Richard Mackenrodt Mein Leben davor

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Inhaltsangabe zu „Mein Leben davor“ von Richard Mackenrodt

Dieses Buch erzählt die raue, harte Geschichte von Alex, einem Jungen, dessen Leben im Alter von 15 Jahren auseinanderzubrechen droht – weil ein rätselhafter, niederschmetternd starker Schmerz in seinem Kopf zu toben beginnt. Die Ärzte sind ratlos und finden nicht heraus, womit sie es zu tun haben. Alex bekämpft diesen Kopfschmerz mit den unterschiedlichsten Strategien – was ihn fast das Leben kostet.

Doch der Schmerz ist gekommen, um zu bleiben. Immer ist er da und quält ihn, jeden Tag, von morgens bis abends, viele Jahre lang. Bis Alex endlich auf die Idee kommt, die Ursache auf eine ganz andere und völlig neue Weise zu suchen. Bald steht er vor der Herausforderung seines Lebens. Will er seinen Frieden finden, muss er über Grenzen gehen, die nie zuvor ein Mensch überschritten hat.

Nach seinem euphorisch aufgenommenen Debüt-Roman Azahrú – Wer den Weg verliert legt Richard Mackenrodt hier ein zweites Werk vor, und es ist unglaublich, aber wahr: Dieser Roman erzählt eine Geschichte, die kein Buch je zuvor erzählt hat. Eine Geschichte, die beim Lesen geradezu körperlich weh tut. Eine atmosphärisch unfassbar dichte Ballade von Schmerz, Wiedergeburt und Erlösung.

Was für ein mieses Ende. Dieses Buch fängt so vielversprechend an und dann. Für mich eine Enttäuschung.

— Chica 75

Eine Geschichte, die es verdient gelesen, geliebt und nie wieder vergessen zu werden. Eins meiner Jahreshighlights 2015!

— YumikoChan28

Spannend bis zur letzten Seite

— Just-Art

Guter Schreibstil und eine unerwartete Wendung in der Mitte des Buches.

— leucoryx

Ein sehr spannendes Buch, mit einer enormen Wendung zum Schluss!

— LaureenSanoo

Ein sehr gefühlvolles und gleichzeitig überraschend witziges Buch mit wundervollen Charakteren.

— Nubia

Eine emotionale Geschichte über Schmerz, Selbstfindung und Wiedergeburt, grandios erzählt, berührend und mitreißend zugleich.

— louella2209

Absolut Klasse geschrieben. Ein Buch dass ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, ungewöhnlich und trotzdem faszinierend.

— grit0707

Ein Buch, gut recherchiert, spannend geschrieben und fesselnd bis auf die letzte Seite!

— Yoyomaus

Gibt es Leben davor? Bei dieser Lektüre muss man sich wohl damit auseinandersetzen

— Hexchen123

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Zu viel Fiktion für mich

    Mein Leben davor

    Chica 75

    05. July 2016 um 08:25


    Für mich war es einfach nichts. Leider fängt das Buch sehr realistisch und vielversprechend an und driftet dann in eine Art Fiktion ab, die nichts für mich war.
    Es ist aber trotzdem gut zu lesen und zuweilen auch ziemlich witzig.

  • Leserunde zu "Mein Leben davor" von Richard Mackenrodt

    Mein Leben davor

    RichardMackenrodt

    Alex ist ein ganz normaler, unauffälliger Junge, weder ein besonderer Draufgänger noch ein Außenseiter. Würde ihn jemand fragen, so würde er sagen, sein Leben sei ganz okay. Nicht unbedingt der totale Hit, aber okay. Doch dann, eines Abends, fällt etwas über ihn her: Ein rätselhafter, niederschmetternd starker Schmerz beginnt in seinem Kopf zu toben, und sein ganzes Leben droht völlig auseinanderzubrechen. Die Ärzte sind ratlos und finden nicht heraus, womit sie es zu tun haben. Alex bekämpft den Kopfschmerz mit den unterschiedlichsten Strategien - was ihn fast das Leben kostet.  Doch der Schmerz ist gekommen, um zu bleiben. Immer ist er da und quält ihn, viele Jahre lang. Bis Alex endlich auf die Idee kommt, die Ursache auf eine ganz andere und völlig neue Weise zu suchen. Bald steht er vor der Herausforderung seines Lebens. Will er seinen Frieden finden, muss er über Grenzen gehen, die nie zuvor ein Mensch überschritten hat.  Unglaublich, aber wahr: Dieser Roman erzählt eine Geschichte, die kein Buch je zuvor erzählt hat. Eine Geschichte, die beim Lesen geradezu körperlich weh tut. Eine Ballade von Schmerz, Wiedergeburt und Erlösung. Hier auf Lovelybooks schreiben Rezensenten: "Genial! Wer dieses Buch nicht liest, verpasst was! (...) Ich konnte aus dem Buch so viel mitnehmen - das schafft nicht jedes Buch. Es geht um Freundschaft, Liebe, Leid, Suizid-Gedanken, Sucht, Action, Geheimnisse, Hilflosigkeit ... (...) Es war unterhaltsam und authentisch! Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von Richard Mackenrodt lesen. (...) Meine absolute Leseempfehlung! Es lohnt sich wirklich!" (Annealmighty) "In seinem 2. Roman hat mich Richard Mackenrodt in eine unglaubliche Story entführt, die ich so nie erwartet habe.  (...) Man fragt sich immer wieder, wie man solche Schmerzen aushalten kann. Richard Mackenrodt beschreibt diese und auch Alex' Hilflosigkeit so unglaublich bildhaft, dass man das Gefühl hat, diesen Schmerz selbst zu empfinden.  (...) Mehr werde ich allerdings nicht verraten, denn das müsst ihr unbedingt selbst lesen.  (...) Leider kann ich an dieser Stelle nur 5 Sterne vergeben, aber dafür auf jeden Fall eine Leseempfehlung." (mienebaja-74) Und jetzt bist du dran: Ich starte eine Leserunde für meinen Roman "Mein Leben davor" und vergebe 15 kostenlose Rezensionsexemplare (Hardcover mit edlem Schutzumschlag und Lesebändchen). Du solltest mindestens 16 Jahre alt sein, um an der Leserunde teilzunehmen. Jüngere Leser könnten mit dem Inhalt des Buches möglicherweise überfordert sein. Bitte schreib mir einen möglichst aussagekräftigen Text, der mich davon überzeugt, dass gerade du ein Buch bekommen solltest! Viele Grüße und bis bald,  Richard Mackenrodt

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    • 319
  • Außergewöhnlich, schön und auf eine positive Art zerstörend.

    Mein Leben davor

    YumikoChan28

    Wer auch immer behauptet hat, Richard Mackenrodt hätte mit „Mein Leben davor“ eine Geschichte geschrieben, die es so zuvor noch nie gegeben hätte, dem muss ich definitiv recht geben. :) Dieser Roman kommt einer literarischen Offenbarung gleich, wenn er nicht sogar eine solche ist. Der wunderbare und zugleich auffallend ehrliche Schreibstil des Autors tut sein übriges. Richard Mackenrodt nimmt in diesem Roman kein Blatt vor den Mund und traut sich Dinge auszusprechen, über die ein Anderer vermutlich nur geschockt den Kopf geschüttelt hätte. Er versteht es seine Leser zu faszinieren und von Anfang bis Ende an diese Geschichte, die außergewöhnlicher nicht sein könnte, zu binden. Und zwar so, dass man sich auch noch Wochen, Monate, ja sogar Jahre später an diesen Roman, in dem ein scheinbar ganz gewöhnlicher Junge, nie da gewesene menschliche Grenzen überschreitet erinnert... Wer „Mein Leben davor“, bisher noch nicht zur Hand genommen hat, der sollte das unbedingt nachholen. Ich versichere euch ihr werdet es nicht bereuen... :) Fazit: Ein mehr als außergewöhnliches Buch, mit einem noch außergewöhnlicherem Ende, das es verdient gelesen, geliebt und nie wieder vergessen zu werden. Für mich eins der Jahreshighlights 2015!

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    • 2
  • etwas zum nachdenken...

    Mein Leben davor

    Just-Art

    10. November 2015 um 17:58

    Auf gerade mal 270 Seiten passiert soviel, wofür andere Autoren 500 oder mehr benötigen. Einmal angefangen zu lesen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.Das Schicksal von Alex ist so emotional und eindrucksvoll geschildert. Die sportlichen Wettkämpfe, die Alex bestreitet, sind genau beschrieben und auch sein Suchtverhalten ist absolut realistisch dargestellt. Dem Autor gelingt es nichts zu beschönigen, aber auch nicht zu übertreiben. Die Menschen die Alex` Weg kreuzen, wirken authentisch und jeder für sich hat eine einzigartige Persönlichkeit. Das Ende erzeugt Gänsehaut und lässt den Leser erstaunt und nachdenklich zurück. Man denkt plötzlich über Dinge nach , über die man vorher keinen Gedanken verschwendet hat.Was ist der Sinn des Lebens? Was geschieht mit der Seele nach dem Tod? Wieviel Einfluss haben wir auf unser Schicksal wirklich?  Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen.

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  • Lauf dem Schmerz davon, aber er wird dich einholen

    Mein Leben davor

    leucoryx

    18. September 2015 um 09:05

    In dem Buch "Mein Leben davor" geht es um den 15-jährigen Alex, der plötzlich eines abends unerklärliche, starke Kopfschmerzen bekommt. Die Ärzte wissen keinen Rat, so dass er selbst nach Abhilfe sucht. Drogen und Sex sind keine Dauerlösung und so findet er seine Zuflucht im Triathlon. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Der Humor macht es zu einem Lesevergnügen. Alex ist einem von Anfang an sympathisch und man leidet mit ihm mit. Den ersten Teil des Buch laß ich mit viel Freude, aber zu Beginn des zweiten Teils ändert sich die Stimmung und shcließlich sogar die Thematik. Das Buch wechselte bereits im ersten Teil von einer Krankengeschichte zu einer Sportgeschichte und im zweiten Teil wird auf einmal das Thema Reinkarnation sehr zentral. Es taucht zwar die Charaktere Eva auf, die man sofort ins Herz schließt, aber die Handlung wird doch ziemlich abwegig und unglaubwürdig. Ich fing an mich zu langweilen und wollte nur am Ende wissen, ob Alex seine Kopfschmerzen loswerden würde oder nicht, wobei der Handlungsverlauf da kaum Zweifel zu ließ. Die Personen und der Schreibstil sind wunderbar und alleine für dene rsten Teild es Buches hätte ich fünf Sterne vergeben, aber die Wendung hat mir gar nicht gefallen. Den Titel des Buches hatte ich anders interpretiert. Das Cover ist allerdings sehr passend zu der Geschichte.

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  • Eine Geschichte über das Leben und den Tod

    Mein Leben davor

    LaureenSanoo

    17. September 2015 um 18:28

    "Happiness is only real when shared." - Christopher McCandlessDer erste Satz: "Es ist lange her, und dennoch erinnere ich mich genau: Er kam, ohne sich vorher anzukündigen." Worum geht es? Alex ist 15 Jahre alt, als er eines Tages Schmerzen im Kopf bekommt. Schmerzen, die danach nie wieder weggehen. Täglich hat er Schmerzen im Kopf, und weiß einfach nicht, woher sie kommen. Die Ärzte wissen nicht, was er hat, und können ihm auch nicht helfen. Mit der Zeit gewöhnt Alex sich an die Schmerzen, lebt sein Leben und hat verschiedene Süchte, die ihm für einen kleinen Moment ermöglichen, den Schmerz zu vergessen. Doch eines Tages findet er heraus, woher die Schmerzen kommen. Von da an geht die Reise los. Was ist es nun, was ihn sein ganzes Leben lang geplagt hat? Alex, der Protagonist in diesem Buch, leidet seit seiner Pubertät an starken Schmerzen, die er einfach nicht loswerden kann. So verläuft sein Leben ganz anders, als geplant. Er wandert von Arzt zu Arzt, und kriegt trotzdem keine Antwort darauf, was er denn nun hat. Denn selbst die Ärzte wissen nicht, was sie tun können, um ihm zu helfen. Neben seinen ganzen Süchten ( Sex, Alkohol und Drogen) versucht er einfach, die Schmerzen zu ertragen, und sie dadurch zu dämmen. Die Handlung ist chronologisch aufgebaut. Zunächst erleben wir Alex in seiner Jugend, dann springt der Autor in der Zeit, und Alex ist ca. 30 Jahre alt. Nach seinem Klinikaufenthalt stößt er auf eine neue Sucht: Sport! Er wird weltberühmter Triathlon Sportler, und kann nicht anders, als täglich zu trainieren, damit der Schmerz wenigstens für eine kurze Zeit verschwindet. Die ganzen Charaktere in diesem Buch sind sehr gut ausgearbeitet, und individuell. Die Handlung hat mir größtenteils gefallen, jedoch habe ich ein paar Kritikpunkte. Für mich wäre es logischer, wenn Alex schon von Geburt an die Schmerzen gehabt hätte. Vor allem das Ende des Buches verstärkt diesen Kritikpunkt noch einmal. Außerdem war mir die Handlung an der ein oder anderen Stelle zu fantasievoll, und ausgedacht. Es kam einfach nicht mehr natürlich rüber, was ich sehr schade fand. Am Ende nimmt die Geschichte noch einmal eine ganz andere Wendung. Ich habe diesen Ausgang gar nicht mehr kommen sehen, und auch vor dem Lesen hatte ich eine ganz andere Vorstellung davon, wie das Buch sein könnte. Alles in allem ist es ein wirklich schönes Buch, mit einem sympathischen Protagonisten, und einer spannenden Wendung am Ende. Somit vergebe ich 4,5 von 5 Punkten. Leider kann man hier keine halben Punkte vergeben, also werden nur 4 angezeigt. Ich kann das Buch jedem empfehlen. Es ist lustig, charmant, dann wieder ernst und traurig. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle. Wie das echte Leben. Mein Lieblingszitat: (S.64) Irgendwann kommt Lücke, dann muss Elch den Mut haben und über Straße gehen."

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  • Ein großartiges Werk über ein außergewöhnliches Schicksal

    Mein Leben davor

    louella2209

    "Schmerz ist mein ständiger Begleiter" Der Titel des 1.Kapitels zieht sich wie ein Leitfaden durch die gesamte Handlung. Der 15-jährige Alex Magnusson wird plötzlich von einem furchtbaren Schmerz in seinem Kopf übermannt, der ihn fortan nicht wieder loslässt. Die Ärzte sind ratlos und die Medikamente lindern das Leid nur für kurze Zeit. Alex versucht selbst den Schmerz zu betäuben und versinkt in einem Sumpf von Sex und Drogen und landet, nach einem mißglückten Selbstmordversuch, in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Und gerade hier nimmt sein Leben eine entscheidende Wendung. Laufen, laufen, laufen, das bislang einzigste Mittel, das ihm dauerhaft Linderung verschafft und im Extremsport findet er seine Berufung. Doch ist das eine Lösung auf Dauer oder steckt etwas ganz anderes hinter dem Ganzen? Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Geschichte muss man einfach selbst gelesen haben. Meine Meinung: Mit dem Buch ist Richard Mackenrodt ein wahres Meisterstück geglückt. Auf gerade mal 270 Seiten passiert soviel, wofür andere Autoren 500 oder mehr benötigen. Einmal angefangen zu lesen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Schicksal von Alex ist so emotional und eindrucksvoll geschildert, das es fast autobiographisch wirkt. Freud und Leid liegen so dicht beieinander, man weiß nie, was einen auf der nächsten Seite erwartet. Dazu sind die angesprochenen Themen hervorragend recherchiert. Die sportlichen Wettkämpfe, die Alex bestreitet, sind bis ins letzte Detail beschrieben und erzeugen eine unglaubliche Spannung und auch sein Suchtverhalten ist absolut realistisch dargestellt. Dem Autor gelingt es nichts zu beschönigen, aber auch nicht zu übertreiben. Die Menschen die Alex` Weg kreuzen, wirken authentisch und jeder für sich hat eine einzigartige Persönlichkeit. Das Ende erzeugt Gänsehaut und lässt den Leser erstaunt und nachdenklich zurück. Die Wahrheit muss dann jeder für sich selbst herausfinden. Selten hat mich ein Buch so mitgenommen und nachhaltig beeindruckt. Man denkt plötzlich über Dinge nach , über die man vorher keinen Gedanken verschwendet hat. Was ist der Sinn des Lebens? Was geschieht mit der Seele nach dem Tod? Wieviel Einfluss haben wir auf unser Schicksal wirklich? 5 Sterne von mir für diesen herausragenden Roman. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen.

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    • 2

    Bella5

    16. September 2015 um 23:34
  • Sehr gelungen!

    Mein Leben davor

    Nubia

    14. September 2015 um 14:57

    Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben, denn es gibt einem sehr viel zurück und ist definitiv empfehlenswert. Die Geschichte um Alex mit harten Themen wie Süchte und Verzweiflung bringen den Leser sehr zum Nachdenken. Was mir besonders gut gefällt, sind die Charaktere die einen sehr zum Schmunzeln bringen und die trotz der Ernsthaftigkeit der Geschichte, das Buch auflockern und es dadurch zu einer vielseitigen Geschichte werden lassen. Ich finde des Weiteren, dass der Autor einen sehr besonderen und fesselnden Schreibstil hat, der den Leser das Geschehen miterleben lässt. Das einzige was mich an diesem Buch stört, ist dass es im Endeffekt sehr viel von der Wiedergeburt handelt, was nicht unbedingt ein Thema für jeden ist.

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  • Ungewöhnlich & nachdenklich machend: Mit einnehmendem Schreibstil & grandiosem Humor erzählt!

    Mein Leben davor

    Lovely_Lila

    14. September 2015 um 01:44

    Inhalt Im Alter von 15 Jahren verändert sich Alex‘ Leben von einem Moment auf den anderen. Ein unvorhersehbarer extremer Kopfschmerz setzt sich in seinem Kopf fest - und bleibt. Ständig wird seine Medikamentendosis erhöht, doch nach einer gewissen Zeit hört sie auf zu wirken. Immer neue Dinge probiert er aus, um dem Schmerz zu entgehen - und verliert auf dem Weg immer wieder Menschen, die ihm wichtig sind. Alex wächst vom hoffnungslosen Jungen zum gefeierten Extremsportler heran, aber der Schmerz bestimmt noch immer sein Leben. Doch dann öffnet sich auf einmal unerwartet eine neue Tür - und dahinter wartet Unglaubliches...   Meine Meinung   Lieblingszitat:  „Irgendwann kommt Lücke, dann muss Elch den Mut haben und über Straße gehen.“ S. 64 Schon der Einstieg gelang mir bei diesem Buch wunderbar leicht: Ab der ersten Seite fühlte ich mich mitten in der Geschichte, was sicher hauptsächlich am extrem einnehmenden Schreibstil des Autors liegt. Dieser ist genau richtig:  er ist weder zu einfach, noch unnötig kompliziert, stattdessen schafft er es mit Leichtigkeit Neugier beim Leser zu wecken und Spannung und Gefühle zu erzeugen. In diesem Buch geht es auch um Sport. Die Beschreibungen solcher Wettkämpfe könnten mit dem falschen Schreibstil unerträglich langweilig sein - mit dem richtigen aber fühlt und fiebert man richtig mit. Das Buch liest sich fast von alleine. Ich bin mir sicher, sogar wenn der Autor den Alltag einer Kuh beschreiben würde, würde Spannung aufkommen. Die Personen sind ebenfalls sehr gelungen. Jeder von ihnen ist einzigartig, mit liebenswürdigen Eigenschaften ebenso ausgestattet wie mit Macken. Die Figuren sind bis hin zu den Nebenpersonen komplex gestaltet, und auf jeden Fall einmalig. Mein Favorit war auf jeden Fall Dimitri, der mich nicht nur mit weisen Worten zum Nachdenken bringen konnte, sondern ebenso durch seine Erzählungen zum Lachen. Alex ist eine sehr sympathische Hauptperson. Man begleitet ihn dabei wie er sich vom hoffnungslosen Jungen in einen gefeierten Extremsportler verwandelt.  Auch wenn ich schon oft von diesem Jungen-Charakter gelesen habe, der sich bei Mädchen unsicher verhält und Jugendsprache verwendet, hat der Autor Alex doch viele Eigenschaften gegeben, die ihn von den anderen unterscheiden. Alex ist ehrlich, schlagfertig und hat Humor, der auch wirklich lustig ist. Von ihm war ich zum Beispiel nicht genervt,  weil er nicht wie diese anderen Figuren (oder deren Autoren?) extrem cool wirken wollte. Alex kaufe ich von seiner manchmal etwas vulgären Sprache bis hin zu seiner anfänglichen Unbeholfenheit bei Mädchen alles ab. Es gab nur eine Sache, die mich sehr an ihm gestört hat: Sein Umgang mit Frauen. Er hat sich fast nie bemüht, nett zu ihnen zu sein, hat sie schamlos ausgenutzt und sie oft auch angelogen. Das hätte nicht sein müssen, auch nicht, wenn er schlimme Schmerzen hat! Die Themen sind sicherlich ernst. Suizid wird ebenso angesprochen wie Sucht und die Frage nach einem lebenswerten Leben. Das Buch liest sich zu einem großen Teil wie eine (spannende) Biografie, in der beschrieben wird, was Alex alles ausprobiert, nur um den schrecklichen Schmerzen zu entgehen. Dabei übertritt er oft auch Grenzen - bei sich und anderen. Dabei wird bleibt er allerdings fast immer liebenswert. Ein riesiger Pluspunkt dieser Geschichte ist sicherlich der grandiose Humor. Immer wieder lockert er die düstere Geschichte auf, und zwar oft an eigentlich undenkbaren Stellen - doch es funktioniert vorzüglich! Mehr als einmal habe ich laut gelacht! Die Spannung in diesem Buch entsteht aus dem Interesse für Alex und seine Freunde und Bekannten. Man will herausfinden, ob es ihm eventuell gelingen wird, den Schmerz loszuwerden, wie er sich im Leben schlägt und was aus dem unsicheren 15-jährigen Jungen nach und nach wird. Es ist wirklich schön ihn durch einen großen Teil seines Lebens zu begleiten. Außer Alex Verhalten Frauen gegenüber hat mich noch eine weitere Sache etwas gestört. Ab der Wendung fokussiert sich die Geschichte relativ stark auf ein bestimmtes Thema. Ich hatte mir unter dem Titel und der Beschreibung dann doch etwas anderes vorgestellt und hatte nicht erwartet, dass die zweite Hälfte dieses Buches sich so intensiv mit diesem Thema beschäftigen würde. Für Menschen, die das interessiert, wird das Buch ein Glücksgriff sein - allen anderen kann es zumindest den Horizont für Neues öffnen. Gegen Ende war mir  die Action doch etwas zu viel des Guten. Ich fand es teilweise ein bisschen unrealistisch und die Handlungen mancher Figuren nicht wirklich hundertprozentig nachvollziehbar. Der Schluss selbst aber ist wieder gelungen und hat mir den Abschied von den (liebgewonnenen) Personen leicht gemacht. Mein Fazit Einmalige Figuren, eine sympathische Hauptperson und ein einnehmender, extrem angenehmer Schreibstil machen diese Geschichte zu einem besonderen Erlebnis. Man begleitet den jungen Alex auf seinem Weg vom hoffnungslosen Jugendlichen zum gefeierten Extremsportler und wird nicht nur zum Nachdenken - sondern durch den grandios eingewebten Humor auch immer wieder zum Lachen gebracht. Wer offen für Neues und Außergewöhnliches ist, kann hier nichts falsch machen. Nach diesem Buch ist euer Leben auf jeden Fall um eine gute Geschichte reicher als euer Leben davor! Übersicht Erzählstil: Ich-Erzähler, Präteritum; Perspektive: aus männlicher Perspektive (Alex) positiv: * Schreibstil: einnehmend, extrem angenehm, das Buch liest sich fast von alleine * Personen: einmalig, einzigartig, komplex, sympathisch * Hauptperson: sympathisch, schlagfertig, ehrlich, stark, hat Humor * Humor: grandios eingewebt, lockert die Geschichte auf * regt zum Nachdenken an, habe mitgefühlt und -gefiebert * Thema: spannend, ungewöhnlich negativ: * Hauptperson: Alex‘ Umgang mit Frauen! * Wendung: hatte mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt * gegen Ende: zu viel des Guten, manche Handlungen waren für mich nicht nachvollziehbar Bewertung: Idee und Inhalt: 8 /10 Ausführung: 8 /10 Schreibstil: 10 / 10 ♥ Personen: 10 /10 ♥ Protagonist: 9  /10 Zusatzkriterien bei diesem Buch: Regt zum Nachdenken an: 8 / 10 Humor: 10 / 10 ♥ Insgesamt: ❀❀❀❀,5 Ich vergebe 4,5 Lilien, die aufgerundet werden für ein Buch, bei dem mir die erste noch Hälfte besser gefallen hat als die zweite! Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein.

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  • Mein Leben davor

    Mein Leben davor

    NanaO

    11. September 2015 um 16:02

    Autor: Richard Mackenrodt  ||  Hardcover  ||  260 Seiten  ||  Edition Tabuka  ||  Jugendbuch/Roman  ||  ✦✦✦✧✧ Zitat "Schmerz ist mein ständiger Begleiter", erwiderte ich." - S. 250 Inhalt Dieses Buch erzählt die raue, harte Geschichte von Alex, einem Jungen, dessen Leben im Alter von 15 Jahren auseinanderzubrechen droht – weil ein rätselhafter, niederschmetternd starker Schmerz in seinem Kopf zu toben beginnt. Die Ärzte sind ratlos und finden nicht heraus, womit sie es zu tun haben. Alex bekämpft diesen Kopfschmerz mit den unterschiedlichsten Strategien – was ihn fast das Leben kostet. Doch der Schmerz ist gekommen, um zu bleiben. Immer ist er da und quält ihn, jeden Tag, von morgens bis abends, viele Jahre lang. Bis Alex endlich auf die Idee kommt, die Ursache auf eine ganz andere und völlig neue Weise zu suchen. Bald steht er vor der Herausforderung seines Lebens. Will er seinen Frieden finden, muss er über Grenzen gehen, die nie zuvor ein Mensch überschritten hat. Nach seinem euphorisch aufgenommenen Debüt-Roman Azahrú – Wer den Weg verliert legt Richard Mackenrodt hier ein zweites Werk vor, und es ist unglaublich, aber wahr: Dieser Roman erzählt eine Geschichte, die kein Buch je zuvor erzählt hat. Eine Geschichte, die beim Lesen geradezu körperlich weh tut. Eine atmosphärisch unfassbar dichte Ballade von Schmerz, Wiedergeburt und Erlösung. Charaktere Alex hat chronische Kopfschmerzen. Diese bestimmen ab seinem 15. Lebensjahr sein Leben. Er ist ein typischer Suchtmensch. Zuerst der Sex, dann Drogen und zuletzt Sport. Zwar stürzt er sich nur in diese Suchten, da sie seine Schmerzen vermindern lassen, trotzdem ist es alles andere als gut! Oftmals kam er mir etwas gefühllos vor, er hatte die in den meisten Situationen, in denen er seinen Bettgeschichten oder anderen Menschen kalt gegenüber trat, zwar eine Erklärung, jedoch war sie für mich nicht immer ganz nachvollziehbar. Er war oft nicht nur gefühlskalt, sondern auch verachtend, hochnäsig und egoistisch, allerdings sagte er das selbst auch über sich. Zum Ende hin hat es mich auch etwas genervt, dass er jeden attraktive Frau, die ihm über den Weg gelaufen ist, ins Bett haben wollte! Doch abgesehen von diesen Kritikpunkten, war er ein Protagonist, denn man meistens sehr gut nachvollziehen und verstehen konnte. Er hat sich von anderen Menschen auch nicht alles gefallen lassen, stand zu sich selbst und hatte Mut. Dazu kam seine unglaubliche Selbstdisziplin – das alles machte ihn wieder sympathisch und beeindruckend! Meine Meinung Dieses Buch erzählt von einem sehr hartem Schicksal eines jungen Mannes. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich es mir ein kleines bisschen anders vorgestellt, zumindest von der Mitte bis zum Ende des Buches. Es wird durchaus erzählt, wie Alex sein Leben führt mit diesen allgegenwärtigen Schmerzen, wie er versucht damit umzugehen und sein Leben mehr lebenswert zu machen. Jedoch war es zum Ende hin, mir persönlich, etwas zu viel Action. Es wird viel über Reinkarnation und Wiedergeburt geschrieben. Ich möchte nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hat, aber ich hatte eben einfach zum Teil andere Erwartungen. Auch hatte ich anfangs gedacht, dass der Titel eine andere Bedeutung hat. Das Buch war trotz mancher Kritikpunkte wirklich interessant. Der Schreibstil war ein bisschen wie eine Erzählung zusammen mit einer Biografie (macht das Sinn, wenn ich das sage? :D). Es war ehr angenehm und flüssig zu lesen, sodass die Seiten nur so dahin flogen.  Von mir bekommt dieses Buch 3 von 5 Punkten. Diese und weitere Rezensionen auf Nanas Glück!

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  • Alex´ Geschichte

    Mein Leben davor

    esposa1969

    07. September 2015 um 22:33

    Buchrückentext: Dieses Buch erzählt die raue, harte Geschichte von Alex, einem Jungen, dessen Leben im Alter von 15 Jahren auseinanderzubrechen droht – weil ein rätselhafter, niederschmetternd starker Schmerz in seinem Kopf zu toben beginnt. Die Ärzte sind ratlos und finden nicht heraus, womit sie es zu tun haben. Alex bekämpft diesen Kopfschmerz mit den unterschiedlichsten Strategien – was ihn fast das Leben kostet. Doch der Schmerz ist gekommen, um zu bleiben. Immer ist er da und quält ihn, jeden Tag, von morgens bis abends, viele Jahre lang. Bis Alex endlich auf die Idee kommt, die Ursache auf eine ganz andere und völlig neue Weise zu suchen. Bald steht er vor der Herausforderung seines Lebens. Will er seinen Frieden finden, muss er über Grenzen gehen, die nie zuvor ein Mensch überschritten hat. Nach seinem euphorisch aufgenommenen Debüt-Roman Azahrú – Wer den Weg verliert legt Richard Mackenrodt hier ein zweites Werk vor, und es ist unglaublich, aber wahr: Dieser Roman erzählt eine Geschichte, die kein Buch je zuvor erzählt hat. Eine Geschichte, die beim Lesen geradezu körperlich weh tut. Eine atmosphärisch unfassbar dichte Ballade von Schmerz, Wiedergeburt und Erlösung. Leseeindrücke: Alex ist gerade 15 Jahre alt, als unerträgliche Schmerzen in seinem Kopf zu toben beginnen und sein Leben völlig aus der Bahn werfen. Die Ärzte stehen der Krankheit ahnungs- und machtlos gegenüber. Mit unterschiedlichen Strategien - u.a. Extremsport - versucht er der Krankheit Herr zu werden, bis er einen ungewöhnlichen und Weg und über Grenzen geht, um seinen frieden zu finden…. Der Roman "Mein Leben davor" von Autor Richard Mackenrodt ist unheimlich real, authentisch und lebendig geschrieben. Er hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Die überschaubaren Charaktere werden sehr real und detailliert beschrieben, so dass man sie sich lebhaft vorstellen kann.  Gerade Alex Geschichte ist direkt aus dem Leben gegriffen. Der Schreibstil liest sich flüssig und fesselnd. Im übrigen muss ich auch das eingebundene Textillesezeichen loben, das hilft mir immer gleich die Kapitel wiederzufinden. Das Cover verrät nichts vom Inhalt, gefällt mir aber recht gut. Insgesamt finden wir hier 12 Kapitel auf 272 Seiten, die sich sehr kurzweilig und packend lesen ließen. Alles in allem hat mir der Roman sehr gut gefallen, so dass ich gerne 5 Sterne vergebe. @ esposa1969

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  • Schmerz ist sein ständiger Begleiter

    Mein Leben davor

    grit0707

    07. September 2015 um 12:15

    Mit 15 Jahren überfallen Alex Kopfschmerzen, dass er meint, sein Schädel platzt ihm auseinander. Ab da verändert sich Alex' Leben komplett. Die Ärzte können keine körperlichen Ursachen finden und so ist Alex auf sich allein gestellt, im Suchen nach Möglichkeiten zur Eindämmung seines ständigen Begleiters, dem Kopfschmerz. Über verschiedene Süchte, wie Drogen, Sex und Sport versucht Alex einen Weg aus diesem Schmerz zu finden. Einiges hilft, aber alles nur zeitlich begrenzt. Auf Anraten eines Freundes greift er zu einer ungewöhnlichen Möglichkeit sich dem Kopfschmerz zu stellen und dann geht die Geschichte erst so richtig los. Ich war von Alex Geschichte ab der ersten Seite fasziniert. Der Schreibstil von Richard Mackenrodt ist flüssig und liest sich einfach so weg. Die Geschichte an sich hat immer wieder Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Die Charaktere der Protagonisten sind liebevoll dargestellt und so beginnt man sich in jeden Einzelnen rein zu denken und mitzufühlen. Bis zur letzten Seite war ich einfach nur gefesselt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Am Buchende war ich mehr als überrascht, denn ich hätte mit vielem gerechnet, aber nicht mit dieser Wendung der Geschichte.  Das Buch bekommt von mir 5 Sterne, weil ich wahnsinnig viel Spaß beim Lesen hatte und erst aus der Hand gelegt habe, als ich es fertig gelesen hatte. Für mich ist "Mein Leben davor" eine klare Lese-Empfehlung.

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  • Schwieriges Thema toll umgesetzt und mit hohem Unterhaltungswert. Besondere Leseempfehlung!

    Mein Leben davor

    Immchen

    07. September 2015 um 11:30

    Mein Einruck: Deutschland in den 90er Jahren: Der 15-jährige Alex führt ein ganz unauffälliges Teenagerleben, geht zur Schule, mag Videoabende mit den Kumpels und fängt an, sich für Mädchen zu interessieren. Wie aus heiterem Himmel leidet er ganz plötzlich unter einem extremen Kopfschmerz, der nicht mehr aufhören will. Es beginnt eine wahre Odyssee, denn seine Eltern stellen ihn bei zahlreichen Ärzten im In – und Ausland vor – leider ohne Erfolg! Die Ärzte sind ratlos und können bei ihren Untersuchungen einfach keine Ursache finden, während Alex trotz starker Medikamente weiter unter dem rätselhaften Kopfschmerz leidet. Er kann sich schlecht konzentrieren und beginnt seinerseits, nach etwas zu suchen, was seinem kaum zu ertragenden Schmerz Linderung verschaffen könnte. Sex und Drogen können Alex wenigstens zeitweise ablenken, doch schnell wird klar, dass für ihn immer eine Steigerung bis ins Extreme nötig ist und jede Sucht bringt weitere Probleme mit sich. Seine tiefe Verzweiflung führt den jungen Protagonisten fast in den Tod und es scheint bald, als wäre sein Schicksal mit starken Medikamenten besiegelt. Da entdeckt er den Ausdauersport für sich und beginnt, neuen Lebensmut zu schöpfen. Schwimmen, Radfahren und Laufen bestimmen fortan den Alltag von Alex und durch den Sport verändert sich sein Leben. Aus dem Teenager wird ein kräftiger junger Mann, der erste Erfolge als Triathlet feiern kann. Wäre da nicht immer noch der quälende Schmerz, den er nur ertragen kann, indem er sich selbst unglaublich heftige Trainingseinheiten zumutet. Zwischendurch flüchtet er sich weiter in rein sexuelle Affären, eine Beziehung ist für Alex aufgrund der Schmerzen nicht vorstellbar. Als scheinbar kein Wettkampf mehr zu hart für ihn sein kann und sein Körper unter den heftigen Anstrengungen zusammenzubrechen droht, bringt ein Freund ihn auf eine unkonventionelle Idee, die Alex nach anfänglichem Zögern als letzten Ausweg ergreift. Um an dieser Stelle nicht zu viel zu verraten, werde ich nicht näher auf das Was und Wie eingehen, denn das lohnt sich wirklich selbst zu lesen! Nur soviel: ungewöhnliche Umstände erfordern eben manchmal ungewöhnliche Maßnahmen. Die Handlung des Romans erhält dadurch in jeden Fall völlig ungeahnte Wendungen und hält die eine und andere Überraschung bereit! Mein Fazit: Eines ist sicher: Mackenrodt hat sich für „Mein Leben davor“ kein leichtes Thema ausgesucht. Dennoch schafft er es scheinbar mühelos, beim Leser innerhalb weniger Seiten Sympathie und Mitgefühl für Hauptfigur und Ich-Erzähler Alex zu erwecken. Dessen plötzlich auftretender Kopfschmerz ist so realistisch beschrieben, dass man beinahe mit ihm leidet. Von seinen Versuchen, den Schmerz auf die eine oder andere Weise zu lindern, möchte man ihn an mancher Stelle aber am liebsten abbringen. Alex´Erfahrungen mit Drogen sind phänomenal beschrieben und wirken authentisch. („ Mir wurde ganz warm, der Schmerz floss auseinander wie geschmolzene Butter, versickerte und war einfach weg. Das war ja noch besser als Sex!“) Der Autor, der selber einige Zeit an Triathlon-Wettbewerben teilgenommen hat, liefert außerdem für die sportliche Karriere seines Protagonisten den fachlichen Background. Die unerwartete Wendung des Romans bringt den Leser nicht nur ins Grübeln, sondern schafft auch noch ein ziemlich geniales Finale! Eine wilde Verfolgungsjagd, die Aufklärung eines Mordes oder eine Explosion hatte ich in dieser Geschichte so sicher nicht erwartet. Typisch für den Autor ist hingegen ein ganz feiner Humor, der Witz steckt oftmals im Detail und auch die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere lassen den Leser nicht selten schmunzeln. Die klare, manchmal freche Sprache und die eher kurzen, prägnanten Sätze machen „Mein Leben davor“ zu einer Lektüre, die sich sehr angenehm und zügig lesen lässt. Mackenrodt hat ein schwieriges Thema nicht nur brillant und vielseitig umgesetzt, sondern darüber hinaus auch einen hohen Unterhaltungswert erzeugt. Wirklich eine besondere Leseempfehlung!

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  • Ein Buch, gut recherchiert, spannend geschrieben und fesselnd bis auf die letzte Seite!

    Mein Leben davor

    Yoyomaus

    06. September 2015 um 19:08

    Er ist 15 Jahre alt und hat noch sein ganzes Leben vor sich. Doch als Alex heimlich mit seinen Kumpels Horrorfilme ansieht, passiert es plötzlich. Ein stechender Schmerz breitet sich in seinem Kopf aus und ist gekommen, um zu bleiben. Tagein, tagaus lebt der Jugendliche ab jetzt mit dem Schmerz. er hat ständig das Gefühl, dass ihm bald der Kopf platzt. Die Ärzte sind ratlos und reichen ihn von einem Facharzt zum nächsten durch. Er bekommt Tabletten, doch auch diese helfen nur kurzfristig, bis sein Körper sich daran gewöhnt hat. Er zieht sich immer mehr zurück und seine Freunde sagen sich von ihm los, da sie nicht wissen, wie sie mit ihm und seinem dauerhaften Schmerz umgehen sollen. Dann taucht Paula in seinem leben auf und es gelingt ihr ihm den Schmerz eine Weile zu nehmen. Doch auch das wirkt nicht lang und schließlich ist Alex kurz davor sich umzubringen. Als er in einer psychiatrischen Anstalt ist, lernt er jedoch, dass er den Schmerz auch noch anders bekämpfen kann und kämpft sich durch Sport wieder zurück ins Leben. Doch dies ist keine dauerhafte Lösung. Denn gerade, als er denkt, dass sein Leben so weiter laufen kann, wird der Schmerz und seine Begleiterscheinungen schlimmer. Und dann macht Alex eine Erfahrung, die sein bisheriges Leben gänzlich aus der Bahn wirft. Eine Erfahrung, der er nachgehen will und sich somit in das größte Abenteuer seines Lebens begibt.  Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass ich es regelrecht verschlungen habe. Es ist spannend und flüssig geschrieben und so gut recherchiert, dass man sich sofort in Alex seine Lage versetzen kann. Da ich selbst ähnliche Schmerzen wie Alex gehabt habe und einen ähnlichen Weg hinter mir habe, kann ich sagen, dass Alex sein Zustand und seine Gefühle sehr realistisch dargestellt werden. Seine Gedankengänge sind für mich sehr gut nachvollziehbar und auch seine Gefühlswelt. Es gibt nichts schlimmeres, als nicht zu wissen, was mit einem los ist. Das Buch zeigt außerdem sehr gut, dass man als Mensch sehr gut über sich selbst hinaus wachsen kann und alles erreichen kann, wenn man nur den nötigen Ehrgeiz dafür aufbringt. Die Nachricht ist wirklich schön: Deine Situation kann noch so auswegslos sein, es wird immer einen Lichtblick in seinem Leben geben. Man findet in dem Buch alles, was einen guten Roman für mich ausmacht. Ernste Themen, schwarzen Humor, zwischenmenschliche Beziehungen, Streit, Liebe, Hoffnung und Spannung. Ich empfehle das Buch allen, die einen guten, spannenden, aber auch berührenden Roman mögen. Das buch lohnt sich definitiv auch als Geschenk, wenn man jemanden aufbauen möchte. 

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  • Ungewöhnliches Lesevergnügnen

    Mein Leben davor

    Hexchen123

    06. September 2015 um 16:50

    Es ist unglaublich, wie Richard Mackenrodt es schafft, den Leser aber der ersten Seite in den Bann zu ziehen. Auf nicht ganz 300 Seiten hat er es geschafft, eine brillante und außergewöhnliche Geschichte zu Papier zu bringen. Mit 15 Jahren bekommt Alex von einer Minute auf die andere schreckliche Kopfschmerzen. Sie bleiben, 24 Stunden am Tag. Und kein Arzt findet die Ursache. Er probiert es mit Drogen, mit Sex und schließlich mit Sport. Alles, um die unerträglichen Schmerzen zu lindern. Aber alles wird zur Sucht und muss ständig erhöht werden, damit noch eine Wirkung eintritt. Als Alex schließlich ganz am Boden ist und nicht mehr weiß, was er noch tun soll, erhält er von seinem Trainer einen ungewöhnlichen Vorschlag. Er soll es doch mal mit einer Rückführung probieren! Richard Mackenrodt hat hier eine Geschichte erfunden, die sich nicht mit den üblichen Romanen vergleichen lässt. Es ist nicht nur der tolle und einfache Schreibstil, der den Leser nur so durch das Buch rennen lässt. Nein, es ist die ganze Geschichte die so real und doch wieder so unwirklich ist, dass man einfach weiterlesen muss. Zurück bleiben viele Gedanken, mit denen man sich unbedingt auseinander setzen muss. „Mein Leben davor“ hat so viele Wendungen, so viele schöne Momente, aber auch traurige Zeilen. Anfangs eher ein Roman, zum Schluss eher ein Krimi. Man kann dieses Buch eigentlich gar nicht in Worte fassen ohne zuviel zu verraten. Und das will ich ja nicht. Da müsst ihr schon selber lesen! Die einzelnen Charaktere sind allesamt liebenswürdig und authentisch. So auch der Sprachstil. Jugendliche reden anders als Erwachsene und der Autor hat dies ganz toll umgesetzt. Das Cover finde ich sehr gelungen, wenngleich es auch am Anfang Rätsel aufgibt. Aber spätestens nach beenden des Buches weiß man, was die roten Rosenblätter auf der Brücke mit dem Läufer zu tun haben. Mein Fazit Dieser ungewöhnliche Roman ist jede Zeile wert. Nicht nur für esoterisch angehauchte Leser, auch für die Realisten unter euch. Er ist einfach so anders als die meisten Bücher, dass es ein tolles Leseerlebnis ist, diese Seiten umzuschlagen.

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