Schwarzkopf

von Richard K. Breuer 
4,4 Sterne bei5 Bewertungen
Schwarzkopf
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Schwarzkopf"

Um Investoren und Politiker für das Remake zum Film Der dritte Mann zu gewinnen, reist der äußerst erfolgreiche Hollywood-Autor Harald Schwarzkopf in seine Geburtsstadt Wien, an seiner Seite das durchgeknallte Regie-Wunderkind Ernesto Ostwaldo. Nach dem überraschenden Unfalltod seines alten Freundes Otto Sittich machen sich die beiden daran, die Hintergründe dieses Unfalls aufzuklären, stolpern dabei über den Schlitzer von Wien und lösen in nur 5 Tagen und 4 Nächten eine Katastrophe nach der anderen aus. Schlussendlich steht sogar dem österreichischen Bundeskanzler Schuhnagel und Innenminister Bitterlich das Wasser bis zum Hals - im wahrsten Sinne des Wortes …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783950249866
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Breuer, Richard K.
Erscheinungsdatum:01.01.2012

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne2
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    walli007s avatar
    walli007vor 3 Jahren
    Nenn mich nicht Schwarzi!

    Ein Remake von „Der dritte Mann“ soll gedreht werden, deshalb kommt der Autor Harald Schwarzkopf zusammen mit dem jugendlichen Regisseur Ernesto Ostwaldo nach Wien. Schon am Flughafen gibt es Schwierigkeiten. Schwarzkopf als Jugendlicher von Österreich nach Amerika ausgewandert gerät in eine seltsame Situation nach der anderen. So wird er zum Beispiel mit einem Bediensteten des Lost-and-Found Schalters verwechselt. Sein Kumpel Ernesto versucht inzwischen, den Koffer mit den Pillen loszuwerden, die er zur Selbstversorgung aus den Staaten mitgebracht hat. Auch das will nicht so recht gelingen. Die beiden Hollywood-Chaoten kommen mit Mühe durch den Zoll, um dann eine Katastrophe nach der nächsten auszulösen. Wenigstens brauchen sie kein Hotelzimmer, die Übernachtung in der Arrestzelle für Prominente ist ihnen sicher.


    Wie ein Drehbuch geschrieben ist dieser Krimi, Regieanweisungen und Dialoge wechseln sich ab. Den einzelnen Kapiteln sind kurze Zeitungsausschnitte vorangestellt. Die Handlung erinnert in gewissen Zügen durchaus an die des Films „Der dritte Mann“ wie sich mit der freundlichen Hilfe Wikipedias feststellen lässt. Eine genauere Kenntnis des Films würde den Reiz der Handlung dieses Romans sicher noch erhöhen, wie auch Ernesto des Öfteren feststellt. Die schnellen Szenenwechseln und die teilweise irrwitzigen Ereignisse und Dialoge gepaart mit absichtlichen Wiederholungen lassen dieses skurrile Werk zu einem echten Lesevergnügen werden, wobei das kleine Glossar der wienerischen Begriffe zu Beginn für den norddeutschen Flachlandtiroler wahrhaft hilfreich ist. Unter den zahlreichen running Gags die durchaus intelligente Geschichte auszumachen, fordert die geneigte Aufmerksamkeit des Lesers, die der Autor durch die witzige Art leicht gewinnt. 


    Ein ein lesenswertes fast-Remake des Kino-Klassikers „Der dritte Mann“. Ein etwas anderes Buch, zu dem man im Takt des „Harry Lime Themes“ schwingen kann.

    Kommentieren0
    28
    Teilen
    Duffys avatar
    Duffyvor 7 Jahren
    Rezension zu "Schwarzkopf" von Richard K. Breuer

    5 Tage, 4 Nächte und 3 Leichen. Das ist die Bilanz zweier Hollywood-Strategen (Drehbuch und Regisseur), die nach Wien kommen, um für ein Remake von der "Dritte Mann" Investoren zu treffen. Dabei geht es richtig rund, die Katastrophen und Zufälle nehmen kein Ende, jedes Krimiklischee wird in dieser Kommödie bestens bedient. Fast ausschließlich bedient sich Richard Breuer der Dialogform und es ist ein Feuerwerk aus Slapstick, Monty Python und Wiener Schmäh. Man hört den Wiener Dialekt (liest ihn auch), man fühlt sich ein wenig in die Atmosphäre von "Kottan ermittelt" versetzt, saugt ihn ein, den Charme des österreichischen Fatalismus und amüsiert sich einfach köstlich. Breuer zieht alle Register und steckt so ziemlich alles in das Buch, was man an Vorurteile (auch über Deutsche) hineinstecken kann. Sehr gelungen. Die Sache schreit nach Verfilmung.
    Kleine Anmerkung: Breuer bringt seine Bücher selbst heraus, um, nach eigenen Angaben, bessere künstlerische Kontrolle zu haben. Das ist eine ziemlich großartige Sache, zeigt es doch, dass es ohne diesen Literaturbetrieb mit seiner "Lottomentalität", was neue Autoren angeht, auch funktionieren kann. Diese Freiheit lässt dem Autor auch Möglichkeiten zur grafischen Gestaltung, die er ausnutzt und auch optisch ein gelungenes Werk vorlegt. Respekt und weiterhin alles erdenklich Gute.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Archibald Pynchon-Lights avatar
    Archibald Pynchon-Lightvor 8 Jahren
    Rezension zu "Schwarzkopf" von Richard K. Breuer

    Drehbuchautor Harald Schwarzkopf kommt nach Wien um ein Remake von Der dritte Mann zu drehen und gerät in einen Kriminalfall der deutliche Parallelen zur Filmhandlung des Klassikers besitzt. Unglücklicherweise scheint niemand außer ihm den Originalfilm zu kennen. Auf der Suche nach den Hintergründen legen Schwarzkopf und sein pillenschluckender Regisseur Ernesto eine Spur der Verwüstung durch Wien. Unter anderem schänden sie einen Sarg während einer Beerdigung, ruinieren das Konzert eines berühmten Dirigenten und verstören die österreichische Bevölkerung, weil ihre Missgeschicke aufgrund dummer Zufälle live im Fernsehen übertragen werden. Die Regierung versucht, den ersehnten Geldfluss aus Hollywood zu sichern, und lässt das Chaos-Duo nach jeder Verhaftung wieder frei.

    Die beiden Hauptdarsteller Schwarzkopf und Ernesto haben mich an mehreren Stellen an einen berühmten Journalisten und seinen Anwalt auf ihrer Reise nach Las Vegas erinnert. Wenn Pillenjunkie Ernesto tatenfreudig aufbricht, um während einer Theatervorführung die Hauptdarstellerin zu retten, dann lächelt der Leser wissend in Erwartung dessen, was passieren wird. Schließlich kennt man seinen Tom Sharpe, weiß, was Peter Sellers in dieser Situation getan hätte, und ist durch Mr. Bean geschult. Auch erinnert die Atmosphäre des Buches sehr an Kottan ermittelt, nicht nur wegen des Akzents der Figuren, sondern auch wegen der Anhäufung von Absurditäten. Überall herrscht Verwicklung, Verwechslung und Verwirrung. Am Ende kommt es sogar noch zu einem spannenden Showdown mit einem mysteriösen Serienkiller, der jedem Psychothriller zur Ehre gereichen würde.

    Schwarzkopf ähnelt den Werken von Wolf Haas bzw. deren Verfilmungen, denn der Roman besteht hauptsächlich aus Dialogen und macht mehr den Eindruck eines Drehbuchs. Wenn Bücher Kopfkino sind, dann haben wir es hier mit einem talentierten Regisseur zu tun. Und wie man dem Nachwort entnehmen kann, steht auch eine Verfilmung in Aussicht. Wenn diese kommt, dann bitte bitte mit Josef Hader als Kripo-Major Kohlweg.

    Das Buch liest sich zügig und unterhält glänzend, es gibt herrliche Slapstick-Szenen und viele Running Gags durch wiederholt auftretende Nebenfiguren und Gegenstände, einige im Kalauerbereich, aber die meisten wirklich komisch. Schwarzkopf ist turbulent wie eine Boulevardtheaterstück und erinnert in seiner nervösen Hektik an Billy Wilders Eins, Zwei, Drei. In diesem Sinne: Mission erfüllt - Sitzen machen!

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Pfluftls avatar
    Pfluftlvor 8 Jahren
    D
    dschunvor 9 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks