Zwischen ihnen

von Richard Ford 
4,0 Sterne bei9 Bewertungen
Zwischen ihnen
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Inhaltsangabe zu "Zwischen ihnen"

Mit siebzehn verliebt sich Edna Akin aus Arkansas in Parker Ford, einen Jungen vom Land mit den durchscheinend hellblauen Ford-Augen. Sie heiraten und beginnen ein Nomadenleben in den Südstaaten der USA – Parker arbeitet als Handlungsreisender. Die 30er Jahre ziehen vorbei wie ein langes Wochenende, ungezählte Meilen, Cocktails, Hotelzimmer: New Orleans, Texarcana, Memphis. Die Geborgenheit, die es in ihrer Welt, dem Amerika der frühen Ford-Romane, nicht gibt, finden sie beieinander. Dann kommt ein einziges spätes Kind zur Welt – und alles ändert sich. "Zwischen ihnen" ist Richard Fords intimstes Buch: ein literarisches Memoir über seine Eltern und ein atmosphärisches Porträt des Lebens in den USA Mitte des 20. Jahrhunderts.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446256804
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:144 Seiten
Verlag:Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:09.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.08.2017 bei Parlando ein Imprint von Argon erschienen.

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    Aliras avatar
    Aliravor 7 Monaten
    Über das Leben der eigenen Eltern (eine Buchempfehlung von Denis Scheck)

    Über das Leben der eigenen Eltern (eine Buchempfehlung von Denis Scheck)

    Ein sich liebendes Elternpaar und ein Sohn, der von den beiden geliebt wird: Macht drei Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden sind. Und das wiederum macht diese Lektüre unaufregend bis langweilig.

    Gestört hat mich, dass der Autor im Kapitel über die Mutter vieles wiederholt hat, was er bereits vorher im Kapitel über den Vater berichtet hatte.

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    Buecherschmauss avatar
    Buecherschmausvor einem Jahr
    Zwischen ihnen

    Richard Ford war ein spätes Kind. Nicht mal so sehr, weil seine Eltern, für damalige Verhältnisse, mit 34 bzw. 40 Jahren ungewöhnlich alt für ein erstes Kind waren, sondern vor allem deswegen, weil sie bereits 15 Jahre verheiratet waren, bevor sich unverhofft, aber durchaus erwünscht, Nachwuchs einstellte.
    Edna und Parker Carrol Ford stammten beide aus eher problematischen Familien und für beide war die frühe Heirat auch ein wenig Flucht aus dem ungeliebten Elternhaus. Ednas Mutter hat die Tochter bereits in frühen Jahren in eine Klosterschule geschickt, nachdem sie sich vom Vater getrennt hatte. Bei der neuen Beziehung zum schillernden Bennie Shelley wäre ihr die Tochter nur im Weg gewesen, ja diese musste sich sogar zeitweise als ihre Schwester ausgeben. Keine idealen Startvoraussetzungen für eine gelingende Mutter-Tochter-Beziehung. Aber auch Parkers Familie war belastet. Scheiternde Geschäfte trieben seinen Vater früh in den Selbstmord. Die besitzergreifende Mutter intrigierte zeitlebens gegen die Schwiegertochter.
    Richard Ford erzählt von diesen nicht optimalen Startbedingungen seiner Eltern und wie sie aber bei ihrem Kennenlernen sehr bald merkten, dass sie einander gut taten, wie sie diese Chance ergriffen und sich eine zwar eher ungewöhnliche, aber doch glückliche Ehe schufen. Parker war als Handelsvertreter für Wäschestärke in einem großen Gebiet der Südstaaten unterwegs – Arkansas, wo beide herstammen – Mississippi – Alabama – Louisiana. Doch anstatt eine Wochenendbeziehung zu führen, reiste Edna mit ihrem Mann mit, unterstützte ihn, sie lebten überwiegend in billigen Motels, im Auto. Eine unkonventionelle, für die beiden sehr intensive Zeit, die erst endete, als sich 1944 doch noch ein Kind ankündigte – der kleine Richard.
    Nun schaffen sich die beiden einen Lebensmittelpunkt in Jackson, Mississippi, ganz pragmatisch weil das das ungefähre Zentrum von Parkers Vertretungsgebiet ist. Der Vater reist von Montag bis Samstag und kehrt am Freitag ganz klassisch zurück, jedes Mal ein Fest, wie sich Richard Ford in der Rückschau erinnert. Trotzdem bleiben sich Edna und Parker ein Leben lang sehr nah, bis zu Parkers viel zu frühem Herztod im Jahr 1960. Richard ist da erst 16 Jahre alt.
    Richard Ford legt in seinem schmalen Buch, das am treffendsten mit „memoir“ bezeichnet werden kann, etwas, das sich zwischen (Auto)Biografie und Essay bewegt, zwei Texte vor. Sie sind jeweils dem Vater und der Mutter gewidmet und mit großem zeitlichem Abstand geschrieben worden. Der Text über den Vater entstand erst unlängst, der Vater war bereits seit 55 Jahren tot, der Mutter-Text dagegen bereits kurz nach deren Tod 1981 und wurde nur leicht überarbeitet.
    Dieses Verfahren bietet Möglichkeiten, aber auch Probleme. Zu letzteren gehören die unweigerlichen Wiederholungen, Redundanzen, die dadurch resultieren, dass über fast das Gleiche berichtet wird. Unstimmigkeiten hat der Autor dabei bewusst stehengelassen. Ihm war wichtig, „nur zu schreiben, was ich tatsächlich weiß und nicht weiß.“ Und von letzterem gibt es viel. Die Familie Ford war keine, die ihre Seele auf der Zunge trug, die über ihr Inneres oder überhaupt viel über sich sprach, es gibt keine Briefe oder gar Tagebücher, noch nicht einmal viele Fotos. Immer wieder muss der Sohn zugeben, dass er bestimmte Sachverhalte nicht kennt. Aber Mutmaßungen mag er nicht anstellen, nicht über Empfindungen, nicht über Sehnsüchte, Hoffnungen, Ängste. Zudem stellt er immer wieder auch Unzulänglichkeiten des eigenen Erinnerungsvermögens fest. Dadurch bleiben unweigerlich viele, vielleicht zu viele Leerstellen.
    Das Verfahren bietet aber auch Vorteile. Unterschiedliche Blickwinkel, Bruchstücke, die zusammengesetzt ein neues Bild eröffnen, Ambivalenzen, die bestehen bleiben. Es ist vor allem ein sehr zurückhaltendes Stück der Erinnerung. Richard Ford wollte seine Eltern auf keinen Fall „bedeutender, nur erkennbar“ machen. Er macht das ohne jede Sentimentalität, aber mit ungeheurer Zuneigung, Wärme und Zurückhaltung. Auch wenn er von gelegentlichen Schlägen oder anderen Verfehlungen erzählt, geschieht das ohne jede Bitterkeit. Es ist ein Akt „nachgetragener Liebe“. Das gemeinsame Grab, das ihnen die Familien und Gegebenheiten verweigerten, obwohl sie sich so nahe standen, Richard Ford errichtet es ihnen in diesem Buch und schafft dabei wirklich rührende Szenen. Dabei ist das Porträt der Mutter, vielleicht durch die zeitnahe Reaktion auf ihren Tod, vielleicht auch einfach weil Richard sehr viel mehr Zeit mit ihr verbringen durfte, emotionaler, direkter. Ihr Sterben oder auch nur ihre nüchterne Selbsterkenntnis – „Richard, aus mir wird nie ein überschwänglicher Mensch“ – sind geradezu herzzerreißend. Das Verhältnis zum Vater scheint sich der Autor viel mehr erklären, teilweise auch ihre Distanz rechtfertigen zu müssen.
    Seltsam unbeeinflusst bleiben die Porträts und die Familiengeschichte von allen historischen oder gesellschaftlichen Ereignissen, an denen das 20.Jahrhundert, über dessen fast gesamte Länge sie sich erstreckt, doch reich ist. Sei es, weil sie vom Autor bewusst weggelassen wurden, sei es, dass sie auf die kleine Familie tatsächlich keinen Einfluss genommen haben. Trotzdem zeigt das Buch natürlich auch einen kleinen Einblick in den amerikanischen Alltag einer „Normalfamilie“.
    Ein leises, feines Erinnerungsbuch eines von mir sehr geschätzten Autors.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor einem Jahr
    ‚Glücklicher konnte das Leben für mich nicht sein.‘

    In ‚Zwischen ihnen‘ erzählt Richard Ford von seinen Eltern Parker Ford und Edna Akin, die sich Ende der 1920er Jahre kennenlernten und bis zur Geburt ihres einzigen Kindes Richard ein Nomadenleben führten und quer durch die Südstaaten der USA zogen.

    Die Geburt Richards führt zum Sesshaftwerden der Familie in Jackson, Mississippi, wobei Parker unter der Woche nach wie vor als Handlungsreisender unterwegs war und nur das Wochenende mit seiner Familie verbrachte.

    Mit seinem schmalen Büchlein ‚Zwischen ihnen‘, das in klarer, schnörkelloser, anspruchsvoller Sprache geschrieben ist, hat Ford seinen Eltern ein Denkmal gesetzt, und obwohl es ein sehr persönliches Buch ist, ist es meiner Meinung nach ebenso universell und allgemeingültig.

    Ford hat die Geschichte seines Vaters, die zuerst erzählt wird, erst kürzlich, 55 Jahre nach dem viel zu frühen Tod Parkers im Jahre 1960, geschrieben. Der zweite Teil des Buches, den Ford sehr bald nach ihrem Tod 1981 verfasst hat, behandelt Ednas Leben und die Beziehung zwischen ihr, Parker und Richard. Beide Teile wurden somit im Abstand von 30 Jahren niedergeschrieben, bilden aber ein perfektes Ganzes, ergänzen sich, bauen aufeinander auf, machen die jeweils andere Geschichte besser verstehbar und einfühlbar.

    Als Leser erhält man durch die auf den Punkt gebrachten Porträts Einblicke in die Familie Ford, die anfangs rundum glücklich scheint, bei der im Verlauf aber auch Risse und Brüche sichtbar werden. Ford verklärt seine Eltern nicht, zeigt Schwierigkeiten und Probleme, reflektiert und macht deutlich, dass er eine glückliche Zeit hatte, obwohl seine Kindheit objektiv betrachtet nicht dem Stereotyp einer rundum glücklichen Kindheit entsprochen haben mag.

    ‚Wenn ich nach meiner Kindheit gefragt werde, sage ich immer, dass sie wunderbar war, dass ich wunderbare Eltern hatte. Daran hat sich durch dieses Buch nichts geändert. Mir ist allerdings klargeworden, dass innerhalb des Bannkreises von »wunderbar« alles, was besonders vertraut, bedeutsam, befriedigend und für meine beiden Eltern unabdingbar war, sich fast ausschließlich zwischen ihnen abspielte. Dieser Erkenntnis ins Auge zu blicken hat für einen Sohn nichts Unglückliches. In mancherlei Hinsicht ist es ermutigend, denn in dem Wissen darum liegt für mich ein hoffnungsvolles Geheimnis des Lebens bewahrt - die Verheißung, dass selbst bei größter Aufmerksamkeit vieles geschieht, was wir nicht begreifen.‘

    Auch mit dem Leben in den USA vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Leser in ‚Zwischen ihnen‘ konfrontiert und kann dadurch ein Land entdecken, dass es so heute nicht mehr gibt.

    Mich hat dieses wunderbare, persönliche und tiefsinnige Buch sehr beeindruckt und berührt, und ich weiß, dass ich von Ford mehr lesen möchte und muss. Bislang kannte ich lediglich seinen Roman ‚Kanada‘ (der mir ausgesprochen gut gefallen hat), nicht jedoch Fords vielgerühmten Roman ‚Unabhängigkeitstag‘, der 1996 sowohl den Pulitzer-Preis als auch den PEN/Faulkner Award gewann und der nun ganz weit oben auf meiner Lese-To-do-Liste steht.

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    Claris avatar
    Clarivor einem Jahr
    Erinnerungen eines Sohnes an seine Eltern

    Richard Ford ist einer der angesehensten Schriftsteller des 20.Jahrhunderts. Mit seinen Romanen „Die Lage des Landes“ und „Kanada“ hat er sich bleibenden Ruhm verdient. Er ist einer der ganz Großen im amerikanischen Literaturbetrieb.

    In seinem neuen Büchlein beschreibt er das Leben als Sohn mit seinem Vater und seiner Mutter.
    Dass er eine liebevolle Beziehung zu ihnen hatte, merkt man bereits nach den ersten Zeilen und Seiten.

    Beide Eltern stammen aus dem US Staat Arkansas, in dem sie mit wechselnden Wohnsitzen lebten.
    Sie sind sehr verliebt, als sie sich in jungen Jahren zusammenfanden und heirateten. Der Vater war Handelsreisender. Sie liebten das Zusammensein so sehr, dass die Mutter Edna ihn auf seinen wöchentlichen Berufsreisen immer begleitete. In den Hotelzimmern schrieb er seine Berichte, und zum Wochenende fuhren sie in ihre gemeinsame Wohnung zurück. Von Anfang an wünschten sie sich Kinder. Da sich diese jedoch nicht einstellten, wuchs das Paar umso enger zusammen. Erst nach fünfzehnjähriger Ehe kündigte sich ihr Sohn Richard an. Während er als Baby noch auf die wöchentlichen Reisen mitgenommen wurde, änderte sich das, als er heranwuchs. Jetzt nahm das Leben eine Wende. Die Woche über blieb Edna mit dem kleinen Richard alleine. Umso freudiger wurde am Freitag die Ankunft des Vaters begrüßt.

    Wie Richard Ford seine Eltern und deren Herkunft beschreibt, zeugt von herzlichem Interesse und ebenso herzlicher Zuneigung.
    Der Vater wird als zärtlicher, gutaussehender und liebevoller Mann beschrieben. Richard fühlt sich von beiden Eltern angenommen. Diese führten eine sehr glückliche Ehe, in der Richard schnell seinen Platz fand.

    In seinen Erinnerungen beschreibt Richard Ford das gleiche Leben, wie in seinen Romanen: amerikanische Mittelschicht in einem der Südstaaten der USA. Frank Bascombe ist der Held seiner Romane, der wie sein Vater Handelsreisender und Makler ist. Im Gegensatz zu den Romanen R. Fords, in denen viel über das Leben, Vergänglichkeit und Gegenwart nachgedacht wird, haben die Eltern einen sehr gegenwärtigen Spaß am Leben, erfreuen sich eines guten Freundeskreises und führen ein unbesorgtes Dasein, ohne viel nach dem Woher und Wohin zu fragen.

    Als der Vater in seinen fünfziger Jahren starb, war das glückliche Leben für die kleine Familie erst einmal zuende. Richard macht seinen eigenen Weg und sieht seine Mutter ihr Leben meistern, ohne wirklich zu wissen, wie es ihr geht.

    Insgesamt reicht das Büchlein nicht an die großen Romane Richard Fords heran.
    Im Leben der Familie läuft alles immer bestens, bis der Tod sie scheidet.
    Es gab keine besonderen Vorkommnisse, Höhepunkte oder Niederlagen.
    Die Geschichte einer glücklichen, liebevollen und unbesorgten Kindheit ist gelungen. Tiefenschärfe oder psychologisch aufschlussreiche Einsichten darf man nicht erwarten.
    Das Büchlein entspricht in seinem Habitus der Momentaufnahme einer amerikanischen Durchschnittsfamilie Mitte des vorigen Jahrhunderts im Süden der USA.

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    beatevor 20 Tagen
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    RaphaelZehndervor 6 Monaten
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    brischittvor 8 Monaten
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    Mad_Scientistvor 10 Monaten
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    Liseronvor einem Jahr

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    Richard Ford erzählt vom Amerika seiner Eltern: ein bewegendes Buch über Erinnerung, Familie und ein Land, das es so nicht mehr gibt.

    "Richard Ford berichtet davon, was einmal war und nicht mehr sein kann. Aber tut dies fern aller Wehmut und Larmoyanz, vielmehr herb, sachlich, humorvoll … Ein berührendes Buch." Oliver vom Hove, Der Standard, 19.03.18
    "Wie Ford hier eine der niederschmetterndsten Geschichten seines Lebens schildert, – en passant, abgeklärt und dann doch voller Liebe gleichermaßen –, das ist schon kondensierte Kunst." Carsten Otte, SWR2, 20.01.18
    "Richard Ford ist in den Porträts seiner Eltern auf der Höhe seiner Erzählkunst. Ein Blick in die Welt des US-Mittelstands, der heute unterzugehen droht. Das intime Buch sagt viel gerade mit dem, was es nicht ausspricht." Claus-Jürgen Göpfert, Frankfurter Rundschau, 15.12.17
    "Erinnerungen an den Vater und die Mutter und an ein untergegangenes Amerika. Brillant, präzise hat Richard Ford immer geschrieben, so persönlich, so warm noch nie." Verena Lueken, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.17
    "Richard Ford hat seinen oberflächlich wenig bemerkenswerten Eltern ein sehr bemerkenswertes Denkmal gesetzt, eben weil er sie überhaupt nicht überhöht. Und damit ist ihm mit diesem bescheiden daherkommenden Bändchen ein derart ambitioniertes, literarisches Kunststück gelungen, ein so berührender posthumer Liebesbeweis, dass man nach der Lektüre dieses Buchs lang kein neues mehr in die Hand nehmen mag." Susanne Messmer, TAZ, 18.11.17
    "Liebe resultiert nicht aus der Vorstellung maximaler Nähe, sondern aus der Erkenntnis, dass am Ende des Lebens die größtmögliche Distanz stehen wird. Davon erzählt dieses bemerkenswerte Buch." Paulus Hochgatterer, FALTER, 41/2017
    "Ich kenne diesen Richard Ford jetzt seit 30 Jahren und er schafft es, mir immer wieder als Leser den Teppich unter den Füßen wegzuziehen nach ganz wenigen Seiten … Man geht ein wenig aufrechter durch die Welt, nachdem man das Buch gelesen hat, weil es Trost ohne falsche Glücksversprechen bietet. Das ist wirklich ein Buch zum Klügerwerden." Denis Scheck, WDR 2, 08.10.17
    "Man folgt diesen in unaufdringlicher Intensität erzählten Bruchstücken von Lebensgeschichten mit großer Anteilnahme … Ford hat ein kleines Buch vorgelegt, das mehr ist, als es zu sein scheint." O.P. Zier, Die Presse, 07.10.17
    "Eine Schatztruhe kluger, menschenfreundlicher Betrachtungen, die nie den Eindruck erwecken, als wollte ein nostalgischer Blick die Eltern verklären. 'Zwischen ihnen' ist, so schmal diese Erinnerungen einherkommen, ein großes Buch und eine glänzende Anleitung dazu, die Welt 'so zu sehen, wie sie ist'. Mehr kann man von Literatur kaum erwarten." Rainer Moritz, Deutschlandfunk, 02.10.17
    "Eine diskrete Kostbarkeit." Elke Schmitter, Literatur SPIEGEL, Oktober 2017
    "Es macht die suggestive Spannung dieses ungemein berührenden Erinnerungsbuchs aus, wie behutsam es Überlagerungen von Außen- und Innenansichten erkundet und vermittelt." Tobias Döring, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.17
    "Richard Ford schreibt so klarsichtig über die unkorrumpierbare gegenseitige Zuneigung von zwei überhaupt nicht Perfekten, dass man nach der Lektüre mit Tränen in den Augen fordern möchte: Könnte es nicht immer so sein, wenn sich zwei treffen? Ein Western der Liebe!" Brigitte woman, Oktober 2017
    "Jeder, der das Buch liest, wird sich in einer Facette dieser sehr persönlichen Beschreibung wiederfinden." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 05.09.17
    "Richard Fords elektrisierender Text gibt dem Leben seiner Eltern genau jene Einzigartigkeit zurück, die unser aller Existenz ausmacht. Darin liegt die künstlerische Stärke von diesem Buch. Mit der Behutsamkeit eines Archäologen legt Richard Ford in 'Zwischen ihnen' Erinnerungsschicht um Erinnerungsschicht frei. Dadurch wird 'Zwischen ihnen' viel mehr als ein persönliches Erinnerungsbuch, sondern tatsächlich eine begeisternde Schule der Wahrnehmung – und ein literarischer Triumph über den Tod. Also vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue, und lesen Sie Richard Fords 'Zwischen ihnen'." Denis Scheck, ARD, druckfrisch, 03.09.17
    "Ein sehr persönliches schmales Erinnerungsbändchen, in dem er seinen verstorbenen Eltern ein rührendes Denkmal setzt." Karin Cerny, Profil, 28.08.17
    "Mit dem zärtlich-berührenden Erinnerungsbuch 'Zwischen ihnen' errichtet Richard Ford seinen Eltern ein kleines Denkmal. Schöner geht es nicht, und nachhaltiger auch nicht." Gerrit Bartels, Tagesspiegel, 21.08.17
    "Ein schmales und zurückhaltendes, ein großes und bewegendes Buch über das unverwechselbare Glück der Familie." Frauke Meyer-Gosau, Süddeutsche Zeitung, 20.08.17
    "Ein liebevoller, unsentimentaler Rückblick auf eine ungewöhnliche Familie. Fords Erinnerungen an seine Eltern sind von bedingungsloser, selbstverständlicher Liebe geprägt. Ein feines, ganz besonderes Buch." Rainer Moritz, Deutschlandfunk Kultur, 19.08.17
    "Ein unbedingt lesenswertes Buch: eine nachgereichte Liebeserklärung an die Eltern, geschrieben von einem lebenserfahrenen Autor." Ursula März, Bayern 2, 18.08.17
    "Die höchste Form der Meisterschaft ist die Beiläufigkeit. Das 'wie nebenbei'. Richard Ford ist einer der großen Schriftsteller und Chronisten der USA. Aber so beiläufig wie in 'Zwischen ihnen' hat er noch nie vom Leben erzählt. Interessanterweise ist der Effekt dieser Beiläufigkeit: Emotionalität. Wo nichts geziert ist, ist alles berührend." Ijoma Mangold, Die Zeit, 17.08.17
    "Ein Buch, das völlig ohne Effekte auskommt. Ein großes, eindringliches Buch." Volker Weidermann, ZDF, Das Literarische Quartett, 11.08.17
    "Ford findet wunderbar die Linie zwischen privat und persönlich: Er ist sehr persönlich, aber er wird nie privat – das finde ich toll." Christine Westermann, ZDF, Das Literarische Quartett, 11.08.17
    "Mich hat dieses Buch absolut angerührt, auf jeder Seite, und zwar wirklich durch seine Delikatesse, durch das Weglassen, durch das Nicht-Ansprechen. Ich kenne kein Buch, das so oft sagt 'Ich weiß es nicht'. Und in diesem 'Ich weiß es nicht' kommt die ganze Leere, Offenheit, Ungreifbarkeit des Lebens zum Ausdruck." Ijoma Mangold, ZDF, Das Literarische Quartett, 11.08.17
    "Es ist fast wie eine Meditations-Nachdenk-Anleitung. Richard Ford stellt genau die richtigen Fragen." Thea Dorn, ZDF, Das Literarische Quartett, 11.08.17
    „[…] voller Leichtigkeit und wohldurchdachtem Respekt geschrieben, ein Dazwischen-Buch, zu voll von Emotionen für ein Sachbuch, zu zurückhaltend für einen Roman. Einfach ein famoses Buch.“ Guy Helminger, Luxemburger Tageblatt, 20.02.18
    „Richard Ford berichtet davon, was einmal war und nicht mehr sein kann. Aber er tut dies fern aller Wehmut und Larmoyanz, vielmehr herb, sachlich, humorvoll. […] Ein berührendes Buch.“ Oliver vom Hove, Der Standard, 19.03.2018

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