Richard Mackenrodt Azahrú: Wer den Weg verliert

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Inhaltsangabe zu „Azahrú: Wer den Weg verliert“ von Richard Mackenrodt

In der Wüste gibt es nichts - und es gibt alles. Keine andere Landschaft der Erde wühlt so tiefgreifende Emotionen auf, und das gilt in ganz besonderem Maße für die Sahara, die Königin unter den Wüsten. In der Ténéré, wie die Tuareg sie nennen, erzählt Richard Mackenrodt eine unglaubliche Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert. Azahrú wächst auf als Sohn eines Tuareg-Anführers. Seine Name bedeutet "der weiße Löwe", und noch ahnt er nicht, warum man ihn so genannt hat. Denn in Wirklichkeit ist er der Sohn deutscher Eltern, die längst tot sind. Dem monströsen Rätsel seiner Herkunft kommt Azahrú erst viele Jahre später auf die Spur, und er hat dafür einen hohen Preis zu zahlen. Dieser Roman erzählt eine machtvolle, wunderbare Geschichte über Heimat, Identität und Erlösung. Und fast wie nebenbei auch noch eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten.

gute erzählung, viel phantasie, lernmomente über die tuareg und die wüste. hätte gerne 3,5 punkte vergeben.

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

Ein toller Abenteuerroman, der nachdenklich stimmt und die Kultur der Tuareg näher bringt

— Nicky_G
Nicky_G

Gutes spannendes Buch über die Tuareg mit kleinen Schwächen.

— Buchina
Buchina

Abgebrochen. ich bezweifel, dass ich den Rest noch lesen werde.

— moorlicht
moorlicht

Einfühlsam geschrieben mit Einblicken in das Leben der Tuareg. Auch wenn mir das Ende nicht gefiel, möchte ich das Buch nicht mehr missen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Handwerklich leider unfertig, schablonenhaft; dennoch bleibt ein Hauch Abenteuer übrig!

— wandablue
wandablue

Exotisch, spannend, berührend!

— mabuerele
mabuerele

Für jedes Wort, ein Stern über der Wüste!

— SABO
SABO

Einfach toll! Eines der besten Bücher dieses Jahres :)

— Jashrin
Jashrin

Ein gelungenes Debüt!

— buchstabenliebe
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  • Leserunde zu "Drei Brüder" von Jörg H. Trauboth

    Drei Brüder
    aa5flyer

    aa5flyer

    Drei Elitesoldaten als Retter von 2 deutschen Geiseln im Irak. Wird die Bundeskanzlerin richtig entscheiden? Was wird die Terrormiliz mit den DREI BRÜDERN machen? Wie wird sich ihr Leben nach dem Einsatz verändern? Darf sich der Elitesoldat Marc in seine Auftraggeberin Karina Marie verlieben? Was passiert bei den Menschen, wenn Terror unser Land  verändert? Und wer ist der Verräter des Einsatzes im Irak?Ihr werdet Euch fragen, wer sich all das "zusammendichtet". Ich komme beruflich aus dem Krisenmanagement und aus der Militär Fliegerei (Tornado),  und was ich hier schreibe ist in weiten Teilen autobiographisch. Die Romanform habe ich (bisher Sachbuchautor) gewählt, um die erlebten Emotionen bei Entführungen und Terroranschlägen zu entwickeln. Es ist erschreckend zu sehen, dass meine Buch-Szenarien, wie jetzt in Brüssel, Wirklichkeit werden. Dem Buch habe ich ein versöhnliches  (und hoffentlich überraschendes) Ende gegeben. Ich freue mich auch , dass es so viele Frauen lesen und dass das Buch überwiegend als extrem spannend und informativ geschildert wurde. Jetzt aber interessiert mich brennend die Meinung aus dieser Leserunde und natürlich freue mich mich über die abschließende Rezension von jedem. Wer mehr über den Autor und das Buch wissen möchte: www.trauboth-autor.de

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    • 309
  • Der Weg, das Leben, ist das Ziel auf der Suche nach Wasser in der Wüste, um den Weg zu gehen

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    13. September 2015 um 15:03

    Nachdem ich von Richard Mackenrodt „Die kleine Insel am Ende der Welt“ gelesen hatte, bin ich nun bei einer ganz anderen Geschichte dieses Schriftstellers gelandet. „Azahrú – Wer den Weg verliert“, spielt hauptsächlich in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, rund um den Zweiten Weltkrieg. Der Umschlagtext verspricht zwar eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten, da es aber mehr als eine Liebesgeschichte in diesem Buch gibt und in der Literaturgeschichte so manch großartige Liebesgeschichten erzählt werden, ist diese Superlative doch ein wenig weit gegriffen. Die Geschichte der beiden deutschen Abenteurer, er, Franz, der Forscher, sie, Luise, die forsche Ehefrau, die ihren Ehemann bei all seinen Unternehmungen unterstützt, hat gute Erzählstränge, wird nie langweilig, ist flott und mit viel Phantasie geschrieben. Man kann sich sehr wohl vorstellen, wie diese jungen Leute in der Wüste Nordafrikas landen und sich mit einem der Stämme der Tuareg anfreunden, sodass Franz seine Sprachstudien fortführen kann, um seine Doktorarbeit voran zu treiben. Und wer einmal Zeit in der Sahara oder in einer der anderen Wüsten dieser Erde verbracht hat, weiß, was es heißt, der Fluss kommt, der Fluss geht. Nicht umsonst ertrinken so viele Menschen in der Wüste, sobald es anfängt zu regnen. Wir lernen hier viel über die Lebensweise der Tuareg, dieser Wüstennomaden, denen auch heute noch diese streitig gemacht wird, nur weil andere Menschen wollen, dass sie so leben wie alle anderen, arbeiten, sich registrieren lassen und sich an Grenzen halten sollen. Doch genau das wollen die Nomaden dieser Welt nicht. Das wird hier sehr deutlich dargestellt. Doch diese Erzählung ist nicht nur die Liebesgeschichte von Franz und Luise, auch Neid, Missgunst, Eifersucht, Tragödien und Helden spielen große Rollen. Luise ist die Tochter eines Porzellanfabrikanten, der auch unter dem Hitlerregime sein Geld macht und nach seinem einzigen Kind fahnden lässt, als er nichts mehr von ihr und seinem Schwiegersohn hört, außer, dass sie angeblich umgekommen sei, bei der Geburt ihres Kindes Leo. Und da ist dann noch der Cousin von Luise, der mit aller Macht diese kleine Familie töten will, um selbst als rechtmäßiger Erbe des Fabrikanten bereit zu stehen. Dieser geht mit der deutschen Wehrmacht nach Afrika, um den ungeliebten Zweig der Familie zu töten. Als nur noch Leo da ist, nimmt der Führer des Tuaregstammes ihn als rechtmäßigen Sohn auf. Was er dort erlebt, wie er sich durch Zufall in eine Europäerin verliebt, mit ihr nach Frankreich geht, sich durch Kunstwerke einen Namen macht und vieles mehr, das erzählt die Geschichte von „Azahrú – Wer den Weg verliert“. Und natürlich kommt es zum großen Finale zwischen dem verloren geglaubten Enkel des Fabrikanten und seinem Onkel. Fazit: Vieles kann man nachempfinden, einiges wirkt übertrieben, passt aber dennoch in den Zeitrahmen. Einzig nervig ist, wie bei „Die kleine Insel am Ende der Welt“, die eigentümlich angewandte deutsche Rechtschreibung. Kein großer Roman, aber eine feine kleine Erzählung.

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  • Leserunde zu "Azahrú: Wer den Weg verliert" von Richard Mackenrodt

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    RichardMackenrodt

    RichardMackenrodt

    Liebe Leser, habt ihr Lust auf eine epische, abenteuerliche, 500 Seiten lange Reise durch die Sahara? Lust auf die große, überbordende, leidenschaftliche Geschichte eines deutschen Jungen, der aufwächst inmitten der stolzen, verschleierten Tuareg, der legendären Wüsten-Nomaden? Mein Debütroman "Azahrú - Wer den Weg verliert" ist vor wenigen Wochen erschienen, und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr Lust hättet, ihn zu lesen und gemeinsam mit mir zu besprechen. Ich weiß sehr genau, worüber ich da geschrieben habe, und möchte euch entführen in die einzigartige Welt der Wüste. Dort scheint es fast nichts zu geben - und doch ist die Wüste unserer Welt in Manchem überlegen. Bewerbt euch für eines der 15 kostenlosen Rezensionsexemplare  - ich freue mich auf euch! Die Rezensionsexemplare sind Hardcover-Bücher mit edlem Schutzumschlag und: Lesebändchen! (Ich liebe Lesebändchen...) Viel Glück und bis bald, euer Richard Mackenrodt

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  • Azahrú: Wer den Weg verliert

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    Solengelen

    Solengelen

    09. February 2015 um 00:05

    Schon nach den ersten Zeilen war ich begeistert. Eigentlich möchte man gar nicht aufhören mit lesen. Das Cover hat mich zu dem Buch gezogen und es hält, was ich mir vorgestellt habe. Die leichte bildhafte Sprache hat mich sofort mitten ins Geschehen gezogen. Der Prolog hat mir die Gemeinschaft der imushaq sehr nahe gebracht. Man hält zusammen, auch gegen die sicher verlockende Aussicht auf Reichtum. Man beschützt sich. Welch wunderbare Liebe verbindet Azahrú mit seinen Eltern. Die Begegnung mit Angermair ist bedrückend. Die "Besatzer" suchen "Kanonenfutter" und wollen es als Selbstschutz verkaufen. Mir kräuseln sich die Nackenhaare. Im Rückblick lernen wir Luise und Franz kennen. Luise eine lebenslustige junge Frau, mit Pinsel in der Hand "geboren", sieht die Welt von der positiven Seite. Franz möchte als Ethnologe etwas herausragendes für seine Diplomarbeit. Gegen den Willen ihres Vater begleitet Luise Franz nach Afrika, er möchte mehr über die Imushaq/Tuareg erfahren. Sie selbst nennen sich Imushaq - die Freien / wir bezeichnen sie fälschlicherweise Weise als Tuareg - die von Gott Verlassenen. (Ich durfte schon einiges über diese besonderen Menschen lesen und ich glaube "die Freien" bezeichnen sie sehr gut.) Während eines Sandsturm werden sie von Koumamá und seinem Volk gerettet, sie sind ein stolzes Volk. Gastfreundschaft wird groß geschrieben. Als Azahrú von seiner Herkunft erfährt, möchte er mehr über sich, seine Abstammung erfahren. Es ist wie ein Tanz auf dem Drahtseil, ein "Ritt" zwischen den Welten. Wo gehört er hin, welche Welt liegt ihm näher? Die Beschreibungen sind so bildhaft, dass man den Sand auf der Haut spürt, gemeinsam Tee trinkt. Man begleitet, fiebert mit, trauert, bangt und hofft. Richard Mackenrodt "entführt" den Leser in eine geheimnisvolle Welt. Vielleicht hätte das ein oder andere ausführlicher sein können, aber es ist eine Geschichte, die sich zu lesen lohnt. 

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  • Schöner, gut recherchierter Abenteuerroman

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    Maggi

    Maggi

    19. January 2015 um 00:28

    „Azahrú“ ist ein schöner Abenteuer-Roman, der einem Spannung, eine atemberaubende, detailliert geschilderte Landschaft und gute Unterhaltung bietet. Ein absolutes Kopfkino-Buch in das ich von Anfang an sehr gut eintauchen konnte! Darüber hinaus ist es sehr genau recherchiert und bietet dem Leser viel Wissen über die Tuareg, die sich selbst Imushaq, die Freien, nennen. In den 1920er Jahren machen sie die reiche Industriellentochter Luise und ihr Mann Franz auf den Weg in die Sahara, um dort auf eine Expedition zu gehen. Franz möchte sich durch die Erforschung des noch recht unbekannten Stammes der Tuareg in der Welt der Wissenschaft etablieren. Luise malt gerne und sehr gut, ist klug, gebildet und äußerst selbstbewusst für eine Frau ihrer Zeit. Hingabe an ihre Rolle als Ehefrau oder Unordnung laufen ihrem Charakter komplett zu wider. Ihr Mann Franz liebt sie von Herzen, hat aber meistens Probleme damit, sich gegen ihren Sturkopf und ihre Stärke zur Wehr zu setzen. So dominiert die dominante Luise die Ehe, was letztendlich auch dafür sorgt, dass sie sich und andere in Gefahr bringt. In der Wüste treffen die Eheleute bald auf eine Gruppe Tuareg und beginnen ihre Sprache zu lernen und in die fremde Welt einzutauchen. Vor allem Luises Unvoreingenommenheit und Lebensfreude öffnen ihnen dort viele Türen, bzw. Zeltplanen. Die Gruppe des amenokals, des Stammesführers Koumamá, wird so nach und nach ihr neues Umfeld und ist von Anfang an mehr, als nur ein Forschungsobjekt. Sympathien sind von beiden Seiten aus da und auch viel gegenseitige Neugier. Die Tuareg sind beispielsweise begeistert von Luises Ölmalerei, weil sie so etwas noch nie gesehen haben und nehmen die beiden Europäer herzlich in ihrer Gemeinschaft auf. Luise und Franz sind fasziniert´von der Schönheit der Wüste und lernen die fremde Sprache sehr schnell. Franz Arbeitet an einem Wörterbuch für die Sprache, dem ersten seiner Art überhaupt. Luise merkt bald, dass sie schwanger ist und die beiden freuen sich sehr auf das Kind. Gegen Franz´ Rat besteht Luise darauf, in der Wüste zu bleiben und das Kind dort zu kriegen. Leider wird sie ihren Sohn nicht großziehen können, denn sie stirbt unter dramatischen Bedingungen bei der Geburt. Franz bleibt als Witwer mit seinem Sohn in der Wüste, mehr und mehr integriert in die Stammesgemeinschaft. Nach ein paar Jahren stirbt auch er und das Kind, ein Junge namens Leo, wird von Koumamá und seiner Frau Fatou, adoptiert. Da sein Name Leo für Löwe steht wird der Name um eine Bedeutung erweitert, so kommt es zu seinem Tuareg Namen Azahrú, was weißer Löwe heißt. Lebendig, spannend und in wüstenfarbenen, eindrücklichen Bildern wird Leos Aufwachsen in der Wüste, von den Tuareg ténéré genannt, geschildert. Doch auch in Deutschland hat man ihn nicht vergessen, sein Großvater möchte den einzigen Erben seiner Firma zu sich nach Deutschland holen und schickt seinen Neffe, den Cousin von Luise in die Wüste, um Leo zu suchen. Der Neffe ist bei der SS, denn in Europa haben mittlerweile die Nazis die Herrschaft an sich gerissen. Seine Motive zeigen sich sehr bald als gefährlich, denn er ist keineswegs bereit, einen Konkurrenten um das Erbe neben sich zu dulden. So wird es sehr spannend, denn über die folgenden nächsten Jahre gibt es ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel in der Wüste. Aber während all dem wird Azahrú auch zum Mann, darf das erste Mal an der Salzkarawane teilnehmen, erlebt eine erste Jugendliebe und findet seine zukünftige Rolle als Sohn des Stammesführers. Bei der Lektüre wurde die Wüste vor meinem inneren Auge lebendig! Die Protagonisten sind sehr interessant, Luise hat mich mit ihrem Wagemut zwar manchmal etwas wahnsinnig gemacht und ich kann gut nachvollziehen, dass Franz da manchmal Mühe hat, sich auch einmal durchzusetzen, aber sie ist so lebendig, stark und wild. Sie repräsentierte für mich eine ideale Frau der 1920er Jahre, die sich nicht mehr von den Konventionen in ein Korsett drängen lässt. Die Tuareg haben mir von Anfang an Respekt abgerungen und je mehr ich las, desto mehr bewunderte ich dieses starke, unabhängige Volk! Es ist erfrischend, ein Buch zu lesen, dass sich um größtmögliche Authentizität bemüht! Gerade, wenn es um Volksgruppen geht, die persönlich in unserer Gesellschaft nicht vertreten sind und so, wie sie in Geschichten vorkommen nicht (mehr) vorkommen, neigen viele Autoren dazu, die Mystifizierung zugunsten bloßer Unterhaltung anzuheizen. Richard Mackenrodt hat solche Flachheiten nicht nötig und verschwendet auch keine Zeit darauf. Die Stärke und Naturverbundenheit der Tuareg und die Faszination, die sie auslösen brauchen weder Klischees, noch eine künstliche Mystifizierung! Hier hält sich die Waage zwischen spannender Unterhaltung und guter Recherche und das machte für mich durchgehend die Stärke des Buches aus. Des Weiteren gibt es im Anhang ein Glossar, ich liebe so etwas und suche in Büchern mit einem gewissen Background immer danach! Es war oft hilfreich, wenn ich Vokabeln in der Sprache der Tuareg gesucht habe. Ich möchte nicht viel mehr vom Inhalt verraten, um die Spannung nicht zu nehmen. Nur noch so viel: Leo/Azahrú bleibt nicht sein Leben lang in der Sahara. Er muss sich in seinem Leben auch mit seinen europäischen Wurzeln, seinem deutschen Erbe und auch den Problemen, die damit einhergehen, auseinandersetzen. Auch der unbequeme Onkel verschwindet nicht sang und klanglos von der Bildfläche, sondern sorgt noch für viel Spannung. Ich finde den Ortswechsel gelungen, sonst wäre das Buch Gefahr gelaufen, zu eintönig zu werden. Ich finde den Kontrast gut, vielleicht gar zwingend notwendig. Insgesamt liegt hier ein spannendes Epos vor, das den Leser in eine andere Welt entführt und den Alltag, die Kultur, die Wertvorstellungen und das Familienleben der Tuareg glaubhaft und sehr lebensnah schildert. So hat man als Leser das Gefühl, man wäre dabei! Das Buch hat nur einige kleine Mängel in dem Teil, der in Europa spielt und daher nicht ganz auf die volle Punktzahl kommt. Dennoch ein tolles Werk, das sich sehr lohnt!

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  • Wer den Weg verliert

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    moorlicht

    moorlicht

    Von dem Buch habe ich mir sehr viel versprochen. Die Beschreibung und noch viel mehr das Titelbild regen meine Phantasie ungemein an. Die unendliche Welt der Wüste, in der es so viel mehr Leben gibt, , als man erwarten möchte. Dazu die einzigartige Kultur der Tuareg. Oder besser gesagt Imuhagh = Menschen. Wie so oft zur Zeit der Kolonisierungen haben auch die Tuareg von den einfallenden Mächten einen Namensstempel aufgedrückt bekommen. Einem Menschen einen Namen zu geben ist auch eine Form der 'Inbesitznahme'. Und gerade in dieser Zeit - die ausgehenden 20er Jahre, die Zeit der aufstrebenden NSDAP - spielt der Roman. Azahrú's leibliche Eltern reisen vor seiner Geburt in die Wüste. Franz will die Kultur der Tuareg erforschen und den Europäern näher bringen. Und Luise will in ihrer Abenteuerlust um keinen Preis zurückbleiben. Die erste Zeit geht auch alles gut. Kontakt zu einem Tuaregstamm wird gefunden und nach den ersten Mißverständnissen entsteht Freundschaft. Leo/Azahrú wird geboren und nach dem Tod der Eltern Sohn des Stammes-/Karawanenführers. Soweit das Leben in der Wüste spielte, konnte es mich auch fesseln. Noch viel mehr hätte ich mir gewünscht über die dortigen Vorstellungen zur Gastfreundschaft, den Konflikten - oder einfach gesagt dem alltäglichen Leben in der Wüste. Über die ersten eintröpfelnden Schwachstellen kann ich hinweglesen. Zumal sie spannend geschrieben sind. Allerdings - auf lange Sicht gesehen tue ich mich damit immer schwerer. Die Geschichte ist aus der Sicht von Azahrú geschrieben. Trotzdem kommen immer wieder Sequenzen vor, die sich weitab seiner Umgebung abspielen. Und die Erklärung, er habe 'später' davon erzählt bekommen, greift nur bedingt. Spätestens bei einem Mord hinter verschlossenen Türen für den es außer dem Täter keine Zeugen gibt, ist damit aus meiner Sicht Schluß. So spannend die Geschehnisse im Deutschland der 30er Jahr auch sind - sie haben kaum Bezug zu Leon. Ob er davon erfahren wird, erscheint mir fragwürdig. Es fehlt die glaubhafte Verbindung . In Frankreich, wohin der erwachsene Leon mit seiner Verlobten Madeleine reist, wird es leider auch nicht besser. Viele Personen werden nicht recht greifbar und ich werde den Eindruck nicht los, dass ihr einziger Daseinszweck der ist, Leon in einem besseren Licht dastehen zu lassen. Ich verfolge die Geschichte noch ein gutes Stück weiter - die ersten malerischen Erfolge für den Geschichtshelden beginnen sich abzuzeichnen. Was genau der ausschlaggebende Punkt war, kann ich nicht (mehr) sagen. Jedenfalls habe ich in diesem Segment abgebrochen. Durch die begleitende Leserunde kannte ich schon in groben Zügen den Ausgang und der Weg dorthin hat leider kein Interesse wecken können. Zwei Sterne für die aufmerksame Beschreibung der Lebensweise des Nomadenvolkes. Sonst entsprach das Buch leider nicht meinen Erwartungen. Mehr Glaubwürdigkeit / Nachvollziehbarkeit für Frankreich hätten der Erzählung gutgetan. Viele der dort auftretenden Personen schienen mir sehr 'von der Stange' gezogen. Ausschließlich Staffage für den Helden. Vielleicht hätte es der Erzählung tatsächlich gutgetan, wenn sie im arabischen Raum geblieben wäre. Was die Sternenvergabe angeht, liegt das Buch ziemlich genau zwischen einem und 2 Sternen.

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    • 2
  • Eine Begegnung mit der Kultur der Tuaregs - aus der mehr hätte werden können

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    Das COVER dieses Buches ist eines der schönsten, die ich jemals gesehen habe und verdient schonmal einen großen Stern! Die Idee des Buches, dem Leser die Welt der Tuaregs näher zu bringen, ist jedoch nach meiner Meinung nur teilweise gelungen - und hätte einen besseren Schluss und mehr Authentizität verdient. Inhalt (Klappentext Buchrücken): In der Wüste gibt es nichts - und es gibt alles. Keine andere Landschaft der Erde wühlt so tiefgreifende Emotionen auf, und das gilt in ganz besonderem Maße für die Sahara, die Königin unter den Wüsten. In der Ténéré, wie die Tuareg sie nennen, erzählt Richard Mackenrodt eine unglaubliche Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert. Azahrú wächst auf als Sohn eines Tuareg-Anführers. Sein Name bedeutet der weiße Löwe, und noch ahnt er nicht, warum man ihn so genannt hat. Denn in Wirklichkeit ist er der Sohn deutscher Eltern, die längst tot sind. Dem monströsen Rätsel seiner Herkunft kommt Azahrú erst viele Jahre später auf die Spur, und er hat dafür einen hohen Preis zu zahlen.  Dieser Roman erzählt eine machtvolle Geschichte über Heimat, Identität und Erlösung. Und fast wie nebenbei auch noch eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten. Meine Meinung: Der erste Teil des Buches spielt Ende der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts und handelt von den Eltern Azahrús, die zu einer Expedition nach Nordafrika aufbrechen, da der Vater die soziale Gemeinschaft und die Kultur der Tuaregs studieren möchte und sich hierbei mit einer Gruppe der Tuaregs anfreundet. Hier lernen wir die - sich wirklich im Untergehen begriffene - alte Tradition des Berbervolkes der Tuaregs kennen, ihre Gastfreundschaft und kulturellen Eigenheiten wie auch Traditionen... Die erste Hälfte des Buches hat mir aus genau diesem Grunde recht gut gefallen, allerdings gibt es in der zweiten Hälfte einen "europäischen Teil", den ich nicht sehr passend zu dem vorangelesenen Roman fand: Hier wurden - trotz der guten Absicht des Autors - allzuviele Klischees bedient, auch war es für mich nicht glaubwürdig, dass unser Held sich - seiner französischen Freundin bzw. deren Eltern zuliebe - in einer Banklehre wiederfand, die er eigentlich gar nicht wollte. Der zweite Teil glitt in eine Märchenhaftigkeit ab, was mich persönlich eher enttäuschte (so wurde Azahrú auch binnen kürzester Zeit ein sehr erfolgreicher Maler, was ich ebenfalls unrealistisch und etwas dick aufgetragen fand).  Fazit: So sehr mich der erste Teil des Romans erreicht hat, so wenig ansprechend fand ich leider den zweiten Teil, sodass meine Wertung bei 3 Sternen liegt - wobei ein Stern davon an das unglaublich toll gestaltete  Motiv des wunderschönen Covers geht.

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    • 3
  • Debütautoren 2014 - neue Bücher entdecken, lesen & empfehlen!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Bereits zum dritten Mal wollen wir in diesem Jahr gemeinsam deutschsprachige Debütautoren und ihre Bücher entdecken. Fast 200 Leser haben sich 2013 beteiligt und die Bücher von über 170 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2014 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestsellerautoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestsellerautoren von morgen. Aktuelle oder demnächst startende Aktionen: Leserunde zu "Auf zwei Flügeln zum Glück" von Dr. Andrea F. Polard Leserunde zu "Endlich selbstbestimmt Frau sein! Erst mutig, dann glücklich!" von Martina Nachbauer Leserunde zu "Glasgesichter" von Cordula Hamann Leserunde zu "Bluterben - Nachtahn 2" von Sandra Florean Leserunde zu "Prozentrechnen" von Tina Weng Leserunde zu [identität] von Christian Lorenz Leserunde zu "Weggetrieben" von Johannes Möhler Leserunde zu "Tödliche Flaschenpost" von Susanne Limbach Leserunde zu "Ex & Mops" von Tina Voß Leserunde zu "LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel" von Eva Siegmund Leserunde zu "Katerfrühstück mit Aussicht" von Jennifer Wellen Leserunde zu "Die Heilerin vom Strahlenfels" von Antonia Salomon Leserunde zu "Der tote Schatten" von Susanne Ferolla Leserunde zu "Tote Väter" von Andrea Weisbrod Leserunde zu "Essenz der Götter I" von Martina Riemer Leserunde zu "Das Vermächtnis des Unbekannten" von Marc Weiherhof Leserunde zu "Josh & Emma: Soundtrack einer Liebe" von Sina Müller Leserunde zu "Die Offenbarung des Frühlings" von Elisabeth Koll Leserunde zu "Verloren in der grünen Hölle" von Ute Jäckle Leserunde zu "Die Quintessenz von Staub" von Nora Lachmann Leserunde zu "Die Schlangenmaske" von Annabelle Tilly Leserunde zu "Mord im Viertel" von Cord Buch Leserunde zu "MC Blutige Engel" von Wolfgang Quest Leserunde zu "Dunkellicht" von Martin Ulmer Leserunde zu "Die ummauerte Stadt" von Jan Reschke Buchverlosung zu "The Rising - Neue Hoffnung" von Felix Münter Leserunde zu "In den Straßen von Nizza" von Robert de Paca Leserunde zu "Meine Trauer traut sich was!" von Andrea Riedinger Leserunde zu "Die Lichtung" von Linus Geschke Leserunde zu "Im Zentrum der Lust" von Alissa Stone Leserunde zu "Meine inoffizielle Selbsthilfegruppe" von Mathilda Kistritz Leserunde zu "Hummeln im Herzen" von Petra Hülsmann Leserunde zu "Das Gesternberg-Haus" von Charlotte Schroeter Leserunde zu "The Rising 2 - Das Gefecht" von Felix A. Münter Leserunde zu "Liebe, Sünde, Tod" von Monika Mansour Leserunde zu "Hotline" von Jutta Maria Herrmann Leserunde zu "Flamme der Seelen" von Melanie Völker Leserunde zu "Goodbye, Jehova!" von Misha Anouk Leserunde zu "Ohne Erbarmen" von P.M. Benedict Leserunde zu "Die Verborgene" von Sarah Kleck Leserunde zu "Ivory - Von Schatten verführt" von Regina Meißner Leserunde zu "Brombeerblut" von Cornelia Briend Leserunde zu "Alia: Der magische Zirkel" von C.M. Spoerri Leserunde zu "Zeit für die Liebe" von Anna Herzig Leserunde zu "Auf Freiheit zugeschnitten" von Margret Greiner Leserunde zu "Die Chroniken der Seelenwächter - Band 1: Die Suche beginnt" von Nicole Böhm Leserunde zu "Hotline" von Jutta Maria Herrmann (14.10.2014) Leserunde zu "Das mit dir und mir" von Sabine Bartsch (20.11.2014) -- Leserunde zu "MC Blutige Engel" von Wolfgang Quest Leserunde zu "Das Lächeln der Leere" von Anna S. 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Stein Leserunde zu "Ausgeweidet" von Brigitte Lamberts Leserunde zu "Am Ende schmeißen wir mit Gold" von Fabian Hischmann Leserunde zu "Des einen Freud, des anderen Tod" von Emlin Borkschert Leserunde zu "Ella - Ein Hund fürs Leben" von Daniel Wichmann Fragefreitag zu "Es wird keine Helden geben" mit Anna Seidl Leserunde zu "Das letzte Polaroid" von Nina Sahm Leserunde zu "Teufelsgrinsen" von Annelie Wendeberg Leserunde zu "Hanna und Sebastian" von Thomas Klugkist Leserunde zu "Dachdecker wollte ich eh nicht werden" von Raul Krauthausen Leserunde zu "Mindfuck Stories" von Christian Hardinghaus Leserunde zu "Wo der Hund begraben liegt" von Beate Vera Leserunde zu "Das Lachen der Hyänen" von Johannes Zacher Ablauf der Debütautoren Aktion: Es geht darum im Jahr 2014 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig ab 24. Dezember 2013 bis Ende 2014 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt. Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen. Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2015 zu lesen und zu rezensieren. Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken! 'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2014 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2014 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint! Wie kann man mitmachen? Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann diesen Beitrag unter eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch, um euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten - ihr müsst nicht jede Rezension extra posten, sondern es reicht diesen Sammelbeitrag aktuell zu halten. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werden aber nur alle paar Wochen, in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Weitere Informationen Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich! Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim! Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen. Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen. Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den unten angehängten Büchern auf. Wenn ihr ein Buch entdeckt, von dem ihr denkt, dass es auch zählen müsste, so schreibt mir eine Nachricht und ich überprüfe das dann. Bitte listet erst auf meine Zusage hin ein solches Buch auf. Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude! Für Autoren: Du bist Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! Auch Leser können selbstverständlich Autoren vorschlagen. Bitte schickt mir dazu eure Nachricht mit Vorschlägen und ich versuche dann, etwas mit dem jeweiligen Autor zu organisieren. PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-) Teilnehmer: 19angelika63 (15/15) Alchemilla (0/15) anastasiahe (5/15) anell (0/15) Annilane (0/15) Anniu (0/15) Antek (23/15) anushka (15/15) Arizona (4/15) babsl_textblueten (1/15) bluebutterfly222 (0/15) Blutengel (0/15) bookgirl (17/15) Brilli (17/15) Buchrättin (29/15) Bücherwurm (0/15) Caress (0/15) Cellissima (9/15) Chiawen (1/15) Christlum (0/15) clair (6/15) Clairchendelune (0/15) coala_books (0/15) conny (3/15) Curin (2/15) DaniB83 (7/15) dany1705 (0/15) danzlmoidl (7/15) Darayos-von-Wichelkusen (0/15) dieFlo (57/15) Donauland (17/15) DonnaVivi (6/15) dorli (13/15) Dreamworx (46/15) duceda (4/15) elane_eodain (3/15) Eskarina* (8/15) eskimo81 (11/15) Floh (21/15) Franzis2110 (2/15) Frejana (0/15) Gela_HK (20/15) Gelinde (39/15) Gruenente (16/15) Gulan (8/15) Hanny3660 (4/15) HeartLand (0/15) hexe2408 (12/15) Hikari (7/15) Ignatia (0/15) janaka (18/15) janschina (0/15) Jaq82 (2/15) Jarin12 (0/15) jennifer_tschichi (0/15) JennyBrookeA (0/15) JessSoul (0/15) JoKaSoS (0/15) Kaisu (1/15) Kerstin_Lohde (5/15) Kidakatash (0/15) kolokele (2/15) Krimine (48/15) LaDragonia (0/15) LadySamira091062 (12/15) laraundluca (15/15) lesebiene27 (15/15) LeseMaus (0/15) Letanna (16/15) LibriHolly (5/15) Lilli33 (15/15) LimaKatze (16/15) LimitLess (11/15) Line1984 (0/15) Literatur (1/15) Loony_Lovegood (0/15) Looony (10/15) Lua23 (0/15) mabuerele (26/15) Marcuria (0/15) MarkusDittrich (0/15) Marlis96 (1/15) martina400 (16/15) Matalina85 (6/15) Mausezahn (8/15) mecedora (0/15) Meduza (1/15) MelE (23/15) Melpomene (0/15) merlin78 (14/15) Mikki (7/15) Mira123 (0/15) missmistersland (4/15) moorlicht (13/15) Moosbeere (9/15) Mrs_Nanny_Ogg (0/15) Nicki-Nudel (0/15) Nova7 (0/15) Pascal_Trummer (0/15) raven1965 (0/15) robberta (17/15) Rockmaniac (0/15) roseF (0/15) saskia_heile (1/15) Sassi123 (0/15) schafswolke (18/15) schlumeline (15/15) SchwarzeRose (15/15) Seelensplitter (7/15) Simona1277 (0/15) SmilingKatinka (0/15) Solifera (0/15) solveig (1/15) sommerlese (22/15) Sonnenwind (5/15) Spatzi79 (2/15) Starlet (1/15) steffchen3010 (0/15) steppenwoelfin (0/15) Stjama (0/15) Strickliesel22 (0/15) sursulapitschi (13/15) TanjaJasmin (0/15) Themistokeles (0/15) thora01 (22/15) Tiana_Loreen (15/15) tineeey (0/15) Tinkers (15/15) vielleser18 (9/15) villawiebke (0/15) Waldschrat (0/15) Wildpony (1/15) ZauberFeder (1/15) Zsadista (16/15) Zweifachmama (0/15) Zwerghuhn (15/15) Es zählen ausschließlich die Bücher, die später an diesem Beitrag angehängt sein werden:

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    • 1096
  • Der Weg wurde leider auch hier verloren..

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    15. December 2014 um 14:23

    Azahrú wächst inmitten der Tuareg, einem Nomadenvolk der Wüste auf. Sein Leben ist karg und dennoch könnte es für ihn nicht glücklicher sein. Er gehört zu ihnen - und ahnt lange nicht, dass er eigentlich das Kind deutscher Eltern ist. Als er dies erkennt gerät seine Welt ins Wanken.  Diese Rezension fiel mir deutlicher schwerer, als ich es sonst gewohnt bin. Dieses Buch ist wundervoll und langatmig, bezaubernd und völlig vorhersehbar. Es hat mich also gleichzeitig völlig vom Hocker gerissen und gleichzeitig enttäuscht. Letztendlich bin ich dann also irgendwo in der Mitte gelandet. Den Anfang hätte man besser nicht machen können. Auf der ersten Seite hat man sein gemütliches Leseplätzchen bereits verlassen und befindet sich mitten in der Wüste. Gemeinsam mit einem deutschen Paar kann man sich langsam und behutsam an eine fremde Kultur heran tasten. Im Laufe dieses Buches hatte ich tatsächlich das Gefühl, etwas gelernt zu haben. Und das ist für mich, wenn ich dabei auch noch Spaß hatte, einer der größten Gewinne, die mir ein Buch bringen kann. Nach dem Lesen scheinen die Tuareg immer noch faszinierend, immer noch irgendwie mysteriös, aber bei weitem nicht mehr so fremd wie zu Beginn. Nur die Entwicklung des Protagonisten hätte ich mir anders gewünscht. Als sich Azahrú auf seine Reise nach Europa begibt war mir der übrige Weg des Buches völlig klar. Ich wusste was passiert - und hoffte doch, dass ich mir irre. Ich blätterte also nur noch mehr oder weniger lustlos durch die Seiten und dachte mir an der einen oder anderen Stelle "Ich hab's ja gesagt." Den Münchner Part hätte es für mich dann gar nicht gebraucht, der hatte für mich Logiklücken und war einfach überflüssig. Gefreut habe ich mich dann wieder auf das Ende. Doch auch das hat mich leider enttäuscht. Die entstandenen Konflikte wurden viel zu schnell abgehandelt - als Film hätte das vielleicht gepasst, für ein Buch leider nicht. 

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  • Ein schöner Abenteuerroman

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    schafswolke

    schafswolke

    15. December 2014 um 12:38

    Das deutsche Ehepaar Luise und Franz macht sich auf die Suche nach den Tuareg, um mehr über sie und das Leben in der Wüste zu erfahren. Die beiden sind fasziniert von den Menschen und möchten gar nicht mehr zurück nach Deutschland, Azahrú wächst als Sohn eines Turareg--Anführers auf, doch eines Tages erfährt er seine wahre Herkunft. Von nun an beginnt sich sein Leben zu verändern und immer öfter macht er sich Gedanken über seine eigentlichen Wurzeln. Azahrú befindet sich im Zwiespalt, welche Wurzeln machen ihn mehr aus? Und do begibt er sich auf die Suche nach sich selbt. Mir hat der Ausflug in die Wüste gut gefallen. Die Beschreibungen von den Tuareg und der Landschaft haben mich in eine andere Zeit und an einen anderen Ort versetzt. Bei den Figuren fand ich die Männer interessanter als die Frauen, denn ich empfand die Frauen ein wenig blaß, obwohl sie es nicht hätten sein müssen. Die Figuren handeln hier nicht immer logisch, aber tut man das selbst nicht auch manchmal? Durch ihre Fehler wirken sie zwar manchmal unsympathisch und gerade das macht sie auch gleichzeitig wieder sympathisch. Das Ende kam mir benahe etwas zu schnell, denn ich wäre gerne noch ein wenig bei den Tuareg geblieben nnd hätte mehr Zeit mit ihnen verbracht. Ich vergebe für das Buch von Richard Mackenrodt 4 Sterne.

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  • Ein beinahe gelungener Abenteuerroman

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    wandablue

    wandablue

    Beinahe gelungener Abenteuerroman. Die Tuareg, ein Nomadenvolk in Nordafrika, sind ein wunderbarer Menschenschlag. Karg ist ihr Leben und entbehrungsreich, aber auch frei, unabhängig und stolz. Die Stellung der Frauen ist der der Männer ebenbürtig, wenngleich die Rollenverteilung traditionell ist. Vor Jahren hat Alberto Vásquez-Figueroa, inspiriert durch sie, die Bücher "Tuareg" und "Die Augen der Tuareg" geschrieben, es soll ein bisher unübersetzter dritter Band vorliegen - zwei Abenteuerromane, die einem die Füsse weghauen, so gut sind sie, sowohl inhaltlich wie auch sprachlich. Deshalb hat mich das vorliegende Debüt von Richard Mackenrodt besonders interessiert. Und zu Anfang schien es, als ob dieser Roman - zwar anders in der Melodie, dennoch genau so faszinieren könnte, aber dann ... stellte sich doch heraus, dass der Autor weder die Spannung hochhalten, noch seine Thematik sinngebend verknüpfen, noch sprachlich mithalten kann. Azahrú ist ein Roman, in dessen Mittelpunkt ein junger Tuareg mit Identitätsproblemen steht. Weil Azahrú, der jugendliche Held, nämlich kein gebürtiger Tuareg ist, sondern der Sohn eines deutschen Ehepaars, jedoch aufgewachsen bei dem Stamm dieses Volkes, adoptiert vom Stammesführer und dessen Frau. Der Roman, als Abenteuerroman angelegt, ist in fünf Teile gegliedert, wobei die ersten drei in Afrika spielen, im vierten gibt es einen Abstecher nach Europa und im fünften erfolgt die Rückkehr. Die Stärke des Romans liegt in seinem Sujet, seine große Schwäche im Stilistischen und in der Schablonenhaftigkeit mancher Nebenfiguren. Der Plot würde wohl durchtragen, doch die Wendungen, z.B. die Liebesgeschichten und die Reise nach Paris, weisen viele Unbeholfenheiten auf, ja, Naivitäten; die Liebesszenen sind schlüpfrig, also Groschenheftniveau. Grosse Literatur ist der Roman also nicht. Solange der Roman sich den Jugenderlebnissen des Protagonisten widmet, samt der Geschichte seiner Herkunft, ist er authentisch und hat mich trotz stilistischer Unsauberkeiten in Bann geschlagen. Die Hitze der Wüste, die Unwägbarkeiten des Lebens, die Bedrohungen des Stammes der Tuareg, durch die deutsche und die französische Armee, denen das Nomadentum der Tuareg ein Dorn im Auge ist und die Zwiespalte des Stammes, das war abenteuerlich und spannend. Die Protagonisten des Stammes sind gut ausgefüllt und leben. Doch die europäische Reise tut dem Roman nicht gut. Zu konstruiert ist der Weg dahin und „die Bösen“ sind halt nur die Bösen, sie werden missbraucht für die Kausalzusammenhänge und deshalb wird im Fortgang der Roman eindimensional und verliert völlig an Qualität. Dialoge und Sprache sind jetzt flach, unnatürlich, häufig peinlich, die Tuareg sprechen Gassensprache, und das paßt nicht. Das Leben in Europa ist durch platte Effekte und durch das Abgleiten ins Märchenhafte schnell abgehandelt. Ein Zweiteiler wäre geschickter gewesen, der es erlaubt hätte, den ausserafrikanischen Teil epischer und phantasievoller zu gestalten. Fazit: Stilistisch nicht versiert, macht die Geschichte bis über die Hälfte hinaus dennoch super Laune. Doch zu häufig trifftet das Buch ab ins Triviale oder Belehrende und in der zweiten Hälfte häufen sich leider handwerkliche Unfertigkeiten sowie sprachliche No Gos. Ein kompetenter Lektor würde hier Abhilfe schaffen. Kategorie: leichte Unterhaltung Verlag: Edition Takuba, 2014

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    • 8
  • Azahrú – Wer den Weg verliert

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    Nicky_G

    Nicky_G

    01. December 2014 um 14:59

    Louise und Franz reisen in die Wüste, um das Leben der Tuareg zu erforschen. Während eines Sandsturms werden sie von einem Stamm gerettet und freunden sich vor allem mit dem Stammesführer und seiner Frau an. Als Louise schwanger ist, weigert sie sich, nach Deutschland zurückzukehren und stirbt bei der Geburt von Leo. Als sein Vater ein paar Jahre später ermordet wird, wächst er bei dem Tuaregstamm auf und wird fortan Azahrú genannt. Der Leser begleitet Azahrú auf seinem ungewöhnlichen Lebensweg durch die Wüste, bis er sich als junger Mann in eine Französin verliebt und nach Frankreich geht, das für ihn eine komplett andere Welt bedeutet. Allerdings hält er es dort nicht lange aus und nach wenigen Jahren sehnt er sich so sehr nach seiner Familie zurück, dass er seinem europäischen Leben den Rücken kehrt. Auch wenn es ein paar stilistische Mängel gibt und zuweilen die Worte nicht richtig gewählt scheinen oder sich Sätze etwas holperig lesen, so war es doch ein großes Abenteuer diese Buch zu lesen. Das Thema ist ungewöhnlich, die Lebensgeschichte Azahrús sowieso, aber gerade das macht es so interessant. Das spartanische Leben der Tuareg in der Wüste, die sich aber selbst als reich betrachten, stimmt nachdenklich. Vor allem im Anbetracht, dass manche Menschen alles auf ihre Lebensbedingungen umstellen wollen und andere Lebensweisen nicht anerkennen. Die Szenen des einfachen Wüstenlebens sind wunderbar und bildreich wiedergegeben. Das ist die Stärke dieses Romans, an die sich direkt seine Schwäche anknüpft: der Gang nach Europa. Natürlich ist es interessant zu lesen, was ein Tuareg alles nicht kennt und wie fremd er sich dort fühlt, aber für mich gibt Azahrú zu leicht seine Identität auf. Oder findet er in Paris seine wahre Identität? Nein, denn allzu bereit ist er, wieder nach Afrika zu gehen und dort bei seinem Stamm zu leben und Paris, Madeleine und alles andere dort zu vergessen. Ich war ein wenig enttäuscht von seinem Verhalten, aber der Schluss hat mich einigermaßen versöhnt.Alles in allem ein toller Abenteuerroman, der nachdenklich stimmt und die Kultur der Tuareg näher bringt und dem Leser dadurch zeigt, dass nicht alles uniform sein muss und jede Lebensweise lehrreich ist.

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  • Schönes Thema mit kleinen Schwächen

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    Buchina

    Buchina

    26. November 2014 um 12:05

    Bei  sogenannten Afrika-Romanen bin ich oft etwas skeptisch, weil sie sehr häufig klischeehaft sind und Afrikaner meist eher eine untergeordnete Rolle spielen. In dieser Hinsicht hat mich „Azahrú“ überrascht. Man merkt sofort, dass dem Autor die Tuareg und ihr Leben in der Wüste wichtig sind. Er will ihre Würde zeigen.  Azahrú ist zwar der Sohn eines deutschen Ehepaares, wächst aber bei den Tuareg auf. Auch durch seine Augen erfährt der Leser vom typischen Leben der Tuareg, noch zu Beginn des 20. Jh. Aber auch hier gibt es immer mehr Veränderungen, beschleunigt durch den Zweiten Weltkrieg, der auch nicht vor Afrika halt macht. Dieses erste große Drittel des Romans, der das Aufwachsen Azahrús erzählt, ist spannend und abwechslungsreich. Das Leben bei den Tuareg konnte ich mir sehr gut vorstellen und die einzelnen Charaktere mit ihren kleinen Schwächen waren mir sehr sympathisch.   Es folgt ein kürzerer Abschnitt, der in Europa spielt. Ohne zuviel zu verraten, fand ich diesen Teil sehr viel schwächer. Für mich war es zum Teil unglaubwürdig und manches auch zu unlogisch. Es bleibt spannend, aber die Charaktere hier waren zum großen Teil zu klischeebehaftet. Zurück in Afrika gefiel mir der Roman wieder sehr viel besser. Sehr gut war hier auch, dass die Veränderungen in der Gesellschaft der Tuareg ganz gut aufgezeigt wurden, obwohl es manchmal etwas belehrend wirkt.  Insgesamt war er für mich aber ein guter Roman über die Tuareg, deren Leben hier mit viel Respekt beschrieben wird. Der Spannungsbogen wird fast die ganze Zeit gehalten und es macht einfach Spass das Leben von Azahrú zu verfolgen. Sprachlich fand ich es auch in Ordnung. Die Perspektivwechsel fand ich erst verwirrend, aber dann fand ich es für die Spannungsbogen  gut gelöst. Wie gesagt gibt es einige Schwächen im Europateil des Buches, deshalb auch ein Stern Abzug. Dennoch möchte ich den Roman jedem empfehlen, der wirklich mal etwas über ein afrikanisches Volk lesen möchte und Afrika nicht nur als Kulisse interessant findet.

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  • Unterhaltendes Abenteuer mit leider einigen handwerklichen Schwächen

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    Insider2199

    Insider2199

    22. November 2014 um 20:41

    Unterhaltendes Abenteuer mit leider einigen handwerklichen Schwächen „Azahrú“ ist der erste Roman des Drehbuchautors Richard Mackenrodt für dessen Plot er eine wahre Begebenheit verwendet – ein weißer Junge wächst bei den Tuareg auf, einem Wüstenvolk in der Sahara – und spinnt drum herum eine fiktive Abenteuergeschichte, in der die Kulturen zusammenprallen. Zum Inhalt: Azahrú (ca. 1930 geboren), "der weiße Löwe", dessen Leben eine Wende erfährt, als er von seinen deutschen Eltern erfährt, begibt sich als Erwachsener mit ca. 21 auf eine Identitäts-Suche, die ihn schließlich auch zu seinen Wurzeln, ins fremde Europa führt, nach Paris und München, wo er – wie der Untertitel bereits andeutet – „den Weg verliert“. Doch die Sehnsucht nach der Wüste und der Heimat bleibt ... Meine Meinung: Der Roman beginnt vielversprechend. Sehr schnell wird man als Leser in diese fremde Wüstenwelt der Tuareg eingesogen, dessen Faszination man sich nur schwer entziehen kann. Man lernt die Bräuche und Sitten kennen und stellt schnell fest, dass Freiheit das höchste Gut dieses Nomadenvolkes ist, das aus diesem Grund mit den französischen Soldaten in Konflikt gerät, die es zur Sesshaftigkeit zwingen wollen. Doch die Tuareg, die sich selbst „Imushaq – die Freien“ nennen – sind bereit, für Freiheit sogar ihre Leben zu opfern. Koumamá, der Stammesführer, und Fatou, seine Frau, die neben Azahrú noch ihre beiden leiblichen Töchter Mariamá und Dafinah aufziehen, sind sehr weise und leben mit ihrem Volk in völliger Verbundenheit mit der Natur und allen Lebewesen. Frauen erfüllen nicht einfach nur die Mutterrolle, sondern tragen Verantwortung für das Heim und sind den Männern ebenbürtig. Bis eines Tages Azahrú als 11-Jähriger zum ersten Mal bei der jährlichen Karawane mitreiten darf und etwas vorfällt, das Koumamá veranlasst, seinen Sohn über dessen europäische Wurzeln aufzuklären. Damit beginnt die Identitätssuche, die den Leser zum eigentlichen Kern des Buches bringt: In der westlichen Welt, in der Azahrú gezwungen ist, sich anzupassen, um dazu zu gehören und zu gefallen, v.a. der Frau, die er liebt, „verliert er den Weg“, verliert er den Bezug zum wahren Glück im Gegensatz zum „Scheinglück“ der Wohlstandsgesellschaft, verliert die Verbindung zur Natur und das Eins-sein mit allen Lebewesen, das er nur aus der Wüste kannte, wo er beim Schlafen noch in die sternenklare Nacht schauen konnte – im Kontrast zur verbauten Großstadt, wo man den Himmel nicht sehen kann – oder wo die Menschen noch kostbare Güter wie Wasser zu schätzen wissen, was in der Luxus-Gesellschaft einfach nach dem Toilettengang weggespült wird. „Aman iman“, sagen die Tuareg: „Wasser ist Leben“, und da in diesem Roman Wasser als Synonym für Leben steht – sehr treffend für einen Wüstenroman! – geht die Kernaussage noch einen Schritt weiter und gibt zu Bedenken, dass der Wohlstandsmensch in Paris oder München nicht einfach nur das Wasser verschwendet, sondern sein ganzes Leben! Diese Metapher gefällt mir zwar sehr gut, aber sie könnte evtl. deutlicher heraus gearbeitet werden, da die Kernaussage sicherlich nicht jedem Leser deutlich wird (das war zumindest meine Erfahrung in der Leserunde). Oder vielleicht liegt es auch daran, dass der Paris-Teil zu hastig und schnell erzählt wurde – ich hätte eher an einigen unwichtigen Sub-Plots gestrichen (z.B. der deutsche Background von Azahrú, d.h. seine Eltern inkl. Hermann und Gerhard etc.) und hätte dafür den Paris-Teil mehr ausgebaut, um Figuren mehr Raum und Zeit zu lassen, dem Leser Motivationen klarer zu machen. Soweit so gut: ein unterhaltsamer Plot und eine interessante, zum Nachdenken anregende Kernaussage! Wenn nun, leider gibt es ein wenn, wenn die vielen handwerklichen, also schreibtechnischen Schwächen nicht wären: Vermischung von Personaler Erzähl- mit Ich-Perspektive innerhalb eines Kapitels, ja sogar auf der gleichen Seite; verkürzte Wort-für Wort-Wiederholung des Prologs im späteren Kapitel als angeblich gutes Stilmittel; unklare Motivationen von Figuren, v.a. des Helden; Sub-Plots, die zu ausführlich ausgeführt werden und kein Ende besitzen (also am Schluss unbeantwortet in der Luft hängen) usw. Ich habe bei „LovelyBooks“ bei einer Leserunde teilgenommen und hatte das Privileg, mich mit dem Autor direkt austauschen zu dürfen. Dieser vertritt die Meinung, um es mal locker und salopp auszudrücken, dass „Regeln“ da seien, um auch gebrochen werden zu dürfen und beim Schreiben habe man diese Freiheit, mit Konventionen zu brechen. Alles schön und gut, jeder Autor sollte sich in seinem Roman ausleben dürfen, aber meines Erachtens ist dies auch möglich, ohne die handwerklichen Regeln zu brechen. Fazit: Ein Abenteuerroman, der mich ein wenig an „Der mit dem Wolf tanzt“ erinnert hat, den ich sogar über weite Strecken sehr unterhaltsam fand, der mich wegen der interessanten Kernaussage zum Nachdenken anregte, der mich aber dann letztlich handwerklich, sprich qualitativ nicht überzeugen konnte (daher ein Stern Abzug)! Ein Roman, der mich durch sein wunderschönes Cover und das Genre stark angesprochen hat, der das Potenzial zu 5-Sternen gehabt hätte, dem ich aber einen weiteren Stern wegen inhaltlicher Schwächen im zweiten Teil abziehen muss – der Paris-Teil ist meiner Meinung zu hastig erzählt, auf den Münchner-Teil hätte ich vollkommen verzichten können, weil er vom eigentlichen Kern ablenkt – und der Schluss ist leider vorhersehbar und als Finale zu lau, auch zu rosig.

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  • Tolles Debüt mit kleineren Schwächen

    Azahrú: Wer den Weg verliert
    Jashrin

    Jashrin

    21. November 2014 um 12:28

    In den 30er Jahren wächst Azahrú als Sohn von Koumamá  auf, einem Stammesführer der Tuareg. Er ist in der Wüste zu Hause und erfährt erst durch eine schicksalhafte Begegnung, dass er eigentlich Leo ist, der Sohn eines deutschen Paares, welches mit seinen Zieheltern eng befreundet war. Entsprechend seinem deutschen Namen nannte Koumamá Leo Azahrú, was so viel wie der weiße Löwe bedeutet. Diese Namensgebung zeugt von Respekt gegenüber den leiblichen Eltern, aber Azahrú weiß lange Zeit nicht, was sein Name wirklich bedeutet. Dass Wissen um seine Herkunft ist schwierig für ihn und es dauert eine Weile bis er nach Europa geht und diese für ihn völlig andere Welt kennenlernt. Kann sie auch seine Heimat werden? Richard Mackenrodt, eigentlich erfolgreicher Drehbuchautor, entführt uns mit seinem Debütroman mitten in die Sahara. Die Geschichte, die er uns erzählt beruht auf wahren Gegebenheiten, wenngleich auch Vieles Fiktion ist. Er lässt die Wüste und das Volk der Tuareg vor unserem inneren Auge auferstehen und schafft es scheinbar mühelos den Leser tief mit in die Geschichte um Azahrú hineinzuziehen. Seinen Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden, besonders in den Teilen die in der Wüste spielen. Über das ein oder andere stilistische Mittel mag man streiten, aber mich hat es im Lesefluss in keinster Weise gestört. Die meisten Charaktere sind liebevoll gezeichnet und man kann gut mit ihnen mitfühlen und sich in sie hineinversetzen. Zwar mögen einem nicht alle Figuren ans Herz wachsen, aber man sie sich gut vorstellen. Mein Lieblingscharakter war nichtmals so sehr der Protagonist sondern seine Schwester Dafinah und das Stammesmitglied Lassad. Besonders von letzterem hätte ich gerne noch mehr gelesen. Alle drei werden von höchst unterschiedlichen Motiven angetrieben und zeichnen sich durch ganz andere Charakterzüge aus, doch sie haben alle gemeinsam, dass ihre Heimat lieben und ihren Platz darin erst finden müssen. Azahrú, der, nachdem er von seiner wahren Herkunft erfährt, erst lernen muss ob und was dieses Wissen für sein Leben für Konsequenzen hat. Lassad, derjenige, der die Werte und Traditionen der Tuareg vielleicht am meisten hochhält und wertschätzt, aber im Rahmen seines Stammes nicht viel für sein Volk tun kann, dass immer wieder in die Sesshaftigkeit und andere Lebensweise gezwungen werden soll. Und Dafinah. Sind Männer und Frauen bei den Tuareg durchaus gleichberechtigt, so gibt es dennoch eine sehr traditionelle Rollenverteilung, die Dafinah nicht akzeptieren kann und will. So muss jeder kämpfen, um sich und seinen Weg und Platz im Leben zu finden. Richard Mackenrodt hat selbst einige Wochen mit den Tuareg gelebt und man merkt dem ganzen Buch an, dass ihm das Volk der imushaq, wie sie sich selber nennen, sehr am Herzen liegt. Gerade in den Worten und Taten des Stammesführers Koumamá und seiner Frau zeigt sich die Tradition und Weisheit dieses Wüstenvolkes. Daher haben mir persönlich auch die Teile, die in der Wüste spielen besser gefallen als der Teil in Europa. Ganz besonders in der ersten Hälfte des Buches bin ich dem Zauber der Wüste und der Tuareg voll und ganz erlegen. Insgesamt kann ich sagen, dass ich trotz einiger Kritikpunkte an manchen inhaltlichen Aspekten – auf die ich nicht näher eingehen mag, um nicht zu viel zu verraten – das Buch sehr mag und allen, die Interesse an fremden Kulturen, der Wüste oder natürlich an den Tuareg haben uneingeschränkt empfehlen kann. Ich habe Azahrús Weg gespannt mitverfolgt und denke, dass es anderen auch so gehen wird.

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