Richard Mason Die geheimen Talente des Piet Barol

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Inhaltsangabe zu „Die geheimen Talente des Piet Barol“ von Richard Mason

Prächtig, sinnlich, elegant: Die Verführung zum Lesen Piet Barol kommt 1907 als Hauslehrer nach Amsterdam. Mittellos, aber gesegnet mit außergewöhnlich gutem Aussehen, scharfem Verstand und unwiderstehlichem Charme erobert er die Familie des reichen Hoteliers Vermeulen-Sickerts im Sturm. Vor allem Jacobina, die Frau des Hausherrn, entdeckt schon bald Piets Talente der besonderen Art. Sein eigentliches Ziel aber ist es, in Amerika sein Glück zu machen – und das stellt den ehrgeizigen jungen Mann vor manche unerwartete Herausforderung. Mit leichter Hand präsentiert Richard Mason die Geschichte seines Helden Piet Barol – ein schwungvoller, von der Kritik hymnisch gelobter Roman, angesiedelt in der Belle Époque, gewürzt mit feinem Humor und einer guten Prise Erotik

Die Geschichte eines Aufsteigers. Elegant und erotisch.

— Hamlets_Erbin
Hamlets_Erbin

Kurzweilige, teilweise recht anzügliche Geschichte eines Mannes, der ganz genau weiß, was er will. Liest sich leicht und macht Spaß!

— Sookie70
Sookie70

Geistreich, augenzwinkernd....ein spannender Schelmenroman und ein stilistischer Leckerbissen.

— BlueRhonda
BlueRhonda

Anfang des 20. Jahrhunderts: Piet Barol wird Hauslehrer in einem reichen Amsterdamer Haushalt... Gut erzählt mit einem Schuss Erotik.

— booktypo
booktypo

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    Die geheimen Talente des Piet Barol
    Sookie70

    Sookie70

    22. March 2016 um 11:14

    Der attraktive, gebildete und ehrgeizige Piet Barol kommt um 1900 als Privatlehrer ins Haus einer Amsterdamer Bürgerfamilie. Was er möchte, ist klar: Seinen Lebensstandard sichern und sein Glück machen. Im Haus der Vermeulen-Sickerts findet er schließlich nicht nur den Zugang zu deren schwierigem Sohn, er erobert auch das Herz der vernachlässigten Dame des Hauses im Sturm. Die so entstehende Liaison gefährdet in höchstem Maße Piets Freundschaft zum Hausherren und bringt ihn beinahe um sein klar definiertes Ziel... Eine prickelnde und humorvolle Geschichte aus dem Fin de Siècle!

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  • Ein Gigolo mit Herz und Verstand

    Die geheimen Talente des Piet Barol
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    07. June 2014 um 16:46

    Die Geschichte spielt zu Beginn des 20.Jahrhunderts, als ein junger und äußerst attraktiver Mann aus ärmlichen Verhältnissen durch seine Anstellung als Hauslehrer bei einer wohlhabenden holländischen Familie in die Gesellschaft der Reichen und Schönen Einlass findet. Als Genußmensch versteht Piet es vortrefflich, nicht nur seinen eigenen Vorteil zu nutzen - auch in amourösen Abenteuern - sondern auch den Menschen zu helfen, die mit ihm in Kontakt kommen. Das Schicksal begünstigt ihn immer wieder. Als er seine Aufgabe als Hauslehrer als erledigt ansieht, tritt er eine Schiffsreise nach Kapstadt an und findet auch auf diesem Schiff so manche Gelegenheit, es sich gut gehen zu lassen. Es ist die Geschichte eines einfühlsamen und empfindsamen Mannes, der ausnutzt und ausgenutzt wird. Charmant erzählt und mit einigen erotischen Ausschweifungen führt uns der Autor mit einem bildhaften Schreibstil durch die kleinen Abenteuer eines gewitzten Gigolos mit viel Herz. Eine Fortsetzung ist wohl ebenfalls geplant.

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  • Die geheimen Talente des Piet Barol (Richard Mason)

    Die geheimen Talente des Piet Barol
    LieLu

    LieLu

    14. January 2014 um 08:45

    C. Bertelsmann Verlag Der Autor Richard Mason wurde 1978 in Südafrika geboren, wuchs jedoch in England auf. Noch vor einem Studiumsbegin in Oxford, schrieb er sein Debüt „Der Liebesbeweis“, welches sein internationaler Durchbruch wurde. Die Fortsetzung der Geschichte von Piet Barol ist schon in den Startlöchern. Amsterdam 1907 Der schöne und charmante, jedoch aus ärmlichen Verhältnissen stammende Piet Barol kommt als Hauslehrer nach Amsterdam. In der Familie des reichen Hoteliers Vermeulen-Sickerts, soll er die beiden Töchter Luisa und Constance sowie dem Sohn des Hausherren, Egbert, unterrichten. Dieser ist sehr schüchtern und in sich gekehrt, deshalb erfordert es von dem neuen Hauslehrer viele Mühen, zu dem Jungen durch zu dringen. Doch auch die Hausherrin Jacobina hat es ihm angetan. Gesegnet mit außergewöhnlich gutem Aussehen, kann diese ihm nicht lang widerstehen und entdeckt seine geheimen aber offensichtlichen Talente. Piet genießt im Hause allen Luxus und kann gar nicht genug davon haben. Sein Ziel, nämlich in Amerika sein Glück zu machen, verliert er jedoch nicht aus den Augen und so kommt es wie es kommen muss, denn auch für einen mit Glück gesegneten, wendet sich das Schicksal manchmal in eine andere Richtung… Fazit Ein interessantes und amüsantes Buch, welches auf den ersten Blick ein wenig zäh und langwierig erschien. Nach längerem und intensiverem Lesen, wurde ich jedoch eines besseren belehrt. Der charmante und witzige Piet Barol schaffte es, die gesamte Familie Vermeulen-Sickerts samt Hauspersonal um den Finger zu wickeln. Denn nicht nur Jacobina verfällt seiner Schönheit und seinem unbeschreiblichen Charme. In der Mitte des Buches wurde es mir damit teilweise ein wenig viel, auch wenn der junge Piet Barol durchaus ein sympathischer Protagonist ist. Jedoch weiß er dies auch zu nutzen und spielt es schamlos aus. Als Person interessant finde ich vor allem Luisa und Egbert, zwei Kinder der Familie, die Herr Barol unterrichten soll. Vor allem Egbert macht eine große Entwicklung im Buch. Was mir besonders gut gefallen hat, war das Ende, was ich natürlich an dieser Stelle nicht verrate. Es kam jedoch eher unerwartet daher. Ein schönes, teilweise spannendes und sehr interessantes Buch, welches zur vergnüglichen Nachmittagsunterhaltung dient. http://immer-mit-buch.blogspot.de/2014/01/die-geheimen-talente-des-piet-barol.html

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  • Stiller, aber raffinierter Roman über die Suche nach Glück und Erfüllung

    Die geheimen Talente des Piet Barol
    Arith

    Arith

    28. August 2013 um 13:54

    Inhalt: “Piet Barol kommt 1907 als Hauslehrer nach Amsterdam. Mittellos, aber gesegnet mit außergewöhnlich gutem Aussehen, scharfem Verstand und unwiderstehlichem Charme erobert er die Familie des reichen Hoteliers Vermeulen-Sickerts im Sturm. Vor allem Jacobina, die Frau des Hausherrn, entdeckt schon bald Piets Talente der besonderen Art. Sein eigentliches Ziel aber ist es, in Amerika sein Glück zu machen – und das stellt den ehrgeizigen jungen Mann vor manche unerwartete Herausforderung.“ (Quelle: Bertelsmann Verlag) Der Autor: Richard Mason wurde 1977 in Südafrika geboren und ist in England aufgewachsen. Noch vor seinem Studium in Oxford schrieb er seinen ersten Roman “Der Liebesbeweis”, der als internationaler Bestseller in über zwanzig Sprachen übersetzt wurde und weltweit 4 Millionen Leser begeisterte. Es folgten “Der unsichtbare Vierte” (2005) und “Minutenwalzer” im Jahr 2009. Der Autor lebt in New York, Kapstadt und Glasgow. Momentan schreibt er an der Fortsetzung seines jüngsten Romans “Die geheimen Talente des Piet Barol”. (Quelle: Bertelsmann Verlag) Figuren: Hauptfigur Piet Barol besticht durch sein gutes Aussehen und seinen Charme. Mit diesen beiden Eigenschaften wickelt er sowohl Frauen als auch Männer um den Finger; und das nicht nur in erotischer Hinsicht. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend versucht er sein Glück als Hauslehrer in einem der reichsten Häuser der Amsterdamer Belle Epoque. Dank seiner Gewitztheit und seines Glücks wird er bei den Vermeulen-Sickerts angestellt. Diese Stellung nimmt jedoch eher den kleineren Teil des Buches ein. Piet oder im späteren Pierre, lernt Luxus und Genuss in vielerlei Hinsicht kennen. Zwar gewinnt er das Vertrauen der Familie, aber nach und nach entwickelt sich der Aufenthalt für Piet immer wie ein Tanz auf dem Drahtseil: eine listige Tochter, die ihn bloßstellen will, Sohn Egbert, der das Haus nicht verlassen kann. Die Dame des Hauses Jabobina, mit der er eine Affäre beginnt und dann noch Maarten, den Herren des Hauses. Zwischen ihm und Piet entsteht eine fast familiäre Beziehung, während irgendwie das gesamte Haus Piet anhimmelt. Er ist ein Verführer und Schelm, der immer irgendwie einen Ausweg findet. Dennoch konnte ich mich nicht völlig mit ihm anfreunden. Vielleicht weil trotz der kuriosesten Wendung er immer noch einen Lösung findet. Die Figuren an sich sind alle tiefgründig, sehr gut dargestellt und wunderbar in Szene gesetzt. Sei es Tochter Louisa, die gegen die Konventionen einer jungen Dame aus reichem Hause kämpft, oder Didier, der Hausdiener, der für seinen Freund Piet Kopf und Kragen riskiert, um seine Zuneigung zu erhalten. An sich zeigen die Figuren einen Querschnitt der Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. Der strenge Geschäftsmann mit Mönchsglauben, seine ergebene, aber sich sexuell vernachlässigt fühlende Frau, die Dienstboten. Jeder in diesem Roman schlägt sich mit der Zeit angemessenen Problemen und Konventionen herum. Wünsche und Träume, Tabus und Ausbrüche und wie diese die einzelnen Figuren umsetzen (oder eben unterdrücken) stehen zentral im Mittelpunkt von Masons Geschichte. Es hat Spaß gemacht zu lesen, wie Piet sich durch die schillernde Welt der Vermeulen-Sickerts bewegt oder später den Erste-Klasse-Passagier auf der Eugenie mimt. Genauso hat es aber auch Spaß gemacht, herauszufinden, wie New York auf eine Hausdienerin wirkt. Glanz- und Schattenseiten beleuchtet der Roman. Sprache: Masons Roman liest sich flüssig und leicht. Trotz der ruhigen Geschichte zog mich die Sprache ins Buch. Die Geschichte besticht mit Detailreichtum, der mir an manchen Stellen etwas zu überladen vorkam. Das oder ich verstehe mich zu wenig auf europäische Möbel. Die vielen Stühle, Gläser, … brachten mich durcheinander. Gespielt wird mit häufigen Perspektivwechseln, sodass jede Figur mal in den Vordergrund rückt. Obwohl innerhalb der Szenen oft zwischen den Figuren gesprungen wird, entsteht kein Bruch in der Erzählung. Leider gab es bei den erotischen Szenen hier und da derbe Ausdrücke, die mich störten. Sie stachen heraus und wirkten auf mich fehl am Platz. Lob und Kritik: Gut gefallen hat mir, wie Mason Opern mit Piets Geschichte verknüpfte und auch immer wieder darauf anspielte, bzw. zitierte. Genauso muss ich loben, wie gut dargestellt die Handlungsschauplätze worden sind. Ob nun Herrengracht 605 oder der Luxusdampfer, Mason legt Wert auf die Details, um eine stimmige Welt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zu bieten. Ein bisschen fühlte ich mich, als würde ich still ein Gemälde betrachten. “Die geheimen Talente des Piet Barol” liest sich genau so. Die Seiten verfliegen, mehr Details werden sichtbar, bis man am Ende das Gesamtwerk (auch wenn es nur ein erster Teil ist) erkennt. Wer neugierig ist, im Netz gibt es einige Youtube-Videos, in denen Mason die Herrengracht 605 heutzutage zeigt oder auch über die Bedeutung der Musik im Roman aufklärt. Stellenweise las sich der Roman jedoch auch zu plätschernd. Mich persönlich hätte mehr Egberts Problem interessiert als z.B. Piets Bloßstellung auf der Bedienstetenparty. Leider wird das Leiden des Sohnes fast mühelos bewältigt, wie alles, was Piet anfasst. Es wirkte oft zu mühelos. Zusammenfassend: “Die geheimen Talente des Piet Barol” ist ein stiller, aber raffinierter Roman über die Suche nach Glück und Erfüllung, welcher mit Masons guten Schreibstil überzeugt. Daher vergebe ich 4 von 5 möglichen Sternen.

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  • Der 1. Teil aus Piet Barols Leben

    Die geheimen Talente des Piet Barol
    Kerry

    Kerry

    04. August 2013 um 22:06

    1907 soll sich für den 24-jährigen Piet Barol alles ändern. Er selbst kommt aus eher bescheidenen Verhältnissen, doch er weiß, was er im Leben erreichen will: Er will erfolgreich und vor allem reich sein. Sein gutes Aussehen soll ihm den Weg ebnen, doch nur auf dieses kann er sich nicht verlassen, das weiß er. Für den 10-jährigen Egbert Vermont-Sickerts wird ein Hauslehrer gesucht, eine Position, fast wie geschaffen für Piet. Tatsächlich gelingt es ihm, bei einem Gespräch Jacobina Vermont-Sickerts von sich zu überzeugen und auch ihr Mann ist von dem Hauslehrer sehr angetan. Piet bekommt die Anstellung, diese bringt jedoch neben der Lehrtätigkeit noch eine weitere Verpflichtung mit sich. Egbert weigert sich, das Haus verlassen - eine Marotte, die seine Eltern in den Wahnsinn treibt und die ihm Piet austreiben soll. Ebenfalls zur Familie gehören die bereits erwachsenen Töchter Constance und Louisa, die jedoch im Gegensatz zu ihren Eltern, nicht ganz so angetan sind von dem neuen Hauslehrer, denn sie spüren, dass dieser etwas im Schilde führt. Piet jedoch hat es geschafft und ist bei einer der besten Familien Amsterdams angestellt und dazu noch mit einem überaus üppigen Gehalt. Vorbei sind für Piet die Zeiten, in denen er als Assistent seines Vater Herman, einem Universitätsschreiber, arbeiten musste. Schnell gewinnt Piet das Vertrauen des Haushaltes, auch die beiden Töchter des Hauses lassen sich immer mehr von ihm überzeugen, doch der Umgang mit Egbert ist schwieriger als gedacht. Sicherlich bringt der Junge gute Leistungen, doch irgendwelche Dämonen scheinen ihn zu quälen, die in zwingen, immer wieder die gleichen Handlungen auszuführen und die ihm das Verlassen des Hauses verweigern. Piet weiß, dass er erst das Vertrauen des Jungen erringen muss, doch wie soll er dies anstellen, wenn der Junge so in sich selbst verschlossen ist? Durch die Erziehung seiner Mutter, die sehr auf Manieren achtete, gelingt es ihm sehr schnell, sich in die "bessere" Gesellschaft, zumindest augenscheinlich, zu integrieren. Piet fühlt sich wohl im Hause Vermont-Sickerts, wobei hier gerade Jacobina einen großen Anteil daran hat, da sich die Beiden immer wieder zu einem Stelldichein zurückziehen. Doch Piet weiß, dass dieses Anstellung nur eine Übergangslösung ist - er will sein Glück in Amerika versuchen und er weiß, wenn er es schafft, Egbert zu "heilen", wird er die volle Unterstützung seines Arbeitsgebers hinter sich haben. Doch dieser Junge ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt, doch es führt kein Weg daran vorbei - seine Zukunft liegt darin, dem Kind die Marotten auszutreiben, derweil er sich seinen Spaß mit der Hausherrin gönnt, jedoch sehr vorsichtig im Umgang mit deren Töchtern sein muss - sprich: Ein Tanz auf dem Drahtseil, von dem er jederzeit abstürzen könnte ... Der 1. Teil aus Piet Barols Leben! Der Plot wurde sehr detailliert und bildhaft erarbeitet, sodass ich die jeweiligen Szenen jederzeit vor meinem geistigen Auge abrufen konnte. Die Figuren wurden tiefgründig in Szene gesetzt, wobei mir hier, neben Piet, gerade die Töchter Constance und Louisa ans Herz gewachsen sein, gerade weil sie nicht als die typischen Heimchen am Herd dargestellt wurden, sondern sich für ihre Zeit ausgesprochen freimütig verhalten haben und genau wussten, was sie vom Leben erwarten und nicht gewillt waren, sich in eine Schicksal zu ergeben, was ihnen aufgezwungen wird. Den Schreibstil kann ich nur als ausgesprochen mitreißend beschreiben, erbrachte in mir eine Saite zum Klingen, sodass ich geradezu verzückt war, während ich dieses Buch las. Jetzt hoffe ich natürlich, dass die Geschichte von Piet bald weiter erzählt wird, denn er ist noch jung hat bestimmt noch einiges in seinem Leben erlebt, woran ich wahnsinnig gerne teilhaben möchte.

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  • Ein Glücksritter mit Charme

    Die geheimen Talente des Piet Barol
    Glimmerfee

    Glimmerfee

    12. May 2013 um 14:00

    Er ist charismatisch und zieht Frauen und Männer gleichermaßen an. Piet Barol ist sich seiner Ausstrahlung bewusst, als er versucht im Amsterdam des Jahres 1907 sein Glück in die Hand zu nehmen und den ersten Fuß auf die gesellschaftliche Leiter stellt. Er tritt eine Stelle als Hauslehrer bei einer reichen Hoteliersfamilie an und schnell finden die Familienmitglieder und Angestellten Gefallen an dem cleveren jungen Mann. Dieser Roman, der den Leser in das frühere Amsterdam und in das herrschaftliche Haus des Hoteliers Vermeulen-Sickert entführt, porträtiert eine längst vergangene Zeit. Der Protagonist verdingt sich selbstbewusst als Hauslehrer in einer Familie, die gesellschaftlich und finanziell weit über ihm steht. Sein Schützling ist ein schwieriges Kind, das mit seinen Dämonen zu kämpfen hat. Der Hausherr ist ein umgänglicher Self-made Man und die Töchter des Hauses sind mit einer scharfen Zunge und einem gesunden Misstrauen gesegnet. Als besonders empfänglich, für die Reize Piet Barols, erweist sich die Frau des Hoteliers, Jacobina Vermeulen-Sickerts. Piets Pläne beinhalten nicht das Verharren in einer gemütlichen Stellung als Hausherr, er träumt von den Möglichkeiten, die das ferne Amerika zu bieten scheint. Sehr schön wird in diesem Roman, das Leben in einem reichen Haushalt dieser Zeit geschildert, das Verhalten der Dienstboten untereinander, die gesellschaftlichen Tabus und die Klassenunterschiede, die sich nicht nur bei einer Reise auf den Luxusschiffen zeigen. Sex war auch damals ein großes Thema und in Piets Leben nimmt es einen großen Raum ein. Von Frauen und Männern begehrt, findet er sich häufig in Zwickmühlen wieder. Der Autor hat es sehr gut verstanden, die Emotionen der Charaktere zu beschreiben und den Glanz, aber auch die Schattenseiten dieser Zeit aufleben zu lassen. Das Buch liest sich angenehm und wird durch die Versuchungen, menschlichen Abgründe und Geschehnisse in die Piet verwickelt wird, nie langweilig. Das Buch dürfte allen Lesern gefallen, die gerne historische Romane mit einem erotischen Kick lesen. Zu meiner Freude, wird es eine Fortsetzung geben und ich bin schon sehr gespannt, ob Piet Barol sein Glück finden wird.

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  • Nutznießer und Benutzter

    Die geheimen Talente des Piet Barol
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    26. April 2013 um 14:45

      Der Plan des Piet Barol ist eigentlich ganz einfach. Seine eigentlichen Talente nutzen, nicht vorhandene Talente erst einmal einfach behaupten und damit soviel Geld machen, dass er sich seinen Traum erfüllen kann, nach Amerika auszuwandern. Wird schon gut gehen, denkt er sich, auch wenn ihm manchmal Angst und Bange werden wird. Denn nicht jeder und jede fällt auf seine schöne Fassade herein und zumindest eine wird ihn auf dem Rücken eines Pferdes sehr auf die Probe stellen. Interessanterweise, gar nicht einmal mit jenen Folgen des „Enttarnt Werdens“, die Piet befürchtet hätte. Louse, die misstrauische Tochter aus dem Haushalt, in dem Barol tätig ist, kann sich eben auf Dauer auch nicht wirklich seinem einnehmenden Wesen entziehen. Auch wenn Barol das mit viel Berechnung einsetzt. Er ist eben ein „Hochstapler mit Tiefgang“ nicht einfach ein Hallodri.   „Die Abenteuer seiner Jugend hatten Piet Barol gelehrt, dass die meisten Freuen und viele Männer ihn über die Maßen attraktiv fanden“. Das ist sein Talent. Gepaart mit ein wenig geübtem Klavierspiel, besten Umgangsformen und dreisten Übertreibungen, was seine weitergehenden Fähigkeiten angeht, nimmt Piet Barol eine Stelle als Hauslehrer im Amsterdamer Haus des gut gestellten Hotelieres Maarten Vermeulen-Sickert an.   Ein Mann, der Gott einen Schwur gegeben hat. Unter dem seine Frau deutlich leidet, ohne es zu zeigen. Mit einem Sohn, der durch Geister seiner Fantasiewelt bedrängt wird.. Ebenfalls, ohne dies klar ausdrücken zu können. Das Haus aber nicht zu verlassen vermag. Diesen Sohn soll Piet Barol „heilen“, ihn wieder als soziales Wesen zum „funktionieren“ bringen.   Nicht, das Piet das nicht versuchen würde. Zunächst mehr oder weniger motiviert. Allerdings ist er in der Hauptsache damit beschäftigt, sich der einen Verehrer (durchaus auch männlichen Geschlechtes) zu erwehren und sich jenen intensiv als erotischer „Diener“ zu widmen, die ihn selbst in den Bann ziehen. Erotische Fantasien und Handlungen, die Mason als rein menschlich darstellt  und aus der inneren Sicht der Personen umfassend vor Augen führt.   So entsteht, sprachlich wunderbar flüssig und ohne Scheu auch vor direkten, sexuellen Szenen, ein munterer Reigen vor den Augen des Lesers von Querverbindungen, Sehnsüchten, Hoffnungen, nicht erfüllten Erwartungen, von Zielen und Einschränkungen (gerade für Frauen), von Risiken und geschäftlichem Umgang und Mut.   Vielfach wechselt Mason bei seiner Schilderung die Perspektiven und beleuchtet so das Leben im Haushalt aus vielen Richtungen, bei denen er Wert darauf legt, auch Nebenpersonen jeweils mit eigenem Leben zu füllen. Der Butler des Hauses kommt so ebenso zu „seinem Recht“ im Buch wie der Hausdiener Didier, mit dem sich Piet auch schon einmal eine Badewanne teilen wird (ohne zu ahnen, was dabei alles an Fantasien freigesetzt werden kann).   Trotz der Perspektivwechsel verliert Marten in seinem leichten Stil den eigentlichen roten Faden nie aus den Augen. Wie Menschen in verschiedener Weise ihre (teils stillen, teils geheimen) Sehnsüchte ins Leben bringen, wie dies sich hier und da auch selbst schöngeredet wird und wie unterschiedlich das alles sein kann. Und dennoch ein großes Ganzes ergibt.   Entwicklungen, in denen auch Piet das ein oder andere Mal seinen strikten Plan gefährdet. „Er würde kein Risiko eingehen, bevor er genügend Geld zusammengespart hatte, um seine Ziele in die Tat umzusetzen“. Eine Scheu vor dem Risiko, die schon kurz nach seiner Ankunft im Haus ad Acta gelegt werden wird.   Richard Mason ist ein unterhaltsamer und feinsinniger Roman über die Suche nach dem Glück trotz und gegen Einschränkungen,  „mangelndem gesellschaftlichen Hintergrund“ und den Risiken des Lebens gelungen, der sowohl in seinem „Personal“, wie vor allem in seiner Hauptfigur und den fein gesponnenen Abläufen der Geschichte überzeugt.

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  • Ein wahnsinns Buch mit einer Prise Erotik

    Die geheimen Talente des Piet Barol
    PrinzessinAnne

    PrinzessinAnne

    08. April 2013 um 21:29

    Worum geht es: Aus der Leidener Provinz wagt Piet Barol den Schritt in sein eigenes Leben. Gesegnet mit einem guten Empfehlungsschreiben, passablen Musik- und Sprachkenntnissen und einem umwerfenden Aussehen, bewirbt er sich mit großen Hoffnungen auf eine Hauslehrerstelle bei der in Amsterdam hoch geschätzten und schwerreichen Familie Vermeulen-Sickerts. Mit der richtigen Portion Charme und Dreistigkeit kann er den Job schnell ergattern, und genießt ein Leben voller Luxus- trotz seiner eigentlichen Angestellenstellung. Zu verdanken hat er das der Hausherrin, Jacobina, die schnell großen Gefallen an dem jungen Mann findet. Doch Piets Pläne sind andere. Er will nicht in Amsterdam versauern. Sein Ziel ist es, die Welt zu entdecken. Meine Meinung: Um ehrlich zu sein, bin ich nicht sehr neutral an das Buch heran gegangen. Angezogen von dem schönen Cover und dem einigermaßen interessant klingenden Rückentext, habe ich eher eine seichte, mittelmäßige Lektüre erwartet, die sich schnell lesen lässt, die man aber ebenso schnell wieder vergisst. Doch dank des unglaublich schönen Schreibstils, der plätschernden Sprache und der Ausgestaltung der Szenen, Menschen und Orte war ich schnell gefangen in der Welt von Piet Barol im anfangenden 20. Jahrhundert. Dank dieser bildhaften aber nicht zu ausschmückenden Sprache, sieht man sich bald selbst als stillen Beobachter, in den Zigarrenrauch verhangenen Räumen der Oberschicht von Amsterdam, umgeben von Luxus und Anstand.  Allerdings fängt Piet sehr schnell an, die Familie "aufzumischen". Und trotz der dezenten Hinweise im Klappentext, habe ich nicht mit den erotischen Elementen des Buches gerechnet. Piet ist ein Womanizer, der es versteht, die Frauen mit seinem tollen Aussehen und seiner charmanten Art zu beeindrucken - und ich wäre ihm sicherlich auch verfallen - und zeigt vor allem schnell großes Interesse an der Frau seines Hausherren. Die erotischen Momente zwischen ihnen sind schon sehr heiß, aber in keinster Weise ordinär oder unangebracht. Viel eher unterstreichen sie noch die Glaubhaftigkeit von Piet in seiner Rolle als heimlicher Liebhaber.  Auch sonst lässt die Spannung nicht zu wünschen übrig. Natürlich ist es kein Actiongeladener Psychothriller, aber dennoch kam bei mir zu keiner Zeit Langeweile auf. Mir großem Interesse hab ich den Werdegang von Piet verfolgt, und war immer ein bisschen neidisch, nicht selbst an den Schauplätzen dabei sein zu können. Es liegt während des ganzen Lesens ein ganz besonderer Zauber in der Luft, der mich wieder daran erinnert hat, wieso ich mich so gerne von historischen Romanen gefangen lassen nehme.

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  • Rezension zu "Die geheimen Talente des Piet Barol" von Richard Mason

    Die geheimen Talente des Piet Barol
    Traenenherz

    Traenenherz

    13. March 2013 um 17:30

    Klappentext: Prächtig, sinnlich, elegant: Die Verführung zum Lesen Piet Barol kommt 1907 als Hauslehrer nach Amsterdam. Mittellos, aber gesegnet mit außergewöhnlich gutem Aussehen, scharfem Verstand und unwiderstehlichem Charme erobert er die Familie des reichen Hoteliers Vermeulen- Sickerts im Sturm. Vor allem Jacobina, die Frau des Hausherrn, entdeckt schon bald Piets Talente besonderer Art. Sein eigentliches Ziel aber ist es, in Amerika sein Glück zu machen – und das stellt den ehrgeizigen jungen Mann vor manche unerwartete Herausforderung. Mit leichter Hand präsentiert Richard Mason die Geschichte seines Helden Piet Barol - ein schwungvoller, von der Kritik hymnisch gelobter Roman, angesiedelt in der Belle Époque, gewürzt mit feinem Humor und einer guten Prise Erotik. Die Story: Piet Barol ist ein junger Mann, der in eher einfachen Verhältnissen aufwuchs. Noch immer wohnt er bei seinem Vater in Leiden, aber er strebt nach mehr, sein größter Traum ist New York. Er findet eine Anstellung als Hauslehrer in Amsterdam bei einer ziemlich wohlhabenden Familie, und versteht sich super mit dem Hausherrn. Der Sohn um den er sich kümmern soll ist psychisch krank und benimmt sich recht sonderbar. Schon einige vor ihm haben sich vergebens versucht den Jungen zurück ins Leben zu holen. Und da ist noch jemand, die Frau des Hauses, schon am ersten Tag entdeckt sie an Piet Barol scheinbar etwas, das dazu führt, dass er eine Anstellung bekommt… Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Leicht und flüssig zu lesen, mit einer Sprache die wohl Anfang des 20. Jahrhunderts so Standard war. Man merkt direkt das man in der Umgebung reicher Menschen mit Einfluss ist. Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler wieder gegeben. Covergestaltung: Der Hintergrund ist blau wie das Meer, und man sieht einen jungen Mann auf einem Liegestuhl sitzend auf einem Deck eines Schiffs. Ich finde das Cover ganz okay, und hätte sicher auch danach gegriffen. Meine Meinung: Hinter dem Titel "Die geheimen Talente des Piet Barol" verbirgt sich etwas anderes als man vielleicht vermuten mag. Der englische Titel "History of a Pleasure Seeker" passt sehr viel besser, wie ich finde. Während des ganzen Buchs erfährt man sehr viel über das Leben des Piet Barol, und auch über seine Eltern. Außerdem natürlich über die Familie Vermeulen-Sickerts, so stehen sich reich und arm gegenüber, und man merkt wie groß die Kluft zwischen den Welten ist. Anhand der Bediensteten der Vermeulen Sickerts wird das auch nochmal ziemlich deutlich. Die Geschichte liest sich flüssig, und es bleibt eine stetige Grundspannung vorhanden. Einige Szenen sind sehr interessant und prickelnd zu lesen. Was ich gut finde, hier wird auch eine Lanze für gleichgeschlechtliche Liebe gebrochen, welche aber eigentlich nicht im Vordergrund steht. Ich finde es gut, dass der Autor diese Elemente mit eingebaut hat. Mein Fazit: Dieses Buch kann ich mit ruhigem Gewissen an alle Fans die historische Romane lieben, weiter empfehlen. Leser die wert auf eine ansprechende Sprache legen werden sich hier auch zu Hause fühlen. Von mir bekommt der Roman sehr gute 4 Herzen, da ich ein paar kleine Abstriche für mich machen musste an bestimmten Stellen des Buches, welche ich hier aber nicht erwähnen möchte, zwecks Spoiler. Als Buchflüsterer möchte ich mich hiermit bei www.buecher.de für das Rezensionsexemplar bedanken, das Buch hat mir viele schöne Stunden bereitet.

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