Richard Mason ( 4 ) Die unsichtbare Vierte

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(3)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die unsichtbare Vierte“ von Richard Mason ( 4 )

Julian fristet als Lehrer sein Leben in London und ist sogar in den Augen des eigenen Vaters ein Langeweiler. Adrienne lebt mehr oder weniger glücklich an der Seite ihres zwanzig Jahre älteren Mannes, der als Filmproduzent in New York einen Erfolg nach dem anderen feiert. Jake ist ein Concept-Art-Künstler, dem einfach nichts mehr einfallen will und dem sein Galerist im Nacken sitzt. Drei unterschiedliche Menschen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch die Wahrheit ist eine andere: Durch ein dramatisches Ereignis, das mittlerweile dreizehn Jahre zurückliegt, sind alle für immer aneinander gebunden: Für den Tod der schönen und lebenslustigen Studentin Maggie fühlt sich jeder auf seine Weise verantwortlich. Sie ist die unsichtbare Vierte, die durch aller Leben geistert. Als Julian, Adrienne und Jake sich auf einer Ausstellung wieder sehen, wird die Vergangenheit lebendig, und es kommt zum äußersten ... "Ein romantischer Thriller, der einen mitreißt - sophisticated, unheimlich und unglaublich gut!" Vogue

Stöbern in Krimi & Thriller

Alte Sünden

Gutes Buch!

Jinscha

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

Ich bin etwas hin und hergerissen, hatte mir mehr von versprochen, daher von mir 3,5 Sterne

lenisvea

Die gute Tochter

Thriller nein, dennoch ein sehr interessantes Familiendrama voller Überraschungen.

MissRichardParker

AchtNacht

Recht spannender Einblick in menschliche Abgründe ... trotzdem fehlte mir manches Mal dieses "Fitzek-Lese-Feeling"

Somaya

Durst

Super

HexeLilli

Death Call - Er bringt den Tod

Hart, Härter, Carter

Irrenmagnet

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Frage zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    carlos

    carlos

    Bin auf der Suche nach ähnlichen Büchern wie: Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano!

    • 4
  • Rezension zu "Die unsichtbare Vierte" von Richard Mason ( 4 )

    Die unsichtbare Vierte
    neugut

    neugut

    24. June 2007 um 18:38

    Meisterlich "komponiert Titel der Originalausgabe: Us (2004 - Viking, Penguin, London) Der Autor Richard Mason, geboren in Südafrika studierte in Oxford Englische Literatur und lebt in Großbritannien. Masons erster Roman aus dem Jahr 1999 mit dem Titel „The drowning people" - der bei uns „Der Liebesbeweis" (Ullstein Taschenbuch) heißt - erhielt in Italien den ‚Grinzane Cavour Preis' als bester Roman und wurde bereits in 20 Sprachen übersetzt. Mason begann die Arbeit an seinem ersten Roman bereits im Alter von 19 Jahren. Mit „Die unsichtbare Vierte" legt Mason nun also seinen zweiten Roman vor, etwas über 400 Seiten in einem exquisit-hübschen purpur-grün changierenden Leineneinband und einem schicksalsbehafteten, satten tiefgrünen Innencover. Der formale Aufbau des Romans und der gewählte Titel soll hier ausführlich gewürdigt werden. Im englischen Original heißt der Roman ganz clever, kurz und bündig, einfach: „Us" - im vorliegenden Zusammenhang wohl am besten mit „Wir" zu übersetzen. Der für die deutsche Übersetzung von Rainer Schmidt gewählte Titel „Die unsichtbare Vierte" hat auf den ersten Blick nicht wirklich viel mit den zwei Buchstaben des englischen Originals gemein und schickt den Leser möglicherweise in eine völlig falsche Richtung ins Reich der Mystery- und Gespenstergeschichten. Auch nimmt der Titel ein klein wenig von der im Buch so trefflich konstruierten Erzählweise vorweg, was mich allerdings beim Lesen nicht wirklich gestört hat. Der Originaltitel ist in meinen Augen jedenfalls einen Tick besser zu bewerten, dennoch halte ich den gewählten deutschen Titel für völlig in Ordnung - mit den beschriebenen Einschränkungen. Der besondere Reiz dieses Buches machte für mich die wie am Reißbrett entworfene gradlinige Architektur des Romans aus. Es gibt vier Kapitel: Ich, Damals, Wir, Heute, wobei jedem Kapitel weitere Unterkapitel zugeordnet sind, die als Überschriften die Namen der jeweils erzählenden Personen tragen. Im ersten Kapitel „Ich" erfahren wir auf ca. 80 Seiten einiges über das aktuelle Leben der Protagonisten, alles zeitgenössische Anfangs-Dreißiger dies- und jenseits des Atlantiks. Julian fristet als Lehrer sein mediokres Leben in London. Adrienne lebt an der Seite ihres zwanzig Jahre älteren Mannes, einem erfolgreichen New Yorker Filmproduzenten, den sie mal geliebt hat. Jake ist ein Concept-Art-Künstler, dem nichts mehr einfällt und dem sein Galerist im Nacken sitzt. Die Reihenfolge der erzählenden Personen wechselt sich dabei in schöner Regelmäßigkeit ab. Im zweiten Kapitel „Damals" - mit ca. 110 Seiten - blendet Autor Mason zurück in die Vergangenheit der Protagonisten und lässt sie über Teile ihrer Kindheit und Jugend erzählen, bis hin zum Eintritt in das beginnende Erwachsenenleben im College. Das dritte Kapitel „Wir" bringt einige stilistische Veränderungen und macht dieses Kapitel - nicht nur aufgrund der Seitenzahl von etwa 140 - zum zentralen Kern des Buches, in dem sich auch die erzählte Geschichte dramatisch zuspitzt. Gab es in den beiden ersten Kapiteln jeweils nur ein Erzähler je Unterkapitel so sind es ab jetzt immer zwei Personen, die pro Unterkapitel ihre Sichtweise der Geschehnisse in der Zeit am College vor 13 Jahren schildern. Dabei ergeben sich durchaus unterschiedliche Einschätzungen und Wahrnehmungen. Vom Autor werden nun alle möglichen Kombinationen der Personenkonstellation ausprobiert, um die insgesamt erzählte Geschichte aus mehreren Perspektiven zu beleuchten. In diesem Kapitel spielt die „unsichtbare Vierte" die in zarten, geschickt platzierten Andeutungen in den vorausgehenden Kapiteln angedeutete zentrale, schicksalhafte Rolle, ohne dabei selbst als Erzählerin zu Wort kommen zu dürfen. Im vierten und letzten Kapitel „Heute" verwendet Autor Mason auf etwa 70 Seiten nahezu alle Kombinationen der Erzähler, gemeinsam, einzeln und im abschließenden Unterkapitel noch mal mit „Wir" betitelt. Die Begegnung der drei Protagonisten führt dabei zu keinem Happy End, was der gesamten erzählten Geschichte das korrekte Maß an Glaubwürdigkeit verleiht. Mason versteht es mit seinem Roman „Die unsichtbare Vierte" hervorragend, ein sehr realitätsnahes Bild der vier Hauptfiguren zu zeichnen, von deren Kindheit, über ihr Zusammentreffen am College bis hin in das Hier und Jetzt einer Gesellschaft, der es zwischen übermäßigem Wohlstand, mediokren Mitläufern und massenkompatibler Dumpfheit, nicht zu gelingen scheint, die zentrale Lebensfrage nach der Wahrheit zu beantworten. Und auch Mason stellt mit der von ihm geschickt gewählten Erzählweise durch die Hauptfiguren in Frage, ob es diese eine wahrhaftige Wahrheit wirklich geben kann. An der einen oder anderen Stelle würde man sich als Leser vielleicht eine andere Wendung der Geschichte wünschen. Mason verzichtet klugerweise zumeist darauf und lässt somit den Lesern den Spielraum für alternative Wendungen. Lesenswert! PS: Es gibt noch einen zweiten Schriftsteller namens Richard Mason, allerdings 1919 geboren. Der hier besprochene Richard Mason, ist allerdings deutlich jünger und hat erst seinen zweiten Roman vorgelegt. PPS: Eine Empfehlung für Freunde von meisterhaft konstruierten Romanen heißt "Quincunx" von Charles Palliser. Nicht nur formal sondern auch inhaltlich besonders spannend.

    Mehr
  • Rezension zu "Die unsichtbare Vierte" von Richard Mason ( 4 )

    Die unsichtbare Vierte
    neugut

    neugut

    24. June 2007 um 18:30

    Meisterlich "komponiert Der Autor Richard Mason, geboren in Südafrika studierte in Oxford Englische Literatur und lebt in Großbritannien. Masons erster Roman aus dem Jahr 1999 mit dem Titel "The drowning people" - der bei uns "Der Liebesbeweis" (Ullstein Taschenbuch) heißt - erhielt in Italien den Grinzane Cavour Preis' als bester Roman und wurde bereits in 20 Sprachen übersetzt. Mason begann die Arbeit an seinem ersten Roman bereits im Alter von 19 Jahren. Mit "Die unsichtbare Vierte" legt Mason nun also seinen zweiten Roman vor, etwas über 400 Seiten (die Hardcover-Ausgabe übrigens in einem exquisit-hübschen purpur-grün changierenden Leineneinband und einem schicksalsbehafteten, satten tiefgrünen Innencover). Der formale Aufbau des Romans und der gewählte Titel soll hier ausführlich gewürdigt werden. Im englischen Original heißt der Roman ganz clever, kurz und bündig, einfach: "Us" - im vorliegenden Zusammenhang wohl am besten mit "Wir" zu übersetzen. Der für die deutsche Übersetzung von Rainer Schmidt gewählte Titel "Die unsichtbare Vierte" hat auf den ersten Blick nicht wirklich viel mit den zwei Buchstaben des englischen Originals gemein und schickt den Leser möglicherweise in eine völlig falsche Richtung ins Reich der Mystery- und Gespenstergeschichten. Auch nimmt der Titel ein klein wenig von der im Buch so trefflich konstruierten Erzählweise vorweg, was mich allerdings beim Lesen nicht wirklich gestört hat. Der Originaltitel ist in meinen Augen jedenfalls einen Tick besser zu bewerten, dennoch halte ich den gewählten deutschen Titel für völlig in Ordnung - mit den beschriebenen Einschränkungen. Der besondere Reiz dieses Buches machte für mich die wie am Reißbrett entworfene gradlinige Architektur des Romans aus. Es gibt vier Kapitel: Ich, Damals, Wir, Heute, wobei jedem Kapitel weitere Unterkapitel zugeordnet sind, die als Überschriften die Namen der jeweils erzählenden Personen tragen. Im ersten Kapitel "Ich" erfahren wir auf ca. 80 Seiten einiges über das aktuelle Leben der Protagonisten, alles zeitgenössische Anfangs-Dreißiger dies- und jenseits des Atlantiks. Julian fristet als Lehrer sein mediokres Leben in London. Adrienne lebt an der Seite ihres zwanzig Jahre älteren Mannes, einem erfolgreichen New Yorker Filmproduzenten, den sie mal geliebt hat. Jake ist ein Concept-Art-Künstler, dem nichts mehr einfällt und dem sein Galerist im Nacken sitzt. Die Reihenfolge der erzählenden Personen wechselt sich dabei in schöner Regelmäßigkeit ab. Im zweiten Kapitel "Damals" - mit ca. 110 Seiten - blendet Autor Mason zurück in die Vergangenheit der Protagonisten und lässt sie über Teile ihrer Kindheit und Jugend erzählen, bis hin zum Eintritt in das beginnende Erwachsenenleben im College. Das dritte Kapitel "Wir" bringt einige stilistische Veränderungen und macht dieses Kapitel - nicht nur aufgrund der Seitenzahl von etwa 140 - zum zentralen Kern des Buches, in dem sich auch die erzählte Geschichte dramatisch zuspitzt. Gab es in den beiden ersten Kapiteln jeweils nur ein Erzähler je Unterkapitel so sind es ab jetzt immer zwei Personen, die pro Unterkapitel ihre Sichtweise der Geschehnisse in der Zeit am College vor 13 Jahren schildern. Dabei ergeben sich durchaus unterschiedliche Einschätzungen und Wahrnehmungen. Vom Autor werden nun alle möglichen Kombinationen der Personenkonstellation ausprobiert, um die insgesamt erzählte Geschichte aus mehreren Perspektiven zu beleuchten. In diesem Kapitel spielt die "unsichtbare Vierte" die in zarten, geschickt platzierten Andeutungen in den vorausgehenden Kapiteln angedeutete zentrale, schicksalhafte Rolle, ohne dabei selbst als Erzählerin zu Wort kommen zu dürfen. Im vierten und letzten Kapitel "Heute" verwendet Autor Mason auf etwa 70 Seiten nahezu alle Kombinationen der Erzähler, gemeinsam, einzeln und im abschließenden Unterkapitel noch mal mit "Wir" betitelt. Die Begegnung der drei Protagonisten führt dabei zu keinem Happy End, was der gesamten erzählten Geschichte das korrekte Maß an Glaubwürdigkeit verleiht. Mason versteht es mit seinem Roman "Die unsichtbare Vierte" hervorragend, ein sehr realitätsnahes Bild der vier Hauptfiguren zu zeichnen, von deren Kindheit, über ihr Zusammentreffen am College bis hin in das Hier und Jetzt einer Gesellschaft, der es zwischen übermäßigem Wohlstand, mediokren Mitläufern und massenkompatibler Dumpfheit, nicht zu gelingen scheint, die zentrale Lebensfrage nach der Wahrheit zu beantworten. Und auch Mason stellt mit der von ihm geschickt gewählten Erzählweise durch die Hauptfiguren in Frage, ob es diese eine wahrhaftige Wahrheit wirklich geben kann. An der einen oder anderen Stelle würde man sich als Leser vielleicht eine andere Wendung der Geschichte wünschen. Mason verzichtet klugerweise zumeist darauf und lässt somit den Lesern den Spielraum für alternative Wendungen. Lesenswert! PS: Es gibt noch einen zweiten Schriftsteller namens Richard Mason, allerdings 1919 geboren. Der hier besprochene Richard Mason, ist allerdings deutlich jünger und hat erst seinen zweiten Roman vorgelegt. PPS: Eine Empfehlung für Freunde von meisterhaft konstruierten Romanen heißt "Quincunx" von Charles Palliser. Nicht nur formal sondern auch inhaltlich besonders spannend.

    Mehr