Richard Flanagan The Narrow Road to the Deep North

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Inhaltsangabe zu „The Narrow Road to the Deep North“ von Richard Flanagan

Forever after, there were for them only two sorts of men: the men who were on the Line, and the rest of humanity, who were not. In the despair of a Japanese POW camp on the Burma Death Railway, surgeon Dorrigo Evans is haunted by his love affair with his uncle's young wife two years earlier. Struggling to save the men under his command from starvation, from cholera, from beatings, he receives a letter that will change his life forever.

Bleibt auf jeden Fall im Gedächtnis. - Perfektes Kopfkino! ;)

— Janine2610
Janine2610

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    The Narrow Road to the Deep North
    Janine2610

    Janine2610

    13. May 2015 um 23:40

    Der Klappentext: "The fire was rising at his back, its flames the only living thing, and he thought of her head and her face and her body, the red camellia in her hair, but as hard as he tried now, he could not remember her face." In the despair of a Japanese POW camp on the Burma Death Railway, surgeon Dorrigo Evans is haunted by his love affair with his uncle's young wife two years earlier. Struggling to save the men under his command from starvation, from cholera, from beatings, he receives a letter that will change his life forever. Meine Meinung: Der Hauptprotagonist in diesem Roman ist der Australier Dorrigo Evans, ein gelernter Chirurg. Hauptsächlich erlebt man ihn als Arzt im Gefangenenlager während dem Krieg. Dort schildert er seine täglichen Aufgaben, kümmert sich so gut es geht um die Sklaven, die POWs (Prisoners of War) bzw. deren Krankheiten und Folgen des ewigwährenden Hungerns. Als jemand, der bei einem Krieg nicht dabei war, der keine Ahnung hat, wie es ist, Gegangener zu sein, hart an dem Bau der Burma Death Railway arbeiten zu müssen und so gut wie kaum Essen bekommt, kann sich natürlich nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie es ist, das alles mitzuerleben. Der Autor hat aber versucht, genau das mit seinen Schilderungen zu vergegenwärtigen. Und das mit Bravour, muss ich sagen! Schonungslos, das Kind beim Namen nennend, wurde hier alles Leid, Krankheit, Erschöpfung durch Hunger, Sehnsüchte und Freundschaft, und vor allem der Kampf mit dem Tod anschaulich beschrieben. Und zwar so gut, dass einem ganz anders wird, wenn man es liest. Gerade, dass nicht ausschließlich aus Dorrigo Evans Sicht erzählt wird, sondern von den verschiedensten Warten aus, z. B. von den Gefangenen, die man nach und persönlicher kennenlernt, aber auch von den Wärtern aus, hat das Ganze so interessant gemacht. Man hat Einblicke von den unterschiedlichsten Menschen erhalten und meist konnte ich jeden einzelnen auf eine Weise in seinem Handeln und Denken verstehen. Verstehen ist aber nicht mit Gutheißen gleichzusetzen und das habe ich auch nicht immer getan, besonders wenn Gewalt und Schläge thematisiert wurden. Die Liebe und Hoffnung spielt in diesem Roman eine ebenso große Rolle, wie all das Kriegsleiden und der Tod. Auch Dorrigo hat eine ganz eigene Liebesgeschichte zu erzählen. Es geht darin um unbändige Leidenschaft, Glück, wundervolle Zeiten und echte Liebe. Dennoch kommt die Tragik nicht zu kurz. Verschenkte Chancen und Sehnsucht, ebenso wie Handlungsunfähigkeit und Reglosigkeit in einem entscheidenden Moment, haben mich als Leserin mit dem Protagonisten gleich mitverzweifeln lassen. - Eine Liebesgeschichte, die bedauernswerter nicht sein könnte ... Der Stil des Autors, Situationen und Menschen so unglaublich anschaulich zu beschreiben, hat mich phasenweise wirklich fasziniert. In solchen Momenten wird man wieder ganz stark daran erinnert, wie schön lesen nicht ist. Mit den richtigen Wörtern kann nämlich wirklich Hervorragendes entstehen! Und das war hier der Fall. Oft habe ich über so tolle Vergleiche, wie z. B. diesen hier, gestaunt: "... her head bobbing like flotsam on the rolling swell of the walkers all around her." (Großartig, nicht?) Schlussendlich bin ich gewaltig begeistert von dem Buch. Auch wenn ich eine kleine Ewigkeit dafür gebraucht habe, gelohnt hat es sich in jedem Fall. Die Bilder, die mein Kopf beim Lesen produziert hat, waren das allemal wert. Liebe, Hoffnung, Leid, Gewalt und Tod sind die Themen, die diesen Roman aus- und lesenswert machen. - Ihr solltet euch diese Lektüre unbedingt gönnen!

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  • Poesie des Todes– Man Booker Prize-Gewinner 2014

    The Narrow Road to the Deep North
    wandablue

    wandablue

    Poesie des Todes. Stilistisch liegt mir der Gewinner des Man Booker Prize 2014 zuerst einmal nicht; Flanagans Satzkonstruktionen sind ungewöhnlich, es braucht eine Einlesephase. Aber er schreibt in einem Guß, da gibt es weder Sprünge noch Brüche. Er ist ein Meister in Form und Ausdruck. Meister sind anstrengend, anspruchsvoll, jede Mühe lohnend. Die Thematik von „The Narrow Road to the Deep North” jedoch ist schrecklich, grauenhaft, entsetzlich. Protagonist Dorrigo Evans, junger australischer Chirurg, gerät in japanische Kriegsgefangenschaft und wird in einem POW-Camp (Prisonars of War) zum Bau der Nachschublinie Bangkok-Burma, 415 km quer durch den Dschungel, herangezogen, der sogenannten „The Burma Death Railway“. Gleichzeitig hat er als Arzt und Colonel seiner Truppe betreuende Funktionen, (Operationen ohne Medikamente und Geräte); er ist Entscheidungsträger für Entscheidungen, die treffen zu müssen, sich niemand wünscht. Die Kriegsgefangenschaft bei den Japanern ist Sklaverei, Folter, Willkür, Demütigung. Das ist es eigentlich: Täter und Opfer. Vorher, dabei und nachher. Unchronologisch. Aber immer nachvollziehbar. Die reinen Zahlen zur Kriegsgefangenschaft in Japan kann man meiner Rezension zu „Unbroken“ von Laura Hillenbrand entnehmen. Obwohl der Roman thematisch, und nur thematisch, über weite Strecken hinweg, einfach nur schrecklich ist, löst er doch vieles bei mir aus. Fragen schießen mir durch den Kopf. Hat ein Volk die Staatsstruktur, die es verdient? Ist ein Volk mitverantwortlich für das, was in „seinem Namen“ passiert, selbst dann, wenn es sich nicht um eine Demokratie handelt? Gibt es (insoweit) Kollektivschuld? Und ist somit Kollateralschaden mittelbar nicht doch „verdient“? Was ist Schicksal? Auch die Protagonisten sinnieren über die Bedeutung von Leben, Leiden, Schmerz, Tod, Ehre, Schuld, Sühne, Unschuld, Gerechtigkeit, Rechtfertigung, Schicksal und Liebe. Ist es Gnade, zu vergessen? Perspektivwechsel treiben mir die Tränen in die Augen. Inwieweit ist der Täter Opfer? Todesstrafe? Auch die Täter sind Menschen. Gehängt werden ist auch nicht spaßig. Der Verdienst des Autors ist es, dass er die Seiten wechselt und eine Gesellschaftsstruktur enthüllt, in der Autorität verherrlicht wird. Der Tenno ist nicht nur Kaiser, er ist Gott. Und was ist ein Mensch, dass er Gott widerspräche? So erklärt sich, dass angeklagte und verurteilte Kriegsverbrecher Japans sich auch nach Kriegsende selten einer Schuld bewusst sind, da sie ja „nur“ den Willen des hochwohlgeborenen Kaisers ausführten. Und auch die USA messen mit zweierlei, pragmatischem Maß. “In private they asked a simple question. If they and all their actions were simply expressions of the Emperor’s will, why then was the Emperor still free? Why did the Americans support the Emperor but hang them, who had only ever been the Emperor’s tool? But in their hearts they all knew that the Emperor would never hang and that they would. Just as surely as they had beaten and tortured and killed for the Emperor, the men … were now to hang for the Emperor.” Andere waren nur verachtete Hilfsvölker; erklärbar wird der Hass, der noch heute zwischen Korea und Japan und zwischen Japan und China schwelt, und wenn nicht Hass, so doch Ressentiments. Die Protagonisten: Es ist eine Männerwelt. Richard Flanagan hat eine Vielzahl an Schicksalen aufgeboten. Hüben wie drüben. Die Details sind einfach super. Richard Flanagan hat dieses Buch als mittelbar Betroffener geschrieben, denn sein Vater war Überlebender des Burma-Railway-Camps. „His father, who died the day Flanagan finished „The Narrow Road to the Deep North“, was a survivor of the Burma Death Railway.” Um so mehr berührt es, dass der Autor sich in der Lage sah, sich in die Gegenseite einzufühlen. Sowohl inhaltlich wie sprachlich hat mich dieser Roman an meine Grenzen geführt, Flanagan hat einen ganz speziellen Stil, liest man sich ein, findet man Rhythmus und Poesie, Schönheit. „The Narrow Road to the Deep North“ ist, soviel ich weiss, noch nicht übersetzt, aber der Gewinner wie auch die Shortlistler des Man Booker Prize, kommen in der Regel im Jahr darauf in den deutschen Handel. So wird jeder dieses Buch bald lesen können. Fazit: Ich bin beeindruckt, gefesselt, geflasht, schockiert. „The Narrow Road to the Deep North“ ist ein Kriegsroman auf höchstem Niveau, beruhend auf Fakten. Aber nichts für Zartbesaitete. Doch lässt man sich ein, findet man alles, was Literatur vermag. Kategorie: Gehobene Literatur Verlag: Chatto & Windus, London, 2014

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  • Leserunde zu "A History of Loneliness" von John Boyne

    A History of Loneliness
    PenguinRandomHouseUK

    PenguinRandomHouseUK

    Von unserem Bestsellerautoren John Boyne und seinem grossen Erfolg THE BOY IN THE STRIPED PYJAMA kommt ein neuer Roman, der uns nach Irland führt. Wir verlosen 25 Exemplare im englischen Original und wir freuen uns auf euch in unserer Leserunde. Hier etwas mehr zum Buch Odran Yates enters Clonliffe Seminary in 1972 after his mother informs him that he has a vocation to the priesthood. He goes in full of ambition and hope, dedicated to his studies and keen to make friends. Forty years later, Odran’s devotion has been challenged by the revelations that have shattered the Irish people’s faith in the church. He has seen friends stand trial, colleagues jailed, the lives of young parishioners destroyed and has become nervous of venturing out in public for fear of disapproving stares and insulting remarks. But when a family tragedy opens wounds from his past, he is forced to confront the demons that have raged within a once respected institution and recognise his own complicity in their propagation. It has taken John Boyne fifteen years and twelve novels to write about his home country of Ireland but he has done so now in his most powerful novel to date, a novel about blind dogma and moral courage, and about the dark places where the two can meet. At once courageous and intensely personal, A History of Loneliness confirms Boyne as one of the most searching chroniclers of his generation. Zum Autor John Boyne was born in Ireland in 1971. He is the author of nine novels for adults and four for younger readers, including the international bestsellers The Boy in the Striped Pyjamas, which has sold more than six million copies worldwide, The Absolutist and, most recently, Stay Where You Are and Then Leave. His novels are published in over forty-five languages. He is married and lives in Dublin. www.johnboyne.com @john_boyne Hier geht's zur Leseprobe! Einfach bewerben und der Lostopf wird wie immer entscheiden. Good Luck! Viele Grüsse aus dem sonnigen London, Ulrike @ Penguin Random House UK

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