Richard Rommel

 4.4 Sterne bei 11 Bewertungen

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Richard RommelSignale an der Front
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Signale an der Front
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 (11)
Erschienen am 19.03.2013
Richard RommelSignale an der Front: Das geheime Kriegstagebuch von Funker Richard Rommel
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Signale an der Front: Das geheime Kriegstagebuch von Funker Richard Rommel

Neue Rezensionen zu Richard Rommel

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siebenundsiebzigs avatar

Rezension zu "Signale an der Front" von Richard Rommel

Sechs Jahre Krieg und eine gestohlene Jugend.
siebenundsiebzigvor 5 Jahren

Neunzehn Jahre jung, das Abitur bestanden, dazu voller Tatendrang und Ideen - das Leben kann beginnen, die Welt ist offen.
Solche oder so ähnliche Gedanken wird auch Richard Rommel, geb. am 29. Juli 1920, gehabt haben. Es sollte aber ganz anders kommen.
Am 30. März 1939 zum Reichsarbeitsdienst und am 1.Sept. 1939 zur Wehrmacht eingezogen musste er den kompletten 2.Weltkrieg, mit all seiner Grausamkeit mitmachen. Als überzeugter Christ und junger CVJM-ler überlebte er als Funker in einer Artillerie-Einheit das ganze Kriegsgeschehen und führte dabei für sich ein Tagebuch. Dieses liegt nun In gedruckter Form  auf. Die Einträge in diesem Tagebuch lassen sich gut lesen. Ohne dabei Mutlosigkeit oder Verzweiflung aufkommen zu lassen nimmt der Leser, bedingt durch die ausgezeichnete und ehrliche Schreibweise des Autors, direkt am damaligen Kriegsgeschehen teil.
Polen-Feldzug 1939; Westfeldzug 1940; Einfall in die Sowjetunion am 22. Juni 1941; dann Krieg in seiner unmenschlichsten und brutalsten Härte bis zu Rückzug. Dazwischen noch mal ein kurzer Einsatz an der Westfront und dann die Verteidigung Deutschlands bis zum bitteren Ende - Gefangenschaft und Entlassung am 21. August 1945.
Mich hat das Buch zu tiefst bewegt und ich habe mich dabei oft gefragt, warum hat das alles so kommen müssen? Warum soviel Elend und Verzweiflung über die damalige Menschheit in Eoropa?
Wenn einem beim Lesen des Tagebuchs auch manches mal menschliche Szenen begegnen, so kann es nicht über das schwere Schicksal dieser Menschen hinwegtäuschen. Im Gegenteil.
Und ich frage mich, wie konnten junge Menschen, zB. unser Soldat, bei so einem grausamen Geschehen ihr Christentum bewahren und dabei noch an einen barmherzigen Gott glauben. Dazu gehört mehr als Mut und Gottvertrauen, dazu gehört "Gnade!"
Mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen. Durch Zwischeneinschübe von Texten, welche immer wieder kurz über das Kriegsgeschehen und die allgemeine Lage berichten, kann der Leser das Ganze geschichtlich hervorragend einordnen.
Ich empfehle dieses tiefgehende Buch gerne weiter, denn es verdient bestimmt eine grosse Leserschaft.

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lillicats avatar

Rezension zu "Signale an der Front" von Richard Rommel

Signale an der Front
lillicatvor 5 Jahren

"Den Zweiten Weltkrieg hat Richard Rommel vom ersten bis zum letzten Tag miterlebt. Mit 19 Jahren wurde er Soldat und war als Funker an vorderster Front im Einsatz. Sein heimliches Tagebuch gibt nicht nur Einblicke in den Krieg und die deutsche Geschichte, sondern beschreibt auch ein bisher wenig bekanntes Netzwerk, das Christen rasch miteinander verbunden hat. Die Tagebucheinträge wurden von Hans-Dieter Frauer zusammengestellt und erläutert. Mit mehr als 50 Fotos und Karten."

Wie unschwer zu erkennen ist, handelt dieses Buch vom 2. Weltkrieg. Daher ist es nur für Leute geeignet, die Interesse an Geschichte haben und auch 'wahre Begebenheiten' gerne lesen.

In dem Buch geht es um den jungen Richard Rommel, welcher das unsagbare Glück hatte, den Krieg mehr oder minder gut überlebt zu haben. Mit Geschick und seinen Überzeugungen folgend, hangelt er sich durch einen grausamen Krieg und findet dabei zu seiner Bestimmmung - der Kirche.

 

Das Buch ist in kurzen Tagebucheinträgen geschrieben, die oft nicht allzu lang sind. Oft wird nicht sehr genau auf die momentanen Kriegsereignisse eingegangen, daher ist ein gutes Vorwissen zum 2. Weltkrieg von Nutzen. So wird das Buch jedoch auch nicht zum starren Kriegsbuch, sondern bekommt etwas Persönliches - was es, der Tatsache entsprechend, dass es ein Tagebuch ist auch gut ist. Immer wieder erlabt man zusammen mit Rommel die Höhen und Tiefen des Kriegs, die persönlichen Niederlagen und Ereignisse und auch, wie die Soldaten jeder noch so kleine Sache zum Anlass für Freund ansehen. Da die Tagesabschnitte doch recht kurz sind, wird eher weniger auf Details eingegangen, was jedoch nicht weiter schlimm ist, da die Grundsituation aufgegriffen wird und die Situation Rommels. Zudem gibt einem das Buch so die Möglichkeit jederzeit eine kleine Pause beim Lesen einzulegen, um Gelesenes zu verdauen.

Rommel hat die Aufgabe des Funkers, wobei ich fand, dass dieser Aspekt eher weniger zum Tragen kam, wasschade war, da ich das Buch eigentlich gerade der Tatsache wegen lesen wollte.

 

Oft sorgen die Bilder dafür, dass man sich besser in die Zeit hineindenken kann. Was die Leute alles durchgemacht haben verdient höchsten Respekt. Auch selbstgemalte Karten Rommels am Ende des Buches unterstützen ein gutes Bild der Lage. So bekommt der Leser ein gutes Gespür für die damalige Lage vermittelt und schafft es so, die Menschen, besser gesagt Rommel, zu verstehen.

Oft wird beim 2. Weltkrieg nur die Oberfläche angekratzt, es werden die Ursachen, die Folgen und wichtige Daten genannt, doch das zu dieser Zeit fühlende Menschen gelebt haben, die um ihr Leben bangten, wird oft unter den Tisch fallen gelassen. Und genau hier schafft das Buch es, eine Lücke zu füllen und auch mal die Gefühle, die Angst, die Verzweiflung, auf den Tisch zu bringen.

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Traenenherzs avatar

Rezension zu "Signale an der Front" von Richard Rommel

[Rezension] "Signale an der Front" von Richard Rommel, Hans-Dieter Frauer
Traenenherzvor 5 Jahren

Kurzbeschreibung:

Den Zweiten Weltkrieg hat Richard Rommel vom ersten bis zum letzten Tag miterlebt. Mit 19 Jahren wurde er Soldat und war als Funker an vorderster Front im Einsatz. Sein heimliches Tagebuch gibt nicht nur Einblicke in den Krieg und die deutsche Geschichte, sondern beschreibt auch ein bisher wenig bekanntes Netzwerk, das Christen rasch miteinander verbunden hat. Die Tagebucheinträge wurden von Hans-Dieter Frauer zusammengestellt und erläutert. Mit mehr als 50 Fotos und Karten.

Leseprobe:

Hier geht es lang.

Covergestaltung:

Das Cover ist in Sephiatönen gehalten. Man sieht ein Passbild von Richard Rommel als junger Mann im Krieg, und im Hintergrund das, was dieser Krieg mit sich brachte, viel viel Schnee, das Auto mit dem man nicht einfach so weiter kam, und im oberen Bereich eine Mauer. Ich finde es ist sehr gut gelungen, es gibt einen Teil Inhalt wieder, und passt perfekt dazu. Mir gefällt es so gut, dass ich im Laden sofort danach greifen würde.

Meine Meinung:

Ich finde es wunderbar, dass dieses Buch entstehen konnte bevor der eigentliche Autor, Richard Rommel leider im letzten Jahr verstarb. Immer weniger Menschen die diese schrecklichen Kriegsjahre überstanden haben weilen noch unter uns, und Richard Rommel war bis im Jahr 2012 einer von ihnen. Gerade Tagebücher die direkt an der Front verfasst wurden sind eher selten, und wenn man das Buch liest, merkt man erst einmal wie schlimm die Zeit wirklich damals war. In der Schule lernt man zwar die faktischen Daten, aber die Emotionen die dieses Buch übermittelt kann kein Lehrer dieser Welt so wieder geben, finde ich.

Die kurzen Tagebucheinträge mit bildlicher Untermalung ließen sich sehr gut lesen, es war nicht zu steif, obwohl es um ein sehr ernstes Thema ging. Besonders schön fand ich auch die Karten am Ende, die persönlich von Herrn Rommel gemalt wurden, und original kopiert sind. Ein kurzer Lebenslauf in Stichpunkten rundet das Buch ab, und kurze Informationen wo man gerade im Krieg steht lassen den Leser in diese schreckliche Zeit eintauchen.

Oft musste ich während des Lesens inne halten, und dachte bei mir, wie froh wir doch sein können, dass diese Zeiten vorbei sind. Wie wichtig und gut es war, dass die Kameraden damals etwas verband. Das sie der Glaube am Leben hielt. Teilweise musste ich aber auch schlucken, dass selbst die größten Christen oft einfach wahllos auf die Waffe drückten. Ich frage mich immer wieder, wie passt das zusammen? Aber es blieb den Männern ja keine Wahl, leben oder sterben, eine andere Wahl hatte man nicht, und wer nicht mitspielte, der wurde durchaus zu den Juden in die Lager gesteckt oder auf andere Weise vernichtet.

Mein Fazit:

Ein Buch für alle jene, welche nicht einfach vergessen und verdrängen wollen, und die das Thema Krieg interessiert.

Meine Bewertung:

 

 

Zum Autor:

Hans-Dieter Frauer wurde 1943 geboren. Er war über drei Jahrzehnte im evangelischen Medienbereich tätig. Er hat schon zahlreiche Bücher zur Geschichte der Württembergischen Landeskirche und des Pietismus vorgelegt. Mit "Signale an der Front" hat er gemeinsam mit Richard Rommel einen außergewöhnlichen Zeitzeugenbericht über dessen Erlebnisse als Funker im Zweiten Weltkrieg herausgebracht.

 

 

 

 

Richard Rommel, geboren 1920, wurde 1939 zum Arbeits- und bei Kriegsbeginn zum Wehrdienst eingezogen. 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Seit 1951 arbeitete er als ev. Pfarrer in Göppingen, Filderstadt und Stuttgart. Er verstarb im Sommer 2012. Seine Erlebnisse als Funker während des Krieges hat er in dem Buch "Signale an der Front" verarbeitet.

 

 

 

 

 

Zu kaufen gibt es dieses Buch:

beim  SCM Hänssler Verlag

Altersempfehlung:

Erwachsenenliteratur, aber durchaus auch für interessierte Jugendliche geeignet.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim SCM Hänssler Verlag für dieses interessante Buch als Rezensionsexemplar bedanken, und bei SiCollier und Arwen10 für die Organisation der Leserunde.

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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar
Nun etwas für alle an Geschichte interessierten Leser unter uns. Ein Tagebuch aus der Zeit des 2.Weltkriegs. Wieder danke ich dem Hänssler Verlag für die grosszügige Unterstützung der Leserunde mit 10 Freiexemplaren.


Hans-Dieter Frauer (HRSG.) Signale an der Front






Zum Inhalt:

Als 19-Jähriger kam Richard Rommel an die Front. Er hat den Zweiten Weltkrieg vom ersten bis zum letzten Tag als Soldat miterlebt. Als Funker war er stets ganz vorne im Einsatz und erfuhr mehr als der normale Frontsoldat. In seinem heimlich geführten Tagebuch hielt er nicht nur Kriegserfahrungen fest, sondern beschreibt auch ein bisher wenig bekanntes Netzwerk, das Christen überall rasch miteinander verbunden hat. Die Tagebucheinträge wurden von Hans-Dieter Frauer ausgewählt und erläutert. Mit mehr als 50 Fotos und Karten.

Zur Leseprobe:

http://www.scm-haenssler.de/produkt/titel/signale-an-der-front/177062/177062/177062.html



Bitte bewerbt euch bis zum 02.06.2013.

Warum möchtet ihr dieses Buch lesen ? Interessiert euch die Zeit, habt ihr Erlebnisse von Eltern , Großeltern erzählt bekommen ?


Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am 03.06. im Laufe des Tages.


Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung der Rezension auf diversen Verkaufsplattformen, Blogs und anderem sind der Verlag und der Autor natürlich sehr dankbar. Bitte bedenken, das es sich hier um ein Buch aus einem christlichen Verlag handelt!



Bitte beantwortet auch die Frage, wie Euch das Cover gefällt im entsprechenden Unterthema.



Leser/innen, die mit eigenem Exemplar teilnehmen möchten, sind natürlich immer willkommen !







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