Richard Fraysier

 5 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Der Tod des Zugvogels, Karfunkelsteine und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Richard Fraysier

Richard Fraysier ist von Beruf Systemadministrator für Großrechenanlagen. Soll heißen: Bei Tag hat er einen ausgesprochen langweiligen Job. Deswegen träumt er des Nachts gerne und hat sich irgendwann entschieden, seine Träume aufzuschreiben. "Karfunkelsteine" ist sein erstes Bilderbuch und die Magie verdankt es Richards kindlicher Begeisterung für Knffliges und seiner Liebe zum Detail. Die schönen Illustrationen zu seinen Gedichten stammen von Barbara Schwinges: http://www.barbara-schwinges.de

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Richard Fraysier

Cover des Buches Der Tod des Zugvogels (ISBN: 9783752607253)

Der Tod des Zugvogels

 (7)
Erschienen am 20.05.2021
Cover des Buches Karfunkelsteine (ISBN: 9783748189268)

Karfunkelsteine

 (1)
Erschienen am 26.03.2019

Neue Rezensionen zu Richard Fraysier

Cover des Buches Der Tod des Zugvogels (ISBN: 9783752607253)M

Rezension zu "Der Tod des Zugvogels" von Richard Fraysier

So muss ein guter Roman für mich sein
MarionSvor einem Jahr

Eine gewaltige Geschichte steckt in den Zeilen dieses Romans und ist schwer in Worte zu fassen, weil er eine Thematik aufgreift, die mich wütend macht und zugleich tief berührt. So muss ein guter Roman für mich sein.
Realistisch und detailliert wird die Geschichte von Carl Miller gezeichnet, der aus der Sicht einer bestimmten Gesellschaftsschicht ein Problem hat, nämlich seine Hautfarbe. Damit bin ich als Leser schon mittendrin in einem Schicksal, das Hunderttausende in unserer Gesellschaft ohne Grund erleiden. Als Kind eines weißen und eines farbigen Elternteils wird Carl Miller an einem Ort geboren, an dem so etwas gar nicht gerne gesehen wird. Von Hass, Ablehnung, Hänseleien, Drohungen und Verfolgungen getrieben, verlässt er Deutschland und flieht in die USA, wo er als Mensch familiär und beruflich endlich Fuß fassen kann. Beruflich bedingt muss er jedoch nach vielen Jahren wieder an den Ort zurück, der ihn einst verstoßen hat. In der Hoffnung, dass sich dort gesellschaftlich einiges getan hat, will er nur seinen Job erledigen. Doch ein Mann namens Achim Thießen verlangt etwas anderes …
Als Leser werde ich nun Zeuge erschütternder Ereignisse, die Carl Miller in seiner alten Heimat erwarten. Ich werde zum Mitkämpfer für Gerechtigkeit und Fairness an Carls Seite. Fast atemlos erlebe ich die verzwickten Situationen, in die der Protagonist immer wieder ohne sein Zutun gestoßen wird und denen er verzweifelt zu entkommen versucht.
Eine Geschichte, die biografische Züge des Autors widerspiegelt, der nicht nur schonungslos damit an die Öffentlichkeit geht, sondern aufrütteln will, dass so etwas nicht mehr passieren dürfte. Die Geschichte lässt mich als Leser innehalten und wird noch lange nachklingen

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Cover des Buches Der Tod des Zugvogels (ISBN: 9783752607253)P

Rezension zu "Der Tod des Zugvogels" von Richard Fraysier

Erschreckend, nachdenklich machend und glaubwürdig
Patchcopvor einem Jahr

In dem Roman wird ein recht düsteres Bild aus einer Region Sachsens gezeichnet, in welcher ein Stahlwerk der einzige, große Arbeitgeber ist. Dieses Stahlwerk wurde jedoch von einer internationalen Holding aufgekauft und, da es nicht den erwarteten Gewinn abwirft, sendet der Mutterkonzern den aus Deutschland stammenden Carl dorthin, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebes zu prüfen. Nun ist Carl jedoch der Nachkömmling einer Deutschen und eines Studenten aus Liberia und entsprechend ist seine Hautfarbe.

Im Roman wird die allerorts spürbare Fremdenfeindlichkeit geschildert, der Rechtsruck bei einem Teil der Bevölkerung, die Zustände im Stahlwerk, der Diebstahl von Gerät und Material im Stahlwerk und die Anfeindungen, denen sich Carl bis zum erschreckenden Schluss ausgesetzt sieht.

Erschreckend und nachdenklich machend. Gut, flüssig lesbar geschrieben.

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Cover des Buches Der Tod des Zugvogels (ISBN: 9783752607253)H

Rezension zu "Der Tod des Zugvogels" von Richard Fraysier

Seien Sie neugierig und lesen Sie es.
Heidelinde12vor einem Jahr

Um was geht es in diesem Buch?

Es geht um Diskriminierung insbesondere wegen des Anderssein der Hautfarbe, der ethnischen Herkunft – um Rassismus. Es geht um Hass, um brutale, verbale und körperliche Gewalt und auch um deren Hintergründe – Perspektivlosigkeit der Jugend und fast vergessene, verödete Landstriche im Osten Deutschlands – speziell in Sachsen. Es geht um die Vereinnahmung durch rechtsextremistische geduldete Organisationen. Dort fühlen sich diese Jugendgruppen gut aufgehoben, haben eine Aufgabe, da entwickelt sich ein Ziel und ein WIR-Gefühl in die falsche Richtung.

Autobiografische Züge trägt die Handlung außerdem. Angefangen zu lesen hatte ich schon kurz vor Weihnachten, doch dann das Buch erst einmal zur Seite gelegt, musste das bis dahin Gelesene erst einmal verarbeiten. Denn es ist ja keine erfundene Geschichte, kein fiktiver Krimi, sondern die nackte kalte Realität, die hier in der Handlung zum Zuge kommt. Die fast schmuck- und emotionslose knappe Ausdrucksweise des Autors wirkt wie ein Ausrufungszeichen, unterstreicht die knallharten, oft unkontrollierten Hass- und Gewaltszenen. Wichtig: Opfer werden zu Tätern und Täter werden zu Opfern.

Die Handlung des Buchs ist nichts für schwache Nerven und es besteht durchaus Triggergefahr der Opfer rechter Gewalt.

Seien Sie neugierig und lesen Sie es.

Heidelinde Penndorf

(Januar 2021)

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Gespräche aus der Community

Es ist das Jahr eins nach Beginn der “Flüchtlingswelle” und die Begeisterung des Anfangs macht vielerorts der Furcht vor Überfremdung Platz. Im Schatten dieser Angst erwächst das Böse aus einem Schoß, der ewig fruchtbar bleibt.  Zwischen zwei Männern aus unterschiedlichen Welten entbrennt ein erbitterter Kampf ums Überleben – und am Ende der Straße wartet geduldig der Tod.

Ich suche erfahrene Leser für eine ehrliche Rezension meines neuen Romans "Der Tod des Zugvogels" (als E-Book).

https://www.bod.de/buchshop/der-tod-des-zugvogels-richard-fraysier-9783752607253

Das Buch behandelt ein Thema, das leider immer aktuell ist, und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.
Es geht um die Wurzel des Hasses und um die Gewalt die zwischen Menschen erwächst, die nur eine Farbe voneinander trennt.
Somit ist es die Art von Literatur, die einen des Nachts nicht mehr ruhig schlafen soll.

13 BeiträgeVerlosung beendet
I
Letzter Beitrag von  ineszappenvor 2 Jahren

Hallo Richard ich habe eben meine Rezensionen hier bei Lovelybooks, Amazon, Hugendubel, Thalia, Weltbild und Bücher.de geschrieben. Vielen Dank , dass ich dein Buch lesen durfte. Ich habe mit Carl mit gefiebert und ihm einen Ausweg zu seiner Familie herbei gesehnt. Mit dieser Wendung habe ich nicht gerechnet.

Komme gut ins neue Jahr und bleib gesund. Liebe Grüße Ines

Community-Statistik

in 10 Bibliotheken

von 4 Lesern aktuell gelesen

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