Richard P. Feynman

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Rezension zu "Sie belieben wohl zu scherzen, Mister Feynman!, JubiläumsEdition" von Richard P. Feynman

Ein bisschen Irrsinn gepaart mit Humor!
Radagastvor 5 Monaten

Diese Biografie wirkt fast etwas unecht. Ja, ich würde sagen auch etwas "außerirdisch". Mr. Feynman beschreibt seine Kindheit, Jugendzeit und Erwachsenenzeit die geprägt war durch unersättlicher Neugier. Neugier alles zu wissen und Antworten auf Fragen zu bekommen die, die Menschheit in seiner Zeit nicht beantworten konnte (Wobei Fragen wird die Wissenschaft immer stellen). Er erzählt von seinen Vorgehensweisen wie er an diverse Probleme und Fragen herran ging. Wie er Wege, Menschen und Mittel fand um an sein Ziel zu kommen. Von Kindheitsbeinen an versuchte er Innovationen und Verbesserungen an sein Umfeld weiter zu geben. Er musste dabei sehr rasch erkennen, dass es nicht immer erwünscht ist. Dadurch lies er sich nicht entmutigen und blieb sich in diesen Punkten selbst treu. Er leugnete nicht dass er Menschen teilweise schlechter verstand als die Physik die er lehrte. Daraus ergab sich für ihn die Möglichkeit viele Dinge neben der Physik zu probieren und zu perfektionieren. Er war neugierig auf Sprachen, Musik, Malen, Kulturen und Frauen. In manchen Dingen waren ihm die Folgen aus der Wissenschaft (Atombombe) weitgehend egal. Wiederrum explodierte er regelmässig als er Schulbücher (Mathe) bewerten musste die an Schulen zum lehren weiter gegeben wurden. Die aus seiner Sicht wenig bis gar nichts an guten Grundkenntnisse vermittelten und so den nächsten Generationen die Neugier am Lernen genohmen wurden. Mr. Feynman war ein Nerd seiner Zeit. Nicht leicht zu verstehen und in manchen Dingen kann man ihn als unsenibel sehen. Für meinen Geschmack hat er durchaus einen messerscharfen Hausverstand mit einer Prise Neugier besessen.

Fazit: Ein Buch das gelesen gehört, wenn man hinter einen Wissenschaftler des 19 Jahrhundert sehen will. "Ein kluges, verrücktes, einfaches, tiefgründiges, kühles, leidenschaftliches und vollkommen ehrliches Selbstporträt eines der größten Männer unserer Zeit." (Zitat: Freeman Dyson) Besser könnte ich diese Biografie nicht beschreiben als es Freeman Dyson getan hat und somit schließe ich mich seinem Zitat an.

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aus-erlesens avatar

Wenn hochdekorierte Wissenschaftler ihre Erkenntnisse einem Publikum vortragen, kann es schnell langweilig werden. Entweder, weil sie sich so tief in die Materie eingegraben haben, dass sie nicht mehr über den Tellerrand schauen können und ihr Gegenüber hoffnungslos mit Fachbegriffen zuschütten oder vor Übereifer oder Geltungssucht derart flach ihr Wissen darbieten, dass selbst Grundschüler müde darüber lächeln. Oder – und hier ist die Ursache für den Erfolg von Richard Feynman zu finden – sie sind positiv besessen von dem, was sie tun. So wie beispielsweise auch Musiker, wie Jimmy Page und Tony Iommi die durch beharrliches Hören sich selbst zu Höchstleistungen getrieben haben. Es ist die brennende Leidenschaft, die sie antreibt. Nicht der Wille andere zu belehren.
Feynmans Forschungen zur Quantenelektrodynamik brachten ihm 1965 den Nobelpreis für Physik ein. In seinen Vorlesungen schaffte er es jedem Zuhörer, die ja per se schon etwas mehr Vorbildung als andere besitzen, in seinem Bann zu ziehen und Funken und Feuer zu entfachen und am Leben zu erhalten.
„Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman!“ ist das Ergebnis dieser Beharrlichkeit. Als man ihm riet doch mal seine Erinnerungen niederzuschreiben, überreichte und überraschte er mit den ersten Ausgaben dieses Buches. Wie diabolisch! Schon in Kinder- und Jugendtagen ließ er sich durch Quizfragen niemals aufs Glatteis führen. Im Gegenteil, oft kannte er die Lösungen schon der der Fragensteller das Fragezeichen setzen konnte. Die Antwort flog ihm nicht irgendwie zu. Raten war für ihn auch keine Option. Nein, Richard Feynman erkannte schon immer sehr schnell, dass im Problem immer schon die Antwort stecken muss. 
Mit diesem Buch hat man keine Probleme. Außer, dass es wie alles im Leben ein Ende hat. Zum Glück erst nach mehr als vierhundert Seiten. Doch ist es unweigerlich ein Bestandteil des Buches. Und das ist aber auch schon das Einzige, was an diesen Erinnerungen zu bemängeln ist.
Die Leichtigkeit, mit der Feynman sein Leben niederschreibt, ist die gleiche, mit der er seine Arbeit versah. Was im Großen funktioniert, klappt auch im Kleinen. Und oft auch umgekehrt. Als die Challenger-Katastrophe aufgeklärt werden musste, zeigte er mit einer Dichtung des Raumgleiters und einem Glas kalten Wassers die Ursache für das Desaster. Der Gummi war einfach nicht elastisch genug. So muss Physik sein. Wenn’s mal zischt und knallt, gibt es irgendwo dafür einen Ursprung und somit eine Erklärung. 
Wohlwollend nimmt man als Leser zur Kenntnis, dass Feynman seine Theorien weitgehend außen vor lässt. Dieses Buch ist das Leben eines Menschen, der nur rein zufällig einer der brillantesten und unterhaltsamsten Köpfe der Wissenschaft war. Und sicher auch einer der letzten klassischen  Nobelpreisträger, deren Name in Erinnerung bleibt. Wozu sicher auch die Serie „The Big Bang Theory“ in einzelnen Folgen beigetragen hat. Denn mal ehrlich, wer kann denn schon Physik-Nobelreisträger nach Marie Curie und Albert Einstein benennen? Außer Feynman werden da nur wenige Namen fallen. Wären doch mehr Theoretiker wie Richard Feynman, wären doch mehr Biographien so unterhaltsam wie diese … alles wäre so einfach!

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michella propellas avatar

Rezension zu ""Surely You'RE Joking, Mr Feynman"" von Richard P. Feynman

Rezension zu ""Surely You'RE Joking, Mr Feynman"" von Richard P. Feynman
michella propellavor 7 Jahren

wow! this guy is a major physicist of the 20th century but he can do - literally - anything! whenever he encounters something new, he sets his mind to do it -be it drumming at the rio de janeiro carnival, painting, calculating the number of possible solutions for a combination lock etc. inbetween he explains physical and mathematical issues in such a charismatic and understandable way as though he was explaining how to use a barbecue grill. immensely enjoyable to read - even (or especially?) for for social scientists...

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