Richard Ford Kanada

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Inhaltsangabe zu „Kanada“ von Richard Ford

<p>»Meine Eltern waren die unwahrscheinlichsten Bankräuber der Welt.«</p><br /><p>Great Falls, 1960. Dell und Berner Parson sind Zwillinge und fünfzehn Jahre alt, als ihre Eltern eine Bank überfallen. Mit dilettantischem Enthusiasmus der stets gut gelaunte Vater, widerstrebend die Mutter, eine Lehrerin mit künstlerischen Ambitionen und dem Traum von einem anderen, besseren Leben. Am Tag danach packt sie die Koffer, um zusammen mit ihren Kindern den Mann zu verlassen. Doch die Polizei kommt ihr zuvor. Für Dell, der sich bislang für die Schule, Bienenzucht und Schach begeistert hat, beginnt weit weg von den Eltern ein neuer Alltag in Kanada. Er lernt, dass nur der Zufall ein Leben retten kann, das aus der Bahn geraten ist ... und Gnade. </p>

Aufgabe, daher eigentlich ohne Wertung

— Duffy
Duffy

Alma, du hast recht! Wem die ersten 10 Seiten nicht gafallen, kann es gleich weg legen - hätt ich darauf gehört! Mir hat's nicht gefallen!

— HamsterHerkules
HamsterHerkules

Hat mir sehr gefallen!

— Ling
Ling

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  • die Nöte eines 15 jährigen, der auf sich allein gestellt ist

    Kanada
    leckereKekse

    leckereKekse

    23. August 2015 um 21:40

    Dell Parsons und seine 15 jährige Zwillingsschwester Berner leben in 1960 Great Falls, einer kleinen Nordamerikanischen Stadt. Der Vater Bev, ehemaliges Army-Mitglied ist arbeitslos, die Mutter ist Grundschullehrerin. Der Vater kommt in Geldnot und beschließt eine Bank auszurauben. Mit dem Erfolg, dass er und seine Frau im Gefängnis landen. Um dem Jugendamt zu entfliehen, haut Berner ab. Dell wird von einer Bekannten der Mutter nach Kanada gebracht, wo er im Hotel des dubiosen und doch faszinierenden Arthur Remlinger lebt und arbeitet. Doch auch dieser ist auf der Flucht vor einem dunklen Geheimnis. Einfühlsam werden die Nöte des 15 jährigen Jungen dargestellt. Immer wieder mit Vorgriffen auf die Handlung, die für mich aber die Spannung erhöhten. Der Anfang der 60iger Jahre werden gut beschrieben, Nachkriegszeit, Religion, Army, amerikanische Gesellschaft, Gewerkschaft, alles findet einen Platz. Wunderschöne, fließende Sprache, interessante Charakterdarstellungen. Erinnerte mich immer wieder an „Tender Bar von J.R. Moehringer.

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  • Lesers Zerreissprobe

    Kanada
    Duffy

    Duffy

    15. August 2015 um 11:39

    Es lag lange im Regal, was den Nachteil hat, dass man auch immer schon andere Stimmen zu einem Buch hört und so ganz unvoreingenommen kann man dann nicht mehr lesen. Trotzdem, wenn von einem literarischen Schwergewicht wie Richard Ford ein Roman auf dem Tisch liegt, kann man gar nichts anderes als Qualität erwarten. Und man wird auch hier nicht enttäuscht, denn Fords Stil ist über alle Zweifel erhaben. Die Geschichte der Familie Parsons scheint eine spannende psychologische Angelegenheit zu werden, immerhin geht es um einen Banküberfall, den man aus Not und Angst vor Gläubigern durchführen will, mit denen Vater Parsons wegen anderer kleinerer Gaunereien zu tun hat. Dann aber beginnt des Lesers unkomfortable Zeit, denn er muss sich durch die Biografien der Familienmitglieder arbeiten und bis sich dann so etwas wie eine beginnende Handlung (mit der Durchführung des Banküberfalls) entwickelt, ist man auf Seite 130 und hatte mehrmals das Gefühl, das Buch beiseite legen zu müssen. Was der Rezensent dann auch getan hat, denn die Lektüre war bis hierhin spannungsfrei und ohne Szenen, die ihn fesseln konnten. Nun hat er dadurch das ganze Werk nicht so gelesen, dass er es beurteilen könnte und das will er auch nicht. Und schon gar nicht hat er vor, den Schriftsteller Richard Ford in Frage zu stellen, denn der muss nichts mehr beweisen. Aber leider konnte er hier nicht überzeugen. Der Kredit des Lesers, den er jedem Buch bis zu einer gewissen Grenze einräumt, wurde zumindest für mich überschritten und die Erkenntnis, dass ich gar nicht weiterlesen möchte, führt eben dazu, dass man konsequenterweise aufhört. Was natürlich schade ist, gerade bei Ford, der uns wirklich großartige Bücher geschenkt hat. Aber deswegen sollte man sich nicht verpflichtet fühlen. Ich lese nochmal "Unabhängigkeitstag". Jetzt.

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  • Kanada - leider nichts für mich!

    Kanada
    HamsterHerkules

    HamsterHerkules

    Das Buch handelt von drei Monaten in den 60ern, in denen das Leben des wissbegierigen 15jährigen Dell nicht nur durch eine außergewöhnliche Katastrophe verändert wird, sondern durch mehrere Ereignisse, die ihn in die Welt der Erwachsenen katapultiert. "Meine Eltern waren die unwahrscheinlichsten Bankräuber der Welt" - Sie hätten es nie tun sollen, denn sie werden gefasst und somit Dell aus der Normalität eines gewöhnlichen Lebens gerissen. Seine Eltern werden verhaftet, seine Schwester läuft davon und er selbst wird, um nicht in einem Heim zu landen, aus den USA nach Kanada gebracht. Dort arbeitet er für den ebenfalls kriminellen Arthur Remlinger. Dell wird Zeuge einer Verbrechens und flieht zurück in die USA, wo er endlich ein gewöhnliches Leben beginnen kann. Doch wird ihn, diese kurze, prägende Zeit, die sein Leben so stark veränderte und das Land Kanada, nie loslassen. Der Plott ist interessant und der Satz "Meine Eltern waren die unwahrscheinlichsten Bankräuber der Welt", der auf der Rückseite des Buches den Leser lockt, lassen auf ein großes Lesererlebnis hoffen. Leider packte mich das Buch nicht! Es blieb eine konstruierte Geschichte in einem Buch - Wörter auf Papier. Die teilweise sehr langen, mühsamen Aufzählungen sorgten bei mir dazu, dass ich anfing, das Buch zu überfliegen, was man hier eigentlich nicht darf, denn so bleibt die Geschichte stumpf, gewollt und die Bilder, die das Lesen doch erst wundervoll machen, bleiben aus. Desweiteren hat Richard Ford ständig Wiederholungen eingebaut, ohne irgendweinen Mehrwert, was mich leicht irritierte und nach 50 Seiten nur noch nervte! Grade im ersten Teil schreibt Richard Ford so oft, dass Dells Eltern eine Bank überfallen wollen, dass sie eine Bank überfallen werden, dass sie vorhaben, eine Bank zu überfallen, dass jenes oder solches Ereignis vor dem Banküberfall geschah etc. Manche mögen das für guten Stil halten, ich finde es allerdings nur ermüdend! Die Wiederholungen und dadurch, dass von vorn herein erzählt wird, was passiert und wie es ausgeht, noch ehe die Handlung so weit ist, sorgten dafür, dass ich mich regelrecht durch das Buch durchkämpfen musste. Sehr Schade! Der Hanser Verlag ist sonst ein Garant für gute Bücher, aber mit "Kanada", von Richard Ford, konnte ich nichts anfangen! Fazit: Lest die ersten 10 Seiten, wenn euch der Schreibstil zusagt, dann kauft es, die Handluch ist es wert. Wer jedoch den Stil ebenfalls sehr ermüdend findet - keine Illusieonen!  Es wird nicht besser!

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    • 4
  • Die Entdeckung der Sprache....

    Kanada
    Callso

    Callso

    29. March 2013 um 19:35

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil ich im Vorwege so ein gutes und optimistisches Gefühl für dieses Werk hatte. Nach dem Lesen der Lektüre bin ein keineswegs enttäuscht worden, auch wenn es jetzt nicht zwingend zu den Lieblingsbüchern der letzten Monate zählte. Gleichwohl ein beherzter und äußerst tiefgehender Familienroman, der sehr von der starken  Ausdrucksweise des Autors profitiert. Richard Ford hat dabei eine sehr leise Art zu schreiben, zu formulieren. Ein kompaktes Buch, der Autor nimmt sich für das Erzählen sehr viel Zeit. (In winzigen Passagen vielleicht auch zu viel Zeit).  Ein ehrliches, unaufgeregtes und sehr intensives Buch. Die Story: Der 15 jährige Dell steht im Mittelpunkt des Geschehens. Er wächst mit seiner Zwillingsschwester Berner in den USA auf, seine Eltern bilden quasi den Mittelpunkt seines Lebens. Relativ aus dem Nichts wird die scheinbare und bröckelnde Harmonie zerstört, als beide Eltern einen Banküberfall begehen und wenig später verhaftet werden. Wie geht es weiter  mit Dell, mit der sensiblen Seele des noch unbedarften und jugendlichen Jungen? Er lernt das raue Leben, Trennung und mit Kanada eine neue Heimat kennen… Das Buch kann man gut weiterempfehlen, gleichwohl kann ich auch einzelne Stimmern nachvollziehen, die von Längen oder einer gewissenLangeweile sprechen. Doch diese  betuliche (und irgendwie auch antike)  Art des Erzählens , die muss man auch erst einmal beherrschen…

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  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    Richard Ford ist und bleibt,neben Philip Roth und Cormac McCarthy, der Großmeister der amerikanischen Gegenwartsliteratur.Mit "Kanada" legt er seinen vielleicht reifsten Roman vor. Dell Parsons, der 15jährige Held des Romans, geleitet den Leser durch eine Reise in die Finsternis, an deren Ende aber doch die Erlösung liegt. Diese Reise ist so sprachmächtig, so poetisch beschrieben, dass dem Leser der Atem stockt. Wieder und wieder habe ich mich beim Lesen ertappt, dass ich Sätze doppelt und dreifach gelesen habe, so schön und weise klangen sie. Und dieses Buch ist ein Abgesang auf die USA. Nichts in den Staaten funktioniert. Die amerikanische Familie funktioniert nicht, ein Sozialsystem gibt es nicht, und auch die Landschaft ist in Kanada größer und weiter. Obwohl der Roman in den 1960er Jahren beheimatet ist, könnte man die Kritik an diesem Bilderbuchstaat auch auf das heutige Amerika beziehen. Für mich ist "Kanada" der große amerikanische Roman dieses Herbstes!

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    • 2
  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    Phil Decker

    Phil Decker

    09. February 2013 um 22:48

    Habe mich richtig auf das neue Buch des Autors gefreut und bin dann auf eine sprachlich ausgefeilte aber langweilige Geschichte eines Jungen und seiner Schwester gestoßen, die durch den Banküberfall ihrer Eltern Anfang der 60er Jahre in jungen Jahren ihr Leben selber meistern mussten. Was hätte der Autor da nicht alles reinpacken können. Rausgekommen ist aber eine fade Geschichte aus der Sicht des Jungen, so trist wie die Orte, in denen es spielt, und die Figuren. Habe es nur durchgelesen, weil die Formulierungen von Ford grandios sind, auch wenn die Geschichte farbloser nicht sein konnte.

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  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    02. February 2013 um 15:55

    Eine kleine Stadt im Nirgendwo, mitten in Saskatchawan. Periodisch ziehen Gänsejäger durch, immer auf der Suche nach einem kleinen bisschen Unterhaltung. Veränderung bringt eigentlich nur die Eisenbahnlinie, die am Ort vorbei läuft.....In diesem Minikosmos treffen ein zwei Menschen aufeinander. Der Inhaber eines Hotels, der an einer Eliteuni studiert hat und unerwartet bei einem Attentat einen Menschen getötet hat und Dell, dessen Eltern nach einem dilletantischen Bankraub verhaftet worden sind. Das Unheil entwickelt sich langsam, Richard Ford nimmt sich viel Zeit. Am Ende wird Dell Zeuge, wie zwei Amerikaner beseitigt werden,die sich auf die Spur des Attentats begeben haben. Ja es passiert wenig in diesem Buch, ja es erinnert ein wenig an "der Tag zieht den Jahrhundertweg" von Aitmatow, oder der "erste Mensch" von Camus. Aber das ist es was beim Lesen "Spaß" bringt, nicht das "ob" sonder nur das "wann" des grossen Aufeinandertreffens von zwei Handlungssträngen....

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  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    Alienor

    Alienor

    02. December 2012 um 22:29

    Kanada. Nun, in Kanada trifft Dell, der Held der Geschichte, tatsächlich erst nach rund 240 von 480 Seiten ein. Diese Zähflüssigkeit war für mich ein Hauptproblem des Romans. Aber zunächst zum Inhalt: Dell Parsons lebt mit seinen Eltern und Zwillingsschwester Berner im beschaulichen Great Falls, Montana. Nicht sein erster Wohnort, denn der Vater ist Soldat. Doch auch so scheint das Paar ihren Standorten niemals lange treu bleiben zu wollen. Gerade Mutter Neeva, eine gebildete Person, die sich in den Provinznestern niemals anpassen geschweige denn integrieren möchte, ist scheinbar stets auf der Suche nach einem besseren Leben. In gewisser Weise ist Dell also immer schon zum Einzelgänger bestimmt. Sein größter Wunsch ist es, endlich die Highschool besuchen zu dürfen. Nicht unbedingt, um neue Leute kennenzulernen, sondern aus Wissensdurst. Tatsächlich wird er auch eines Tages Lehrer, wie man aus der Rahmengeschichte erfährt. Kurz bevor die Schule beginnt bricht die Katastrophe über die kleine Familie herein. Vater Bev, redselig, herzlich, doch auch ein wenig naiv, engagiert sich seit seinem Austritt aus der Air Force in illegalen Geschäften. Als Indianer ihn wegen eines Zahlungsausfalls bedrohen, muss Bev schnell zu Geld kommen. Und begeht prompt einen schlecht durchdachten Banküberfall, in den er auch noch Mrs. Parsons mit hineinzieht. Die Festnahme lässt nicht lange auf sich warten und die Geschwister müssen sich dem Zugriff des Staates Montana entziehen, wollen sie nicht im Jugendheim landen. Dabei verschlägt es den schweigsamen Dell in den trostlosen Landstrich Saskatchewan, in dem er sich weitgehend alleine durchschlagen muss… Überzeugen konnte mich das Werk des Pulitzer Preisträgers Ford nicht. Die Erzählweise erstickte jede Spannung im Keim. Die wenigen größeren Ereignisse des Romans werden sehr früh vorweggenommen oder angedeutet. Bis es dann tatsächlich dazu kommt, muss man noch endlose Seiten Reflektion aus Dells Perspektive hinter sich lassen. Besonders zäh ging es am Anfang zu, da man quasi sofort erfährt, dass die Eltern einen Banküberfall begehen werden und Dell daraufhin nach Kanada fliehen muss. Minutiös wird dann der genaue Hergang rekonstruiert. Dabei verstrickt sich der Autor permanent in Wiederholungen. So erfährt man gefühlte hundert Mal, dass die Parsons für Dell die „wohl unwahrscheinlichsten Bankräuber der Welt“ waren. Dells Gedankengänge haben mich zum Teil befremdet. Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, nicht genau zu verstehen, worauf der Autor eigentlich hinaus möchte. Darüber hinaus sind die anderen Charaktere für mich sehr greifbar geworden. Alle sind einzigartig, differenziert dargestellt und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Allerdings sind auch hier zahlreiche Wiederholungen an der Tagesordnung. Warm geworden bin ich mit diesem Stück Literatur jedenfalls nicht. Grundsätzlich würde ich jedem Interessierten empfehlen, einfach mal reinzulesen und so zu schauen, ob er mit dem doch recht eigenwilligen Erzählstil etwas anfangen kann.

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  • Leserunde zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    Daniliesing

    Daniliesing

    Heute möchte ich euch zu einer Leserunde zu einem wahrhaft bildgewaltigen Roman einladen. "Kanada" heißt der neue Roman von Pulitzer-Preisträger Richard Ford für den wir zusammen mit dem Hanser Berlin Verlag 25 Testleser suchen. Der Autor ist ein wirklich wunderbarer Erzähler und nimmt uns in seinem Buch mit, das Leben und die Schicksale einer kleinen Familie kennen zu lernen. Mehr zum Inhalt: Illegaler Handel, ein Banküberfall, drei Morde - um nicht weniger geht es in Richard Fords sprach- und bildgewaltigem neuen Roman. Dells Eltern sind nach einem gescheiterten Banküberfall in Montana festgenommen worden; er selbst ist zu seinem Schutz nach Kanada gebracht worden. Nun trifft er dort in einem einsamen Städtchen auf eine merkwürdige Schar. Bei Arthur Remlinger kann er unterschlüpfen - doch der Besitzer eines heruntergekommenen Jagdhotels erweist sich als ein Mann mit dunkler Vergangenheit. Inmitten der überwältigenden Landschaft von Saskatchewan entfaltet sich die Geschichte einer schmerzvollen Passage in die Welt der Erwachsenen, wo es keine Unschuldigen geben kann. --> Leseprobe zum Buch Habt ihr Lust euch von Richard Ford und "Kanada" nach Saskatchewan entführen zu lassen? Wir vergeben 25 Testleseexemplare des Buches für die Leserunde, unter allen, die sich hier bis einschließlich 02. September 2012 dafür anmelden. Wenn ihr Spaß am Austausch mit anderen Lesern über das Buch habt, abschließend eine Rezension schreibt und genügend Zeit mitbringt, dann beantwortet einfach folgende Frage: Stellt euch vor, ihr wärt in einem ganz anderen Land aufgewachsen! Wie anders könnte dann euer Leben heute aussehen? (Gern könnt ihr euch für die Beschreibung ein bestimmtes Land aussuchen!)

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    • 318
  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    Boris

    Boris

    Seite 435, der dritte, kurze Teil des Romans beginnt, und nach wenigen Zeilen ist er da, der "Richard Ford - Sound". Warum erst jetzt, nach, wie schon erwähnt, über 400 Seiten? Ich glaube ich bin mit der Konstruktion des Romans nie warm geworden. Die ersten beiden Teile werden vom 66 jährigen Dell Parsons erzählt, der aus der Perspektive des 15 jährigen Dell Parsons erzählt. Immer ist aber der 66 jährige spürbar, der ja alles erlebt hat, weiß wie es weitergeht und dies auch ständig sagt. "Zuerst will ich von dem Raubüberfall erzählen, den meine Eltern begangen haben. Dann von den Morden, die sich später ereigneten." Dies sind die ersten zwei Sätze des Romans! Damit ist klar es geht nicht um das "Was-Passiert", sondern um das "Wie". Dieses "wie" wird sehr ausführlich beschrieben, der 15 jährige beschreibt alles. Details die ich einem 15 jährigen einfach nicht zutraue...brauche ich ja auch nicht, es erzählt ja der 66 jährige, aber kann sich ein 66 jähriger an diese Details erinnern? Es gibt hinreißende Passagen in diesem Buch. Seite 20: "Es kann auch daran liegen, dass die beiden, die durch ihren immer dichter werdenden Lebensnebel taumelten-zwei Menschen, nicht füreinander bestimmt, wahrscheinlich schon bald ohne körperliches Begehren füreinander, stattdessen zunehmend ein bloßer Satellt des anderen und irgendwann, ohne es richtig zu merken, voll gegenseitiger Ablehnung-, meiner Schwester und mir nicht genug Halt boten, was schließlich die Aufgabe von Eltern ist." Jetzt noch mal zum dritten Teil. Jetzt erzählt der 66 jährige über seine Zeit, über das Wiedersehen mit seiner Schwester, über das Sterben seiner Schwester und sofort wird Dell zum Bruder von Frank Bascombe, dem Sportreporter und späterem Immobilienmakler aus Fords Trilogie. Dann spricht er zu mir, über das Leben und die Welt jetzt... Ich habe hier zu "Die Lage des Landes" geschrieben, daß ich mir 2017 einen neuen Roman über Frank Bascombe wünsche, über die Lage des Landes....ich warte... Ein Nachtrag: habe ich erst jetzt gelesen.....http://www.tagesspiegel.de/kultur/richard-ford-das-alte-lied-vom-scheitern/7065454.html

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    • 2
  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. October 2012 um 13:43

    Der Held Dell wächst in Norden der USA auf. Völlig unspektakulär verläuft sein Leben und das seiner Zwillingsschwester und Eltern. Bis diese einen Banküberfall begehen. Von da an ändert sich das Leben des Helden. Er landet in Kanada, dass sich auf den ersten Blick sich gar nicht anders präsentiert wie die Staaten. Allein auf sich gestellt muss Dell sich in einer neuen - nicht von kriminellen Elementen freien - Umgebung seinen Weg finden. Sehr guter Entwicklungsroman, klare Sprache, dichte Atmophäre. Der zweite Teil, Saskatchewan hat mir am besten gefallen. Wer einmal in Saskatchewan war, kann die die enorme Weite des Landes (im Süden tatsächlich baumlos) und das Selbstbewustsein, daß diese Leere von seinen Menschen fordert sehr gut nachvollziehen

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  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    Gruenente

    Gruenente

    21. October 2012 um 16:25

    Dell Parsons und seine 15 jährige Zwillingsschwester Berner leben in 1960 Great Falls, einer kleinen Nordamerikanischen Stadt. Der Vater Bev, ehemaliges Army-Mitglied ist arbeitslos, die Mutter ist Grundschullehrerin. Der Vater kommt in Geldnot und beschließt eine Bank auszurauben. Mit dem Erfolg, dass er und seine Frau im Gefängnis landen. Um dem Jugendamt zu entfliehen, haut Berner ab. Dell wird von einer Bekannten der Mutter nach Kanada gebracht, wo er im Hotel des dubiosen und doch faszinierenden Arthur Remlinger lebt und arbeitet. Doch auch dieser ist auf der Flucht vor einem dunklen Geheimnis. Einfühlsam werden die Nöte des 15 jährigen Jungen dargestellt. Immer wieder mit Vorgriffen auf die Handlung, die für mich aber die Spannung erhöhten. Der Anfang der 60iger Jahre werden gut beschrieben, Nachkriegszeit, Religion, Army, amerikanische Gesellschaft, Gewerkschaft, alles findet einen Platz. Wunderschöne, fließende Sprache, interessante Charakterdarstellungen. Erinnerte mich immer wieder an „Tender Bar von J.R. Moehringer.

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  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    ingilein

    ingilein

    17. October 2012 um 15:18

    Ich hatte mir etwas anderes von dem Buch erwartet. Die Inhaltsangabe verspricht wesentlich mehr, als sie hält. Ich hatte mir ein spannendes Buch erwartet, das man nicht mehr aus der Hand legen kann - das Gegenteil war der Fall. Ich empfand alles etwas zu langatmig und zu detailliert beschrieben. Ich habe nicht in die Geschichte hineingefunden und fand es ehrlich gesagt auch ziemlich langweilig. Normalerweise lese ich ein Buch dieser Seitenzahl innerhalb weniger Tage, bei diesem Buch ging es mir aber leider so, dass ich lieber etwas anderes gemacht habe, als weiterzulesen. Für mich als absolute Leseratte sehr untypisch. Fords Schreibstil spricht mich einfach nicht an und ich konnte mich nicht in die Charaktere hineinversetzen. Dieses Buch wird wohl mein erstes und letztes Buch von Richard Ford sein. Zwei Sterne gibt es dennoch, da sich das Buch zumindest an wenigen Stellen flüssig gelesen hat und die Geschichte an sich gut ist. Meiner Meinung nach hätte man diese Geschichte aber noch ausbauen können und alles etwas spannender machen können. Wer einen spannenden Thriller sucht, ist hier fehl am Platz. Für Leser, die sich an langen, tiefgründigen Gedankengängen des Protagonisten erfreuen können, ist dieses Buch wahrscheinlich eher geeignet.

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  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    sabatayn76

    sabatayn76

    07. October 2012 um 14:03

    '[...] das war seine Art, mir ins Gedächtnis zu rufen, dass, egal was das eigene Leben zu beweisen scheint, egal für wen man sich hält, was man sich auf die Fahnen schreibt, woraus man Lebenskraft zieht oder worauf man stolz ist - dass alles Mögliche passieren kann, mit allen möglichen Folgen.' Inhalt: Der Roman 'Kanada' erzählt vom Leben des Ich-Erzählers Dell in den USA und in Kanada. Dell wächst zusammen mit seiner Zwillingsschwester Berner bei seinen Eltern in den USA auf. Seine Kindheit ist geprägt von zahlreichen Ortswechseln und einer damit verbundenen Entwurzelung, in Dells Jugend hält der Vater sich und seine Familie mit wechselnden Jobs am Rande der Kriminalität über Wasser. Als sein Vater schließlich seine Schulden nicht bezahlen kann, entschließt er sich, eine Bank zu überfallen. Nach der Verhaftung seines Vaters wird Dell nach Kanada gebracht und baut sich dort ein neues Leben auf. Mein Eindruck: Mir hat 'Kanada' sehr gut gefallen. Richard Ford erzählt im ersten Teil des Romans detailliert von den Geschehnissen direkt vor, während und unmittelbar nach dem Banküberfall und beschreibt die Protagonisten so genau, dass man sie sich perfekt vorstellen kann. Von der ersten Zeile an erzeugt der Autor große Spannung, indem er den Ereignissen vorgreift, bereits früh wichtige Wendungen und Geschehnisse erwähnt, dadurch den Leser aber stets neugierig darauf macht, WIE es zu diesen Wendungen kommen konnte, WARUM bestimmte Dinge passiert sind. Mir hat diese Erzählweise sehr gut gefallen, die ich eher ungewöhnlich fand und die Ford sehr überzeugend eingesetzt hat. Auch sprachlich hat mich der Roman begeistert, denn Ford schreibt anspruchsvoll, aber dennoch flüssig und gut verständlich. Einen Punkt möchte ich abziehen, da ich den zweiten Teil des Buches, in der Dells Leben in Kanada behandelt wird, weniger fesseln fand und ich mich hier weniger in die Geschichte einfühlen konnte. Mein Resümee: Ein besonderer und anspruchsvoller Roman mit komplexer Protagonisten und einem überzeugenden Erzählstil.

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  • Rezension zu "Kanada" von Richard Ford

    Kanada
    KerstinnI

    KerstinnI

    07. October 2012 um 12:06

    Dell ist 15 Jahre alt, mehrfach innerhalb der USA umgezogen, seine Eltern passen nicht zusammen, haben Geld Probleme und überfallen eine Bank, werden erwischt, kommen ins Gefängnis und Dell muss allein nach Kanada zu einem etwas zwilichtigen Mann.. So ist der Inahlt knapp zusammengefasst. Mir hat dieses Buch nicht gefallen. Zunächst sind die ersten Kapitel sehr langatmig mit wenig wichtigen Informationen. Jede Person wird ausführlich beschrieben. Sehr ausfühlrich und zum Teil kommen die Informationen nicht nur einmal- sondern auch drei Mal in gleicher Form. Z.B: das eben Dells Eltern nicht zusammenpassen. Erst nach der Hälfte des Buches nähert sich die Geschichte Kanada. Dies ist zwar schön beschrieben, aber bei mir konnte auch dann der Funke nicht mehr überspringen, zu sehr hatte ich mich bis dahin schon gefragt, warum das Buch wohl Kanada heißt... Was dann in Kanada passiert ist zwar noch realtiv spannend, aber ich konnte mich nicht damit anfreunden... Die Charaktäre der Geschichte sind mir auch nicht sympathisch geworden. Weder Dell, der für seine 15 Jahre viel zu naiv schien, noch der Vater der eigentlich nichts so richtig auf die Reihe bekommt und sich aber für einen tollen Typen hält. Die Schwester ist mir zu anders gewesen, die Mutter war dabei noch am symaptischten, weil sie sich einfach so für ihre Kinder einsetzt. Ingesamt hat mir dieses Buch einfach nicht besonders gefallen. Das Cover schafft es, noch einen zweiten Stern zu ergattern.

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