Richard Osman

 4,3 Sterne bei 1.941 Bewertungen

Lebenslauf

Richard Osman ist Autor, Produzent und Fernsehmoderator. Seine Serie über die vier scharfsinnigen und liebenswerten Ermittlerinnen und Ermittler des Donnerstagsmordclubs hat ihn über Nacht zum Aushängeschild des britischen Krimis und Humors gemacht. Für sein Debüt Der Donnerstagsmordclub wurde er bei den British Book Awards 2020 zum »Autor des Jahres« gewählt. Inzwischen hat die Mordclubserie alle Rekorde gesprengt und wurde mit Starbesetzung von Netflix verfilmt. Mit Wir jagen Schatten, dem zweiten Teil der Wir finden Mörder-Serie, schreibt er weiter an seinem Cosy Crime-Königreich. Er lebt mit Frau und Katze in London.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Richard Osman

Tee aufsetzen, Gebäck bereitstellen und genießen

Ich muss gestehen: Jedes Mal, wenn ich einen neuen Band von Richard Osman aufschlage, fühlt es sich an, wie nach Hause zu kommen und „Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“ führt diese Tradition wunderbar fort. 

Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron sind für mich die authentischsten Figuren der aktuellen Kriminalliteratur. Sie sind keine Superhelden, sondern Menschen mit Falten, Wehwehchen und einer messerscharfen Kombinationsgabe. Besonders Joyce mit ihrer unterschätzten Art hat mein Herz erobert. Es ist diese Mischung aus „Tee und Gebäck“ und „eiskalter Berechnung“, die das Buch für mich so unwiderstehlich macht. 

Das Cover mit seinem typisch britischen Charme verspricht zwar einen gemütlichen Krimi, aber der Inhalt bietet so viel mehr Tiefe. Was mich an diesem Band besonders fasziniert, ist nicht nur der „unlösbare“ Fall um den „Millionen-Code, sondern die unerschütterliche Loyalität der vier Senioren. Osmans Schreibstil ist einfach brillant – ich musste oft laut auflachen, nur um zwei Seiten weiter einen Kloß im Hals zu haben. Er schafft es, den Verfall und das Vergessen so würdevoll und gleichzeitig humorvoll zu beschreiben, dass es nie deprimierend wirkt.

Für mich ist dieser fünfte Teil der bisher stärkste der Reihe. Wer Lust auf einen Krimi hat, der das Herz wärmt, den Verstand fordert und einen daran erinnert, dass das Leben im Alter erst so richtig losgehen kann, sollte hier unbedingt zugreifen. 

Der fünfte Fall für den Donnerstagsmordclub

Zum Inhalt:

Auf der Hochzeit von Joyces Tochter wird Elizabeth vom Trauzeugen Nick Silver angesprochen und um Hilfe gebeten. Denn jemand hat unter seinem Auto eine Bombe montiert. Elizabeth, die um ihren Mann trauert, spürt darauf wieder dieses gewisse Kribbeln und stimmt einem Treffen am nächsten Tag zu, um alles Weitere zu besprechen. Doch am nächsten Tag ist Nick Silver verschwunden. Als dann auch noch seine Geschäftspartnerin Holly Lewis stirbt, als eine Autobombe explodiert, hat der Donnerstagsmordclub einen neuen Fall. Denn jemand versucht, an den Code zu einem geheimen Tresor voller Bitcoins zu kommen, von denen nur Nick und Holly wussten.

 

Meine Meinung:

Nach einem ruhigen Jahr begleiten wir die vier Mitglieder des Donnerstagsmordclubs, Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim, bei ihrem nächsten Fall. Denn jemand ist hinter dem Code von Nick Silver und seiner Geschäftspartnerin Holly Lewis her, der sie zu einem geheimen Tresor voller Bitcoins führt. Da es einige Verdächtige gibt und auch sonst einiges bei den vier Hobbyermittlern los ist, war für eine Menge Spannung gesorgt. Zumal die vier Mitglieder des Donnerstagsmordclubs während ihrer Ermittlungen zwar einige der Verdächtigen vorerst ausschließen konnten, um sie dann nach einiger Zeit wieder auf ihre Liste der Verdächtigen zu setzen. Ich habe Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim wieder gerne während ihrer Ermittlungen begleitet, war gespannt, was sie alles herausfinden, und habe versucht, alle Hinweise zu einem Ganzen zusammenzufügen, um der Täterin oder dem Täter auf die Spur zu kommen.

Schön fand ich, wie mit Elizabeths Trauer umgegangen wurde. Es wird deutlich, wie unterschiedlich Trauer sein kann und dass es keinen Maßstab gibt, wie lange man zu trauern hat. Das hat mir sehr gefallen. Zudem zeigt sich Elizabeth auch in diesem Band wieder von ihrer verletzlichen Seite, auch wenn sie immer nur kurz durchblitzt. Lustig fand ich, wie die Mitglieder des Donnerstagsmordclubs wieder PC Donna De Freitas, Bogdan und sogar Connie Johnson für ihre Zwecke einspannen. Im Grunde ist und war immer Elizabeth die mit der guten Vernetzung. Inzwischen muss man aber sagen, dass auch die anderen Mitglieder des Donnerstagsmordclubs ihre eigenen Verbindungen haben, die während der Ermittlungen nützlich sind. Außerdem merkt man, dass alle inzwischen ein eingespieltes Team sind. Jeder hat dabei seine speziellen Aufgaben und so greift ein Rädchen in das andere.

 

Fazit:

Ein humorvoller und spannender Krimi, in dem wir zusammen mit den vier Mitgliedern des Donnerstagsmordclubs Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim versuchen, herauszufinden, wo Nick Silver steckt und wer seine Geschäftspartnerin Holly Lewis umgebracht hat. Da es einige Verdächtige gibt, die man bis zum Schluss nicht ausschließen kann, und die Mitglieder des Donnerstagsmordclubs auch sonst noch einiges zu tun haben, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Ich habe die vier Hobbyermittler jedenfalls wieder gerne während ihrer Ermittlungen begleitet und war gespannt, was sie alles herausfinden werden. Zudem fand ich es lustig, wie sie PC Donna De Freitas, Bogdan und sogar Connie Johnson für ihre Zwecke einspannen. Ebenso hat mir gefallen, wie mit Elizabeths Trauer umgegangen wurde. Denn es wurde immer wieder deutlich, dass Trauer sehr individuell ist.

Absurd, spaßig und gemütlich!

Das Abenteuer mit Ron, Ibrahim, Elizabeth und Joyce geht in die nächste Runde. Diesmal geht es um Diamanten, Elizabeths Vergangenheit und neuen Perspektiven. Man lernt nicht nur die vier Rentner*innen, sondern auch weitere tolle Nebencharaktere (noch besser) kennen. Die Geschichte ist natürlich wieder leicht absurd, mit viel Witz geschrieben und man kann wunderbar gemütlich miträtseln. Alles in allem wieder ein schöner cozy Krimi für schöne Leseabende.

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