Richard Harvell (THE BELLS ) BY Harvell, Richard (Author) Paperback Published on (06 , 2011)

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Inhaltsangabe zu „(THE BELLS ) BY Harvell, Richard (Author) Paperback Published on (06 , 2011)“ von Richard Harvell

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    (THE BELLS ) BY Harvell, Richard (Author) Paperback Published on (06 , 2011)
    Saralonde

    Saralonde

    07. January 2014 um 17:39

    Deutscher Titel: Der Kastrat Moses wurde in einem kleinen Dorf in den Alpen als Sohn der tauben Glöcknerin geboren. Als einziger kann er die Lautstärke der Glocken aushalten, sein Gehör ist einzigartig. Und dieses Gehör verhilft ihm zu einer weiteren Gabe: einer einzigartigen Stimme. Nach dramatischen Ereignissen bringen zwei Mönche Moses in das Kloster St. Gallen, wo er zum Star des Chors wird. Welches Schicksal einen kleinen Jungen mit einer solchen Engelsstimme im 18. Jahrhundert erwarten kann, ist nicht schwer zu erraten… Seitdem ich “Verführung” von Tanja Kinkel gelesen habe, beschäftigt mich das “Zeitalter der Kastraten”. In diesem Roman von Richard Harvell wird nun eine Geschichte aus der Sicht eines solchen Kastraten geschildert, wenn auch eines eher untypischen. Moses erinnert leicht an die Figur des Jean-Baptiste Grenouille aus “Das Parfum”, wenn auch nur hinsichtlich eines außerordentlich ausgebildeten Sinnes, in diesem Fall das Gehör. Moses ist jedoch ein sympathischer Held, mit dem man mitfühlt und mitleidet. Vor allem das Kapitel über seine Kastration nimmt den Leser natürlich mit. Als er älter wird, verliebt Moses sich dann auch, und zwar in eine Bürgerstochter, mit der er eine besondere Art von Intimität teilt. Etwas verwundert hat mich die Aussage, dass für Kastraten der sexuelle Akt nicht möglich war, da bin ich anders informiert und auch Wikipedia bestätigt meine Information. Im Laufe des Buchs wird dieses immer mehr zu einem reinen Liebesroman, was mich gestört hat, denn ich hatte erwartet, auch etwas über Moses’ Karriere zu erfahren, die zu Beginn des Buches in einer Art “Vorwort” seines Adoptivsohnes erwähnt wird. Zudem wird das Buch dann leider auch etwas vorhersehbar, und die finalen Geschehnisse halte ich für schlicht unglaubwürdig. Ganz wunderbar beschrieben werden jedoch Geräusche allgemein und vor allem die Musik und Moses’ Gesang. Diese Passagen zu lesen, war wirklich ein Genuss. Ein kleines Detail fand ich witzig: Moses’ Geliebte heißt mit Nachnamen “Duft”, eine sehr unsympathische Familie hingegen “Riecher”. Das Buch ist gut geschrieben und unterhaltsam, aber nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Wer sich für das Thema interessiert und Liebesgeschichten mag, wird das Buch sicher mögen.

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