Eifersüchtig

von Richard Ford 
4,2 Sterne bei14 Bewertungen
Eifersüchtig
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Inhaltsangabe zu "Eifersüchtig"

Ein berührendes, melancholisches Werk vom amerikanischen Erzähler Richard Ford.§Lawrence, genannt Larry, lebt mit seinem Vater in einem Farmhaus irgendwo in Montana. An einem nebelverhangenen Tag hält ein rosa Cadillac vor ihrer Tür: Doris, die Schwester von Larrys Mutter, holt ihren Neffen zu einer langen Reise ab, und zusammen fahren sie durch die verschneite Landschaft über die Rocky Mountains Richtung Seattle, wo Larrys Mutter wohnt. In der Eisenbahnerstadt Shelby geraten sie in einer Kneipe unvermittelt in eine Schießerei, bei der ein flüchtiger Bekannter von ihnen ums Leben kommt. Dieses absurde und zugleich tragische Ereignis kennzeichnet Larrys Welt, die geprägt ist vom Zerfall seiner Familie und dem willkürlichen Chaos, das andere in seinem Leben hinterlassen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783833302077
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:95 Seiten
Verlag:bloomsbury taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2004
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.08.2007 bei Parlando erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Xirxes avatar
    Xirxevor 8 Jahren
    Rezension zu "Eifersüchtig" von Richard Ford

    Bemerkenswert unspektakulär wirkt die 96seitige Novelle, die durch die Verwendung von Blocksatz und etwas kleinerer Schriftgröße gut auf 50 bis 60 Seiten hätte erscheinen können.
    1975: Lawrence, 17 Jahre, lebt bei seinem Vater in Dutton, einem verlassenen Nest in Montana. Zu Thanksgiving soll er seine Mutter in Seattle besuchen, wohin ihn seine Tante Doris begleiten soll. Mit ihr bricht er nach Shelby auf, der nächstgelegenen Stadt mit Bahnhof, um dort in einen Zug zu steigen. Vor der Abfahrt kehren beide noch in einer Kneipe ein, in der Doris die Bekanntschaft eines Indianers macht. Kurze Zeit später wird dieser in der Toilette von der Polizei erschossen.
    Ruhig und besonnen schildert Lawrence (Larry) das Leben mit seinem Vater ebenso wie die Unklarheiten und Unsicherheiten, die die unterschiedlichen Geschehnisse in ihm hevorrufen. Auch der Vater scheint ein in sich ruhender Mensch zu sein obwohl es scheint, dass es ihm noch zu schaffen macht dass seine Frau ihn verließ. Doris stellt den Kontrapunkt zu den beiden Männern dar: Zwar vermittelt sie anfänglich den Eindruck eines lebhaften und glücklichen Menschen, doch zunehmend entsteht ein Bild einer rastlosen und unausgeglichenen Frau. Man spürt vermehrt, wie sie Larry um sein Leben beneidet, was sie gegen Ende auch direkt äußert: ‚O je. Du hast alles. Ja, so ist es, du hast einfach alles.’ (und damit dem Buch wohl auch seinen Titel verleiht).
    Kein aufsehenerregendes Thema, selbst der erschossene Indianer erscheint eher als Randfigur in dieser Novelle. Ford gelingt es jedoch auf diesen wenigen Seiten trotz des ruhigen und verhaltenen Tons eine Spannung der ganz eigenen Art aufzubauen, eine Beziehung zwischen den Lesenden und Larry. Und man beginnt zu verstehen, um was Doris Larry beneidet: Die Liebe zu seinem Vater, die Liebe des Vaters zu ihm, die ihm die Ruhe und die Zuversicht gibt, dieses Leben zu bewältigen.

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