Richard K. Morgan Market Forces

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Inhaltsangabe zu „Market Forces“ von Richard K. Morgan

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  • Rezension zu "Market Forces" von Richard K. Morgan

    Market Forces
    Elwe

    Elwe

    22. October 2009 um 20:49

    Inhalt (Klappentext Übersetzung): Mit seinem dritten Roman Market Forces verlagert Richard Morgan seinen Fokus von der ScienceFiction Gewalt einer fernen Zukunft in Altered Carbon und Broken Angels hin zu einer fast vergleichbaren geschäftsmäßigen Gewalttätigkeit in der Mitte des 21.Jahrhunderts. Der Held, oder vielmehr Antiheld Chris Faulkner ist ein aufsteigender Manager in einem Großbritannien, in dem die Kluft zwischen den 'Anzugträgern' und der Unterklasse riesig ist. Sowohl Beförderung als auch Ausschreibungen werden in der rauen Welt von 'Conflict Management' (Investition in sog. 'kleine Kriege') durch Duelle auf Leben und Tod ausgetragen: "Wer sich auf der Straße behauptet, der bleibt." Die Duelle finden in der heruntergekommenen Arena des Autobahnnetzes statt - ein Spielplatz für Manager, seit sich die kleinen Leute kein Benzin mehr leisten können. Einzelne Fahrer oder Teams drängen die Konkurrenz von der Straße in MadMax Manier. Als Faulkner bei Shorn Conflict Management anheuert, trägt er zunächst ein Kainsmal, weil er einst einen besiegten Gegner ins Krankenhaus brachte, statt ihn zu töten. Ihm wird nahegelegt, diesen Fehler nicht erneut zu machen. Als wichtiges Statussymbol erhält er eine exklusige Nemesis-10 Pistole. Internationale Business-Entscheidungen sind hart ("ein Regime-Wechsel ist unser Worst Case Szenario") und es gibt keinen Sicherheitsabstand mehr zwischen Vorstandsentscheidungen und dem Blut auf den Straßen. Als ein großer Deal mit südamerikanischen Revolutionären schiefläuft, stehen Karrieren und Leben auf dem Prüfstand. Das Spiel mit dem Tod unterliegt gewissen Regeln, doch an die Spitze gelangt nur, wer diese Regeln kreativ zu interpretieren weiß. Faulkner verbiegt sie so hart, dass dem Leser der Atem stockt. Mit wachsenden Eheproblemen, einem schwer gebeutelten Gewissen und ein paar Freundschaften, scheint Faulkner verdammt zu sein, entweder ein Monster zu werden wie andere vor ihm, oder ein toter Mann. Eine tiefschwarze, äußerst gewalttätige und hochgrading deprimierende Vision der amoralischen Herren der Welt von 2049. Süchtigmachender Lesestoff für die, die nicht zu zart besaitet sind; man glaubt beinahe Michael Moore zu hören: "I told you so." Meine Meinung: Mit 'The steel remains' bin ich auf Richard K. Morgan aufmerksam geworden, seit 'Market Forces' bin ich ein Fan. Der Mann schreibt wie ein Gott. Ehrlich. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, wann ich zuletzt ein ähnlich fesselndes Buch in der Hand hatte, das bei mir so massive Suchterscheinungen ausgelöst hat, dass ich morgens zwei Stunden früher aufstehe, um noch ein paar Kapitel zu lesen, weil ich es abends aus Vernunftgründen aus der Hand legen musste ... Auf den ersten 40 Seiten oder so hatte ich Schwierigkeiten, die Hintergründe der Geschichte zu verstehen (hä, warum fahren die Rennen auf der Autobahn, um eine Ausschreibung für ein Investment-Projekt zu gewinnen??) - doch Morgan macht das durch seine ungeheuer gute und lebendige Schreibe wieder wett. Die Dialoge saugt man förmlich von den Seiten auf, und muss weiter und weiter blättern... und alle 10 oder 15 Seiten kriegt man feuchte Hände vor Spannung. Nachdem ich dann mal drin war, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Tatsächlich hat es mich emotional so mitgerissen, dass ich drei Tage am Stück richtig schlecht gelaunt war, wenn die Dinge sich mal wieder negativ entwickelten und euphorisch, wenn es gut lief. Das ist mir noch nie mit nem Buch passiert. Die Charaktere sind tiefgründig, glaubwürdig bis ins letzte Detail und erschreckend lebendig - und das macht auch viel von der Faszination des Buches aus. Als Leser spürt man bei jeder Veränderung, jeder Wendung - verdammt, jetzt wird er so und so reagieren, und es damit nur noch schlimmer machen, aber er kann nicht aus seiner Haut, ist nun mal so wie er ist - und dann kommt es auch genauso. Faszinierend finde ich die Zukunftsvision von einer Welt in 30 Jahren. Ich hab's gelesen und gedacht: Ja, so könnte es tatsächlich sein. Das Szenario ist frustrierend und schwarz, aber vollkommen glaubwürdig - eine konsequente und logische Weiterentwicklung von Globalisierung, freien Märkten und der Industrie als Träger der Macht. In diesem Umfeld machen auch die Charaktere absolut Sinn. Das Buch ist nicht Science-Fiction im Sinne einer fernen Zukunft mit Raumschiffen und Aliens, sondern ein beklemmend realitätsnaher Thriller mit einer Vision, die nur ein paar Jahrzehnte in die Zukunft schaut. Das Buch rockt!!!

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