Richard Hughes

 4 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von In Bedrängnis, Orkan über Jamaika und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Richard Hughes

Richard Hughes wurde im Jahr 1900 in Surrey, England, geboren. Seine frühe Kindheit wurde durch den Tod zweier Geschwister und des Vaters geprägt, die Mutter arbeitete nach dem Tod des Vaters als Journalistin. Nach dem ersten Weltkrieg ging Hughes nach Oxford, wo er zum Star der universitären Literaturszene avancierte. Bereits 1922 publizierte er einen Gedichtband. Eines seiner Theaterstücke wurde im gleichen Jahr im Londoner West End aufgeführt. Hughes’ erster Roman, ›A High Wind in Jamaica‹, erschien 1928 und wurde in Großbritannien und in den USA ein Bestseller. ›In Bedrängnis‹ folgte zehn Jahre später.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Richard Hughes

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Cover des Buches In Bedrängnis (ISBN:9783908777823)

In Bedrängnis

 (5)
Erschienen am 15.08.2012
Cover des Buches Orkan über Jamaika (ISBN:9783596906451)

Orkan über Jamaika

 (4)
Erschienen am 23.03.2017
Cover des Buches Ein Sturmwind auf Jamaika (ISBN:9783518013632)

Ein Sturmwind auf Jamaika

 (2)
Erschienen am 01.10.1982
Cover des Buches A High Wind in Jamaica (ISBN:9781860461644)

A High Wind in Jamaica

 (2)
Erschienen am 14.12.1995
Cover des Buches The Fox in the Attic (ISBN:9781848879799)

The Fox in the Attic

 (0)
Erschienen am 01.09.2012
Cover des Buches A CYCLOPAEDIA OF DRUG PATHOGENESY (VOLUM (ISBN:9781153862820)

A CYCLOPAEDIA OF DRUG PATHOGENESY (VOLUM

 (0)
Erschienen am 23.03.2010

Neue Rezensionen zu Richard Hughes

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Rezension zu "Orkan über Jamaika" von Richard Hughes

"Die unschuldige Reise"...
LibriHollyvor 5 Jahren

…bzw., „The Innocent Voyage“, so der ursprüngliche Titel des 1929 erschienenen Buches, das nun in einer gelungenen Neuübersetzung von Michael Walter vorliegt. Doch nicht nur diese und die qualitativ sehr hochwertige haptische Aufmachung des Buches aus dem Hause Dörlemann, machen den Roman zu einem Lesevergnügen; nein, allein schon der schwarze britische Humor seines Autors dem Waliser Richard Hughes lohnen den Griff zu diesem Buch. Eine tollkühne Abenteuergeschichte, in deren Mittelpunkt eine Horde Piraten stehen und sieben Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren, letztere ungewollte „Raubbeute“, wenn man so will. Sieben Kinder, die das Leben der, ansonsten sehr friedliebenden, Piraten ordentlich durcheinandermischen und auf den Kopf stellen.
Für den Leser öffnet sich die Tür zu einer fremden und exotischen Welt, es ist die Welt der Karibik zu Zeiten des ausgehenden 19. Jahrhunderts, es ist die Welt der Kolonialzeit, der Großgrundbesitzer, der Plantagen, der Freibeuter und tapferen Seemänner, es ist aber auch eine Zeit des Umbruches, so macht der technische Fortschritt und damit einhergehende gesellschaftliche Wandel auch nicht vor dieser Welt halt. Die Geschäfte gehen schlecht und so sehen sich mehr und mehr Plantagen gezwungen zu schließen, die einst so prächtigen Herrenhäuser verfallen zusehends und auch das Geschäft der Piraterie ist nicht mehr das was es einst war. Zu einem kläglichen Handwerk verkommen, können sich die Piraten mit kleineren Beutezügen mehr schlecht als recht über Wasser halten. Und genau in diese Welt sind die sieben Kinder Laura, Rachel, Harry, Edward, John, Emily und Margaret hineingeboren. Sieben Kinder, die nach einem schweren Orkan über Jamaika, von ihren Eltern wieder in die ferne alte Heimat England geschickt werden. So ist in diesem Fall der titelgebende Orkan nur auslösendes Ereignis. Auslöser für eine abenteuerliche Reise, in deren Verlauf die Kinder von Piraten entführt werden. Doch die Freibeuter der Meere müssen schnell erkennen, dass es sich mit einer Horde Kinder eben wie mit besagtem Sack Flöhe verhält und was ist ein Schiff nicht für ein herrlicher Spielplatz….

Mit der „Orkan über Jamaika“ hat Richard Hughes nicht nur einen reinen Seefahrer- und Abenteuerroman geschrieben, es handelt sich vielmehr um ein gelungenes Psychogramm der menschlichen Seele. Mal lässt er uns die Welt mit der unschuldigen Naivität von Kinderaugen betrachten, dann wieder durch die erwachsene Brille des allmächtigen und allwissenden Ich-Erzählers. Und durch seinen mit nichts zu vergleichenden Humor und Sarkasmus werden scheinbar grausame Handlungen zur reinen Nebensache. Eine kurzweilige Lektüre für alle, die für einige Stunden dem schnöden Alltag entfliehen wollen! Ein Leseabenteuer im besten Sinne. Ein Buch, das zeigt, dass nicht alles immer so ist, wie es zunächst auf den ersten Blick hin scheint.

(Das Buch wurde bereits 1965 mit Anthony Quinn und James Coburn in den Hauptrollen unter dem Titel "Sturm über Jamaika" verfilmt.)

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Rezension zu "In Bedrängnis" von Richard Hughes

Rezension zu "In Bedrängnis" von Richard Hughes
HeikeGvor 7 Jahren

Die folgenschwere Dynamik einer naturgewaltigen Depression
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Die Archimedes ist ein modernes Handels-Dampfschiff in einem vorbildlichen Zustand. Im Herbst 1929 lädt sie in verschiedenen Häfen an der östlichen Atlantikküste Stückgut für den Fernen Osten. Mit seiner seltsamen Ladung, das Schiff enthält einige Tonnen alten Zeitungspapiers und Tabak minderer Qualität, schickt sich das Schiff an, in Norfolk (Virginia) seine Reise über den Panamakanal anzutreten. Es dauerte allerdings nicht lange, da dreht sich das Wetter. "Doch es bestand keinerlei Grund, richtig schlechtes Wetter zu erwarten; das Ende der Hurrikan-Saison lag mindestens zwei Wochen zurück. (...) Belebendes Wetter, mehr nicht". Doch aus dem handfesten Sturm entwickelt sich ein Unwetter, das selbst die erfahrensten Mitglieder der Besatzung noch nie erlebt haben. Die Archimedes, so stellt sich zum Entsetzen aller heraus, wird in den Strudel eines riesigen Hurrikans hineingerissen und in den nächsten vier Tagen wie eine Nussschale hin und her geworfen. Manövrierunfähig wie ein lebloser Baumstamm ist sie den Naturgewalten nahezu hilflos ausgesetzt - gefangen in einen unablässigen Kampf ums Überleben, sowohl für die Besatzung als auch ihr Schiff.
.
Basierend auf einem tatsächlichen Ereignis offenbart Richard Hughes eine detailreiche und spannungsgeladene Erzählung auf hoher See, eine außergewöhnliche Geschichte von Männern unter Druck und die unerwartete Art und Weise wie sie ihren Mut beweisen. Mit seinem gespenstigem Ich-Erzähler (Ist es ein überlebendes Besatzungsmitglied, der Autor oder Poseidon selbst?) präsentiert der Autor ein atmosphärisches Buch, das ein wenig an Joseph Conrad erinnert. Die Originalität und Kunst des Romans entspringt aus Hughes unheimlicher Faszination für den Hurrikan selbst, dieser unmenschlichen Kraft, um die sich diese erschütternde Geschichte von Menschen an ihren Grenzen dreht. Hughes kanalisiert die Raserei des Meeres und des Himmels zu einem Text, der sowohl apokalyptisch als auch analytisch ist.
.
"In Bedrängnis" präsentiert sich als ein bezeichnendes Werk des modernen Abenteuers, gepaart mit hervorragenden Charakterstudien und Gedanken. "Denn die Persönlichkeit eines Menschen besteht in der Summe seiner Gedanken. Und Gedanken bestehen hauptsächlich aus Erinnerungen: Gedanken bestehen zu neun Zehnteln aus Erinnerungen, so wie eine Qualle zu neun Zehntel aus Wasser."

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