Richard Friedenthal

 4.1 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Goethe, Leonardo da Vinci und weiteren Büchern.

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Richard FriedenthalGoethe
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Goethe
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 (9)
Erschienen am 01.02.1982
Richard FriedenthalLeonardo da Vinci
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Leonardo da Vinci
Leonardo da Vinci
 (2)
Erschienen am 01.10.1995
Richard FriedenthalLuther
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Luther
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Erschienen am 01.07.2005
Richard FriedenthalKetzer und Rebell
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Ketzer und Rebell
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Erschienen am 01.01.1977
Richard FriedenthalLuther. Sein Leben und seine Zeit
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Luther. Sein Leben und seine Zeit
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Erschienen am 01.01.1985
Richard FriedenthalKarl Marx
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Karl Marx
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Erschienen am 01.11.1983
Richard FriedenthalDiderot
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Diderot
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Erschienen am 01.12.1989
Richard FriedenthalDas Erbe des Kolumbus
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Das Erbe des Kolumbus
Das Erbe des Kolumbus
 (1)
Erschienen am 01.05.1988

Neue Rezensionen zu Richard Friedenthal

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Rezension zu "Leonardo da Vinci" von Richard Friedenthal

"Keine Arbeit kann mich ermüden"
gstvor 3 Jahren

Leonardo wurde am 15. April 1452 in dem Städtchen Vinci nahe Florenz als uneheliches Kind einer Bauerntochter namens Caterina geboren. Er wuchs ohne Mutter im Haus seines Vaters Ser Piero auf und gehörte zu einer angesehenen Florentiner Familie, deren Mitglieder über Jahrhunderte den Beruf des Notars ausübte. Während der Vater arbeitete, widmete ihm ein Onkel viel Zeit.

Mit 14 Jahren begann er bei einem Maler die sechsjährige Lehre. Angeblich hat sein Lehrmeister wegen Leonardos Talent den Pinsel niedergelegt und nur noch mit dem Meißel gearbeitet.

Wie der Biograf, der sich auf seinen Vorgänger Vasari beruft, mitteilt, war Leonardo den Frauen abgeneigt. Als junger Mann kann er nicht ganz harmlos gewesen sein, denn als 24jähriger wurde er wegen des unerlaubten Umganges mit einem „ziemlich übelberufenen Burschen“ angezeigt – aber freigesprochen. Anschließend soll er in seinem Tagebuch vermerkt haben: „Das Maul tötet mehr Menschen als das Schwert“.

Sein großes Wissen um seine Irrtümer hinderte die Fertigstellung vieler Werke, meinte ein Zeitgenosse und begründete damit, warum es von Leonardo da Vinci mehr Studien als vollendete Werke gibt. Er muss wohl zeitlebens einsam gewesen sein. „Er trank nicht, aß gewöhnlich sparsam (in vorgerückten Jahren nur Obst und Gemüse) und legte größten Wert auf Ordnung und peinliche Sauberkeit“. Die „sehr sorgfältige Pflege seines Haares und des langen, gelockten Bartes“ wird hervorgehoben.

Als Autodidakt übte er Karten zu zeichnen, lernte Mathematik, konstruierte unter anderem eine Wasseruhr, betrieb Musik und erfand neue Instrumente. In der Malerei war er seiner Zeit um dreißig Jahre voraus. Die Abbildungen in diesem Buch (Gemälde und Skizzen) zeugen davon.

„In Friedenszeiten glaube ich auch in der Baukunst etwas leisten zu können, …, sowohl beim Errichten von öffentlichen und privaten Gebäuden wie bei der Leitung des Wassers von einem Ort zum anderen“, schrieb er in seiner Bewerbung am Hof von Sforza. Über Mailand kam er nach Pavia, wo er als Gutachter beim Bau der Kathedrale mitwirken sollte. Nun wurde die Architektur zu seiner Leidenschaft. Er hing grandiosen Träumen nach und entwarf „Satellitenstädte“ im weiteren Umkreis von Mailand. Er dachte an Hebewerke, die Wasser in die obersten Stockwerke der Häuser leiten sollten, skizzierte Klosettanlagen und konstruierte Schornsteinaufsätze mit Windfang. Einen Umsetzungsauftrag erhielt er allerdings nicht.

Eines seiner größten Werke ist das Abendmahl im Mailänder Dominikanerkloster, an dem er etwa drei Jahre arbeitete. „Irgendwie hat in diesem einzigen Bilde seine rastlos ins Unabsehbare ausgreifende Natur eine Aufgabe gefunden, die ihn festhielt und zwang, sie zu vollenden“, schreibt der Biograf. Während andere Künstler seiner Zeit einmal gelungene Gestalten immer wiederholten, war Leonardo ständig mit seinem Skizzenbuch auf der Suche nach passenden Modellen, was den Auftraggebern damals nicht so gefiel, weil es viel Zeit kostete.

1490 kam der zehnjährige Jacoma, Salai genannt, zu Leonardo und wurde sein Gehilfe. Trotz des vielen Unfuges, den er anstellte, bedachte ihn der Künstler in seinem Testament. „Er war reizend an Anmut und Schönheit, er hatte herrliches, gekräuseltes Lockenhaar, welches Leonardo sehr gefiel“, schrieb Vasari, sein erster Biograf. Ein weiterer Freund, der Franziskanermönch Luca Paciaoli war im selben Alter wie Leonardo. Zusammen mit dem Professor der Mathematik und Freund der Künste erarbeitete Leonardo die Proportionen des menschlichen Körpers und führte sie in mathematische Größenordnungen.

Um 1500 wurde er Kriegsingenieur in Florenz und machte sich Gedanken über den uralten Traum der Menschheit, sich über die Erde zu erheben. Geflogen ist er allerdings nie, über die Erde erhoben hat er sich nur im Geiste. Während dieser Zeit arbeite Leonardo an zwei Gemälden, u.a. an der Mona Lisa, dem am meisten beschriebenen, bedichteten und kommentierten Porträt der Kunstgeschichte.

Schon als junger Mann hatte Leonardo den Schlaf gehasst. Der Doppelhändige vermerkte in Spiegelschrift: weil er „ähnlich dem Tode ist, und deshalb muss man solche Werke vollbringen, dass man nach dem Tode Ähnlichkeit mit einem völlig Lebendigen hat.“ Früh gealtert erschien er den Zeitgenossen schon als Fünfzigjähriger wie ein Greis. Am 2. Mai 1519 starb er mit 67 Jahren. Dank sei seinem Freund und Schüler Melzi, der den Schatz seiner Zeichnungen, Studien, Pläne, Erfindungen, Gedanken und Rätsel sorgfältig aufbewahrt und weitergegeben hat, so dass wir noch heute darüber staunen können.

Mich hat diese Biografie von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen. Der Einblick in das Leben des Genies ist Richard Friedenthal auf jeden Fall gelungen. Klare Leseempfehlung!

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Rezension zu "Das Erbe des Kolumbus" von Richard Friedenthal

Rezension zu "Das Erbe des Kolumbus" von Richard Friedenthal
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Zwischendurch muss man Literatur vergangener Zeiten in die Hand nehmen. Sonst droht die Sprache von gestern oder vorgestern verloren zu gehen. Richard Friedenthal bietet die Möglichkeit, sich über Wörter Gedanken zu machen, die einem schon heute nicht mehr vertraut sind, obwohl Friedenthal erst 1979 gestorben ist. Wer weiß etwa noch, was Läufte, Krüsel oder Kossäte sind? Wörter, die Friedenthal noch geläufig waren, allerdings auch zu seiner Zeit nicht zum Wortschatz des durchschnittlichen Lesers gehört haben dürften.

In seinen Novellen, von denen eine mit „Das Erbe des Kolumbus“ überschrieben ist und dem Novellenbändchen den Titel gegeben hat, führt uns Friedenthal in ganz verschiedene Gegenden: nach Spanien (in der Titelgeschichte), Oberammergau (in Marie Rebscheider), Triest ( in Arcangeli), Westfalen (in Das Spießrutenlaufen) und Niedersachsen (in Der Heuschober). Interessanter als diese Zuordnung erscheint eine kurze Analyse seiner Schreibweise. Friedenthal baut in den genannten Novellen mit nicht alltäglichem Inhalt dramaturgisch geschickt eine Spannung auf, die er nicht jedes Mal zu dem erwarteten Ende führt. Wie er die Personen zeichnet vermag zu überzeugen, wenngleich seine Charaktere nicht mit allgemeinen Maßstäben gemessen werden dürfen.

Durchaus auch heute noch lesenswert, obwohl sich inzwischen einiges an Patina angesammelt hat.

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Sokratess avatar

Rezension zu "Goethe" von Richard Friedenthal

Rezension zu "Goethe" von Richard Friedenthal
Sokratesvor 8 Jahren

Die Biographie von Friedenthal legt ihren Schwerpunkt auf dem literarischen Schaffen Goethes. Fundiert durch die jeweiligen biographischen Informationen hat der Autor auf diese Weise eine recht solide, doch insgesamt nicht zu 100% überzeugene Biographie vorgelegt. Die Sprache ist gut verständlich, zu Lesen auch für den Laien. Leider ohne Bilder (meine Ausgabe datiert aus dem Jahr 1991).

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Richard Friedenthal wurde am 09. Juni 1896 in München (Deutschland) geboren.

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