Richard K. Breuer

 3.7 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Schwarzkopf, Die Liebesnacht des Dichters Tiret und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Richard K. Breuer

Richard K. BreuerSchwarzkopf
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Schwarzkopf
Schwarzkopf
 (6)
Erschienen am 01.01.2012
Richard K. BreuerDie Liebesnacht des Dichters Tiret
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Die Liebesnacht des Dichters Tiret
Die Liebesnacht des Dichters Tiret
 (3)
Erschienen am 29.02.2008
Richard K. BreuerBrouillé
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Brouillé
Brouillé
 (2)
Erschienen am 01.04.2010
Richard K. BreuerRotkäppchen 2069
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Rotkäppchen 2069
Rotkäppchen 2069
 (2)
Erschienen am 15.08.2008
Richard K. BreuerDer Fetisch des Erik van der Rohe
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Der Fetisch des Erik van der Rohe
Der Fetisch des Erik van der Rohe
 (0)
Erschienen am 01.06.2015
Richard K. BreuerMadeleine
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Madeleine
Madeleine
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Erschienen am 30.11.2012
Richard K. BreuerRotkäppchen 2069B
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Rotkäppchen 2069B
Rotkäppchen 2069B
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Erschienen am 03.10.2016
Richard K. BreuerPenly
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Penly
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Erschienen am 01.10.2016

Neue Rezensionen zu Richard K. Breuer

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walli007s avatar

Rezension zu "Schwarzkopf" von Richard K. Breuer

Nenn mich nicht Schwarzi!
walli007vor 3 Jahren

Ein Remake von „Der dritte Mann“ soll gedreht werden, deshalb kommt der Autor Harald Schwarzkopf zusammen mit dem jugendlichen Regisseur Ernesto Ostwaldo nach Wien. Schon am Flughafen gibt es Schwierigkeiten. Schwarzkopf als Jugendlicher von Österreich nach Amerika ausgewandert gerät in eine seltsame Situation nach der anderen. So wird er zum Beispiel mit einem Bediensteten des Lost-and-Found Schalters verwechselt. Sein Kumpel Ernesto versucht inzwischen, den Koffer mit den Pillen loszuwerden, die er zur Selbstversorgung aus den Staaten mitgebracht hat. Auch das will nicht so recht gelingen. Die beiden Hollywood-Chaoten kommen mit Mühe durch den Zoll, um dann eine Katastrophe nach der nächsten auszulösen. Wenigstens brauchen sie kein Hotelzimmer, die Übernachtung in der Arrestzelle für Prominente ist ihnen sicher.


Wie ein Drehbuch geschrieben ist dieser Krimi, Regieanweisungen und Dialoge wechseln sich ab. Den einzelnen Kapiteln sind kurze Zeitungsausschnitte vorangestellt. Die Handlung erinnert in gewissen Zügen durchaus an die des Films „Der dritte Mann“ wie sich mit der freundlichen Hilfe Wikipedias feststellen lässt. Eine genauere Kenntnis des Films würde den Reiz der Handlung dieses Romans sicher noch erhöhen, wie auch Ernesto des Öfteren feststellt. Die schnellen Szenenwechseln und die teilweise irrwitzigen Ereignisse und Dialoge gepaart mit absichtlichen Wiederholungen lassen dieses skurrile Werk zu einem echten Lesevergnügen werden, wobei das kleine Glossar der wienerischen Begriffe zu Beginn für den norddeutschen Flachlandtiroler wahrhaft hilfreich ist. Unter den zahlreichen running Gags die durchaus intelligente Geschichte auszumachen, fordert die geneigte Aufmerksamkeit des Lesers, die der Autor durch die witzige Art leicht gewinnt. 


Ein ein lesenswertes fast-Remake des Kino-Klassikers „Der dritte Mann“. Ein etwas anderes Buch, zu dem man im Takt des „Harry Lime Themes“ schwingen kann.

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Duffys avatar

Rezension zu "Schwarzkopf" von Richard K. Breuer

Rezension zu "Schwarzkopf" von Richard K. Breuer
Duffyvor 7 Jahren

5 Tage, 4 Nächte und 3 Leichen. Das ist die Bilanz zweier Hollywood-Strategen (Drehbuch und Regisseur), die nach Wien kommen, um für ein Remake von der "Dritte Mann" Investoren zu treffen. Dabei geht es richtig rund, die Katastrophen und Zufälle nehmen kein Ende, jedes Krimiklischee wird in dieser Kommödie bestens bedient. Fast ausschließlich bedient sich Richard Breuer der Dialogform und es ist ein Feuerwerk aus Slapstick, Monty Python und Wiener Schmäh. Man hört den Wiener Dialekt (liest ihn auch), man fühlt sich ein wenig in die Atmosphäre von "Kottan ermittelt" versetzt, saugt ihn ein, den Charme des österreichischen Fatalismus und amüsiert sich einfach köstlich. Breuer zieht alle Register und steckt so ziemlich alles in das Buch, was man an Vorurteile (auch über Deutsche) hineinstecken kann. Sehr gelungen. Die Sache schreit nach Verfilmung.
Kleine Anmerkung: Breuer bringt seine Bücher selbst heraus, um, nach eigenen Angaben, bessere künstlerische Kontrolle zu haben. Das ist eine ziemlich großartige Sache, zeigt es doch, dass es ohne diesen Literaturbetrieb mit seiner "Lottomentalität", was neue Autoren angeht, auch funktionieren kann. Diese Freiheit lässt dem Autor auch Möglichkeiten zur grafischen Gestaltung, die er ausnutzt und auch optisch ein gelungenes Werk vorlegt. Respekt und weiterhin alles erdenklich Gute.

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Archibald Pynchon-Lights avatar

Rezension zu "Schwarzkopf" von Richard K. Breuer

Rezension zu "Schwarzkopf" von Richard K. Breuer
Archibald Pynchon-Lightvor 8 Jahren

Drehbuchautor Harald Schwarzkopf kommt nach Wien um ein Remake von Der dritte Mann zu drehen und gerät in einen Kriminalfall der deutliche Parallelen zur Filmhandlung des Klassikers besitzt. Unglücklicherweise scheint niemand außer ihm den Originalfilm zu kennen. Auf der Suche nach den Hintergründen legen Schwarzkopf und sein pillenschluckender Regisseur Ernesto eine Spur der Verwüstung durch Wien. Unter anderem schänden sie einen Sarg während einer Beerdigung, ruinieren das Konzert eines berühmten Dirigenten und verstören die österreichische Bevölkerung, weil ihre Missgeschicke aufgrund dummer Zufälle live im Fernsehen übertragen werden. Die Regierung versucht, den ersehnten Geldfluss aus Hollywood zu sichern, und lässt das Chaos-Duo nach jeder Verhaftung wieder frei.

Die beiden Hauptdarsteller Schwarzkopf und Ernesto haben mich an mehreren Stellen an einen berühmten Journalisten und seinen Anwalt auf ihrer Reise nach Las Vegas erinnert. Wenn Pillenjunkie Ernesto tatenfreudig aufbricht, um während einer Theatervorführung die Hauptdarstellerin zu retten, dann lächelt der Leser wissend in Erwartung dessen, was passieren wird. Schließlich kennt man seinen Tom Sharpe, weiß, was Peter Sellers in dieser Situation getan hätte, und ist durch Mr. Bean geschult. Auch erinnert die Atmosphäre des Buches sehr an Kottan ermittelt, nicht nur wegen des Akzents der Figuren, sondern auch wegen der Anhäufung von Absurditäten. Überall herrscht Verwicklung, Verwechslung und Verwirrung. Am Ende kommt es sogar noch zu einem spannenden Showdown mit einem mysteriösen Serienkiller, der jedem Psychothriller zur Ehre gereichen würde.

Schwarzkopf ähnelt den Werken von Wolf Haas bzw. deren Verfilmungen, denn der Roman besteht hauptsächlich aus Dialogen und macht mehr den Eindruck eines Drehbuchs. Wenn Bücher Kopfkino sind, dann haben wir es hier mit einem talentierten Regisseur zu tun. Und wie man dem Nachwort entnehmen kann, steht auch eine Verfilmung in Aussicht. Wenn diese kommt, dann bitte bitte mit Josef Hader als Kripo-Major Kohlweg.

Das Buch liest sich zügig und unterhält glänzend, es gibt herrliche Slapstick-Szenen und viele Running Gags durch wiederholt auftretende Nebenfiguren und Gegenstände, einige im Kalauerbereich, aber die meisten wirklich komisch. Schwarzkopf ist turbulent wie eine Boulevardtheaterstück und erinnert in seiner nervösen Hektik an Billy Wilders Eins, Zwei, Drei. In diesem Sinne: Mission erfüllt - Sitzen machen!

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