Unabhängigkeitstag

von Richard Ford 
4,1 Sterne bei33 Bewertungen
Unabhängigkeitstag
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Ein bemerkenswerter Einblick in die amerik. Gesellschaft am Ende der Reaganregierung.Faszinierend, aber auch etwas zäh. Erhielt den Pulitzer

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ein situationsreiches buch, welches einen eigenen stil beinhaltet. wenn man durchhält aber alle mal zu empfehlen!

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Inhaltsangabe zu "Unabhängigkeitstag"

Der vierundvierzigjährige Frank Bascombe
ist kein Unbekannter: Wir kennen ihn
bereits aus dem Roman ›Der Sportreporter‹,
in dem er sympathisch, wortreich und um
Orientierung ringend über sein Schicksal rä-
soniert. Nach dem Tod seines Sohnes scheiterte
seine Ehe, die Liebesverhältnisse, durch die er
schlittert, sind kompliziert, das Verhältnis zu
seiner Exfrau verfahren, der Kontakt zu seinen
übrigen Kindern sporadisch. Der 4. Juli 1988,
das ist der Tag, an dem Frank Bascombe alles
richtig machen will: seine Freundin besuchen,
sich um seinen Sohn kümmern – aber es
kommt alles anders. ›Unabhängigkeitstag‹ ist
ein gewaltiges literarisches Werk, ein Meilen-
stein der Gegenwartsprosa, ein Roman, in
dem das Leben eines Mannes und das Land
Amerika, die gesellschaftspolitische Lage des
Landes, ungemein plastisch eingefangen sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423144421
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:688 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:22.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Duffys avatar
    Duffyvor 2 Jahren
    Ein gewaltiges Meisterwerk

    "Unabhängigkeitstag" ist der zweite Teil der Frank Bascombe-Trilogie. Doch um Missverständnissen vorzubeugen sei gesagt, dass man den ersten Teil nicht gelesen haben muss, um den zweiten oder dritten genießen zu können. Doch natürlich, wie in vielen ähnlichen Fällen, ist es nicht verkehrt.
    Nach seiner gescheiterten Ehe und dem Tod seines ersten Sohnes, sowie einem Aufenthalt in Frankreich ist Frank Bascombe zurückgekehrt und hat einen Job in der Immobilienbranche als Makler angenommen. Einen großen Teil seines Lebens verbringt er damit, dieses eben in den Griff zu bekommen und sich darüber im Klaren zu werden, mit welchen Mitteln er das bewältigen kann. Dabei ist er ehrlich zu sich selbst, versucht es zumindest und geht auch so mit seinen Mitmenschen um. Den 4. Juli 1988 hat er sich als Tag auserkoren, wo er alles richtig machen will. Er reflektiert über das gespannte Verhältnis zu seiner Ex-Frau und zu den Kindern, unterzieht seine nicht immer reibungslos verlaufenden Liebschaften einer Analyse und ist beseelt von der Aufgabe, einen möglichst geraden Weg zu finden, wie er in der Gesellschaft ohne Verlust der eigenen Anschauungen seinen Platz behaupten kann. Natürlich kommt es nicht so, wie er es sich ausgemalt hat.
    Richard Ford ist einer der bedeutendsten Gegenwartsliteraten und dieses Buch ist sein opus magnum, für das er zu Recht den Pulitzer-Preis erhalten hat. Sein Stil ist einzigartig und seine Fähigkeit, Gedanken und ihre Verläufe in Worte zu fassen und mit jedem Satz eine inhaltliche Aussage zu machen, ist bewundernswert. Er lässt nichts aus an dieser Figur Bascombe und stellt sie in den großen Zusammenhang Amerika und seiner Rolle in der Welt. Obwohl 680 Seiten lang, gibt es nicht eine Sekunde Langeweile, gerade auch der Konflikt mit dem Sohn Paul sorgt über eine längere Distanz für eine atemlose Spannung.
    Man muss sich auf dieses Werk einlassen, wer Krach und Action braucht, für den ist dieser Roman nichts. Es ist für den aufmerksamen und mitdenkenden Leser dafür ein Geschenk, diese Art Bücher werden heute nicht nicht mehr oft geschrieben.

    Kommentare: 1
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    PaulTemples avatar
    PaulTemplevor 8 Jahren
    Rezension zu "Unabhängigkeitstag" von Richard Ford

    Der Leser begleitet den 44jährigen geschiedenen und vom Leben ernüchterten Immobilienmakler Frank Bascombe vier Tage lang im Juli 1988, dessen Höhepunkt ein Ausflug mit seinen Sohn darstellen soll. Frank ist geschieden, die Beziehung zu seinem Sohn ist eher instabil. Der sorgsam geplante Ausflug, der für Frank voller Erinnerungen, Einschätzungen und Sehnsüchten steckt, wird zu einen Aufbruch in die Selbstfindung.

    Richard Ford erzählt wieder einmal auf menschliche und ironische Weise - sehr zu empfehlen!

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    Anja_Levvor 9 Jahren
    Kurzmeinung: stil nicht immer ganz einfach, da sehr detailverliebt, aber wenn man sich darauf einlässt großartig!
    Rezension zu "Unabhängigkeitstag" von Richard Ford

    Ford schildert auf den knapp 600 Seiten von "Unabhängigkeitstag" nur vier kurze Tage aus Sicht von Frank Bascombe, der auch schon Hauptperson des "Sportreporters" war. Frank plant einen Ausflug mit seinem Sohn im Teenageralter, erinnert sich, reflektiert und beobachtet und kann nichts dagegen tun, dass der Ausflug ganz anders verläuft als geplant.

    Fords Detailverliebtheit macht das Buch einerseits eindringlich, der Leser kann sich Bascombes Sicht auf die Dinge nicht entziehen, andererseits möchte man ihm auch manchmal zurufen "beweg Dich, handle, rede nicht nur!". Mich hat das Buch daher zwiespältig zurückgelassen, während ich erst noch stark mit der Hauptfigur mitempfunden habe, haben sich besonders die letzten 100 Seiten doch ziemlich gezogen.
    Aus meiner Sicht ein Buch für jemanden, der längere Zeit am Stück liest, ohne Unterbrechung und sich daher ganz in die Vorstadtidylle Bascombe hineinversetzen kann.

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    Rodias avatar
    Rodiavor 9 Jahren
    Rezension zu "Unabhängigkeitstag" von Richard Ford

    Ein wunderbares Buch, bei dem man am Anfang vielleicht die Geduld verliert, wenn man sich nicht auf Ford und seinen gemächlichen Stil einlässt. Obwohl nur wenige Tage geschildert werden, passiert unglaublich viel.

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    Nikolaus_Klammers avatar
    Nikolaus_Klammervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein bemerkenswerter Einblick in die amerik. Gesellschaft am Ende der Reaganregierung.Faszinierend, aber auch etwas zäh. Erhielt den Pulitzer
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    Neles avatar
    Nelevor 8 Jahren
    Kurzmeinung: ein situationsreiches buch, welches einen eigenen stil beinhaltet. wenn man durchhält aber alle mal zu empfehlen!
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