierter Nachfolger wohl unmöglich ist und daher nichts anderes als ein Gang in die Anachronismenhalle der Geschichte bevorsteht. Wie wir heute griechische, römische und keltische Mystik als Märchen, Sagen oder bestenfalls historische Augenzeugenberichte von zweifelhafter Herkunft und Seriosität sehen, so werden nach 2 weiteren verstrichenen Jahrtausenden „neue“ klassische, altertümliche Schwarten in den Regalen unserer Nachkommen stehen. In Form der schriftlichen Komprimierungen der heutigen Weltreligionen, wie sie denn auch alle heißen mögen. Nur muss man abschließend den bedauernswerten Standpunkt einer durch Demokratie und Aufklärung sämtlicher Sinn- und Existenzberechtigung befreiten Institution auch kurz anschneiden. Wenn sich die etablierten Religionen konservativ wie bisher verhalten, bleibt ein gewisses nachwachsendes Stammpublikum. Daher beschreiten sie diesen Weg des langsamen Niedergangs. Zukunftsweisender wäre gewiss eine Öffnung, Liberalisierung, Ökumenisierung und Modernisierung um die Jugend und damit die Zukunft für die wichtigen Ideale von Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft zu gewinnen. Nur birgt eine allzu große Verwässerung der grundlegenden, zur Unterscheidung von anderen Glaubensgemeinschaften wichtigen Geboten, Weisungen, Vorschriften, Paragrafen, Regeln und Gottesbeweisen das Risiko in sich, das letzte bisschen Identität und damit Zielpublikum zu verlieren. Daher wählt man den Weg des sicheren, aber langsamen Niedergangs. Jeder wie er will. Als ob es nicht genug echte, gravierende Probleme auf der Welt gäbe als das Seelenheil von Wohlstandskindern der Industrienationen. Diese täten einmal gut daran, ihr anerzogenes, durch Manipulation und Indoktrination erworbenes Weltbild zu hinterfragen, sich nach Wegfall der Schuppen die Augen zu reiben und der Realität mit unvoreingenommener und offener Wahrnehmung zu stellen und eine eigene Meinung zu entwickeln, die auf Fakten und Erfahrungswerten und nicht verschiedenen politischen und klerikalen Antiquitäten beruht. Wäre all die Energie, die wieder und wieder in nur auf diese leidige Gretchenfrage fokussierte Debatten, Streitereien, Kriege und Genozide mündete, stattdessen für etwas konstruktives verwendet worden, würde es um manch Detail oder gar Gesamtheit der heutigen Welt ganz anders stehen. Aber so wiederholt sich die Geschichte mal um mal, keiner der Beteiligten lernt etwas daraus, nach einiger Zeit ist es vergessen, beginnt von neuem und die Welt bleibt wie sie ist. Wahrlich ein Trauerspiel. Und wer auch immer angesichts von Millionen durch pharaonische Genitalverstümmelung ein Leben lang traumatisierte und leidende Frauen, Millionen durch gezielte Abtreibung erste gar nicht geborene Frauen, Milliarden unterdrückter und als weniger wert als Männer definierte Frauen, Millionen durch die Weigerung der Verteilung von Verhütungsmittel mit Aids und anderen Geschlechtskrankheiten infizierten Menschen und Genozid, Krieg und Vertreibung noch auf dem Standpunkt beharrt, sein Seelenheil, religiöses Empfinden und der persönliche Wertgewinn aus religiöser Betätigung wären es wert, dass all dies passiert, dem ist einfach nicht zu helfen. Wie lässt sich die Borniertheit, Ignoranz und vor allem Unlogik besser veranschaulichen als durch jemanden, der für sein eigenes, nicht zwingend lebensnotwendiges inneres Gleichgewicht und psychischen Ausgleich all die Widerwärtigkeiten im Namen seiner Religionsgemeinschaft in Kauf nimmt, Kritik und Negatives von vornherein ausblendet und sich als zur Krönung vielleicht auch noch selbst und seine Religion als nächstenlieb und großherzig halluziniert. Mit rationalem Denken ist dem nicht beizukommen.

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    • 5
  • Always look on the bright side of life...

    Der Gotteswahn
    rumble-bee

    rumble-bee

    Ursprünglich bin ich mit der Haltung an das Buch gegangen, "know your enemy". Leider ist es ja so, dass man oft erst die negativen Meinungen mitbekommt. Doch - im Laufe der Seiten schmunzelte ich zuerst. Dann war es schon ein handfestes Grinsen. Gegen Ende hin kann ich nur sagen, dass ich schlichtweg begeistert bin! Man muss einfach den Mut haben, dieses Buch "als Buch" zu sehen, als "gemachtes Werk". Und als solches ist es schlichtweg brillant. Der Autor hat eine völlig stringente Argumentation aufgebaut, die er, mit einem roten Erzählfaden versehen, von Kapitel zu Kapitel verfolgt. Sein Ton ist sicher ungewohnt locker angesichts des Themas, aber dafür umso eindringlicher. Seine Beispiele sind zahlreich, und aus vielen Wissensgebieten gewählt. Und - er vertritt seine Thesen mit Leidenschaft. Was will man mehr von einem Sachbuch, das es ja schließlich ist? Dieses Buch hat mich viele Dinge gelehrt. Erstens, dass sich Skeptizismus letzten Endes immer auszahlt. Zweitens, dass man Menschen misstrauen sollte, die von sich behaupten, "die Wahrheit" gepachtet zu haben. Drittens, dass Wissenschaft angreifbar sein MUSS, um glaubwürdig zu bleiben. Viertens, dass "Atheist" nicht gleichbedeutend ist mit "zügel- und moralloser Hedonist". Und fünftens, dass man über ernste Inhalte mit Witz und Verve sprechen kann. Wohlgemerkt, ich sage immer noch nicht, dass ich dem Autor in allen Punkten zustimme! Sein einziges Manko ist, dass er die guten Seiten, welche die Religion schließlich auch hat, gegen Ende zu kurz abhandelt. Die Rolle von Imagination, Trost und Halt definiert er meiner Ansicht nach ein wenig zu kurz - bzw. er sagt uns Lesern nicht, was denn nun bei ihm diesen Platz einnimmt. Vielfach wird ihm auch "Unversöhnlichkeit" vorgeworfen. Halt, hier erhebe ich Einspruch! Man muss bedenken, welche Zielsetzung dieses Buch verfolgt. Sein Autor sieht sich umzingelt von einer Kultur, die fanatisch der Religion einen Sonderstatus einräumt, an den sie schon lange nicht mehr selber glaubt. Wie soll man auf eine solche Paradoxie anders reagieren als mit drastischen Mitteln? Für mich völlig verständlich. Zumal er ja an keiner Stelle im Buch behauptet, nun seinerseits "die Antwort" zu wissen. Aber er will uns vor Augen führen, dass "Wahrheit" eben nicht so leicht zu haben ist. "Ich weiß, dass ich nichts weiß" - um mit Sokrates zu sprechen. Sicherlich sollte man bei der Lektüre seinen Verstand ein- und nicht ausschalten. Auch würde ich das Buch keinem eingefleischten Theologen zu lesen geben. Oder vielleicht doch...? Eines weiß ich aber sicher: Richard Dawkins ist mir ungeheuer sympathisch, und hat mir Mut gemacht, selber zu denken.

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    • 3
  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    thursdaynext

    thursdaynext

    Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen? Dawkins, Evolutionsbiologe und Inhaber des Lehrstuhls für Public Understanding of Science in Oxford hat in seiner Widmung den Gotteswahn dem viel zu früh verstorbenen Douglas Adams gedacht und ihn zitiert. Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen. Weshalb ein Buch kaufen, dessen Überzeugung man sowieso teilt ? Zunehmendes Unwohlsein mit dem Respekt den man auch als Ungläubige angeblich den Religionen zu erweisen hat, machte den Kauf dann notwendig. Amüsant, äußerst unterhaltsam, humorvoll und bewußtseinserweiternd belegt Richard Dawkins dieses Unwohlsein sei es in Bezug auf frühkindliche religiöse Indoktrination , die Macht der Kirchen in säkularen Staaten die ebenfalls nicht hinterfragt wird (aktuelles Beispiel: Die Ausnahmeregelung des in Deutschland geltenden Arbeitsrechts welches zugunsten christlicher Kirchen ausgehebelt wird und die horrende staatliche Unterstützung derselben) Auch hierzu zitiert Dawkins sehr einprägsam Douglas Adams: Im Kern (der Religion) gibt es gewisse Ideen die wir heilig, göttlich oder wie auch immer nennen. (....) Im Grunde heißt das Folgendes: „ Wir haben hier eine Idee oder Vorstellung, über die man nichts abträgliches äußern darf; das darf man einfach nicht. Warum nicht ? Darum !“ Daran halten sich „brave“ Atheisten und schweigen . Dawkins nicht. Er läutet die Glocken der Freiheit, denkt laut und pointiert. Beleuchtet die Bibel und ihre fragwürdige Botschaft. Danke dafür und für dieses sehr umfassende, beeindruckende Werk mit Einführung in evolutionäre Wahrscheinlichkeit, Einblick in erschreckende fanatisch Religiöser und mustergültige Zerpflückung der perfiden Behauptung Ethik und Moral können nur durch Religion erwachsen. In Kapitel 5 Die Wurzeln der Religion erläutert er die Cargo - Kulte . Faszinierend. Wer sie nicht kennt, für den lohnt sich das Buch allein ihretwegen. Aufschlussreich auch Kapitel 8 Was ist so schlimm an der Religion? Warum diese Feindseligkeit ? Für religiösen Extremismus ist die Religion selbst verantwortlich zu machen, denn solange wir das Prinzip anerkennen, dass religiöser Glaube respektiert werden muss, einfach weil es religiöser Glaube ist kann man auch den Respekt gegenüber einem religiös motiviertem Selbstmordattentäter kaum ablegen. Auch dieser ist fest überzeugt und glaubt. Dawkins polemisiert nicht, er regt zum Denken an, hinterfragt kulturelle Traditionen, beleuchtet sie und wendet sich speziell an die Menschen, die diesen nicht aus Glauben sondern aus Gewohnheit, Tradition und Geselligkeit folgen. Ein befreiendes Werk, dass man sich, wenn nicht schon zur Erweiterung des eigenen Weltbilds und der besseren Argumentation, als grandioses Beispiel für ein gelungenes Sachbuch unbedingt gönnen sollte, denn der Autor erheitert, erhellt, berührt, schockiert (erschreckend und entlarvend sind u. a. die an ihn gerichteten hasserfüllten Zuschriften von christlichen Gläubigen, die konträr zu all ihren Glaubensbestandteilen sind) und vermittelt spielerisch einfach wissenschaftliche Fakten auf 534, wohlrecherchierten spannenden, polarisierenden Seiten. Für mich, wenn auch mit Verzug, das Sachbuch des Jahres.

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    • 2
  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    Seit Menschengedenken, seit Ewigkeiten glaubt die gesamte Menschheit an ein höheres Wesen das die Welt, dass ganze Universum geschaffen hat und das über uns wacht und unsere Geschicke unser Leben, vielleicht unser Schicksal selbst lenkt, oder zumindest ab und an eingreift. Ein Gott hat zumindest immer etwas mit "Glauben" zu tun, und damit beschreitet man ideologisch den schmalen Grat zwischen Religion und Naturwissenschaft, zwischen Physik mit Raum und Zeit und einem Glauben an eine körperliche oder geistige Person die Wunder vollbringen kann und allmächtig ist. Im Namen der Religion wurden Kriege geführt, es wurde gemordet, gefoltert, gestohlen, gelogen und immer wurde der Mensch durch Kirchenfürsten manipuliert. Es gab Zeiten da wurde man für seinen Glauben verfolgt und getötet, und im Laufe der Epochen hat sich wirklich nicht viel geändert. Es gibt unzählige Beispiele die bis dato zum 9.11. 2001 gehen. "Religion ist irrational, fortschrittsfeindlich und zerstörerisch", eine These von Richard Dawkins der wohl einer der einflussreichsten intellektuellen Größen unserer Zeit ist. Der Glaube an Gott kann seiner Betrachtungsweise nicht standhalten und seine Thesen und Theorien begründet dieser brillant und auch zynisch. Das Buch beginnt ganz harmlos: "Stellen wir uns doch mal eine Welt vor, in der es keine Religion gibt - keine Selbstmordattentäter, keinen 11. September, keine Anschläge auf die Londoner U-Bahn, keine Kreuzzüge, keine Hexenverfolgung, keine Aufteilung Indiens, keinen Krieg zwischen Israelis und Palästinensern, kein Blutbad unter Serben/ Kroaten/Muslimen, keine Verfolgung von Juden als "Christusmörder", keine "Ehrenmorde", keine pomadigen Fernseh- Evangelisten im Glitzeranzug, die leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen. Stellen wir uns vor: keine Zerstörung antiker Statuen durch die Taliban, keine öffentlichen Enthauptungen von Ketzern, keine Prügel für das Verbrechen, zwei Zentimeter nackte Haut zu zeigen ..." Schon mit dem Vorwort seines jüngsten Werkes "Der Gotteswahn" treibt Richard Dawkins Fundamentalisten aller Religionen auf die Barrikaden. Der Biologieprofessor aus Oxford hat offenkundig Spaß an der Polemik. Sein 500- Seiten-Opus stand in Großbritannien, Kanada und den USA wochenlang an der Spitze der Bestsellerlisten. Vor 30 Jahren machte der junge Wissenschaftler mit dem Buch "Das egoistische Gen" zum ersten Mal Furore, als er Charles Darwins Theorie der Evolution auf die Spitze trieb. Richard Dawkins ist von Beruf wegen ein Evolutionsbiologe und nach seinem Werk "Das egoistische Gen" bringt er mit seinem Buch "Gotteswahn" ein imponierendes und kritisches aggressives Buch heraus. Ist Religion nur ein Machtmittel um Menschen bewusst zu manipulieren und diese zum eigenen Nutzen einzusetzen. Genau hier liegt auch die Gefahr und das Verständnis für Gegner und Atheisten. Richard Dawkins Plädoyer gegen die Religion ist recht einseitig und erzürnt so manches Gemüt, dass durch eine Symbiose zwischen Religion und Wissenschaft als begründet und beweisbar ansieht. Was passiert eigentlich wenn wir Religionen angreifen und zum Tabu erklären? -Kritik - Richard Dawkins hat eine ungemein präzise Art sich auszudrücken. Sein bissiger und zynischer Humor ist allerdings gewöhnunsbedürfig. Es ist schwer das Buch zu rezensieren, ich habe das Gefühl um eine adäquate Rezension zu schreiben fehlt mir das nötige Wissen. Dawkins philosophiert nicht lange über die Religiostät oder auf den Irrungen und Wirrungen der verschiedenen Religionen. Es würde auch nichts bringen, dass wäre nur literarisches Futter für die verschiedenen Glaubensrichtungen - eine pro/kontra Affäre. Allerdings erzürnt er seine Fachkollegen gleich mit, und auch die Wissenschaftler werden das eine oder andere finden was es zu kritisieren gibt. Der Autor provoziert, immer und immer wieder und bewegt sich auf recht einseitigen Terrain. Eigentlich beabsichtigt er eine Umkehr vom Gläubigen zum Atheisten. Für mich auch eine viel zu aggressive Methodik. Die Kirche, ätzt der Professor, habe den Wechsel vom Polytheismus der griechischen und römischen Götter zum Monotheismus als Fortschritt verkauft. Aber bei den Katholiken sei "der Dauerflirt mit dem Polytheismus in eine galoppierende Inflation gemündet", und genüsslich zählt er auf: "Die Dreifaltigkeit wird (oder werden sie?) durch Maria erweitert, die "Himmelskönigin", die in allem außer ihrem Namen eine Göttin ist und als Ziel der Gebete nur ganz knapp hinter Gott an zweiter Stelle steht." Weiter aufgeblasen werde das Pantheon durch eine Armee von 5.120 Heiligen, zuständig für Waffenhändler, Schmiede, Bombentechniker, für Bauchschmerzen, Magersucht oder Darmerkrankungen. Schritt für Schritt geht Dawkins weiter, von den verschiedenen Gottesgestalten der Bibel zum allgemeinen Gottesbegriff, der sich in Stoßseufzern und Gebeten manifestiert. Immer und immer wieder zitiert er auch Einstein, den großen Physiker unserer Zeit der Gott auf wissenschaftlicher Sicht ganz eigen interpretiert hat. "Gott würfelt nicht" oder "Gott ist raffiniert, aber boshaft ist er nicht", die in vielen frommen Büchern auftauchen, benutze der große Physiker den Begriff "Gott" in einem rein metaphorischen Sinn. "Das Wissen um die Existenz des für uns Undurchdringlichen, der Manifestationen tiefster Vernunft und leuchtendster Schönheit, die unserer Vernunft nur in ihren primitivsten Formen zugänglich sind", so Einstein, "dies Wissen und Fühlen macht wahre Religiosität aus; in diesem Sinne. Dawkins geht es darum das der Fundamentalismus nichts religiöses, sondern nur etwas menschliches ist, etwas sehr negatives Menschliches. Zugleich ist es aber paradox denn Dawkins als Autor der ja schließlich auch mit seinem Werk eine Verantwortung eingeht, handelt fundamentalistisch…und das sehr radikal. Seine Botschaft interpretiere ich eher so das es in seinem Umfeld von Wissenschaft, Physik und dazu gehörigen Naturgesetzen - Gott einfach nicht geben darf. Wir Menschen wissen halt alles und sind gotterhaben?! Wir sind nur uns verantwortlich und unseren modernen Wertmaßstäben, alles andere wäre ein Desaster. Gilt der Atheismus als fortschrittlich, möchte er so gelten? Möchte er den Menschen befreien der sonst als abhängig und gefesselt gilt. Die Vergangenheit mag hier der ausschlaggebende Punkt sein. Sicherlich war dieser oftmals negativ, aber gab es auch positive Seiten der Religion und gerade diese kommen überhaupt nicht zur Sprache. Was ist denn Religion? Ist das nur ein Glauben an ein höheres Wesen oder ist das auch ein Glauben an einem Staat, einem Idealismus? Dawkins kann nicht beweisen das es "keinen" Gott gibt. Das kann und wird ihm nicht gelingen. Fassen wir zusammen; die Religion hat die Menschen geprägt, entwickelt und zu dem gemacht was sie jetzt sind….sie sind nicht perfekt, aber wäre das Gott denn, wenn er es zulassen würde das wir so viel Leid zu ertragen haben? Es gab Menschen die für ihren Glauben gestorben sind, die großes vollbracht haben, was ist mit den kirchlichen Einrichtungen, den Krankenhäusern, Heimen…? Was ist mit den Menschen die ihren Glauben haben, und damit stark werden und sind? Hat das alles nichts zu bedeuten? War das alles nur ein "Wahn"? Fazit "Und die Bibel hat doch Recht"? Vielleicht, wir werden es eines Tages begreifen oder auch nicht. Das letzte und womöglich wichtigste an Erfahrung wird ein jeder für sich irgendwann mal begreifen. Richard Dawkins hat sein Buch sehr eindringlich verfasst, ich mußte öfters und viel darüber nachdenken, aber zu welchem Preis. Gott ist für jeden Menschen anders faßbar und meßbar……er ist irgendwie immer da, und er wird es auch, selbst wenn das Buch "Gotteswahn" nicht mehr auf den Bestsellerlisten sein wird…. Produktinformation Gebundene Ausgabe: 560 Seiten Verlag: Ullstein Hc (September 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3550086881 ISBN-13: 978-3550086885 Danke fürs Lesen und Kommentieren Michael Sterzik

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    • 2
    siebenundsiebzig

    siebenundsiebzig

    28. November 2012 um 10:56
  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    Dent

    Dent

    Ungewohnt nüchtern und sachlich für ein populärwissenschaftliches Werk stellt Dawkins in der Gotteswahn seine Thesen dar. Das Skandalöse darin ist nicht sein Appell an die Vernunft oder die Sichtweise, dass ein dogmatischer Glaube zu Fundamentalismus und Ausgrenzung führt, sondern die Aufregung, die dieses durchaus gute Buch durch Gegner und religiöse Verfechter genossen hat. Denn betrachten wir Kirchgänger und auslebende Gläubige im Verhältnis mit Atheisten oder Alibi Kirchgänger, fällt schnell ins Auge, dass Religion in den wenigstens Zimmern noch der zentrale Lebensmittelpunkt ist. Dies gilt nicht nur für die sogenannte westliche Welt, sondern für die gesamte Bevölkerung des Erdballs (Ja, auch in der arabischen Welt). Religiöse Bedeutung ist auf dem Abschwung, auch wenn immer von einer islamistischen Bedrohung oder fanatischen Christen in den U.S.A. gesprochen wird. Das sind kleine Randgruppe, gefährlich, aber überschaubar, denn die meisten auf diesem Rund haben den Kopf zum denken, ob sie dabei an etwas Höheres glauben oder nicht, drücken sie nicht ihrem Nachbarn auf, sondern leben es für sich aus, friedlich und tolerant.

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    • 2
  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    awogfli

    awogfli

    erklärt sehr gut schlüssig das Konzept des Atheismus aus mehreren Sichten. Argumente wiederholen sich aber leider ein bisschen in den Kapiteln. Das beste Argument für die Existenz des Buches ist aber: Da im Intelligent Design Theologen über Biologie reden, ist der Nichtangriffspakt der Diziplinen hinfällig und deshalb schreibt ein Biologe ein Buch über Gott!"

    • 2
  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    sabatayn76

    sabatayn76

    27. May 2011 um 22:33

    'Religion ist eine Beleidigung für die Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie gibt es gute Menschen, die gute Dinge tun, und böse Menschen, die böse Dinge tun.' (Steven Weinberg) Inhalt: Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins diskutiert in 'Der Gotteswahn' die 'Beweise' des Thomas von Aquin für die Existenz Gottes, erklärt, warum es sehr sicher keinen Gott gibt, woher Religionen kommen, welche Vor- und welche Nachteile sie haben und geht auf Themen wie Moral, Missbrauch, Trost und Vorurteile ein. Mein Eindruck: Dawkins hat die Fähigkeit, dem Leser komplexe Sachverhalte einfach, verständlich und gut lesbar zu präsentieren und somit einen Einblick in naturwissenschaftliche (biologische, physikalische, chemische) und philosophische Perspektiven zum Thema Religion/Atheismus zu bieten. Dabei hat mir Dawkins Sprachwitz besonders gut gefallen, der dafür sorgt, dass man an der Lektüre Spaß hat und fast nebenbei eine Menge lernen kann. Dawkins Erläuterungen sind leidenschaftlich, doch jederzeit wissenschaftlich fundiert und mit Quellen belegt. Mein Resümee: Spannend und lehrreich.

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  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    Moni

    Moni

    13. February 2011 um 20:38

    Wie viel Mut es doch erfordert, sich in unserer ach-so-aufgeschlossenen-Gesellschaft zum Atheismus zu bekennen! Humorvoll und lesenswert aber viel zu lang geraten.

  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    soepherle

    soepherle

    10. December 2010 um 11:53

    Richard Dawkins hinterfragt wissenschaftlich und dennoch humorvoll die Existenz Gottes. Er sucht nach den Wurzeln der Religion und stellt sie denen der Evolution gegenüber. Sehr interessant sind seine Argumente, warum Religion denn "schlimm" sein soll. Dabei schildert er Lebensgeschichten von Menschen, die im Erwachsenenalter realisiert haben, dass ihre religiöse (unfreiwillige) Erziehung einer Kindesmisshandlung gleich kam. Immer wieder entgegnen Dawkins Kritiker, dass Gott, die Bibel und die Religion doch nötig seien, um Vorstellungen von Moral und Ethik unter den Menschen zu verbreiten. Bezieht man sich auf die Moralvorstellungen der Bibel, dann würden die meisten Menschen nicht als vollwertig gelten und u.a. Vergewaltigungen von Frauen, Menschenopfer und Diskriminierungen Homosexueller und anderer Gruppen wären sogar erwünscht! Dawkins betont, dass sich der ethische Zeitgeist stetig wandelt und das mit einer starren Schrift als Grundlage nicht zu vereinbaren ist. Hierzu gibt er einen sehr wünschenswerten Ausblick wie sich der Zeitgeist in Zukunft entwickeln könnte: "Der Philosoph Peter Singer vertritt in seinem Buch "Animal Liberation" wortreicher als jeder andere die Ansicht, wir sollen auch den "Speziesismus" hinter uns lassen und die menschliche Behandlung auf alle biologischen Arten ausweiten, die es aufgrund der Leistungfähigkeit ihres Gehirns zu schätzen wissen. Vielleicht ist das ein Hinweis, in welche Richtung sich der ethische Zeitgeist in zukünftigen Jahrhunderten entwickeln könnte. Es wäre die natürliche Fortschreibung früherer Reformen wie der Abschaffung der Sklaverei und der Frauenemanzipation." Dawkins greift mit diesem Buch nicht die Religion als atheistischer Fundamentalist an (wie ihm vorgeworfen wird), sondern unterstützt vielmehr leidenschaftlich das stetige Hinterfragen und die Evolutionstheorie.

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  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    Steffen

    Steffen

    13. May 2010 um 21:31

    Ein impulsiv und humorvoll geschriebenes Buch gegen Gott und die Religion. Dawkins vertritt den Atheismus mit einem Nachdruck und wissenschaftlichem Eifer, dass der "Gotteswahn" nicht mehr als rein wissenschaftliche Schrift, sondern vielmehr als eine persönliche Kampfansage Dawkins' an den Theismus verstanden werden muss. Mit stichhaltigen, empirischen Argumenten gegen die Existenz Gottes erkärt Dawkins nicht nur die Entstehung der verschiedenen biologischen Arten mit der natürlichen Selektion nach Darwin; er weitet diese Theorie auch auf weitere Bereiche aus und versucht zu erklären, warum gerade wir am Leben sind, wobei die Unwahrscheinlichkeit der bloßen Entstehung von Leben doch gegen die Existenz von Leben überhaupt spricht (und ob es dann nicht einen Schöpfer geben müsste) oder wie unser kulturelles Erbe mittels Memen weitergegeben werden könnte. Argumentativ brillant und schlagfertig widerlegt er seine Gegner und bringt das Fundament sämtlicher Religionen zum Einsturz. Er appelliert an die Vernunft und beweist, dass moralisches Handeln nicht auf religiösen Überzeugungen begründet ist und auch Menschen, die erkannt haben, dass die Existenz eines Gottes unplausibel ist und gegen alle Indizien spricht, eine rational begründete Moralposition beziehen und ohne Gott ein glückliches und zufriedenes Leben führen können.

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  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    ChiefC

    ChiefC

    07. May 2010 um 13:55

    Bösartigkeit und antireligöse Polemik hat man Richard Dawkins vorgeworfen. Das kann ich nicht finden. Bösartig reagieren auf Dawkins vielmehr die Fundamentalisten aller Couleur, die oft mit Klauen und Zähnen ihren Glauben verteidigen, der doch, etwa im Fall des Christentums, angeblich eine Botschaft der Liebe und des Friedens sein soll. Sicher, Dawkins spitzt zu und lässt keinen Zweifel daran, dass er an Evolution und Selektion glaubt und nicht an einen Gott, schon gar nicht einen persönlichen. Natürlich kann auch er keinen Beweis dafür liefern, dass Gott nicht existiert. Doch er macht recht plausibel, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein allmächtiger Schöpfer die Welt erschaffen hat, noch viel geringer ist, als dass sie durch den Urknall entstanden sei. Damit wird er religiöse Eiferer natürlich nicht überzeugen, aber das ist wohl auch kaum seine Absicht. Allerdings bringen seine messerscharf und geschliffen vorgebrachten Argumente sicher jene ins Grübeln, die sowieso schon an den Religionen zweifeln. Und so mancher Agnostiker (ich glaube nicht an Gott, weiß aber nicht ob’s ihn gibt oder nicht) wird sich nach Dawkins’ bestechenden Ausführungen getrost zum Atheismus bekennen. Der größte Irrglaube der Frommen ist ja, dass nur moralisch sein könne, wer religiös sei. Doch was ist denn eine Moral wert, die nur aus Angst vor einem allmächtigen Gott und seiner Vergeltung aufrecht erhalten wird? „Ketzerische“ Gedanken wie diese bringen die vermeintlich Orthodoxen zum ganz und gar unfrommen Schäumen. Für alle anderen sind sie erfrischende Anregungen und/oder Bestätigungen der eigenen Ideen. Bei mir liegt jedenfalls schon ein weiteres Buch von Dawkins auf dem Nachttisch: „Geschichten vom Ursprung des Lebens“. Und diese Geschichten sind auf jeden Fall wunderbar, auch ganz ohne Mirakel.

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  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. February 2010 um 15:34

    Richard Dawkins legt in diesem Buch dar, warum Religionen im besten Falle unnütz und im schlimmsten hochgradig gefährlich sind. Hierzu geht er zunächst auf die verschiedenen Arten von Gottesbeweisen ein, die im Laufe der Zeiten berühmt geworden sind, sowie auf andere Argumente, die für die Existenz von Gott (oder Göttern) zu sprechen scheinen. Für jedes dieser Argumente führt er dann Widerlegungen an, bevor er seine eigene Argumentation aufbaut. Diese Argumentation ist stringent, logisch und kaum widerlegbar. Man mag sie nicht gut finden, und sehr religiöse Menschen werden sich sicherlich ihre Gründe finden, sie nicht zu akzeptieren, aber außer durch Verweigerungshaltung kann man ihr nicht wirklich etwas entgegen setzen. Das Buch hat natürlich viel böses Blut erzeugt (bei dem Thema fast zwangsweise), aber das ändert nichts daran, daß es viele ungern zugegebene Wahrheiten offen ausspricht.

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  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    Thabe

    Thabe

    11. February 2010 um 21:51

    Das Christentum wird aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch betrachtet.
    Der Schreibstil hat es mir einfach gemacht, diese Buch zu verschlingen. So komprimiert habe ich dieses Thema noch nicht gelesen. Hat mir sehr gut gefallen.

  • Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Der Gotteswahn
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. January 2010 um 10:46

    Kontrovers, aber längst überfällig! Als ich beim Stöbern in der Filiale auf Dawkins neuestes Werk stieß, musste ich es als Anhängerin seines Buches "Das egoistische Gen" sofort kaufen. In seiner neuesten Veröffentlichung sucht Dawkins ganz bewusst die Konfrontation mit der Religion und ihren irdischen Vertretern. Für mich als Atheistin und Anhängerin der Naturwissenschaft eine längst überfällige und gnadenlos ehrliche Mission. Warum maßen sich andere Menschen an, sich selbst als bessere Menschen als Atheisten zu bezeichnen, während sie im Namen ihres Glaubens die schlimmsten Gräueltaten verüben? Warum wird die Kritik an der Religion nach wie vor zum großen Tabu erklärt? Diese und viele weitere Fragen, die mich auch schon lange beschäftigen, erörtert Dawkins in "Der Gotteswahn". Dawkins Vorgehensweise ist kompromisslos ehrlich und teilweise radikal, jedoch kann ich mich seinen Aussagen und "Beweisen" gegen die Existenz Gottes und für eine Manipulation der Gesellschaft hin zu unfrei denkenden und handelnden Menschen nur anschließen. Daher kann nur ein solch provokantes Buch aufrütteln und die Menschen zur Überprüfung Ihrer Weltanschauung anregen! (Rezension aus 2008)

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