Richard Greene , K. Silem Mohammad Die Untoten und die Philosophie

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Inhaltsangabe zu „Die Untoten und die Philosophie“ von Richard Greene

Ihre Wiederauferstehung feiern die Untoten nicht erst seit dem »Biss« von Stephenie Meyer. Schon seit Jahrzehnten faszinieren Vampire und Zombies Leser und Filmfans aller Altersgruppen. Richard Greene und K. Silem Mohammad zeigen jetzt, dass einem bei Seelenlosen nicht nur ein kalter Schauer überkommt, sondern auch mal eine frische Brise ins Schädelinnere wehen kann. Etwa dann, wenn wir von der Ethik der Untoten lernen oder Heidegger als das erkennen, was er war: ein Vampirjäger. Ein genauerer Blick in die Welt der Zombies reicht aus, und schon hat man das Leib-Seele-Dilemma verstanden. Lesen Sie dieses Buch und Sie werden sich nie mehr vor der Philosophie gruseln müssen.

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  • Rezension zu "Die Untoten und die Philosophie" von Richard Greene

    Die Untoten und die Philosophie

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. March 2011 um 19:04

    Inhalt: Jahrhundertelang entzündet sich unsere Fantasie an ihnen. Sie sind gefürchtet und die Filmindustrie liebt sie. Zombie & Co. Warum haben wir solche Angst vor diesen leicht angemufften Gestalten? Können wir vielleicht sogar etwas von ihnen lernen? Rezension: Dies ist kein Buch, das man in einem Rutsch durchliest. Es regt zum Diskutieren und Nachdenken an. Was ist eigentlich ein 'Untoter' und sind wir nicht alle 'untot' bzw. wo liegt der Unterschied zwischen den Lebenden und den'Untoten'. Was macht eine Person zu einer Person? Wieso will niemand ein Zombie werden? Haben Vampire Gefühle? Obwohl nicht gerade leichte Kost, ist dieses Buch unterhaltsam geschrieben. Wer sich für Dracula, Zombie und Co. interessiert, Gruselfilme liebt, seinen Kopf gerne anstrengt und den Untoten auf den moralischen und ethischen Grund geht, der wird viel Freude an diesem Buch finden. Fazit: Für alle Liebhaber der Philosophie und der Diskussion mit einem Hang zum Gruseln.

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  • Rezension zu "Die Untoten und die Philosophie" von Richard Greene

    Die Untoten und die Philosophie

    michael_lehmann-pape

    03. December 2010 um 12:34

    Philosophische Grundfragen an ungewöhnlichen Orten Was vor 20, 25 Jahren noch undenkbar gewesen wäre, findet im Lauf der letzten Jahre durchaus seinen Platz im Rahmen der literarischen und allgemein geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzung. Hätte in früheren Zeiten ein ernstzunehmender Geisteswissenschaftler höchstens mit Geringschätzung, meist aber mit Abscheu auf die Vielzahl der literarischen Veröffentlichungen im Bereich des Horror, Fantasy und Gruselgenres geschaut, hat sich dieser Blick doch im Lauf der Zeit gewandelt. Zudem ist das Genre durchaus ein wachsendes. In nicht nachlassender Weise erscheinen regelmäßig neue Varianten der alten Themen menschlicher Angst und menschlichen Schauderns, von Werwesen über Zombies bis hin zu Vampiren reicht hier die Palette der ins Feld geworfener Untoter. Eignet sich diese Form der Popkultur aber tatsächlich für eine ernsthafte, seriöse Untersuchung in Form philosophischer Diskurse? Durchaus, wendet man sich den Einlassungen der verschiedenen Autoren im Buch zu. Fragen wie die menschliche Präsenz, die persönliche Identität und grundlegende Werte reflektieren sich immer schon im Geschehen des Todes, naheliegend also, die „Untoten“ und die Fantasien über solche einer näheren Untersuchung zu unterziehen. An ihnen kann durchaus entdeckt werden, was es heißen mag, gegenteilig „am Leben“ zu sein. Und ob es nicht so ist, dass sich in den Texten des Genres durchaus auch reale Erscheinungen von Menschen widerspiegeln, die aus welchen Gründen auch immer, aus Angst vor dem Leben, aus handfesten Depressionen heraus oder im zwanghaften Dasein wenig wirklich lebendig erscheinen, also „lebende Untote“ sein könnten? So erschließt sich auch der erste Teil des Buches in seinem ernsten Sinn. Es lebt. Irgendwie. Larry Hauser wendet sich hier unter anderem in sehr ernsthafter Form der Frage nach dem Verhältnis zwischen Körper und Geist zu und nutzt hierfür die Gestalten von Zombies, betrachtet aber auch eingehend den Blade Runner und die, im Film, geschaffene, künstliche Menschlichkeit, die doch menschlicher erscheint als mancher der Protagonisten aus Fleisch und Blut. Was also macht den Unterschied zwischen innerlich tot sein oder lebendig sein als Mensch? Eine einfache Erklärung wird sich nicht finden. In manches Mal durchaus lockerer Sprache, nicht immer wörtlich ernst zu nehmen, wenden sich die verschiedenen Autoren doch mit Ernsthaftigkeit den Untoten zu und nehmen diese in ihren filmischen oder literarischen Zusammenhängen durchaus gedanklich als gegeben hin. Robert Arp bringt dies auf den Punkt, indem er zunächst ernsthaft das hedonistische Problem der Vampire benennt: Leben ohne wirklich zu fühlen und damit ohne wirklich genießen zu können, dabei sich aber alles nehmen zu können, was man möchte, wenn man doch nur etwas wirklich möchten würde. Eine auslaugende, zur Schwermut führende Existenz, die er drastisch mit dem Bild eines Junkies vergleicht, der, innerlich ausgehöhlt nur mehr die nächste Droge im Sinn hat. Alles sich nehmen zu können, aber nichts wirklich zu wollen, Durchaus ist dies auch das Problem so mancher übergefüllter Menschen, die dennoch nicht wirklich satt werden im Leben. Ein Buch, dass die Untoten verschiedener Ausrichtungen in den Mittelpunkt rückt, diese fiktiven Gestalten in ihren Zusammenhängen ernst nimmt und im Blick auf Fragen des Seinszustandes, der persönlichen Identität, der Ästhetik und vieler anderer Teilfragen überprüft. Mit interessanten Ergebnissen, nicht nur für den Vampir an sich, sondern in Assoziationsketten auch mit dem ganz normalen Menschen. Flüssig geschrieben, bei weitem aber keine Persiflage, aber auch kein Buch, dass das Leben grundlegend verändern wird. Schön wäre es gewesen, wenn die Verbindungslinien des Genres zu den tatsächlichen Grundfragen der realen Welt deutlicher und klarer benannt worden wären. So verbleibt ein angenehmer Leseeindruck mit mancherlei Assoziationen, aber keine wirklich klar benannte Erkenntnis für die Welt der Lebenden.

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