Richard Dawkins Die Poesie der Naturwissenschaften

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Poesie der Naturwissenschaften“ von Richard Dawkins

Richard Dawkins erzählt die Geschichte seines Lebens — von der Kindheit im kolonialen Afrika über sein Studium in Oxford bis zur Karriere als einer der einflussreichsten Wissenschaftler weltweit. Er berichtet von seiner Ankunft im Flower-Power-Kalifornien der 60er Jahre, von der Party zum 42. Geburtstag seines Freundes Douglas Adams, den freundschaftlichen Streitgesprächen mit dem Erzbischof von Canterbury, von bahnbrechenden Erkenntnissen in der Evolutionsbiologie und seiner großen Liebe zur Lyrik. Richard Dawkins ist nicht nur ein herausragender Naturwissenschaftler, er ist auch ein begnadeter Erzähler. Anhand seines weitverzweigten Familienstammbaums erklärt er die Vererbungslehre, und die Entwicklung der Theorie des egoistischen Gens wird bei ihm zum Wissenschaftsthriller. Wenn er beschreibt, wie er vom Gläubigen zum Atheisten wurde, versteht man, welche Rolle Religion für den Menschen spielt. Großer Erkenntnisgewinn wird

Stöbern in Biografie

Nachtlichter

Schonungsloser Lebensbericht einer Alkoholkranken und ihr harter Weg zurück

Bibliomarie

Der Lukas Rieger Code

Ein netter Einblick in das Leben eines YouTubers.

misery3103

Eine Liebe so groß wie du

Eigentlich müsste es Punktabzug für das Ende geben, aber der Mensch weiß ja was zum Schluss eines jeden Lebens wartet...

Sanny90

Farbenblind

Eine tragische, aber auch aufrüttelnde Biographie.

StMoonlight

Heute hat die Welt Geburtstag

Sehr unterhaltsam!

Daniel_Allertseder

Die Irren mit dem Messer

Kochen ist auch eine Art Kunst. Eine Passion. Ein tolles und unterhaltsames Buch. Einblicke in die Sterne Küche Londons,

Buchraettin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • An Appetite for Wonder

    Die Poesie der Naturwissenschaften

    thursdaynext

    30. October 2016 um 11:29

    Die Welt ist ein Gebilde von übermäßiger, absolut phantastischer Komplexität, Reichhaltigkeit und Seltsamkeit. Ich finde, der Gedanke, dass Komplexität nicht nur aus Einfachheit entsteht, sondern vermutlich sogar aus absolut nichts, ist die fabelhafteste, außergewöhnlichste Idee, die es gibt. Und sobald man auch nur eine Ahnung davon hat, wie das geschehen sein kann - ist das einfach großartig. Und...wenn wir die Gelegenheit haben, 70 oder 80 Jahre unseres Lebens in einem solchen Universum zu verbringen, ist diese Zeit, was mich angeht, gut genutzt. Douglas Adams im Interview mit Richard Dawkins auf die Frage: "Was an der Wissenschaft bringt ihr Blut eigentlich in Wallung?"Von nun an bin ich Dawkinistin. (Clinton) Richard Dawkins Autobiographie gab den Ausschlag dafür. Bekannt war er mir bereits durch sein (begeistert inhaliertes) klärendes Sachbuch „Der Gotteswahn“, eine wissenschaftliche Abrechnung mit den Religionen und ihren seltsamen Forderungen, welches mich – sowie Millionen anderer Menschen verschiedenster Sprachen - aufgrund seiner Klarheit und seines Humors begeisterte. Richard Dawkins Humor ist geschult durch wissenschaftliches Arbeiten und durch die Antworten, die er im Zuge seiner Arbeit fand. Nicht zuletzt sicherlich auch durch den jahrelangen Umgang mit religiös motiviertem „whataboutismus“, der ihm speziell aus der im kreationistischen Irrglauben beharrenden Ecke der Gesellschaft seit Veröffentlichung des Gotteswahns immer entgegen schlug. Dabei ist es gerade der Kreationismus (das Rechtschreibprogramm schlägt übrigens Kretinismus vor wenn man einen Tipfler in diesem unschönen Wort hat ;-) ), der versucht, sich in ein wissenschaftliches Mäntelchen zu hüllen und mit dem er im Rahmen seiner Aufklärung allzuoft konfrontiert wurde der diesen überzeugten Darwinisten – wie wahrscheinlich alle Menschen die die Evolutionslehre für die eleganteste und einleuchtendste ... Theorie , weil wissenschaftlich fundiert halten – dazu zwingt die Skala seines gut bestückten „Humorometers“ deutlich nach oben zu erweitern; von der GEDULD gar nicht zu reden... Dass ich es heute ablehne, mich an formellen Diskussionen mit Kreationisten zu beteiligen, hat einen ganz bestimmten Grund: jedes Mal, wenn ein Wissenschaftler sich auf eine solche Debatte einlässt, schafft er damit die Illusion von zwei gleichberechtigten Standpunkten. Das Publikum wird hinters Licht geführt, wenn zwei Stühle nebeneinander auf dem Podium stehen, wenn "beiden Seiten" die gleiche Redezeit zugestanden wird: Man gaukelt den Zuhörern vor, es gebe tatsächlich zwei "Seiten" und ein Diskussionsthema von echter Substanz. Die Entwicklung dieses feinen, englischen Humors und ebenso feinen Menschen ist in der Poesie der Naturwissenschaften - im englischen Original in zwei Büchern veröffentlichten Autobiographie An Appetite for Wonder & Brief Candle in the Dark - gut nachzuvollziehen.Man erlebt das Aufwachsen eines kreativen, freien, pragmatischen und wissbegierigen Geistes, eines mit Freude und Faszination Suchenden und Lernenden, der sich später folgerichtig zu einem mit ebensolchem vergnügen Lehrenden transformiert. Wie sich herausstellte hatte er nicht nur Begabung zur Lehre - die nicht jedem gegeben ist - sondern auch die Fähigkeit Inhalte so zu vermitteln wie er sie empfand. Spannend, faszinierend, amüsant, anregend. genauso liest sich auch dieser autobiographische Pageturner. Der Rückblick in die längst vergangene Ära des britischen Empire in dessen Diensten viele Vorfahren des Autors tätig waren.Sein gutes Netz an weitreichenden Beziehungen und Freundschaften zu und mit anderen Wissenschaftlern, Schriftstellern (Douglas Adams, dessen Buch „Der elektrische Mönch“ er besonders schätzt, war ihm ein guter Freund) Künstlern und wissenschaftlich interessierten Mäzenen, der Austausch und der respektvolle Umgang miteinander, die doch sehr freie Kindheit mit liberalen Eltern in Afrika, die mit Übergang in das damals wie heute elitäre englische Privatschulsystem (englische Privatschulen nennen sich Public School) ein Ende fand und wie er sich seinen freien Geist bewahrte, zugleich Nutzen aus dem System zog ist schon für sich alleine bemerkenswert. Sicherlich ist Dawkins privilegiert aufgewachsen. Wie er selbst anmerkt, kann man sich nicht aussuchen in welche Umgebung man hinein geboren wird, es wäre jedoch schändlich, die Gegebenheiten nicht zu nutzen. Dawkins nutzte seine Möglichkeiten und erweitert sie noch immer...Sein Hang zu Computern, bereits damals in der Steinzeit des Computerzeitalters und zum Programmieren (er - und auch Bekannte- erwähnt hier mehrmals eine Sucht) bereicherte sein Schaffen - Leser, die wie ich von diesem Gebiet völlig unbeleckt sind, müssen hier eine winzige Durststrecke des Nichtverstehens überwinden. Sein Leben als Wissenschaftler ist eng verwoben mit seinen Babies, den Büchern deren Werdegang und Erscheinen er Jahre seines Lebens widmete. Diese nehmen weit mehr Umfang seiner Erinnerungen in Anspruch als sein, recht knapp erwähntes, Privatleben. Sein Glück und liebevolle Unterstützung, ja eine Muse scheint er mit seiner dritten Frau, der Künstlerin Lalla Ward, der Schöpferin seiner handbemalten, außergewöhnlichen Tiermotivkrawatten gefunden zu haben. Im Buch gibt es ein Bild dieser wunderbaren Textilien, die er teils passend zum Anlass wählt, beispielsweise zum Treffen mit Rowan Williams dem damaligen Erzbischof von Canterbury, einen Gottesanbeterinnenschlips.Aufklärung und Forschung ist Dawkins Lebenswerk. In Vorträgen, Vorlesungen, Filmen, TV -Sendungen oder der von ihm gegründeten Richard Dawkins Foundation .Dawkins reichhaltiger Lebensbericht ist ein Glücksgriff, ein amüsantes Lehrbuch, ein Stück individueller Zeitgeschichte, hirnerhellend und bereichernd. Sowie ein Zeugnis davon, dass dieser besondere, großzügige, weltoffene Mensch - Gedichte für jeden Anlass scheint er zudem noch memorieren und hervorzaubern zu können - auch seine bisherige Zeit auf Erden sehr gut genutzt hat. Fesselnd, eloquent und mit schriftstellerischer Grandezza - einer Leichtigkeit wie nur Meister dieses Handwerks es vermögen - rief die Poesie der Naturwissenschaften in mir Bewunderung, Hochachtung, Demut, und eine Winzigkeit (sofort in den Keller der tiefsten Scham geschubsten) Neid ob dieser Lebensleistung hervor.Dankbarkeit um seine Bemühungen Wissenschaft transparent, anschaulich und verständlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dabei ein derart jubelndes, buntes, begeisterndes Feuerwerk für das Leben und all seine Wunder dieser Welt zu entfachen.Zudem ist es sowohl Gewinn als auch Genuss seinen Geist ein wenig an jenem eines wirklich großen Geist zu wetzen. So ein wenig wie ein Wildschwein sich an einem Mammutbaum schubbert. Rinde geht nicht ab, aber womöglich färbt es ein wenig den Pelz.So ist die Poesie der Naturwissenschaften ein Buch für Leser von Biographien, die nicht aus Sensationlust, sondern aus Interesse an der Person lesen, ein wunderbares Guckloch in die "Denke" eines großartigen Menschen. Witzigerweise haben bereits drei Engländer vor ihm mich mit ihren Lebenserinnerungen ähnlich beglückt:John Cleese (ebenfalls bekannt mit Richard Dawkins) mit “Wo war ich nochmal?”Keith Richards mit „Life“Terry Gilliam (ja, ich weiß, Engländer durch die Pythons ehrenhalber) mit “Gilliamesque”Her mit den amüsanten, klugen, in den 60ger Jahren jugendlichen Engländern ;) 3 Warnungen möchte ich dennoch loswerden:Zum ersten besteht höchste Suchtgefahr! Mit dem „Gotteswahn“ ging es bei mir los. Ich wurde Dawkinstin, zäume den Gaul jetzt von hinten auf indem ich mich unsystematisch durch Dawkins andere Werke fräse.Zweitens ist durch Zusammenfassung beider Teile der Autobiographie ein Volumen und dadurch auch gewichtsmässig mords - (Einbrecher hätten keine Chance gehabt während des Lesens) fettes Trumm entstanden. Wenn einem zugleichAn Appetite for Wonder und Brief Candle in the Dark mit Anhang und in Deutsch aus etlicher Höhe auf den Zeh fallen so schmerzt das nicht unerheblich. Achtung beim Handling!Dieses Buch enthält das anrührendste Gedicht an einen verstorbenen Hund das ich je lesen durfte. Hundemenschen werden Taschentücher benötigen.

    Mehr
  • 'Danach dauerte es nicht mehr lange, bis ich zu einem überzeugten, militanten Atheisten wurde.'

    Die Poesie der Naturwissenschaften

    sabatayn76

    15. April 2016 um 00:40

    Inhalt:'Die Poesie der Naturwissenschaften' umfasst die beiden Bände 'Staunende Neugier' ('An Appetite for Wonder') und 'Eine Kerze im Dunkeln' ('Brief Candle in the Dark'), die im englischen Original separat erschienen sind. Im ersten Teil des Buches erzählt Richard Dawkins chronologisch, im zweiten ist die Reihenfolge weniger streng, sondern vielmehr nach Themen gegliedert und mit vielen Anekdoten versehen. Richard Dawkins erzählt in den beiden Bänden von der Geschichte seiner Familie, seinem Leben in Afrika, seiner Internats- und Schulzeit in Großbritannien, vom Verlust seines Glaubens, von Oxford, seiner wissenschaftlichen Tätigkeit und seinem Privatleben.Mein Eindruck:Ich habe schon sehr viel von Richard Dawkins gelesen und bin große Liebhaberin seiner Bücher und Anhängerin seiner Ideen. Ganz besonders schätze ich seine Fähigkeit, komplizierte Sachverhalte auf einfache Weise zu erklären sowie auf unterhaltsame und amüsante Weise dem Leser Wissen zu vermitteln. Dies gelingt ihm auch in 'Die Poesie der Naturwissenschaften' auf erstaunliche Weise, so dass das Buch nicht nur spannend und lehrreich ist, sondern trotz der 700 Seiten auch nie langatmig ist. Richard Dawkins ist der geborene Erzähler, der den Leser problemlos fesseln und für seine Themen begeistern kann. Durch die vielen persönlichen Anekdoten, die Richard Dawkins im Buch erwähnt, bekommt man nicht nur Einblicke in sein Leben in Oxford und seine wissenschaftliche Tätigkeit, sondern lernt zudem die Person Richard Dawkins besser kennen. Am Ende der Lektüre kann ich sagen, dass ich Richard Dawkins nicht nur als Evolutionsbiologen und Wissenschaftler schätze, sondern dass es seine Autobiografie zudem geschafft hat, mir seine Persönlichkeit, seine Einstellungen, seine Motive und seine Geschichte nahezubringen, so dass sie auch ein Bild von Richard Dawkins als Privatperson vermitteln kann. Schön fand ich dabei, wie offen und ehrlich er nicht nur positive Aspekte seines Lebens erwähnt, sondern zudem negative Facetten anspricht, z.B. seine Schuldgefühle aufgrund mangelnder Zivilcourage bei Mobbingopfern in der Schule. Mein Resümee:Unterhaltsam, amüsant und spannend. Richard Dawkins bietet mit 'Die Poesie der Naturwissenschaften' nicht nur Einblicke in sein akademisches Leben, sondern auch in sein Privatleben, seine Überzeugungen und seine Familiengeschichte.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks