Der Gotteswahn

von Richard Dawkins 
4,1 Sterne bei198 Bewertungen
Der Gotteswahn
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Positiv (156):
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Eine intelligente, gut zu lesende und nachzuvollziehende Abrechnung mit den Religionen der Welt und ein Plädoyer für ein angstfreies Leben

Kritisch (15):
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Fundamentalismus

Alle 198 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Gotteswahn"

'Religion ist irrational, fortschrittsfeindlich und zerstörerisch.' Richard Dawkins, einer der einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart, zeigt, warum der Glaube an Gott einer vernünftigen Betrachtung nicht standhalten kann. Ein wichtiges Buch, das zu einem brennend aktuellen Thema eindeutig und überzeugend Position bezieht – brillant und bei aller Schärfe humorvoll.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548372327
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:592 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:11.09.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.02.2008 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Arunvor 4 Jahren
    Für und wieder!

    Der Gotteswahn von Richard Dawkins

    Ein Sachbuch zu den Themen Religion und Atheismus.
    Schwierig solche Bücher zu rezensieren daher einfach mal meine Überlegungen und Gedanken zu diesem Werk.

    Da ich gerne Themenbereiche aus verschiedenen Sichtwinkeln betrachte und auch gerne neues Wissen näher gebracht bekomme habe ich zu diesem Buch des bekennenden Atheisten Richard Dawkins gegriffen. Von Haus aus ist der Autor Biologie und Experte für die Evolutionslehre, war gespannt darauf, wie dieser Wissenschaftler sein Verhältnis und seine Ansichten zum Glauben und der Religion beschreibt.

    Er zieht mal gleich gegen die drei großen monotheistischen Religionen, das Judentum, Christentum, den Islam und deren Ableger vom Leder.
    Er schreibt „Stellen wir uns mal eine Welt vor ohne Religion“.

    Danach folgt eine Aufzählung von Gräueltaten, die im Namen des Glaubens verübt wurden. Durch die Religionen wurden und werden immer noch Auseinandersetzungen und Kriege geführt.
    Darüber kann man schon mal nachdenken!

    Anhand der Wissenschaften und Evolutionsgeschichte versucht er seinen Standpunkt zu dokumentieren. Er glaubt nicht an eine höhere Macht (Gott) welche die Geschicke der Menschheit lenkt. Die Bibel wird von ihm auch gerne zerpflückt, wobei das „Alte Testament“ noch schlechter wegkommt als das „Neue Testament“.

    Wahrscheinlich sind seine Thesen Wasser auf die Mühlen der Freidenker und dagegen ein Stachel im Fleisch der Anhänger von Glauben und Religion.

    Aufschlussreich fand ich die Erwähnung der „Kreationisten“ und ihre spezielle Bibelauslegung.

    Noch zwei Zitate aus dem Buch die von bekannten Zeitgenossen geäußert wurden.

    „Die Politik hat Tausende hingemetzelt, die Religion Zehntausende“ (Sean O’Casey)

    „In jedem Dorf gibt es eine Fackel, den Lehrer und jemanden, der dieses Licht löscht, den Pfarrer“

    (Victor Hugo)

    Für mich war dieses Buch eine interessante Lektüre.

    Kommentare: 14
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    M
    Mario_Veraguthvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Können diese leidigen Kontroversen nicht beendet und stattdessen schlichtweg Toleranz auf die Fahnen aller Beteiligten geschrieben werden?
    Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Vorab sei angemerkt, dass weder religiöse noch atheistische,
    liberale noch konservative oder alle anderen Spielarten der menschlichen
    Mentalität ein Problem darstellen, solange der Respekt für die Meinung des
    verbalen Kombattanten gegeben ist und dieser auch wirklich gezollt wird.

    Leider krankt es, auf die Thematik dieses Buches bezogen, in
    beiden Lagern, da sowohl der agnostisch-atheistische Trupp der Religiosität
    jegliche Existenzberechtigung abspricht, während die fundamentalen Kleriker nur
    das ihre als die einzig wahre Lebensanschauung preisen. Was beiden Gruppen
    fehlt ist die Bereitschaft, die Meinung des anderen ohne Glorifizierung oder
    Erhöhung des eigenen Weltbilds als gleichwertige Lebensanschauungen zu
    akzeptieren, ohne in Indoktrinierung-, Bekehrungs- oder Negierungsautomatismen
    zu verfallen. In diese, wohl leider ewig klaffende, Wunde legt Dawkins seinen
    Finger. Sein einziges Manko und gewissermaßen die Ironie des Buches ist die
    Intoleranz, mit der er selbst der Religion anderer begegnet, wenn diese
    keinerlei negative, sondern im Gegenteil karitative Auswirkungen zeigt und sie
    stattdessen unter den Kollektivverdacht des potentiell jederzeit aufkommenden
    Fundamentalismus stellt. Ansonsten sind seine Thesen leider von zeitloser
    Gültigkeit. 

    Die Grundidee, den Armen, Schwachen und Hilflosen Speis und
    Trank zu spenden, zu teilen, sozial zu sein und für den Nächsten zu sorgen
    verdient vollste Unterstützung. Was Menschen aber mitunter aus so
    fortschrittlichen und der Gemeinschaft nützlichen Grundideen zu zaubern
    vermögen spottet jeglicher Beschreibung. Anstatt an dem Punkt des
    funktionierenden Mikrokosmos einer intakten, friedlichen Gemeinschaft zu
    verharren und an der Feinabstimmung psychosozialer Komponenten für ein besseres
    Miteinander zu feilen, treten Demagogen, Hetzer und Größenwahnsinnige auf den
    Plan und die Menschheitsgeschichte beginnt.

    Dawkins erläutert die Ignoranz und borniert konservative
    Starrsinnigkeit der dominierenden Religionen mit beispielloser Präzision, ja
    schon fast Pedanterie und man kann der These der, in leider vielerlei Hinsicht
    vom lauteren Grundgedanken abgekommenen Bekenntnisse nichts Handfestes
    entgegensetzen. Im Gegenteil spricht außer dem sozialen Engagement nicht viel
    für eine in ihren Dogmen und starren Hierarchien erstarrte weltweite
    Seelsorgerschar, denen ein Paradigmenwechsel aufgrund rigide getrimmter und
    indoktrinierter Nachfolger wohl unmöglich ist und daher nichts anderes als ein
    Gang in die Anachronismenhalle der Geschichte bevorsteht. Wie wir heute
    griechische, römische und keltische Mystik als Märchen, Sagen oder bestenfalls
    historische Augenzeugenberichte von zweifelhafter Herkunft und Seriosität
    sehen, so werden nach 2 weiteren verstrichenen Jahrtausenden „neue“ klassische,
    altertümliche Schwarten in den Regalen unserer Nachkommen stehen. In Form der
    schriftlichen Komprimierungen der heutigen Weltreligionen, wie sie denn auch
    alle heißen mögen.

    Nur muss man abschließend den bedauernswerten Standpunkt
    einer durch Demokratie und Aufklärung sämtlicher Sinn- und Existenzberechtigung
    befreiten Institution auch kurz anschneiden. Wenn sich die etablierten
    Religionen konservativ wie bisher verhalten, bleibt ein gewisses nachwachsendes
    Stammpublikum. Daher beschreiten sie diesen Weg des langsamen Niedergangs.
    Zukunftsweisender wäre gewiss eine Öffnung, Liberalisierung, Ökumenisierung und
    Modernisierung um die Jugend und damit die Zukunft für die wichtigen Ideale von
    Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft zu gewinnen. Nur birgt eine allzu große
    Verwässerung der grundlegenden, zur Unterscheidung von anderen
    Glaubensgemeinschaften wichtigen Geboten, Weisungen, Vorschriften, Paragrafen,
    Regeln und Gottesbeweisen das Risiko in sich, das letzte bisschen Identität und
    damit Zielpublikum zu verlieren. Daher wählt man den Weg des sicheren, aber
    langsamen Niedergangs. Jeder wie er will.

    Als ob es nicht genug echte, gravierende Probleme auf der
    Welt gäbe als das Seelenheil von Wohlstandskindern der Industrienationen. Diese
    täten einmal gut daran, ihr anerzogenes, durch Manipulation und Indoktrination
    erworbenes Weltbild zu hinterfragen, sich nach Wegfall der Schuppen die Augen
    zu reiben und der Realität mit unvoreingenommener und offener Wahrnehmung zu
    stellen und eine eigene Meinung zu entwickeln, die auf Fakten und
    Erfahrungswerten und nicht verschiedenen politischen und klerikalen
    Antiquitäten beruht. Wäre all die Energie, die wieder und wieder in nur auf
    diese leidige Gretchenfrage fokussierte Debatten, Streitereien, Kriege und
    Genozide mündete, stattdessen für etwas konstruktives verwendet worden, würde
    es um manch Detail oder gar Gesamtheit der heutigen Welt ganz anders stehen.

    Aber so wiederholt sich die Geschichte mal um mal, keiner
    der Beteiligten lernt etwas daraus, nach einiger Zeit ist es vergessen, beginnt
    von neuem und die Welt bleibt wie sie ist. Wahrlich ein Trauerspiel. Und wer
    auch immer angesichts von Millionen durch pharaonische Genitalverstümmelung ein
    Leben lang traumatisierte und leidende Frauen, Millionen durch gezielte
    Abtreibung erste gar nicht geborene Frauen, Milliarden unterdrückter und als
    weniger wert als Männer definierte Frauen, Millionen durch die Weigerung der
    Verteilung von Verhütungsmittel mit Aids und anderen Geschlechtskrankheiten
    infizierten Menschen und Genozid, Krieg und Vertreibung noch auf dem Standpunkt
    beharrt, sein Seelenheil, religiöses Empfinden und der persönliche Wertgewinn
    aus religiöser Betätigung wären es wert, dass all dies passiert, dem ist
    einfach nicht zu helfen. Wie lässt sich die Borniertheit, Ignoranz und vor
    allem Unlogik besser veranschaulichen als durch jemanden, der für sein eigenes,
    nicht zwingend lebensnotwendiges inneres Gleichgewicht und psychischen
    Ausgleich all die Widerwärtigkeiten im Namen seiner Religionsgemeinschaft in
    Kauf nimmt, Kritik und Negatives von vornherein ausblendet und sich als zur
    Krönung vielleicht auch noch selbst und seine Religion als nächstenlieb und
    großherzig halluziniert. Mit rationalem Denken ist dem nicht beizukommen.

    Kommentare: 4
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    rumble-bees avatar
    rumble-beevor 5 Jahren
    Always look on the bright side of life...

    Ursprünglich bin ich mit der Haltung an das Buch gegangen, "know your enemy". Leider ist es ja so, dass man oft erst die negativen Meinungen mitbekommt. Doch - im Laufe der Seiten schmunzelte ich zuerst. Dann war es schon ein handfestes Grinsen. Gegen Ende hin kann ich nur sagen, dass ich schlichtweg begeistert bin!

    Man muss einfach den Mut haben, dieses Buch "als Buch" zu sehen, als "gemachtes Werk". Und als solches ist es schlichtweg brillant. Der Autor hat eine völlig stringente Argumentation aufgebaut, die er, mit einem roten Erzählfaden versehen, von Kapitel zu Kapitel verfolgt. Sein Ton ist sicher ungewohnt locker angesichts des Themas, aber dafür umso eindringlicher. Seine Beispiele sind zahlreich, und aus vielen Wissensgebieten gewählt. Und - er vertritt seine Thesen mit Leidenschaft. Was will man mehr von einem Sachbuch, das es ja schließlich ist?

    Dieses Buch hat mich viele Dinge gelehrt. Erstens, dass sich Skeptizismus letzten Endes immer auszahlt. Zweitens, dass man Menschen misstrauen sollte, die von sich behaupten, "die Wahrheit" gepachtet zu haben. Drittens, dass Wissenschaft angreifbar sein MUSS, um glaubwürdig zu bleiben. Viertens, dass "Atheist" nicht gleichbedeutend ist mit "zügel- und moralloser Hedonist". Und fünftens, dass man über ernste Inhalte mit Witz und Verve sprechen kann.

    Wohlgemerkt, ich sage immer noch nicht, dass ich dem Autor in allen Punkten zustimme! Sein einziges Manko ist, dass er die guten Seiten, welche die Religion schließlich auch hat, gegen Ende zu kurz abhandelt. Die Rolle von Imagination, Trost und Halt definiert er meiner Ansicht nach ein wenig zu kurz - bzw. er sagt uns Lesern nicht, was denn nun bei ihm diesen Platz einnimmt.

    Vielfach wird ihm auch "Unversöhnlichkeit" vorgeworfen. Halt, hier erhebe ich Einspruch! Man muss bedenken, welche Zielsetzung dieses Buch verfolgt. Sein Autor sieht sich umzingelt von einer Kultur, die fanatisch der Religion einen Sonderstatus einräumt, an den sie schon lange nicht mehr selber glaubt. Wie soll man auf eine solche Paradoxie anders reagieren als mit drastischen Mitteln? Für mich völlig verständlich. Zumal er ja an keiner Stelle im Buch behauptet, nun seinerseits "die Antwort" zu wissen. Aber er will uns vor Augen führen, dass "Wahrheit" eben nicht so leicht zu haben ist. "Ich weiß, dass ich nichts weiß" - um mit Sokrates zu sprechen.

    Sicherlich sollte man bei der Lektüre seinen Verstand ein- und nicht ausschalten. Auch würde ich das Buch keinem eingefleischten Theologen zu lesen geben. Oder vielleicht doch...? Eines weiß ich aber sicher: Richard Dawkins ist mir ungeheuer sympathisch, und hat mir Mut gemacht, selber zu denken.

    Kommentare: 2
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    thursdaynexts avatar
    thursdaynextvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?

    Dawkins, Evolutionsbiologe und Inhaber des Lehrstuhls für Public Understanding of Science in Oxford hat in seiner Widmung den Gotteswahn dem viel zu früh verstorbenen Douglas Adams gedacht und ihn zitiert.

    Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen. Weshalb ein Buch kaufen, dessen Überzeugung man sowieso teilt ?
    Zunehmendes Unwohlsein mit dem Respekt den man auch als Ungläubige angeblich den Religionen zu erweisen hat, machte den Kauf dann notwendig.
    Amüsant, äußerst unterhaltsam, humorvoll und bewußtseinserweiternd belegt Richard Dawkins dieses Unwohlsein sei es in Bezug auf frühkindliche religiöse Indoktrination , die Macht der Kirchen in säkularen Staaten die ebenfalls nicht hinterfragt wird (aktuelles Beispiel: Die Ausnahmeregelung des in Deutschland geltenden Arbeitsrechts welches zugunsten christlicher Kirchen ausgehebelt wird und die horrende staatliche Unterstützung derselben)
    Auch hierzu zitiert Dawkins sehr einprägsam Douglas Adams: Im Kern (der Religion) gibt es gewisse Ideen die wir heilig, göttlich oder wie auch immer nennen. (....) Im Grunde heißt das Folgendes: „ Wir haben hier eine Idee oder Vorstellung, über die man nichts abträgliches äußern darf; das darf man einfach nicht. Warum nicht ? Darum !“
    Daran halten sich „brave“ Atheisten und schweigen . Dawkins nicht. Er läutet die Glocken der Freiheit, denkt laut und pointiert. Beleuchtet die Bibel und ihre fragwürdige Botschaft. Danke dafür und für dieses sehr umfassende, beeindruckende Werk mit Einführung in evolutionäre Wahrscheinlichkeit, Einblick in erschreckende fanatisch Religiöser und mustergültige Zerpflückung der perfiden Behauptung Ethik und Moral können nur durch Religion erwachsen.

    In Kapitel 5 Die Wurzeln der Religion erläutert er die Cargo - Kulte . Faszinierend. Wer sie nicht kennt, für den lohnt sich das Buch allein ihretwegen. Aufschlussreich auch Kapitel 8 Was ist so schlimm an der Religion? Warum diese Feindseligkeit ? Für religiösen Extremismus ist die Religion selbst verantwortlich zu machen, denn solange wir das Prinzip anerkennen, dass religiöser Glaube respektiert werden muss, einfach weil es religiöser Glaube ist kann man auch den Respekt gegenüber einem religiös motiviertem Selbstmordattentäter kaum ablegen. Auch dieser ist fest überzeugt und glaubt.

    Dawkins polemisiert nicht, er regt zum Denken an, hinterfragt kulturelle Traditionen, beleuchtet sie und wendet sich speziell an die Menschen, die diesen nicht aus Glauben sondern aus Gewohnheit, Tradition und Geselligkeit folgen.
    Ein befreiendes Werk, dass man sich, wenn nicht schon zur Erweiterung des eigenen Weltbilds und der besseren Argumentation, als grandioses Beispiel für ein gelungenes Sachbuch unbedingt gönnen sollte, denn der Autor erheitert, erhellt, berührt, schockiert (erschreckend und entlarvend sind u. a. die an ihn gerichteten hasserfüllten Zuschriften von christlichen Gläubigen, die konträr zu all ihren Glaubensbestandteilen sind) und vermittelt spielerisch einfach wissenschaftliche Fakten auf 534, wohlrecherchierten spannenden, polarisierenden Seiten.
    Für mich, wenn auch mit Verzug, das Sachbuch des Jahres.

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    awogflis avatar
    awogflivor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    erklärt sehr gut schlüssig das Konzept des Atheismus aus mehreren Sichten. Argumente wiederholen sich aber leider ein bisschen in den Kapiteln. Das beste Argument für die Existenz des Buches ist aber: Da im Intelligent Design Theologen über Biologie reden, ist der Nichtangriffspakt der Diziplinen hinfällig und deshalb schreibt ein Biologe ein Buch über Gott!"

    Kommentare: 1
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    Dents avatar
    Dentvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Ungewohnt nüchtern und sachlich für ein populärwissenschaftliches Werk stellt Dawkins in der Gotteswahn seine Thesen dar. Das Skandalöse darin ist nicht sein Appell an die Vernunft oder die Sichtweise, dass ein dogmatischer Glaube zu Fundamentalismus und Ausgrenzung führt, sondern die Aufregung, die dieses durchaus gute Buch durch Gegner und religiöse Verfechter genossen hat. Denn betrachten wir Kirchgänger und auslebende Gläubige im Verhältnis mit Atheisten oder Alibi Kirchgänger, fällt schnell ins Auge, dass Religion in den wenigstens Zimmern noch der zentrale Lebensmittelpunkt ist. Dies gilt nicht nur für die sogenannte westliche Welt, sondern für die gesamte Bevölkerung des Erdballs (Ja, auch in der arabischen Welt). Religiöse Bedeutung ist auf dem Abschwung, auch wenn immer von einer islamistischen Bedrohung oder fanatischen Christen in den U.S.A. gesprochen wird. Das sind kleine Randgruppe, gefährlich, aber überschaubar, denn die meisten auf diesem Rund haben den Kopf zum denken, ob sie dabei an etwas Höheres glauben oder nicht, drücken sie nicht ihrem Nachbarn auf, sondern leben es für sich aus, friedlich und tolerant.

    Kommentare: 1
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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    'Religion ist eine Beleidigung für die Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie gibt es gute Menschen, die gute Dinge tun, und böse Menschen, die böse Dinge tun.' (Steven Weinberg)

    Inhalt:
    Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins diskutiert in 'Der Gotteswahn' die 'Beweise' des Thomas von Aquin für die Existenz Gottes, erklärt, warum es sehr sicher keinen Gott gibt, woher Religionen kommen, welche Vor- und welche Nachteile sie haben und geht auf Themen wie Moral, Missbrauch, Trost und Vorurteile ein.

    Mein Eindruck:
    Dawkins hat die Fähigkeit, dem Leser komplexe Sachverhalte einfach, verständlich und gut lesbar zu präsentieren und somit einen Einblick in naturwissenschaftliche (biologische, physikalische, chemische) und philosophische Perspektiven zum Thema Religion/Atheismus zu bieten. Dabei hat mir Dawkins Sprachwitz besonders gut gefallen, der dafür sorgt, dass man an der Lektüre Spaß hat und fast nebenbei eine Menge lernen kann. Dawkins Erläuterungen sind leidenschaftlich, doch jederzeit wissenschaftlich fundiert und mit Quellen belegt.

    Mein Resümee:
    Spannend und lehrreich.

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    Monis avatar
    Monivor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Wie viel Mut es doch erfordert, sich in unserer ach-so-aufgeschlossenen-Gesellschaft zum Atheismus zu bekennen! Humorvoll und lesenswert aber viel zu lang geraten.

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    soepherles avatar
    soepherlevor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Richard Dawkins hinterfragt wissenschaftlich und dennoch humorvoll die Existenz Gottes. Er sucht nach den Wurzeln der Religion und stellt sie denen der Evolution gegenüber.
    Sehr interessant sind seine Argumente, warum Religion denn "schlimm" sein soll. Dabei schildert er Lebensgeschichten von Menschen, die im Erwachsenenalter realisiert haben, dass ihre religiöse (unfreiwillige) Erziehung einer Kindesmisshandlung gleich kam.

    Immer wieder entgegnen Dawkins Kritiker, dass Gott, die Bibel und die Religion doch nötig seien, um Vorstellungen von Moral und Ethik unter den Menschen zu verbreiten. Bezieht man sich auf die Moralvorstellungen der Bibel, dann würden die meisten Menschen nicht als vollwertig gelten und u.a. Vergewaltigungen von Frauen, Menschenopfer und Diskriminierungen Homosexueller und anderer Gruppen wären sogar erwünscht!
    Dawkins betont, dass sich der ethische Zeitgeist stetig wandelt und das mit einer starren Schrift als Grundlage nicht zu vereinbaren ist.
    Hierzu gibt er einen sehr wünschenswerten Ausblick wie sich der Zeitgeist in Zukunft entwickeln könnte: "Der Philosoph Peter Singer vertritt in seinem Buch "Animal Liberation" wortreicher als jeder andere die Ansicht, wir sollen auch den "Speziesismus" hinter uns lassen und die menschliche Behandlung auf alle biologischen Arten ausweiten, die es aufgrund der Leistungfähigkeit ihres Gehirns zu schätzen wissen. Vielleicht ist das ein Hinweis, in welche Richtung sich der ethische Zeitgeist in zukünftigen Jahrhunderten entwickeln könnte. Es wäre die natürliche Fortschreibung früherer Reformen wie der Abschaffung der Sklaverei und der Frauenemanzipation."

    Dawkins greift mit diesem Buch nicht die Religion als atheistischer Fundamentalist an (wie ihm vorgeworfen wird), sondern unterstützt vielmehr leidenschaftlich das stetige Hinterfragen und die Evolutionstheorie.

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    Steffens avatar
    Steffenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins

    Ein impulsiv und humorvoll geschriebenes Buch gegen Gott und die Religion. Dawkins vertritt den Atheismus mit einem Nachdruck und wissenschaftlichem Eifer, dass der "Gotteswahn" nicht mehr als rein wissenschaftliche Schrift, sondern vielmehr als eine persönliche Kampfansage Dawkins' an den Theismus verstanden werden muss. Mit stichhaltigen, empirischen Argumenten gegen die Existenz Gottes erkärt Dawkins nicht nur die Entstehung der verschiedenen biologischen Arten mit der natürlichen Selektion nach Darwin; er weitet diese Theorie auch auf weitere Bereiche aus und versucht zu erklären, warum gerade wir am Leben sind, wobei die Unwahrscheinlichkeit der bloßen Entstehung von Leben doch gegen die Existenz von Leben überhaupt spricht (und ob es dann nicht einen Schöpfer geben müsste) oder wie unser kulturelles Erbe mittels Memen weitergegeben werden könnte. Argumentativ brillant und schlagfertig widerlegt er seine Gegner und bringt das Fundament sämtlicher Religionen zum Einsturz. Er appelliert an die Vernunft und beweist, dass moralisches Handeln nicht auf religiösen Überzeugungen begründet ist und auch Menschen, die erkannt haben, dass die Existenz eines Gottes unplausibel ist und gegen alle Indizien spricht, eine rational begründete Moralposition beziehen und ohne Gott ein glückliches und zufriedenes Leben führen können.

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