Richard Harvell

 4.3 Sterne bei 19 Bewertungen
Richard Harvell

Lebenslauf von Richard Harvell

Richard Harvell wure in New Hampshire geboren und studierte Englische Literatur am Dartmouth College. Heute lebt er mit seiner Frau und seinem Sohn in Basel. ›Der Kastrat‹ ist sein Debütroman

Alle Bücher von Richard Harvell

Der Kastrat

Der Kastrat

 (17)
Erschienen am 13.05.2016
The Bells

The Bells

 (0)
Erschienen am 16.06.2011
The Bells

The Bells

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Erschienen am 14.09.2010
The Bells

The Bells

 (0)
Erschienen am 14.09.2010

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der Kastrat" von Richard Harvell

Ein interessanter, wenn auch beklemmender Ausflug in die Welt der Musik ...
Bellis-Perennisvor 4 Jahren

Ich habe das Buch zufällig in die Hände bekommen. Ursprünglich wollte ich es gar nicht lesen, da die Verstümmelung von kleinen Buben – nur wegen der Erhaltung einer „glockenhellen Stimme“ ein abscheuliches Vorgehen ist. Doch nach ein paar Seiten hat mich die Geschichte doch gefesselt.
Der Roman ist vielschichtig angelegt. Ich finde die Figuren Moses und Amalia sympathisch, der Abt ist irgendwie völlig weltfremd. Der Chorleiter ein Scheusal, der letztlich seiner gerechten Strafe zugeführt wird.
Das Leben der Menschen wird anschaulich beschrieben.
Die Enthüllung des Geheimnisses, wie der Kastrat zu (s)einem Sohn kommt, ist spannend.
Ich hätte mir einen anderen Titel gewünscht.

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Saralondes avatar

Deutscher Titel: Der Kastrat

Moses wurde in einem kleinen Dorf in den Alpen als Sohn der tauben Glöcknerin geboren. Als einziger kann er die Lautstärke der Glocken aushalten, sein Gehör ist einzigartig. Und dieses Gehör verhilft ihm zu einer weiteren Gabe: einer einzigartigen Stimme. Nach dramatischen Ereignissen bringen zwei Mönche Moses in das Kloster St. Gallen, wo er zum Star des Chors wird. Welches Schicksal einen kleinen Jungen mit einer solchen Engelsstimme im 18. Jahrhundert erwarten kann, ist nicht schwer zu erraten…

Seitdem ich “Verführung” von Tanja Kinkel gelesen habe, beschäftigt mich das “Zeitalter der Kastraten”. In diesem Roman von Richard Harvell wird nun eine Geschichte aus der Sicht eines solchen Kastraten geschildert, wenn auch eines eher untypischen. Moses erinnert leicht an die Figur des Jean-Baptiste Grenouille aus “Das Parfum”, wenn auch nur hinsichtlich eines außerordentlich ausgebildeten Sinnes, in diesem Fall das Gehör. Moses ist jedoch ein sympathischer Held, mit dem man mitfühlt und mitleidet. Vor allem das Kapitel über seine Kastration nimmt den Leser natürlich mit. Als er älter wird, verliebt Moses sich dann auch, und zwar in eine Bürgerstochter, mit der er eine besondere Art von Intimität teilt. Etwas verwundert hat mich die Aussage, dass für Kastraten der sexuelle Akt nicht möglich war, da bin ich anders informiert und auch Wikipedia bestätigt meine Information. Im Laufe des Buchs wird dieses immer mehr zu einem reinen Liebesroman, was mich gestört hat, denn ich hatte erwartet, auch etwas über Moses’ Karriere zu erfahren, die zu Beginn des Buches in einer Art “Vorwort” seines Adoptivsohnes erwähnt wird. Zudem wird das Buch dann leider auch etwas vorhersehbar, und die finalen Geschehnisse halte ich für schlicht unglaubwürdig.

Ganz wunderbar beschrieben werden jedoch Geräusche allgemein und vor allem die Musik und Moses’ Gesang. Diese Passagen zu lesen, war wirklich ein Genuss. Ein kleines Detail fand ich witzig: Moses’ Geliebte heißt mit Nachnamen “Duft”, eine sehr unsympathische Familie hingegen “Riecher”.

Das Buch ist gut geschrieben und unterhaltsam, aber nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Wer sich für das Thema interessiert und Liebesgeschichten mag, wird das Buch sicher mögen.

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Rezension zu "Der Kastrat" von Richard Harvell

Rezension zu "Der Kastrat" von Richard Harvell
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

I

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