Das Auge

von Richard Laymon 
3,4 Sterne bei23 Bewertungen
Das Auge
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Positiv (13):
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Ja, es ist ein "Laymon" - aber eher von der zahmeren Sorte

Kritisch (6):
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Konnte mich nicht überzeugen

Alle 23 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Auge"

Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453677036
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:11.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Susi180s avatar
    Susi180vor 6 Monaten
    Thematik super

    Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?

    Der Autor:

    Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

    Meine Meinung:

    Ich liebe den Autor und freue mich auf jede Geschichte. Er hat gute Bücher und nicht so gute Bücher, aber dieses ist wieder super gewesen. Die Geschichte und vor allem die Thematik haben mich sofort angesprochen und mit Begeisterung habe ich das Buch gelesen. Bei Richard Laymon sind die Charaktere immer flach und die Story teilweise an den Haaren herbeigezogen, aber was soll ich sagen ich mag das. Der Autor ist nicht für jeden was. Man muss diese Art von Büchern mögen. Horror der absurd ist und viel Sex und Gewalt. Dieses Buch ist jedoch mal bisschen anders von ihm. Die Story lässt sich super schnell lesen und am Ende war ich traurig das es nur so kurz war. Es war spannend, wenn man das bei dieser Art von Geschichte behaupten kann, und es hat mich super unterhalten.

    Ein Buch was ich empfehlen kann, für alle die das aussergewöhnliche suchen. Die nicht sonderlich tiefgründige Geschichten lesen möchten und die kein Problem mit Sex haben.
    Mir hat es super gefallen und ich habe es gern gelesen. Eins seiner Bücher was wirklich überzeugen konnte. Tolle Idee und Umsetzung. Mir hat es gefallen

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    catching_wordss avatar
    catching_wordsvor 6 Monaten
    Ein Buch, dass viel verspricht, aber wenig hält

    Ein Buch, das viel verspricht, aber wenig hält.

    Wenn man den Klappentext liest, erwartet man einen spannenden Thriller. Mord, Blut, Visionen...klingt nach einer perfekten Vorlage.
    Leider wird das ganze nur mäßig umgesetzt.
    Der Anfang ist noch vielversprechend. Es beginnt mit einem Schocker, einem versuchten Mord, mysteriösen Anrufen. Man wird als Leser geschockt zurück gelassen und fragt sich, wie das ganze zusammen hängt.
    Doch schon kurz darauf im Verlauf merkt man, dass der Unfall, um den die ganze Story gestrickt wird, nur am Rande thematisiert wird.

    Im Mittelpunkt scheinen so einige Familiendramen zu stehen. Wer hat mit wem geschlafen? Wer hat wen mit wem betrogen? Für welche der beiden Schwestern soll man sich entscheiden? Der ganze Roman scheint immer wieder mit unnötigen Sexszenen gefüllt zu sein, die teilweise für die Story gar nicht relevant sind.

    Außerdem stört die paranoide Art der beiden Schwestern. Jede auf ihre eigene Art und Weise. Die Visionen von Melanie möchten den Leser dann in eine gewisse Richtung denken lassen, wie das ganze ausgehen könnte, jedoch wirkte dies so festgefahren und zu strikt verfolgt, dass die eigentliche Auflösung am Ende eher wenig Überraschung mit sich bringt.

    Am Ende muss ich sagen, dass ich von dem Buch eher enttäuscht als begeistert wurde.
    Ich hatte mir eine andere Story dahinter vorgestellt und nicht diese starke Fixierung auf eigentliche Nebenhandlungen, die dann irgendwie zu Haupthandlung wurden.
    Leider kein großer Erfolg für mich von Richard Laymon.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ja, es ist ein "Laymon" - aber eher von der zahmeren Sorte
    Ja, es ist ein "Laymon" - aber eher von der zahmeren Sorte

    Einen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Die Überschrift sagt es ja schon aus. Es sind Elemente eines typischen "Laymon" enthalten, wie derbe sexuelle Passagen und auch ein wenig Horror klingt an. Das alles aber in eher gemässigten Dosen. Statt dessen gibt es Anklänge von Telepathie.

    Die Geschichte wird aus immer wieder wechselnden Perspektiven erzählt, was zu akzeptablem Tempo führt. Trotzdem gibt es auch ein paar Längen. Mit dem letzten Kapitel schafft es der Autor der ganzen Geschichte nochmal eine völlig neue, unerwartete Ausrichtung zu geben.

    Die Schreib- bzw. Erzählweise ist dann wieder so richtig typisch "Laymon": Die (oftmals wirren) Gedanken der Protagonisten werden ausführlich beschrieben, was zu einem unnachahmlichen Effekt führt. Manchmal denkt man: Solch ein Gedanke hätte mir auch kommen können - und schämt sich gleich darauf dafür (übrigens genau wie die Protagonisten)...!

    Gute Unterhaltung für Fans dieses Autors, für alle anderen eher gewöhnungsbedürftig.

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    Miiis avatar
    Miiivor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht überzeugen
    Voraussehbare und flache Handlung

    Es kommt nicht oft vor, dass ich mal ein Buch lese, wo mir wirklich jeder Charakter unsympathisch ist. Aber "Das Auge" war eben eines jener wenigen Bücher, die das tatsächlich hinbekommen hat. So gut wie jeder Charakter hat in mir nur mehr oder weniger einen Kotzreiz verursacht.
    Wir haben Melanie, die von einer Vision heimgesucht wird, in der ihr klarwird, dass ihr Vater etwas schrecklich erlitten hat. Sie ist absolut darauf fokussiert, ihm zur Hilfe zu eilen und den Täter zu stellen, wobei sie sich dabei in erster Linie auf ihre Visionen verlässt, jede Rationalität oder Logik völlig außer Acht lässt, stur und konsequent an ihrer Sicht festhält und meiner Meinung einen ziemlichen Sprung in der Schüssel hat. Ich hab das ganze Buch über eigentlich nur drauf gewartet, dass sie endlich durchdreht.
    Mir ihr zusammen ist ihr Freund Brodie, der scheinbar nicht mal eine Sekunde lang darüber verwundert zu sein scheint, dass seine Freundin übernatürliche Fähigkeiten hat (klar, es ist toll, jemanden bedingungslos zur Seite zu stehen, aber zumindest ein kurzes Stutzen oder eine hochgezogene Augenbraue hätten das realistischer gemacht) und sich meiner Meinung nach als ziemliches Miststück rausstellt. "Nein keine Sorge, du bist diejenige die ich liebe und ich hab absolut kein Interesse an deiner Schwester bla bla bla". Es war faszinierend zu beobachten, dass er es keine drei Stunden geschafft hat, diese Beteuerung auch einzuhalten.
    Und dann hätten wir da natürlich Pen. Bekommt obszöne Anrufe, dreht durch, ist paranoid - aber weigert sich, irgendwas in der Hinsicht zu unternehmen. Nein, lieber in ne Ecke verkriechen und drauf warten, das nochmal was passiert.

    Ich halte mich jetzt nicht noch weiter mit dem Inhalt auf, ich denke, in meinen Charakterbeschreibungen ist genug vom Inhalt miteingeflossen.
    Der Schreibstil an sich war recht flüssig und sehr angenehm zu lesen, wobei ich fand, dass das Buch mit 350 Seiten etwas schmächtig war, vor allem wenn man soviele unterschiedliche Geschehnisse behandelt. Ich hatte das Gefühl, als würde ich mit wahnsinniger Geschwindigkeit durchs Buch gezogen werden. Mal abgesehen davon, das alles innerhalb von etwa 48 Stunden passiert und man so ziemlich den Großteil der Handlung erahnen konnte. Ich persönlich wurde jetzt an keiner Stelle überrascht/geschockt, wegen irgendeiner Wende.

    Das Klapptext klang so spannend, aber die Umsetzung ging dann wohl eher in die Hose.

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    Emmas_Bookhouses avatar
    Emmas_Bookhousevor 10 Monaten
    Habe mehr erwartet

    Das Auge – Richard Laymon
    Verlag: Heyne Hardcore
    Taschenbuch: 9,99 €
    eBook: 8,99 €
    ISBN: 978-3-453-67703-6
    Seiten: 352
    Inhalt:
    Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begebenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?
    Mein Fazit:
    Zum Cover:
    Schlicht und einfach gehalten wie die meisten Bücher von Laymon.
    Zur Geschichte:
    Wer hier jetzt einen typischen Laymon erwartet, den muss ich leider enttäuschen.
    Der Klappentext klang so vielversprechend und ich dachte, ja das ist was gutes doch leider nur am Anfang.
    Melanie hat eine Vision und denk ihrem Vater oder ihrer Schwester ist etwas furchtbares passiert. Daraufhin fährt sie mit ihrem Freund Bodie sofort nach Kalifornien um sich selbst zu überzeugen das alles in Ordnung ist.
    Währenddessen bekommen wir einen Einblick in Pen´s Leben, sie ist eine kleine unbekannte Krimiautorin.
    Eines Abends erhält sie obszöne Anrufe, sie dreht dann völlig durch und gerät in Panik.
    Ich habe hier gehofft wieder mal ein richtigen schönen Laymon zu lesen , aber für mich war es leider nur ein Familiendrama.
    Wir haben hier Sex was ja typisch für Laymon ist, aber mir fehlte der Horror.
    Ansonsten ist das Buch super geschrieben. Die Kapitellänge ist perfekt, nicht zu lang und auch nicht zu kurz.
    Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich schnell und einfach.
    Die Seitenzahl ist auch angenehm, so dass man mit dem Buch fertig ist ohne es zu merken.
    Ich habe mir auch hier wie schon zuvor bei „ Der Tür „ einfach mehr erhofft.
    Ich gebe hier 3 von 5 Sternen, weil es einfach kein Hardcore ist, eher Familiendrama
    Ich danke dem Verlag Heyne Hardcore für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und hoffe weiterhin auf gute Zusammenarbeit.


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    LeseKatzes avatar
    LeseKatzevor 10 Monaten
    Das Auge

    Inhalt:
    Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?


    Meine Meinung:Das Auge‘ erschien schon damals 1992 im englisch sprachigen Raum, als dieses Werk auch in der Deutschen Ausgabe erschien musste ich auch dieses Laymon Buch unbedingt Lesen, weil ich ein Fan von diesem Autor bin.

    Das Cover mit dem Auge passt gut zum Thema des Buches, man erfährt später was dieses Auge auf sich hat.
    In dieser Geschichte handelt es sich um drei Hauptcharaktere Melanie Penny und Brodie.
    Melanie, hat Visionen und erahnt das es ein Familienunglück geben wird.Ihr  Freund,Brodie unterstützt sie indem er auch  zusammen auf den Weg Richtung Heimat machen um diesen Unglück zu verhindern, . Dort begegnen sie Melanies Schwester, Pen, und zu dritt versuchen sie einen Unfall, in den ihr Vater verwickelt war, aufzuklären.Ich fand die Charaktere glaubwürdig und authentisch man konnte sich gut in sie hineinfühlen. Der Leser spürt den Zusammenhalt zwischen denn dreien. Auch wenn in dieser Story mehrere Charaktere aufeinander treffen, war der Inhalt leicht verständlich und nicht verwirrend. Der Schreibstil von Laymon war wieder leicht und flüssig zu Lesen. Es lies sich schnell weg lesen. Er hält die Sätze kurz und benutzt öfters wörtliche Rede, somit ich dieses Buch innerhalb von paar Stunden verschlungen habe.
    Auch wenn das Buch als Horror deklariert wurde was ich teilweise nicht so empfunden habe sondern es war für mich eher wie ein Thriller, mit ein paar Horror Elemente.hat es jedoch kein Abbruch getan.
    Es war trotzdem Spannend, man fliegt nur so durch die Seiten.Auch in dieser Geschichte erkennt der Leser gleich das es von den Federn von Richard Laymon ist denn er hat dieses typische sexistische denken der seine Charaktere oft an das eine denken.Gerade das Ende fand ich teilweise sehr überraschend ich hätte nicht gedacht das es so ausgehen würde. Es hat mir gut gefallen denn ich liebe diesen Überraschungseffekt.



    Fazit
    Eine klare Leseempfehlung von mir liest dieses Buch es lohnt sich wirklich

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    KyraCades avatar
    KyraCadevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Laymon präsentiert sich anders, aber gut.
    Ein etwas anderer Laymon

    Melanie hat Vorahnungen und sieht den Tod von Angehörigen voraus. Bei einem Konzert bricht sie zusammen und sieht einen Unfall, weiß aber nicht, ob ihr Vater oder ihre Schwester das Oper ist. Also macht sie sich mit ihrem Freund Bodie auf in die Heimat, um nach dem Rechten zu sehen. Dort angekommen, erfährt sie, dass ihr Vater nach einem Unfall mit Fahrerflucht im Krankenhaus liegt und auch ihre Schwester hat ein ernsthaftes Problem…

    Von Richard Laymon ist man düstere Geschichten mit Sex und Blut gewöhnt. Gerne gibt es auch mal Monster, die den Protagonisten das Leben schwer machen. Das Auge ist anders und dabei fällt zunächst auf, dass die Sexszenen äußerst knapp geschildert und rar gesät sind. Diese Veränderung tut mal richtig gut und lässt für den Leser eine Konzentration auf das Wesentliche der Geschichte zu. Der Anfang ist holprig und fast schon langweilig. Hier muss man sich durchbeißen und darf nicht vorzeitig das Buch weglegen. Man erfährt schnell, dass Melanie mit ihren Vorahnungen nicht nur einer Spinnerei verfallen ist, sondern den Tod der Mutter vorausgesehen hat, diesen aber nicht verhindern konnte. Ihre Schwester Pen, die sich als Schriftstellerin verdingen möchte, macht Melanie das Leben schwer, ist sie doch hübscher und der Grund, weshalb Melanie von einigen Männer verlassen wurde. Bodie streitet ab, dass so etwas jemals geschehen könnte. Man verfolgt die Krankenbesuche, die Stiefmutter, das wachsende Misstrauen Melanies, dass ihr Vater betrogen wird. Melanie steigert sich immer mehr in ihre eigene Wahrheit hinein, spielt eine neuerliche Vision vor und verfolgt schließlich den mörderischen Plan, die Verantwortlichen für den Unfall des Vaters ausfindig zu machen und zur Strecke zu bringen. Im Grunde handelt das gesamte Buch nur davon, wie sich die Protagonistin immer weiter in ihre eigene Wahrheit hineinsteigert und allen anderen durch Misstrauen das Leben schwer macht und sie wegstößt. Das Ende – und das kommt wirklich erst auf der allerletzten Seite mit der Auflösung daher -, ist dennoch ein wenig absehbar, gibt der Geschichte aber dann doch einen Kick. Man wartet schließlich mit jeder Zeile darauf, dass das Buch wirklich mal spannend und endlich der typische Laymon herausgekehrt wird. Das tut man vergebens, aber die aufgebaute Spannung, die man eher unterschwellig bemerkt, führt dazu, dass man das Buch doch nicht weglegt.

    Lange habe ich überlegt, ob das ein guter oder schlechter Laymon ist. Als Fazit bleibt, Das Auge ist anders als das meiste, das man vom Horrorautor kennt. Im Allgemeinen eher trivial und langweilig gestaltet und doch geschickt eine Spannung aufbauend und haltend, für die man den Autor doch bewundern muss. Zwar gefielen mir Romane wie Die Gang oder Der Keller erheblich besser, aber das soll das Können des neuesten Werkes nicht schmälern.

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    Brixiavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Richard Laymon konnte mich mit seiner Story schocken und überraschen!
    Spannender Horror für zwischendurch!

    "Das Auge" von Richard Laymon ist mein erstes Buch vom Autor. Ich habe bisher viele gute Rezensionen zu seinen Büchern gelesen und da ich ein großer Fan von Stephen King bin, wollte ich diesem Buch ebenfalls eine Chance geben. Erhofft hatte ich mir eine Story mit einer gehörigen Portion Horror und Problemen die den Charakteren das Leben schwer machen und den Leser so richtig schocken. Insgesamt habe ich eine unterhaltsame Story bekommen die hier und da aber einige Schwächen aufweist - mich an einigen Stellen dennoch überraschen und schocken konnte.

    Der Autor besitzt einen sehr direkten Schreibstil der mir grundsätzlich gut gefallen hat. Seine verwendete Sprache ist hier einfach, locker und zwanglos. Die Geschichte liest sich flüssig und hält einige Schockmomente für den Leser bereit. Dabei sind die Charaktere  gut ausgearbeitet und sehr facettenreich. Einige Situationen waren vorhersehbar doch das tut der gesamten Geschichte keinen Abbruch und mich persönlich hat es auch nicht wirklich gestört. Die Dialoge sind interessant und abwechslungsreich, genauso wie die ganze Story folgt hier alles einem schönen roten Faden.

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, der Autor beginnt mit Melanie und ihrem Freund Bodie bei einem Konzert. Melanie wird von Visionen heimgesucht, die ihr sterbende Menschen zeigen. Und bei diesem Konzert passiert genau das, Melanie hat eine Vision und weiß nicht ob sie sich selbst und ihrer Wahrnehmung noch trauen kann. Kurzerhand stattet sie zusammen mit Bodie, ihrer Familie einen Besuch ab. Dabei muss sie feststellen dass ihre Visionen nicht ganz so harmlos sind wie zuerst angenommen. Doch sind es nur wilde Fantasien von Ereignissen die durch ihre eigenen Wünsche angetrieben werden? Kann Melanie ihrem eigenen Instinkt noch trauen oder wird sie wahnsinnig?

    Die Geschichte ist in mehrere Kapitel gegliedert und erzählt jeweils aus der Sicht einer der Charaktere um die es hauptsächlich geht. Vor allem bei Melanie wusste ich von Anfang an nicht wirklich wie ich sie einzuordnen habe. Am Anfang dachte ich dass die Visionen die sie vom Tod hat nur spielt oder reine Fantasie sind. Nach und nach offenbart sie aber ihr wirkliches Wesen und das hat mich wirklich geschockt. Genauso wie es immer wieder unvorhersehbare Situationen und Wendungen gab die mich überrascht und wirklich gegruselt haben. Was mich am meisten mitgenommen hat war das Ende, hier sollte sich der Leser wirklich auf einiges gefasst machen.

    Das Cover passt perfekt zur Story des Autors, wenn es mich persönlich auch nicht wirklich anspricht. Der Klappentext verrät hier allerdings nicht wirklich viel, sodass man sich auf den fortlauf der Geschichte einlassen und das Buch einfach lesen muss.

    Fazit

    "Das Auge" ist eine sehr interessante und gut ausgearbeitete Story die mich an einigen Stellen wirklich schocken und überraschen konnte. Der Autor hat vor allem mit seiner saloppen Sprachgestaltung bei mir gepunktet. Jedem Stephen King Fan oder Fan von guten Horror Geschichten kann ich dieses Buch zweifelsohne empfehlen.

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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor einem Jahr
    Auf Stephen Kings Spur

    Hätten wir nicht alle gerne übersinnliche Kräfte? Durch die Zeit reisen zum Beispiel, oder fliegen wie Superman, oder allwissend sein. Oder lediglich sehen können was irgendwo auf der Welt gerade passiert – das ist durch das Internet und Webcams heute natürlich schon möglich, aber dazu müssen sowohl Sender als auch Empfänger aktiv sein. Aber darum ging es Richard Laymon bei „Das Auge“ nicht, denn als dieser lebte, war das Internet für den Alltagsgebrauch höchstens in Kinderschuhen, denn die Originalausgabe von "Das Auge" erschien erstmals 1992; Laymon beschritt damals die Pfade Stephen Kings, denn in dem Buch geht es um Telepathie.

    Die Hauptperson in dieser Geschichte ist Melanie. Melanie studiert, was genau, erfährt man nicht, aber da sie in einem Orchester Violine spielt, liegt der Schluss nahe, dass sie etwas künstlerisches studiert, vielleicht sogar Musik. Auch weiß man nicht, wie alt Melanie ist, nur, dass sie wesentlich jünger als ihr Freund Bodie ist – aber selbst der dürfte maximal Ende 20 sein, denn er steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums. Was wir allerdings detailliert über die Violinistin erfahren, ist, wie ihre Brüste aussehen. Und spätestens, wenn wir das erfahren, wissen wir, dass es sich bei „Das Auge“ um einen Laymon handelt, denn solche Beschreibungen waren Laymon Steckenpferd. Was wir noch erfahren – und hier kommen wir zum Kern der Geschichte – ist, dass Melanie immer wieder mal Visionen hat. Und die aktuelle, die sich während eines Konzertes ihres Orchesters ereignete, macht ihr klar, dass irgendetwas schlimmes mit ihrem Vater passiert sein muss.

    Der Clou am Stil der Geschichte ist, dass Melanie zwar die Hauptperson ist, man ihre Sicht aber weder in der ersten, noch in der dritten Person erzählt bekommt, sondern über Bodie eher aus zweiter Hand. Dadurch ahnt man zwar, dass Melanie ein ziemlich bescheidenes Selbstvertrauen hat, weil sie ihrer Schwester Pen das Aussehen neidet und deshalb eine latente Fehde gegen sie führt, aber fix ist es nicht. Pen dürfte tatsächlich unfassbar gut aussehen, hat aber ihre ganz eigene Geschichte, die man nach und nach erfährt. Generell ist „Das Auge“ vermutlich eines von Laymons tiefgründigsten Geschichten, bei denen es ausnahmsweise nicht um random Teenagers geht, die irgendetwas gemeinsam unternehmen. Auch der sexuelle Aspekt ist eher zurückhaltend. Ich würde „Das Auge“ auch nicht als Horror bezeichnen, sondern eher als unterhaltsame Geschichte, in der mehrere Genres aufeinander treffen; unter anderem Drama, Mystik und Krimi, garniert mit einer Prise Erotik – jedenfalls aber ein Buch, das ich nur schwer weglegen konnte. Was wirklich gut und zeitweise witzig geschrieben ist, sind die inneren Dialoge der Charaktere. Wenn sie mit sich selbst diskutieren, als würde auf der linken Schulter ein Engelchen und auf der rechten ein Teufelchen sitzen. Das kenne ich so und in dieser Häufigkeit nur von Laymon und macht die Geschichte auch lebensnah, denn vermutlich haben wir alle schon solche Diskussionen in unserem Kopf geführt. Der Showdown ist ziemlich actionreich und hier blitzen dann auch Horror-Elemente durch – zumindest wäre es für mich der blanke Horror, wenn ich diese Szenen verfilmt sehen würde.

    Was mich verwirrt hat – und das ist tatsächlich der einzige Kritikpunkt – ist ein abrupter Szenenwechsel von Bodie zu Pen auf Seite 32. Wobei das vielleicht ein Fehler ist, der nur in den Rezensionsexemplaren ist. Viel verloren gegangen ist dabei jedenfalls nicht.

    Tl,dr: „Das Auge“ ist eines der tiefgründigsten Bücher von Richard Laymon, das ich bis jetzt gelesen habe und eines, das ich nur schwer weglegen konnte. Es ist kein reiner Horror, sondern ein Mix aus mehreren Genres, wobei die Erotik, für die Laymon bekannt war, hier eher im Hintergrund rückt, aber immer wieder aufblitzt.

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    Lesemaus-Ms avatar
    Lesemaus-Mvor einem Jahr
    Etwas mehr erwartet

    Meinung:

    Der Klappentext gibt ja wirklich nicht viel her und ich war sehr gespannt, was die Geschichte bringen wird.

     

    In der Geschichte geht es um Melanie und sie hat Visionen. Gleich zu Anfang des Buches hat sie ihre erste Vision. Sie muss sofort in ihre Heimat, weil irgendetwas mit ihrem Vater oder ihrer Schwester passiert ist. Sie macht sich mit ihrem Freund dann sofort auf, in ihre Heimatstadt zu kommen und muss feststellen, dass etwas schreckliches passiert ist.

     

    Melanie hat schon immer Visionen bzw. Vorahnungen. Als sie die Vision hat, weiß sie einfach, dass etwas schreckliches in der Familie passiert ist. Als sie sich mit ihrem Freund dann dort ankommt, kann sie kaum glauben, was vorgefallen ist. Sie will die Wahrheit herausfinden und hat schon sehr schnell weitere Ahnungen. Dabei begibt sie sich immer wieder in große Gefahr.

     

    Den Einstieg in das Buch mochte ich gerne, da es relativ schnell schon Dinge passieren. Leider hat mir der weitere Verlauf der Geschichte nicht so zugesagt. Melanie macht immer wieder Dinge, die ich nicht nachvollziehen konnte und auch die anderen Charaktere, konnte mich nicht begeistern oder mitnehmen. Vor allem kommen da ein paar Dinge vor, die in eine wirklich spannende Richtung gehen und dann kommt die Auflösung und man denkt nur so, ernsthaft? Das ist jetzt aber wirklich lahm. Das fand ich halt wirklich schade und auch das Ende war für mich nicht zufriedenstellend.

     

    Fazit:

    Leider sind mir die Charaktere zu blass dargestellt gewesen. Die Geschichte an sich ist spannend aber viele Auflösungen fand ich echt lahm. Außerdem hätten für mich von gewissen Dingen noch viel mehr reingehört.

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