Richard Friedenthal Leonardo da Vinci

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Inhaltsangabe zu „Leonardo da Vinci“ von Richard Friedenthal

Dieser Einblick in das Leben des weltbekannten Genies hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen. Lesenswert!

— gst
gst

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    Leonardo da Vinci
    gst

    gst

    Leonardo wurde am 15. April 1452 in dem Städtchen Vinci nahe Florenz als uneheliches Kind einer Bauerntochter namens Caterina geboren. Er wuchs ohne Mutter im Haus seines Vaters Ser Piero auf und gehörte zu einer angesehenen Florentiner Familie, deren Mitglieder über Jahrhunderte den Beruf des Notars ausübte. Während der Vater arbeitete, widmete ihm ein Onkel viel Zeit. Mit 14 Jahren begann er bei einem Maler die sechsjährige Lehre. Angeblich hat sein Lehrmeister wegen Leonardos Talent den Pinsel niedergelegt und nur noch mit dem Meißel gearbeitet. Wie der Biograf, der sich auf seinen Vorgänger Vasari beruft, mitteilt, war Leonardo den Frauen abgeneigt. Als junger Mann kann er nicht ganz harmlos gewesen sein, denn als 24jähriger wurde er wegen des unerlaubten Umganges mit einem „ziemlich übelberufenen Burschen“ angezeigt – aber freigesprochen. Anschließend soll er in seinem Tagebuch vermerkt haben: „Das Maul tötet mehr Menschen als das Schwert“. Sein großes Wissen um seine Irrtümer hinderte die Fertigstellung vieler Werke, meinte ein Zeitgenosse und begründete damit, warum es von Leonardo da Vinci mehr Studien als vollendete Werke gibt. Er muss wohl zeitlebens einsam gewesen sein. „Er trank nicht, aß gewöhnlich sparsam (in vorgerückten Jahren nur Obst und Gemüse) und legte größten Wert auf Ordnung und peinliche Sauberkeit“. Die „sehr sorgfältige Pflege seines Haares und des langen, gelockten Bartes“ wird hervorgehoben. Als Autodidakt übte er Karten zu zeichnen, lernte Mathematik, konstruierte unter anderem eine Wasseruhr, betrieb Musik und erfand neue Instrumente. In der Malerei war er seiner Zeit um dreißig Jahre voraus. Die Abbildungen in diesem Buch (Gemälde und Skizzen) zeugen davon. „In Friedenszeiten glaube ich auch in der Baukunst etwas leisten zu können, …, sowohl beim Errichten von öffentlichen und privaten Gebäuden wie bei der Leitung des Wassers von einem Ort zum anderen“, schrieb er in seiner Bewerbung am Hof von Sforza. Über Mailand kam er nach Pavia, wo er als Gutachter beim Bau der Kathedrale mitwirken sollte. Nun wurde die Architektur zu seiner Leidenschaft. Er hing grandiosen Träumen nach und entwarf „Satellitenstädte“ im weiteren Umkreis von Mailand. Er dachte an Hebewerke, die Wasser in die obersten Stockwerke der Häuser leiten sollten, skizzierte Klosettanlagen und konstruierte Schornsteinaufsätze mit Windfang. Einen Umsetzungsauftrag erhielt er allerdings nicht. Eines seiner größten Werke ist das Abendmahl im Mailänder Dominikanerkloster, an dem er etwa drei Jahre arbeitete. „Irgendwie hat in diesem einzigen Bilde seine rastlos ins Unabsehbare ausgreifende Natur eine Aufgabe gefunden, die ihn festhielt und zwang, sie zu vollenden“, schreibt der Biograf. Während andere Künstler seiner Zeit einmal gelungene Gestalten immer wiederholten, war Leonardo ständig mit seinem Skizzenbuch auf der Suche nach passenden Modellen, was den Auftraggebern damals nicht so gefiel, weil es viel Zeit kostete. 1490 kam der zehnjährige Jacoma, Salai genannt, zu Leonardo und wurde sein Gehilfe. Trotz des vielen Unfuges, den er anstellte, bedachte ihn der Künstler in seinem Testament. „Er war reizend an Anmut und Schönheit, er hatte herrliches, gekräuseltes Lockenhaar, welches Leonardo sehr gefiel“, schrieb Vasari, sein erster Biograf. Ein weiterer Freund, der Franziskanermönch Luca Paciaoli war im selben Alter wie Leonardo. Zusammen mit dem Professor der Mathematik und Freund der Künste erarbeitete Leonardo die Proportionen des menschlichen Körpers und führte sie in mathematische Größenordnungen. Um 1500 wurde er Kriegsingenieur in Florenz und machte sich Gedanken über den uralten Traum der Menschheit, sich über die Erde zu erheben. Geflogen ist er allerdings nie, über die Erde erhoben hat er sich nur im Geiste. Während dieser Zeit arbeite Leonardo an zwei Gemälden, u.a. an der Mona Lisa, dem am meisten beschriebenen, bedichteten und kommentierten Porträt der Kunstgeschichte. Schon als junger Mann hatte Leonardo den Schlaf gehasst. Der Doppelhändige vermerkte in Spiegelschrift: weil er „ähnlich dem Tode ist, und deshalb muss man solche Werke vollbringen, dass man nach dem Tode Ähnlichkeit mit einem völlig Lebendigen hat.“ Früh gealtert erschien er den Zeitgenossen schon als Fünfzigjähriger wie ein Greis. Am 2. Mai 1519 starb er mit 67 Jahren. Dank sei seinem Freund und Schüler Melzi, der den Schatz seiner Zeichnungen, Studien, Pläne, Erfindungen, Gedanken und Rätsel sorgfältig aufbewahrt und weitergegeben hat, so dass wir noch heute darüber staunen können. Mich hat diese Biografie von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen. Der Einblick in das Leben des Genies ist Richard Friedenthal auf jeden Fall gelungen. Klare Leseempfehlung!

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