Inhalt:
Für Nicholas bricht eine Welt zusammen als seine Frau Julia ermordet aufgefunden wird und man ihn für den Mörder hält. Alles scheint verloren doch dann erhält er unerwartet eine unglaubliche letzte Chance: Eine geheimnisvolle Taschenuhr ermöglicht es ihm in der Zeit zurückzureisen. Für Nicholas beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Er muss so schnell wie möglich herausfinden was in der Vergangenheit geschehen ist und in der Zukunft zur Ermordung seiner Frau geführt hat. Er hofft mit diesem Wissen doch noch alles zum Guten wenden zu können und will die Liebe seines Lebens vor dem Tod retten…
„Passen Sie gut auf die Uhr auf. Sie haben zwölf Stunden. In der dreizehnten Stunde ist alles verloren. Dann ist Ihr Schicksal und das Ihrer Frau besiegelt. Dann wird Ihre Frau einen viel schlimmeren Tod gestorben sein, als Sie jetzt vielleicht glauben.“ (S. 395)
Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich zur Hand genommen, weil ich Bücher und Filme über Zeitreisen liebe und sich der Klapptext spannend angehört hat. Wie erhofft begibt man sich mit diesem Buch auf eine rasante und richtig spannende Reise. Zudem gibt es auch gefühlvolle Momente, die sehr bewegend sind und mich ebenfalls sehr für dieses Buch eingenommen haben.
Die Zeitreiser verläuft in dieser Geschichte anders als in vielen anderen Büchern bzw. Filmen. Unser Protagonist Nicholas reist nämlich nicht zu einem einzelnen Zeitpunkt in die Vergangenheit zurück und erlebt von da an alles vorwärts. Vielmehr reist er stetig immer weiter in die Vergangenheit zurück. Je weiter er in der Zeit zurückreist, desto mehr beginnt er zu verstehen wie es zu den schrecklichen Ereignissen kommen konnte deren Zeuge er in der Gegenwart geworden ist. Die Ermordung seiner Frau und der Flugzeugabsturz sind das fatale Endergebnis einer ganzen Reihe von unglücklichen Umständen mit weitreichenden Folgen, die sich überschnitten haben. Es ist richtig spannend zu verfolgen wie Nicholas Stück für Stück herausfindet wo das Verhängnis seinen Anfang genommen hat und wie mehrere zunächst voneinander unabhängig erscheinende Ereignisse in Wahrheit zusammenhängen. Die Tatsache, dass man schon zu wissen glaubt worauf alles später hinauslaufen wird tut der Spannung dabei keinen Abbruch. Im Gegenteil: Dadurch dass man bereits einen Blick auf die Zukunft erhaschen konnte, verleiht vielem, was man sonst unbedeutend gefunden hätte, eine besondere Tragik.
Die Geschichte bietet insgesamt eine wirklich tolle Mischung aus actionreichen, dramatischen, traurigen, hoffnungsvollen und emotional berührenden Momenten. Zwar beginnt das Buch zunächst sehr traurig und bedrückend, aber es kommt schnell wieder Hoffnung auf als es Nicholas gelingt in der Zeit zurückzureisen. Nicholas setzt alles daran herauszufinden was in der Vergangenheit schiefgelaufen ist und in der Zukunft derartig fatale Folgen haben wird. Mit diesem Wissen will er dem Schicksal ein Schnippchen schlagen und hofft seiner Frau das Leben retten zu können. Es hat für Gänsehautmomente gesorgt, dass Nicholas auf seiner Reise in die Vergangenheit seine Frau wiedersieht mit deren Tod er sich in der Gegenwart konfrontiert gesehen hat. Das sind Momente, die einem besonders in Erinnerung bleiben. Außerdem ist es herzzerreißend wie Nicholas mehrmals zu verzweifeln droht, weil er feststellen muss, dass es gar nicht so leicht ist das Schicksal zu überlisten und die Zukunft zu verhindern auf die alles unaufhaltsam zuzusteuern scheint. Er muss mehrmals mitansehen wie seine Frau all seinen Bemühungen zum Trotz dennoch auf unterschiedliche Arten den Tod findet. Außerdem ist es nicht nur ihr Leben das auf dem Spiel steht. Auch das seines besten Freundes und sein eigenes scheinen keineswegs sicher zu sein.
Das Ende der Geschichte ist rundum gelungen. Das Buch endet mit einem spannenden Showdown und ist sehr emotional und bewegend. Man erfährt zudem wem die geheimnisvolle Taschenuhr gehört und was die betreffende Person dazu bewegt hat sie Nicholas zu überlassen.
Richtig toll ist übrigens auch die Idee, dass passend zur Geschichte auch die Seitenzahlen des Buches rückwärtslaufen und wie ein Countdown sind. Man beginn auf Seite 409 zu lesen und kommt am Schluss auf Seite 1 an.
Fazit:
Dieses Buch ist durchgehend spannend und sehr bewegend. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hatte es in kürzester Zeit gelesen. Dieses Buch hätte es auf jeden Fall verdient weitaus bekannter zu sein.
Wer dieses Buch mag, dem kann ich auch „Going Back - Wo fing das Böse an?“ (von Gillian McAllister) wärmstens ans Herz legen. In diesem Buch reist ebenfalls jemand immer weiter in die Vergangenheit zurück um eine nahestehende Person zu retten und um ein Verbrechen zu verhindern.
Zum Schluss noch drei der besten Zitate aus „Die dreizehnte Stunde“:
„Bitte, lass mich nicht allein!“, flehte sie. Nick zog die Taschenuhr hervor und sah rasch nach der Zeit. „Ich finde dich, wo immer du sein magst“, sagte er und umarmte sie kurz. (S. 291)
Eine einzige selbstsüchtige Tat kann durch die Zeit widerhallen, durch das Leben, und einen Fremden seiner Existenz berauben. Ein geliebter Mensch kann durch die Folgen eines Augenblicks oder eines Ereignisses zu Tode kommen, von dem er vielleicht nie etwas wusste oder das er nie verstehen konnte. Dennoch, wenn dieser Augenblick nie geschehen wäre, wenn er zurückgenommen werden könnte, dann könnten die Leben, die er berührt hat, verändert werden, abgewandelt, und jenes verloren gegangene Leben ließe sich retten. (S. 360)
„Unser Handeln hat weitreichende Folgen, die wir niemals sehen.“ (S. 187)


















