Richard Morgan The Cold Commands (Gollancz S.F.)

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Inhaltsangabe zu „The Cold Commands (Gollancz S.F.)“ von Richard Morgan

With The Steel Remains, award-winning science fiction writer Richard K. Morgan turned his talents to sword and sorcery. The result: a genre-busting masterwork hailed as a milestone in contemporary epic fantasy. Now Morgan continues the riveting saga of Ringil Eskiath—Gil, for short—a peerless warrior whose love for other men has made him an outcast and pariah. Only a select few have earned the right to call Gil friend. One is Egar, the Dragonbane, a fierce Majak fighter who comes to respect a heart as savage and loyal as his own. Another is Archeth, the last remaining daughter of an otherworldly race called the Kiriath, who once used their advanced technology to save the world from the dark magic of the Aldrain—only to depart for reasons as mysterious as their arrival. Yet even Egar and Archeth have learned to fear the doom that clings to their friend like a grim shadow . . . or the curse of a bitter god. Now one of the Kiriath’s uncanny machine intelligences has fallen from orbit—with a message that humanity faces a grave new danger (or, rather, an ancient one): a creature called the Illwrack Changeling, a boy raised to manhood in the ghostly between-world realm of the Grey Places, home to the Aldrain. A human raised as one of them—and, some say, the lover of one of their greatest warriors—until, in a time lost to legend, he was vanquished. Wrapped in sorcerous slumber, hidden away on an island that drifts between this world and the Grey Places, the Illwrack Changeling is stirring. And when he wakes, the Aldrain will rally to him and return in force—this time without the Kiriath to stop them. An expedition is outfitted for the long and arduous sea journey to find the lost island of the Illwrack Changeling. Aboard are Gil, Egar, and Archeth: each fleeing from ghosts of the past, each seeking redemption in whatever lies ahead. But redemption doesn’t come cheap these days. Nor, for that matter, does survival. Not even for Ringil Eskiath. Or anyone—god or mortal—who would seek to use him as a pawn.

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    The Cold Commands (Gollancz S.F.)
    Wortmagie

    Wortmagie

    01. November 2016 um 10:14

    Monate sind vergangen, seit Ringil Eskiath, Egar Dragonbane und Archeth den Angriff der Aldrain zurückschlugen. Sie glaubten, die Gefahr wäre gebannt. Doch als ein mechanischer kiriathischer Steuermann vom Himmel fällt und vor einer Legende warnt, die allzu bald Wirklichkeit werden könnte, müssen sie erneut ihre Kräfte vereinen, um ihre Welt zu schützen. Der Steuermann berichtet vom Ilwrack Wechselbalg, einem menschlichen Kind, das von den Aldrain in den Grauen Landen als einer der ihren großgezogen und zu einem furchteinflößenden Kriegsherrn ausgebildet wurde. Während des Krieges der Menschen und Kiriath gegen die Aldrain wurde er gefangen genommen, in einen magischen Schlaf versetzt und auf einer mysteriösen Insel verborgen, die sich halb in der Realität und halb in den Grauen Landen befindet. Seit Generationen schläft der Wechselbalg, nun beginnt er jedoch, sich zu regen. Dem Mythos nach wird er die Aldrain unter sich vereinen, sollte er erwachen. Obwohl niemand an den Wahrheitsgehalt der Legende glauben möchte, ist das Risiko zu groß, um sie zu ignorieren. Der Imperator befiehlt eine Expedition, organisiert von Archeth und angeführt von Gil, die die nebulöse Geisterinsel des Wechselbalgs finden soll. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, verfolgt Egar eigene Ziele. Ein Rätsel flüstert durch die Straßen von Yhelteth, ein Geheimnis, in dessen Zentrum die Zitadelle steht. Egar begibt sich auf die Suche nach Antworten und muss schon bald feststellen, dass die Bedrohung der Aldrain sich bereits mitten unter ihnen versteckt… „The Cold Commands“ ist der zweite Band der Trilogie „A Land Fit for Heroes“ von Richard K. Morgan. Den ersten Band „The Steel Remains“ habe ich im Januar 2016 gelesen. Ich wusste, dass Morgans Geschichte nichts für Weicheier ist. Ich wusste, dass sie anspruchsvoll, brutal und unbeugsam wie Stahl ist. Eine Geschichte voller Testosteron, eine Geschichte wie ein Ritt auf einem wilden Stier. Ich fühlte mich bereit, erneut mit Gil, Egar und Archeth auf die Reise zu gehen. Jetzt, nach der Lektüre, glaube ich, man kann für diese Form der Fantasy niemals wirklich bereit sein. „The Cold Commands“ ist richtig heftiger Stoff. Eine Herausforderung auf allen Ebenen. Es ist ein Buch, das die Kehle austrocknet, kalte Schauer über die Haut jagt und die Augen aus den Höhlen treten lässt. Ich bin zutiefst beeindruckt, wie mühelos es Morgan gelingt, die Feindseligkeit seines Buches auf die Gefühlswelt seiner Leser_innen zu übertragen. Das Lesen war Krieg; ein Krieg zwischen mir und den Seiten, weil sie mich nicht einluden oder mir das Gefühl gaben, willkommen zu sein. Ich war ein Eindringling und musste in jeder Sekunde um meinen Platz als Zuschauerin kämpfen. Ich kämpfte mit Morgans Schreibstil. Ich kämpfte, um die Komplexität der Handlung zu durchdringen. Ich kämpfte, um zu begreifen, inwiefern „The Cold Commands“ an „The Steel Remains“ anknüpft, denn anfangs wirkt der Plot komplett eigenständig. Es gab wenig, woran ich mich festhalten konnte, weil sich die Verbindungen erst spät offenbaren. Abermals sind Gil, Egar und Archeth voneinander getrennt, was mich definitiv überraschte. Ich bin davon ausgegangen, dass sie nach den Ereignissen des ersten Bandes zusammenbleiben würden. Tja, falsch gedacht. Ich glaube, dass Morgan diese Entscheidung zugunsten der Charakterentwicklung fällte. Er betont auf diese Weise, dass alle drei selbstständige Individuen sind, die unabhängig voneinander wachsen, was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet, dass dieses Wachstum angenehm zu beobachten ist. Ganz ehrlich, Gil macht mir mittlerweile Angst. Er ist einfach krass. Natürlich gefällt es mir, dass er weit entfernt von jeglichen Klischees ist, aber er ist auch völlig irre. Seine furchterregende Persönlichkeit wird besonders deutlich, vergleicht man ihn mit Egar. Egar ist ein harter Kämpfer, doch er ist viel menschlicher, weltlicher als Gil. Meinem Empfinden nach gehört Gil nicht länger in die Realität, sondern in ein gruseliges Albtraumreich. Tatsächlich deutet Morgan an, dass er mit den Grauen Landen verbunden ist und von dort Macht bezieht. Diese Hinweise bestärkten mich in meinem diffusen Gefühl, zwischen zwei Großereignissen zu stecken. Ich sehe, dass sich da etwas Gewaltiges zusammenbraut, aber ich habe nicht die geringste Vorstellung, was mich im Finale „The Dark Defiles“ erwartet. Ich hoffe sehr, dass ich die berüchtigte Expedition erleben darf. Ich wünsche Archeth von Herzen, dass sie findet, wonach sie sich sehnt. Ich lechze danach, weitere Wunder der Kiriath bestaunen zu können, dieses Volk der Wissenschaft, dessen Technologie so weit fortgeschritten ist, dass sie wie Magie erscheint. Ich möchte diese mysteriöse Insel und den Wechselbalg mit eigenen Augen sehen. Ich will wissen, wie alles endet. Ich werde mich freiwillig noch einmal Morgans bissiger, aggressiver Atmosphäre aussetzen. Ich bin bereit, noch einmal mit „A Land Fit for Heroes“ in den Ring zu steigen. Und ich plane, zu gewinnen. Vermutlich kaut Richard K. Morgan rostige Nägel, um in die passende Stimmung zum Schreiben zu kommen. Sein Arbeitsplatz befindet sich wahrscheinlich in einer düsteren Eishöhle, denn Sonnenstrahlen und Wärme sind nun wirklich das Letzte, das man mit „The Cold Commands“ assoziieren könnte. Alles an diesem Buch ist extrem: es ist extrem hart, extrem brutal, extrem unangenehm und extrem anspruchsvoll. Es ist im positiven Sinne ein Buch negativer Superlative. Obwohl es sich schwer liest und äußerst viel Konzentration verlangt, bewundere ich Richard K. Morgan für seine Furchtlosigkeit, dunkle, verworrene Pfade zu betreten, die seine Figuren an schaurige Orte führen. Es erfordert Mut, eine Geschichte zu schreiben, die in den Leser_innen keinerlei kuschlige, gemütliche Gefühle erzeugt. Schöne Lesestunden sind hier Mangelware – stattdessen ist diese Trilogie ist in jeder Hinsicht unbequem und genau deshalb außergewöhnlich.

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  • Rezension zu "The Cold Commands (Gollancz S.F.)" von Richard Morgan

    The Cold Commands (Gollancz S.F.)
    Elwe

    Elwe

    20. November 2011 um 23:48

    'The cold commands' ist der Nachfolgeband des Fantasy-Reißers 'The steel remains' (Glühender Stahl in der dt. Übersetzung). Gleich vorab - es macht wenig Sinn, ihn zu lesen, bevor man Bd.1 gelesen hat. Die Lektüre des ersten Teils ist m.M.n. Voraussetzung für das Verständnis der Hälfte aller Gedankengänge der Charaktere, und er gibt ihnen im Nachhinein Tiefe. Das Buch setzt ein wenig nach der epischen Schlacht am Ende des ersten Teils an, bei dem die Dwenda zurückgeschlagen werden, eine uralte, zauberbegabte, recht grausame Rasse, die versuchen, sich ihren Weg zurück in die Welt zu erkämpfen, aus der sie vor Jahrtausenden vertrieben wurden. Die Geschichte der bereits bekannten Helden wird in drei Erzählsträngen fortgeführt: --> Ringil Eskiath, Adelssproß, dekorierter Kriegsheld, düsterer Krieger mit einer magischen, blutdurstigen Klinge und verbannter Geächteter in seiner Heimat, weil seine Vorliebe für Liebhaber des eigenen Geschlechts nicht toleriert wird und man dort, wo er herkommt, Homosexuelle in Folterkäfigen von den Stadttoren aufhängt. --> Archeth, Tochter einer menschlichen Frau und eines Mannes aus der außerirdischen Rasse der Kiriath, Erzfeinde der Dwenda, die nach Jahrhunderten des Zusammenlebens mit den Menschen auf mysteriöse Weise von der Welt verschwanden, die der Dwenda-Magie mit ausgefeiltester Technologie begegneten und die nur ein paar Helmsmen zurückgelassen haben, hochintelligente und belebte Konstrukte aus Metall, die nun kryptische Ratgeber der Mächtigen sind. Archeth hat die Langlebigkeit ihrer Vorfahren geerbt, hat Imperatoren kommen und gehen sehen und sucht wie besessen nach Spuren ihres Volkes, von dem sie die letzte Zurückgelassene ist. --> Egar, genannt Dragonbane, ein wilder Steppenreiter, der über seine Jugendjahre hinaus ist, und gemeinsam mit Ringil bei einer epischen Schlacht einen Drachen erledigt hat. . Zu Beginn und auch später über weite Teile des Buches sind die drei Helden voneinander getrennt, und so sind es auch ihre Geschichten: Ringil jagt einer Sklavenkaravane nach, um deren Anführer zu töten - denn das ist die Frau, die seine Cousine versklavt hat (nach der er in Bd.1 suchte). Archeth wird mit der Ankunft eines neuen Helmsman konfrontiert, der eine schreckliche Bedrohung ankündigt und sie drängt, eine Expedition ans andere Ende der Welt in gefährliche Gewässer zu unternehmen, um eine geisterhafte Kiriath-Stadt mitten im Ozean zu finden, eine Legende, die zwischen den Welten hin- und hergleitet und nun nach Jahrhunderten wieder in der diesseitigen Welt aufgetaucht ist. Egar ist mit Archeth zurückgekehrt in die Hauptstadt des Imperiums und langweilt sich als ihr Hausgast zu Tode. Außerdem drücken ihm Liebessorgen aufs Gemüt, und so macht er sich auf, geheimnisvolle Machenschaften zu untersuchen, die in einem verlassenen Tempel vor sich gehen... . Ich bin sehr zerrissen mit meiner Meinung über das Buch. Richard Morgan schreibt noch immer göttlich und seine Szenen haben Wucht und Saft, aber leider scheint ihm in diesem stattlichen 500-Seiten-Wälzer über weite Strecken der rote Faden abhanden gekommen zu sein, der alle drei Stränge miteinander verknüpft, und wird erst ganz zum Ende hastig hochgehalten, mit für meinen Geschmack ein bisschen zu viel überraschender, schicksalspielender göttlicher Intervention. Die Stories von Ringil, Archeth und Egar lesen sich über weite Strecken wie voneinander unabhängige Bücher, und ihr Zusammenfügen wirkt arg gezwungen. Das große Thema des Buches, das, worauf alles hinsteuert, das ultimative Rätsel wird erst nach gut der Hälfte überhaupt klar und zu diesem Zeitpunkt hat man als Leser schon ein wenig den Anfangs-Enthusiasmus verloren. Und die zweite 'verborgene' übergreifende Geschichte, die erst ganz zum Ende enthüllt wird und alle Ereignisse im Nachhinein rechtfertigt, fällt wie gesagt sehr dünn aus. Insgesamt wirkt der Band sehr stark wie ein ungeliebtes Brückenstück zwischen dem ersten und dem hoffentlich wieder handlungsintensiveren dritten Teil. Im größeren Kontext hätte man diese Handlung sicher mit drei Kapiteln abhandeln können, oder meinetwegen fünf. Doch Morgan widmet sich jedem kleinen Schritt, den die Charaktere machen, mit akribischer Detailversessenheit, so dass man irgendwann das Gefühl bekommt, er musste Seiten schinden - indem er noch eine (eigentlich unnötige) Szene einfügt, und noch eine ... . Tja, ich bin enttäuscht. In Ermangelung eines tragfähigen größeren Spannungsbogens ist das Buch leider nicht viel mehr als eine Sammlung zugegebenermaßen grandios geschriebener Kurznovellen, doch der Erwartungshaltung, die der erste Band aufbaut, wird es leider überhaupt nicht gerecht. Auch erscheinen - ebenfalls aufgrund der endlos ausgewalzten Längen - die eigentlich phantastischen Hauptfiguren irgendwann klischeehaft. Archeth, die das ganze Buch über nur mit ihrem Drogenentzug beschäftigt ist, der sie ununterbrochen reizbar macht. Egar, der sich zum hundertsten Mal mitten im wilden Kampf überlegt, dass er langsam alt wird. Und Ringil, der zwar immer noch ein sehr cooler Held ist (vor allem zu Beginn, da hat er einen grandiosen Auftritt), der aber später große Abschnitte des Buches in einer seltsamen Traum-Schattenwelt voll mysteriöser Andeutungen verbringt, und der ansonsten mit seinem vernachlässigten Liebesleben beschäftigt ist. . Zum Schluss noch etwas Gutes: Das Buch ist nicht so schlecht, wie meine Rezension es vielleicht erscheinen läßt. Neben seinem überragenden Vorgänger verblasst es zwar gewaltig, aber es ist immer wieder sehr vergnüglich zu lesen (der dreckige Humor und die derben Sprüche sind einfach köstlich), und es ist durchaus spannend, wenn man sich durch die Längen mit etwas Querlesen durchgekämpft hat. Ich habe es nicht abgebrochen, und das tue ich normalerweise, wenn ein Buch mich langweilt. Es ist teilweise sogar so spannend, dass man in der Badewanne unbedingt noch zwanzig Seiten weiterlesen muss, auch wenn das Wasser schon kalt ist. Ach ja, und das Finale ist wieder richtig aufregend. Last but not least: Ich bin Optimist und glaube ganz fest, dass es sich hier um einen unglücklichen Ausrutscher handelt und Band 3 zur alten Form zurückfindet. Und dafür muss man den zweiten Band natürlich gelesen haben. . Deshalb runde ich die 3,5 von 5 Sternen mal auf 4 auf, mit der Anmerkung, dass es Nölerei auf hohem Niveau ist. Denn wer vorher 'The Steel Remains' gelesen hat, kann nicht anders, als auf dem schwächeren Nachfolger rumzuhacken ;)

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