Richard Powers Das Buch Ich # 9

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Inhaltsangabe zu „Das Buch Ich # 9“ von Richard Powers

Wir schauen in unsere Gene wie in die Kristallkugel der Wahrheit. Alles glauben wir dort zu erkennen. Aber wir zahlen einen Preis. Die Angst vor einer angeborenen Neigung zu Depression oder Alzheimer würde unser Leben vergiften. Keine Zukunft, die wir in den Genen lesen, kann dies wettmachen. Richard Powers arbeitete an seinem Roman über das »Glücks-Gen«, als er die Chance erhielt, der neunte Mensch auf der Erde zu werden, dessen Genom vollständig entschlüsselt wird. Er zögerte lange, aber die Neugier siegte. Powers flog nach Boston, traf die Forscher und Macher der neuen Industrie, lernte den komplizierten Prozess der Entschlüsselung kennen. Schließlich hielt er einen USB-Stick in Händen mit der Wahrheit. Näher kam noch nie ein Schriftsteller dieser Welt, und genauer konnte uns noch nie jemand davon erzählen, wie wir in Zukunft mit unseren Genen leben.
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  • Rezension zu "Das Buch Ich # 9" von Richard Powers

    Das Buch Ich # 9
    Pitt Nickel

    Pitt Nickel

    23. August 2010 um 20:57

    Wer möchte nicht wissen, was in seinen Genen angelegt ist, welche Begabungen, welche gesundheitlichen Risiken zu befürchten sind. Wer möchte das nicht wissen, allerdings halten wir es aus, wenn wir es wissen? Richard Powers erzählt den Prozess der vollständigen Sequenzierung seiner Gene von seiner Entscheidung bis hin zur Präsentation der Ergebnisse. Begleitet uns von der Erkenntnis an die Angst und die Furcht vor zu erwartenden Krankheiten oder hilft uns die Kenntnis eine Vermeidungsstragie zu entwickeln oder wird uns das „Schicksal“ so oder so ereilen? Powers Gedankengänge, die ihn dann zur Beauftragung der Analyse geführt haben und schließlich die Eröffnung und Erklärung – alles auf einem USB-Stick – gespeichert, ließen ihn zwar mit Wissen aber auch mit der Erkenntnis zurück, dass der Sequenzierung auf der einen Seite, auf der anderen aber die derzeit noch relativ wenig ergiebigen Erklärungsversuche noch nicht ausreichend sind.

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  • Rezension zu "Das Buch Ich # 9" von Richard Powers

    Das Buch Ich # 9
    abuelita

    abuelita

    17. August 2010 um 19:58

    Dutzende Milliarden werden in die Genforschung gesteckt. Sind die Gene der Schlüssel zum Schicksal eines jeden Menschen? Das erhoffte goldene Zeitalter der Medizin ist noch nicht angebrochen......und schon von daher hat mich dieses Buch von Richard Powers sehr interessiert. Er erzählt in seiner Reportage, wie es dazu kam, dass er - als 9. Mensch auf der Erde – sein Genom vollständig entschlüsselt bekam. Er bekam eine Anfrage von Gentlemen’s Quarterly, ob er denn Interesse daran hätte, einen Artikel über die Sequenzierung des individuellen Genoms zu schreiben. Sehr unsicher sei er anfangs gewesen, ob er das überhaupt erforschen lassen solle, schreibt er.....doch die Neugier siegte. Er flog nach Boston, traf sich mit Forschern und lernte vieles....auch, wie lukrativ das Geschäft der Biotechniker ist.. Warum soll jemand sein Genom entschlüsseln lassen, wenn er dabei nicht anderes erfährt als die Wahrscheinlichkeit, mit der bestimmte schlimme Dinge geschehen werden? George Church antwortet ihm darauf, dass die Menschen wohl in der ersten Phase ein entschlüsseltes Genom kaufen werden wie sie eine Versicherungspolice erwerben – nämlich in der Hoffnung, das sie diese nie brauchen. Wenn man es ganz aufs Wesentliche reduziert, geht es beim individuellen Genom um Kontrolle. Es ist der neueste Ausdruck einer uralten Obsession. Werden Genforscher je in der Lage sein, aus den Allelen eines Menschen etwas über dessen Persönlichkeit herauszulesen? Wird die Genetik uns dabei helfen, komplexe Verhaltensmuster zu verstehen? Auf all das gibt es keine eindeutigen Antworten. Der Autor selbst musste sich ein ein halbes Jahr gedulden, da – aus Kostengründen- die Genomentschlüsselung in China durchgeführt hatte. Und dann hatte er in den Händen- den USB-Stick mit der „Wahrheit“ und fragt sich was er denn nun neues weiss.... dass er ein erhöhtes Risiko zur Fettleibigkeit hat, und auch die Gefahr an Alzheimer zu erkranken, sollte er nicht unterschätzen.... sind solche Infos eine Drittelmillion Dollar wert, rätselt am Ende der Reportage Richard Powers. Ein spontanes Nein dazu von mir - *Nütze dein Leben so gut du kannst, sonst wirst du es bereuen“ –das weiss ich auch ohne Genomentschlüsselung...und trotzdem regt das Buch zum neu-über-vieles-nachdenken an.

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