Richard Kämmerlings Das kurze Glück der Gegenwart

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Inhaltsangabe zu „Das kurze Glück der Gegenwart“ von Richard Kämmerlings

Wofür brauchen wir überhaupt Gegenwartsliteratur? Wer heute den Roman eines deutschsprachigen Autors in die Hand nimmt, darf die Erwartung haben, darin etwas über die Zeit zu erfahren, in der er lebt. Der Literaturkritiker Richard Kämmerlings erzählt sehr persönlich von literarischen Glanzlichtern der letzten 20 Jahre und der Zeit, die sie spiegeln. Von den Kriegen und Sex, von Wirtschaftkrise und Berlin-Boom, von Terror und Migration. Literaturgeschichte als Zeitgeschichte und großes Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Das kurze Glück der Gegenwart" von Richard Kämmerlings

    Das kurze Glück der Gegenwart
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    23. May 2011 um 17:14

    Eine Literaturgeschichte der deutschen Literatur seit 1989 vorzulegen ist ein mutiges Unterfangen. Der Literaturkritiker Richard Kämmerlings seit 2001 bei der FAZ und seit 2010 als leitender Redakteur im Feuilleton der Welt und der Welt am Sonntag einer großen Zahl von an Literatur interessierten Zeitgenossen bekannt, hat diesen Versuch gewagt. Herausgekommen ist ein sehr subjektives Buch, in dem Kämmerlings seine Lesefrüchte seit 1989 Revue passieren lässt. Er postuliert dabei, dass man als Leser, wenn man einen Roman eines deutschsprachigen Autors in die Hand nehme, auch etwas erfahren solle über die Zeit, in der lebt. Kritische Zeitansage und Zeitdiagnose, Nachdenken und literarische Bearbeitung und Interpretation des gegenwärtig Erlebten, Erlittenen und auch des erfahrenen Glücks – all dem forscht er in unzähligen Büchern nach, die er vorstellt und bewertet. Wichtig war für mich bei meiner Lektüre der Hinweis auf das fast völlige Fehlen des Kriegsthemas in der deutschen Literatur des beschriebenen Zeitraums und die „Gegenwärtigkeit von Tod und Sterben“, etwa in Kathrin Schmidts „Du stirbst nicht“ oder in Urs Widmers „Herr Adamson“. Das neue Buch von Arno Geiger, in dem er die Demenz seines Vaters beschreibt, „Der alte König in seinem Exil“, konnte Kämmerlings nicht mehr aufnehmen, gehört aber meiner Meinung nach in diese Reihe. Kämmerlings These ist, dass Gegenwartsliteratur etwas aussagen müsse über die Gegenwart. Dennoch mache ich immer wieder bei vielen Romanen, die von der Vergangenheit handeln, die erzählen , wie und warum etwas so gekommen ist, wie es sich heute positiv oder negativ darstellt und erlebt wird, die Erfahrung, dass ich unendlich viel lernen kann über mich selbst und meine Gegenwart. Deshalb sind auch viele Romane deutschsprachiger Schriftsteller aus dem besagten Zeitraum bei Kämmerlings durch das Raster gefallen. Das ist schade. Dennoch ist das Buch ein Genuß: locker geschrieben, führt es ein in eine Welt, in der man einige Bekannte wieder trifft, aber auch viele sehr interessante neue Leute kennenlernt.

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