Richard K. Morgan The Steel Remains

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Inhaltsangabe zu „The Steel Remains“ von Richard K. Morgan

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  • Rezension zu "The Steel Remains" von Richard K. Morgan

    The Steel Remains

    Elwe

    22. October 2009 um 20:51

    Klappentext (aus dem Englischen) Ein dunkler Herscher wird sich erheben. Dies ist die Prophezeiung, die Gil verfolgt - einen hartgesottenen Söldner und ehemaligen Kriegshelden, dessen zynischer Blick auf die Welt nur übertroffen wird von seinem heißblütigen Temperament und der Schnelligkeit seiner Klinge. Dieses Schwert, Relikt einer verschwundenen elfischen Rasse, der Kiriath, begründete einen Teil seines Rufes als berüchtiger Kämpfer. Der andere Teil seines fragwürdigen Ruhms rührt von seiner Angewohnheit, die Nase in Dinge zu stecken, die ihn eigentlich nichts angehen. Gil hat sich von seiner aristokratischen Familie enfremdet, dennoch wendet sich seine Mutter an ihn mit der Bitte, nach einer Cousine zu suchen, die durch unglückliche Umstände in die Sklaverei verkauft wurde und seither verschwunden ist. Wiederwillig nimmt Gil ihre Spur auf. Doch bald findet er heraus, dass es um viel mehr geht als nur das Schicksal einer glücklosen jungen Frau. Boshafte Zauberei, vergessen seit Hunderten von Jahren, erwacht überall im Land. Manche flüstern von der Rückkehr eines legendären Volkes, der Adrain: Dämonen, deren Grausamkeit ihre Schönheit Lügen straft und die selbst von den Kiriath gefürchtet werden. Schließlich bleiben nur Gil und zwei seiner alten Kriegskameraden - Egar, ein wilder Krieger der Majak-Stämme, und Archeth, die zur Hälfte Kiriath-Blut in ihren Adern trägt, um eine Prophezeiung aufzuhalten, deren Erfüllung die Welt in Blut ertränken wird. Doch mit Helden wie diesen ist das möglicherweise das kleinere Übel... Meine Meinung: Dieses Buch ist für mich einer der wenigen herausragenden Titel, die mir wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben werden und ohne Zweifel eines der besten Fantasywerke, dass ich in den letzten Jahren gelesen habe. 'The steel remains' ist ein in sich abgeschlossener Roman, nur verfügbar in englischer Sprache, und ganz klar Erwachsenen-Fantasy. Die Protagonisten befleißigen sich einer rüden Sprache, der zynische Tonfall sorgt für raues Amüsement und an Blood, Sex & Violence mangelt es nicht. Beides - sowohl Sex wie auch Violence - werden explizit und ungeheuer intensiv dargestellt, ohne dabei zum Selbstzweck zu werden, eine kunstvolle Balance. Die Protagonisten und Schauplätze sind bemerkenswert eindringlich und realistisch, man vergißt beinahe, dass man in einer Fantasy-Welt unterwegs ist. Das ist Ringil Eskiath, kurz Gil, ein zynischer und desillusionierter Söldner, der seine Ideale nicht loslassen kann, selbst wenn sie unter Schichten von Schmutz und Blut begraben sind. Gil tötet ohne Zögern, und schleppt Gespenster mit sich, die zwanzig Jahre in die Vergangenheit reichen. Er haßt die Welt und kann trotzdem nicht von ihr lassen. Dann Egar, der einen Clan von Nomaden führt, sich aber von der Erinnerung an die luxuriösen und dekadenten Städte der 'zivilisierten' Welt nicht lösen mag, sich Gespielinnen ins Zelt holt, die halb so alt sind wie er, und der Stammesjugend ein schlechtes Vorbild zeigt. Und dann Archeth, eine kaiserliche Beraterin, drogenabhängig, ein langlebiges Relikt der Vorzeit, nachdem alle anderen ihres Volkes diese Welt vor Jahrhunderten verlassen haben. Sie alle haben ein komplexes Innenleben, das sie zu lebenden und atmenden Personen macht, denen man am Ende des Buches voller Trauer Lebewohl sagt. Die Geschichte selbst ist vielfach verflochten, voller Überraschungen, gewoben mit viel Phantasie und prächtigen Farben. 'The steel remains' ist voll intensiver Action, tiefreichender Emotionen, ohne jemals in Kitsch abzugleiten, und gleichzeitig von einem Tiefgang, den man im Genre sonst nur selten findet. Vielleicht ist das überhaupt die größte Qualität des Buches: So fesselnd und unterhaltsam und spannend zu bleiben, über die ganze Länge seiner 400 Seiten, und trotzdem eine Tiefe zu entwickeln, dass man sich am Ende seltsam berührt fühlt, zum Nachdenken angeregt und mit dem Gefühl zurück bleibt, man habe eine tiefere Einsicht gewonnen. Ich bin vollkommen begeistert von diesem Buch. Ich kannte den Autor zuvor nicht, habe es mir auf Empfehlung hin bestellt und kann immer noch kaum fassen, was für ein Glücksgriff das war. Wer sich vom Englischen nicht abschrecken läßt und sich an einem rauen Umgangston nicht stört, dem sei das Buch wärmstens empfohlen. Es ist wie ein Donnerhall.

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