In einer dystopisch zerbombten Welt überleben wenige Jugendliche und Kinder in dem sie sich mit Roboterteilen und Nahrungssuche am Leben halten. Dazu gehört auch der Protagonist Yann der während einer Mission mit seinen Freunden auf einen riesigen Roboter stößt der für ihn anders ist - er tötet Yann nicht sofort! Das alleine reicht ihm um seine gesamte Truppe (zu der knapp 50 andere Jungen und Mädchen
gehören) komplett zu verdammen und den Roboter reparieren zu wollen: Das er die anderen damit in Gefahr bringt ist ihm egal.
Vielleicht merkt man, dass ich von dem Plot des Buches nicht ganz begeistert war. Die Charaktere helfen mir aber auch nicht: Wir hätten hier neben zwei Jungs die nicht näher charakterisiert werden (außer, dass der eine dick und der andere schlaksig und nervig ist) noch das Quotenmädchen Ella die die Gruppenmutti für alle ist weil sie sich ständig Sorgen macht. Yanns überwiegende Eigenschaft ist es Protagonist und ständig im Fokus der Geschichte zu sein - und ach ja, eine 2 Sekündige Begegnung mit dem Riesenroboter SAM reicht ihm aus um ihm komplett zu vertrauen.
Ja, wir begleiten hier Kinder/Jugendliche (das genaue Alter wird nie definiert) doch von einer Freundschaft spüre ich kaum etwas. Ständig wird sich angemault und angezickt und ich bin überrascht, dass sie solange überlebt haben wo es doch super viele tödliche Roboter in der Welt gibt.
Über die Welt lerne ich auch nicht viel, außer dass die Gegend in der die Gruppe sich befindet schon sehr abgegrast ist und kaum noch Ressourcen bereit hält. Wieso gibt es Killerroboter? Was ist mit den ganzen Erwachsenen passiert (außer, dass viele gestorben sind)? Wo spielt das Comic eigentlich? Erfahre ich nicht.
Der Zeichenstil passt gut zu den kindlich wirkenden Jugendlichen und der dystopischen Welt die durch viele warme Töne jedoch gar nicht so bösartig wirkt. Es gibt genau eine Frau im ganzen Comic: Ella. Andere Mädchen werden nicht gezeigt.
Leider keine Empfehlung meinerseits. Ich kann weder dem Plot noch den Charakteren etwas abgewinnen, der Cliffhanger am Ende ist auch nicht sonderlich spannend und Yann ging mir nach den ersten 5 Seiten auf die Nerven.
Richard Marazano
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Das erste Drittel des Bandes nahm mich voll mit - ich fand es toll mehr über die Crew des im All gestrandeten Spaceships zu erfahren. Es wurde sich etwas Zeit genommen um auf die Persönlichkeiten der einzelnen Mitglieder einzugehen und ihre Beziehungen zueinander zu etablieren - besonders Pearl wird hier deutlicher skizziert, auch wenn ich persönlich andere Leute spannender fand. Es gab ziemlich viele Streitereien und Gezänke das mich leider emotional nicht ganz erreichte, weil ich gar nicht so richtig verstand, wieso sie sich in den Haaren lagen.
Leider schaffte es der Band nicht dieses Beziehungsgeflecht näher an mich heran zu bringen, denn nach dem ersten Drittel wird der Plot wieder ernster und zieht an: Spannend und episch, aber immer einen Schritt zu schnell für mich um hinter her zu kommen! [Achtung, kleine Spoiler!] Die Crew findet im All einen gestrandeten Mann der für mich viiiel zu schnell akzeptiert wurde nur um dann am Ende doch wieder verloren zu werden. Letztendlich bleibt mir nur zu sagen: Wäre der Band doppelt so lang gewesen hätte ich die Geschichte viel mehr genossen. Etwas mehr Zeit, etwas mehr Erklärungen und Feingefühl für die Protagonist*innen (die wirklich divers sind und so viele Nationalitäten darstellen, was mir widerum sehr gefallen hat!) und ich würde hier viel mehr schwärmen. So rennt der Plot voran und ich versuche Anschluss zu finden, dabei ist die Grundidee wirklich echt gut und spannend.
Sehr gefallen haben mir hingegen die Zeichnungen, insbesonders die Landschaftszeichnungen die wirklich großartig waren.
Eine gemischte Empfehlung - wer mit dem ersten Band nicht warm geworden war (oder nur so halb, wie ich) wird auch hier dieselben Schwierigkeiten haben. Toller Plot mit Schwächen in der Umsetzung.
Eine Gruppe von forschenden Studenten stößt auf einen Fund der sie ordentlich durchschüttelt: Nicht nur emotional birgt es wohl mehr als sie alle ahnen können. Ehrlich gesagt hätte ich ohne den Klappentext des Graphic Novels Probleme gehabt in die Geschichte hinein zu finden, denn der Plot wird dermaßen schnell voran getrieben, dass ich mich kaum auf's Sofa gesetzt hatte. Ich denke das ist mein größter Kritikpunkt an "Die Chroniken des Universums", denn vom Zeichenstil bis hin zu den Protagonist*innen wirkt hier alles wirklich stimmungsvoll. Das Raumfahrtsschiff ist atmosphärisch, der Stil passt zu den Charakteren und auch die Charaktere wirken als hätten sie alle recht viel Tiefgang und Persönlichkeit. Die hat auf den wenigen Seiten jedoch kaum Zeit sich zu entfalten oder entickeln, dabei hätte ich viel mehr mit ihnen mitgefiebert wenn ich mehr über sie gewusst hätte.
Der Plot selbst ist wirklich gut durchdacht und sehr sehr spannend - ich will unbedingt wissen wie es mit der Crew weitergeht und vielleicht reißt mich der nächste Band ja durch die Bindung an die Crew noch mehr mit!












