Richard Preston

 3,9 Sterne bei 148 Bewertungen
Autor von Cobra, Hot Zone und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Richard Preston

Richard Preston, geboren 1954 in Cambridge, Massachusetts, ist Autor der Bestseller Hot Zone (über das Ebola-Virus) und Cobra (über einen verrückten Biowaffen-Forscher). Für seinen Wissenschaftsjournalismus wurde der promovierte Naturwissenschaftler mehrfach ausgezeichnet. Mit Das erste Licht gewann er den Preis des American Institute of Physics. Außerdem wurde ein Asteroid, der ungefähr halb so groß ist wie Manhattan, "Preston" benannt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Richard Preston

Cover des Buches Micro (ISBN: 9783453436633)

Micro

 (72)
Erschienen am 09.09.2013
Cover des Buches Hot Zone (ISBN: 9783426620243)

Hot Zone

 (61)
Erschienen am 01.12.1999
Cover des Buches Cobra (ISBN: 9783426619520)

Cobra

 (63)
Erschienen am 01.09.2001
Cover des Buches Superpox (ISBN: 9783548366746)

Superpox

 (10)
Erschienen am 01.08.2004
Cover des Buches Das Boot der Träume (ISBN: 9783596164592)

Das Boot der Träume

 (0)
Erschienen am 01.11.2006
Cover des Buches The Hot Zone (ISBN: 9780552143035)

The Hot Zone

 (8)
Erschienen am 10.08.1995
Cover des Buches Micro (ISBN: 9780060873172)

Micro

 (2)
Erschienen am 25.09.2012

Neue Rezensionen zu Richard Preston

Cover des Buches Micro (ISBN: 9783453436633)Federfees avatar

Rezension zu "Micro" von Michael Crichton

Anfangs spannend und richtig gut zu lesen, letztes Viertel unglaubwürdig und reißerisch
Federfeevor einem Jahr

Ich finde es immer interessant zu wissen, warum jemand ein bestimmtes Buch liest. Hier war es so: ich hatte Prestons Ebola-Buch gelesen, es gut gefunden und nach weiteren von ihm gesucht. Aha, zusammen mit Michael Crichton hat er 'Micro' geschrieben. Crichton, ist das nicht der von 'Jurassic Parc'? Hoffentlich ist es nicht reißerisch, dachte ich. Egal, erst mal reinschnuppern.

Ein Vorwort von Michael Crichton, unvollendet – wieso das? Ich finde es gut. Er kritisiert, dass die Menschen, schon die Kinder, die nur noch vor elektronischen Geräten sitzen, die Verbindung zur Natur verloren haben und das Verständnis dafür.

Die Story:

Wir fliegen mit 7 jungen Wissenschaftlern von den USA nach Hawaii, ein interessantes Setting, das auch in Flora und Fauna gut beschrieben wird. An so mancher Stelle hätte ich mir noch Fotos dazu gewünscht. Es muss eine großartige Natur sein, vieles noch unerforscht. Die Studenten wollen sich eine Forschungsstation angucken, um dann zu entscheiden, ob sie für diese Firma – Nanigen Micro Technologies – arbeiten wollen.

Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Es gibt nicht nur Tote, die auf seltsame Weise ums Leben gekommen sind und Verschwundene, sondern die jungen Leute geraten in das Abenteuer ihres Lebens: als etwas über 1 cm kleine Micro-Menschen müssen sie sich durch die Insektenwelt eines Naturparks 'kämpfen'. Und das ist gar nicht mal kitschig erzählt, sondern großartig spannend, die Begegnungen mit der großen Insektenvielfalt, mit der unbarmherzigen Natur, die weder 'gütig noch nett ist und kein Mitleid kennt', eine Reise in das verborgene Herz der Natur, in eine Welt der noch nie gesehenen Wunder. (eBook 197).

Für die winzigen Menschen und damit für den Leser wird der ganze Reichtum sichtbar, das Gewimmel, das wir sonst gar nicht wahrnehmen, weil die Lebewesen vielleicht nur so groß wie ein I-Punkt sind.

Mit angehaltenem Atem verfolgt man als Leser lebensgefährliche Begegnungen mit Ameisen, Wespen und anderen Tieren. Es geht ums Überleben und darum, wieder zurück in die Forschungsstation zu kommen. Werden sie es schaffen? Wird jemand sterben? Werden sie rechtzeitig zurückkommen, ehe ihr Microstatus ein inneres Verbluten auslöst?

Bis dahin fand ich das Buch großartig, nicht nur wegen der Spannung, sondern auch wegen der hervorragenden Schilderungen der Insektenwelt, wobei man sogar noch etwas lernt. Doch dann – auf den ca. 100 letzten Seiten – kommt für mich ein abrupter Bruch: die Ereignisse überstürzen sich, die Handlung wird unglaubwürdig und reißerisch, und auch stilistisch empfand ich eine Änderung hin zu einfacheren Sätzen mit oft gleichen Anfängen. Als ob plötzlich ein anderer geschrieben hätte!

Doch 'stopp'. Genau das ist ja auch der Fall. Wir haben es hier mit zwei Autoren zu tun. Wie ich dann recherchierte, war Crichtons Buch wegen seines Todes unvollendet und wurde von Preston weitergeschrieben.

Tut mir leid, harsch zu urteilen, aber das anfangs so großartige Buch empfand ich jetzt als klamaukhafte, drittklassige Räuberpistole. Hätte ich das gewusst, hätte ich es nicht gelesen. Wegen des guten Beginns gebe ich im Ganzen 3 Sterne, kann aber keine Leseempfehlung aussprechen.

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Cover des Buches Hot Zone (ISBN: 9783426620243)Federfees avatar

Rezension zu "Hot Zone" von Richard Preston

Das tödliche Ebola-Virus – ein spannender, informativer Tatsachenroman
Federfeevor einem Jahr

Gleich vorweg drei Anmerkungen:

Erstens: Das Cover sollte mit einem Warnaufdruck versehen sein: nichts für zartbesaitete und empfindliche Menschen. In der Tat schildert das Buch an einigen Stellen drastisch, wie die Viruserkrankung Ebola verläuft und auch, was mit fast 500 Affen in einem Affenhaus in Reston nahe Washington geschah, ist hart.

Zweitens verstehe ich nie, warum man einem deutschsprachigen Buch nicht auch einen deutschsprachigen Titel gibt. Hier hätte ein Wort genügt: Ebola. Man findet es allerdings im Untertitel: Ebola, das tödliche Virus – Der Tatsachen-Thriller

Drittens: Das Cover (meines) sieht hässlich reißerisch aus. (Inzwischen gibt es wohl neuere, bessere Versionen.) Aber so ist dieses Buch nicht.

Es ist ein populärwissenschaftlich und spannend geschriebenes Sachbuch, das durch konkrete Personen und private Einsprengsel romanhafte Züge erhält. Es handelt sich aber um Wissenschaftsjournalismus, um reale Begebenheiten, die in eine sehr spannende Form gegossen wurden, so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.

Dabei ist dieses Buch sehr informativ, so dass man auch einiges über Viren und Ebola im Speziellen lernt. Wer jetzt denkt: Was geht es mich an, was da in Zentralafrika passiert ist und noch passiert, dem sei gesagt: auch wir sind aus den verschiedensten Gründen nicht davor gefeit, dass es  auf anderen Erdteilen zu Ausbrüchen dieses oder eines anderen tödlichen Virus kommt. Aber leider zeigt gerade wieder die Coronavirus-Pandemie, dass ein Großteil der Menschen offensichtlich nicht lernfähig ist.

Was wohl nicht so groß publik gemacht werden soll: auch in den USA (Reston/Washington) hat es einen Ebola-Ausbruch gegeben und eben dieser Vorfall macht den spannendsten Teil des Buches aus. In einem Affenhaus, dessen Tiere zu experimentellen Zwecken aus den Philippinen eingeführt worden waren, trat das Virus auf. Wie das amerikanische Militär damit umging, wie einzelne Menschen zum Gemeinwohl aller sich trotz Schutzkleidung in Lebensgefahr begaben, das wird hier eindringlich und ziemlich detailliert geschildert. Am Ende stellt sich heraus, dass es sich zwar um das Ebola-Virus handelt, aber um eine Variante (Ebola-Reston), die nicht auf den Menschen übergesprungen ist. Glück gehabt, aber wie man am Corona-Virus im Jahre 2019/20 sieht, ist es nur eine Frage der Zeit...

Bis auf einige Anmerkungen am Ende des Buches enthält sich der Autor im Wesentlichen kritischer Anmerkungen.

"Das Auftauchen des Aids-Virus, des Ebola-Virus und einer Reihe anderer Erreger scheint eine natürliche Folge der Vernichtung tropischer Lebensräume zu sein. Diese Viren kommen aus ökologisch geschädigten Gegenden..." (eBook 270)

Es ist Sache des Lesers, sich darüber Gedanken zu machen und zu Einsichten zu kommen. Schon allein die Tatsache, wie sich der Mensch über die Natur, über andere Lebewesen erhebt, empfinde ich als verwerflich. Affen – dem Menschen ziemlich ähnliche Lebewesen – und viele andere Tiere werden in Experimenten missbraucht, Regenwälder werden um des Profits willen abgeholzt, immer mehr Natur muss neuen Siedlungen und Straßen weichen. Es ist anerkannte Wissenschaftsmeinung, dass es dabei zu Kontakten mit bisher unbekannten Viren kommen kann, die in irgendwelchen Wirtstieren 'schlummern'.

Wer nicht zu Albträumen neigt und drastische Schilderungen und Grausamkeiten an Tieren um der Wahrheit willen ertragen kann – weil es Fakt ist – dem sei dieses spannende, informative Buch empfohlen.

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Cover des Buches Micro (ISBN: 9783453436633)FrauSchafskis avatar

Rezension zu "Micro" von Michael Crichton

Hollywood-Blockbuster in Buchform
FrauSchafskivor 3 Jahren

Ich beschwere mich ja häufig darüber, dass Klappentexte viel zu viel vom Handlungsverlauf verraten und das Lesevergnügen schmälern. Bei diesem letzten Buch des mittlerweile verstorbenen Autors Michael Crichton ist der Klappentext so gut umgesetzt, dass man zwar neugierig wird, aber eigentlich keine Ahnung hat, was hier auf einen zukommt. Und das war auch gut so. Denn andernfalls hätte ich den Tec-Thriller vielleicht nicht gelesen.

 

Das liegt einfach daran, dass die Idee, die der Autor aufgreift, nicht neu ist, in der ein oder anderen Form bereits x-fach umgesetzt wurde. Welche das genau ist, möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten, denn sonst würde ich genau das tun, was der Klappentext so gut vermeidet: spoilern. Es sei aber soviel gesagt: Ich habe das mehr als 500 Seiten starke Buch an nur einem Tag gelesen - und so etwas tue ich nicht oft. Aber es passte einfach alles. Klar hatte ich auch einen guten Tag erwischt, an dem keine Verpflichtungen auf mich warteten, dennoch braucht es schon einiges, um mich bei der Stange zu halten. Und genau das hat dieses Buch. Es ist spannend, aber auch brutal, hat fantastische technische Einfälle und vor allem ist es so bildlich detailliert beschrieben, dass ich jetzt noch immer die einzelnen Szenen im Kopf habe. Ganz so, als hätte ich einen Film gesehen und kein Buch gelesen. Genau das hat mich an der Schreibweise Crichtons schon immer fasziniert - Dino Park und der Folgeband gehören auch heute noch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.

 

Fazit: Wer Hollywood-Blockbuster in Buchform erleben möchte, ist bei Crichton genau richtig. Natürlich darf man hier keinen Tiefgang erwarten, dafür aber echtes, kurzweiliges Kopfkino zum mitfiebern, das immer wieder interessante technische Innovationen zum Thema hat. Ich vergebe zwar nur 3,5 Sterne, das beinhaltet für Fans aber dennoch eine unbedingte Leseempfehlung.

 

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