Richard Laymon Der Geist

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Inhaltsangabe zu „Der Geist“ von Richard Laymon

Blutet für mich!

Eine Gruppe von Studenten probiert auf einer Party ein altes Ouija-Brett aus. Tatsächlich können sie Kontakt mit einem Geist aus dem Jenseits aufnehmen, der ihnen verrät, dass auf dem Calamity Peak, einer unzugänglichen Bergregion in Kalifornien, ein Schatz versteckt sein soll. Ein Riesenspaß – so denken die jungen Leute. Doch die Reise, die sie beginnen, führt alle in ein unaussprechliches Grauen.

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  • Horror mit überlastigem Sexappeal

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    Das Semester ist geschafft und das soll von einer Studentengruppe gefeiert werden. Die Professorin lädt ihre Studierenden zu sich ein und sie machen sich einen gemütlichen Partyabend. Gemütlich so lange, bis sie ein Ouija-Brett in den Händen halten und tatsächlich in Kontakt zu einem Geist treten. Ein Geist, der ihnen von einem Schatz in den kalifornischen Bergen erzählt, den sie natürlich unbedingt bergen wollen, allerdings wissen sie noch nicht, dass damit erst der Schrecken beginnt. Die Geschichte ist in zwei Erzählstränge gegliedert. Auf der einen Seite ist die typische Studentengruppe: wir haben das schüchterne Mädchen, ein Mädchen, das einfach alles hat, die weniger Ansehnliche und damit Nervige, den starken Macho, den Mitläufer und das Mädchen mit Geheimnissen. Die Jugendlichen haben nach dem Semesterende nicht wirklich was zutun und daher können sie kaum eine Minute warten, um sich auf Schatzsuche in die Wälder zu begeben. Die zweite Perspektive beschäftigt sich mit der jungen Professorin Coreen, welche die Party veranstaltet hat, und ihrem Freund Chad, der nach 5 Jahren exakt an diesem Abend an die Tür klopfte. Beide Perspektiven haben eines gemeinsam: sie sind von Sexszenen durchzogen und das in allen Varianten. Anzügliche Bemerkungen, Brüste, die durchschimmern, Schäfte, die steif werden, ganz zu schweigen von den Spalten, die hier nicht nur in den felsigen Wäldern Kaliforniens zu finden sind. Hier ist von (fast) allem etwas dabei, was ich persönlich als obszön empfunden habe und eher nicht meinem Geschmack entspricht. Der Plot selbst erinnert stark an amerikanische Horrorfilme, was wahrscheinlich sogar beabsichtigt war. Denn neben dieser typisch jugendlichen Truppe und der heißen Professorin, gibt es noch einen Irren im Wald, der für die notwendigen blutigen Szenen sorgt, damit man im Endeffekt von einem Horrorroman sprechen kann. Gut haben mir die Hintergründe gefallen. Das Ouijabrett nimmt im Lauf der Geschichte zwar immer weniger Raum ein, dafür tritt der Geist an sich in den Vordergrund und es kommt zu einer Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Störend war hier meiner Meinung nach nur, dass Dreh- und Angelpunkt aller Ereignisse eine einzige Person ist, was für mich einfach zu viel des Guten war. Ich war schon lange neugierig auf die Werke von Richard Laymon und habe mich endlich über dieses Buch gewagt. Vor dem überlastigen Sexappeal war ich gewarnt, allerdings hatte ich mir von der Handlung her doch um einiges mehr versprochen. So gab es hier eingangs eigentlich nur die Anfangssequenz, die mich zumindest etwas gegruselt hat. Alles andere ist roher Sex und Gewalt, was mir zeigt, dass ich persönlich bei Horror doch viel mehr Wert auf die Tiefe der Erzählung lege und das Grauen meiner Meinung nach darin liegt, dass ich die Handlung als Leser nicht ab den ersten Seiten erahnen kann. Insgesamt war es ein klassischer Horrorroman mit Sex- und Gewaltelementen, wie ich sie selbst eher nicht so mag, eine vorhersehbare Handlung mit oberflächlichen Charakteren, der aber trotzdem gut unterhalten kann.

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