Richard Rommel Signale an der Front

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Inhaltsangabe zu „Signale an der Front“ von Richard Rommel

Den Zweiten Weltkrieg hat Richard Rommel vom ersten bis zum letzten Tag miterlebt. Mit 19 Jahren wurde er Soldat und war als Funker an vorderster Front im Einsatz. Sein heimliches Tagebuch gibt nicht nur Einblicke in den Krieg und die deutsche Geschichte, sondern beschreibt auch ein bisher wenig bekanntes Netzwerk, das Christen rasch miteinander verbunden hat. Die Tagebucheinträge wurden von Hans-Dieter Frauer zusammengestellt und erläutert. Mit mehr als 50 Fotos und Karten.
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  • Sechs Jahre Krieg und eine gestohlene Jugend.

    Signale an der Front
    siebenundsiebzig

    siebenundsiebzig

    Neunzehn Jahre jung, das Abitur bestanden, dazu voller Tatendrang und Ideen - das Leben kann beginnen, die Welt ist offen. Solche oder so ähnliche Gedanken wird auch Richard Rommel, geb. am 29. Juli 1920, gehabt haben. Es sollte aber ganz anders kommen. Am 30. März 1939 zum Reichsarbeitsdienst und am 1.Sept. 1939 zur Wehrmacht eingezogen musste er den kompletten 2.Weltkrieg, mit all seiner Grausamkeit mitmachen. Als überzeugter Christ und junger CVJM-ler überlebte er als Funker in einer Artillerie-Einheit das ganze Kriegsgeschehen und führte dabei für sich ein Tagebuch. Dieses liegt nun In gedruckter Form auf. Die Einträge in diesem Tagebuch lassen sich gut lesen. Ohne dabei Mutlosigkeit oder Verzweiflung aufkommen zu lassen nimmt der Leser, bedingt durch die ausgezeichnete und ehrliche Schreibweise des Autors, direkt am damaligen Kriegsgeschehen teil. Polen-Feldzug 1939; Westfeldzug 1940; Einfall in die Sowjetunion am 22. Juni 1941; dann Krieg in seiner unmenschlichsten und brutalsten Härte bis zu Rückzug. Dazwischen noch mal ein kurzer Einsatz an der Westfront und dann die Verteidigung Deutschlands bis zum bitteren Ende - Gefangenschaft und Entlassung am 21. August 1945. Mich hat das Buch zu tiefst bewegt und ich habe mich dabei oft gefragt, warum hat das alles so kommen müssen? Warum soviel Elend und Verzweiflung über die damalige Menschheit in Eoropa? Wenn einem beim Lesen des Tagebuchs auch manches mal menschliche Szenen begegnen, so kann es nicht über das schwere Schicksal dieser Menschen hinwegtäuschen. Im Gegenteil. Und ich frage mich, wie konnten junge Menschen, zB. unser Soldat, bei so einem grausamen Geschehen ihr Christentum bewahren und dabei noch an einen barmherzigen Gott glauben. Dazu gehört mehr als Mut und Gottvertrauen, dazu gehört "Gnade!" Mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen. Durch Zwischeneinschübe von Texten, welche immer wieder kurz über das Kriegsgeschehen und die allgemeine Lage berichten, kann der Leser das Ganze geschichtlich hervorragend einordnen. Ich empfehle dieses tiefgehende Buch gerne weiter, denn es verdient bestimmt eine grosse Leserschaft.

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  • Leserunde zu "Signale an der Front" von Richard Rommel

    Signale an der Front
    Arwen10

    Arwen10

    Nun etwas für alle an Geschichte interessierten Leser unter uns. Ein Tagebuch aus der Zeit des 2.Weltkriegs. Wieder danke ich dem Hänssler Verlag für die grosszügige Unterstützung der Leserunde mit 10 Freiexemplaren. Hans-Dieter Frauer (HRSG.) Signale an der Front Zum Inhalt: Als 19-Jähriger kam Richard Rommel an die Front. Er hat den Zweiten Weltkrieg vom ersten bis zum letzten Tag als Soldat miterlebt. Als Funker war er stets ganz vorne im Einsatz und erfuhr mehr als der normale Frontsoldat. In seinem heimlich geführten Tagebuch hielt er nicht nur Kriegserfahrungen fest, sondern beschreibt auch ein bisher wenig bekanntes Netzwerk, das Christen überall rasch miteinander verbunden hat. Die Tagebucheinträge wurden von Hans-Dieter Frauer ausgewählt und erläutert. Mit mehr als 50 Fotos und Karten. Zur Leseprobe: http://www.scm-haenssler.de/produkt/titel/signale-an-der-front/177062/177062/177062.html Bitte bewerbt euch bis zum 02.06.2013. Warum möchtet ihr dieses Buch lesen ? Interessiert euch die Zeit, habt ihr Erlebnisse von Eltern , Großeltern erzählt bekommen ? Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am 03.06. im Laufe des Tages. Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung der Rezension auf diversen Verkaufsplattformen, Blogs und anderem sind der Verlag und der Autor natürlich sehr dankbar. Bitte bedenken, das es sich hier um ein Buch aus einem christlichen Verlag handelt! Bitte beantwortet auch die Frage, wie Euch das Cover gefällt im entsprechenden Unterthema. Leser/innen, die mit eigenem Exemplar teilnehmen möchten, sind natürlich immer willkommen !

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  • Signale an der Front

    Signale an der Front
    lillicat

    lillicat

    08. July 2013 um 23:13

    "Den Zweiten Weltkrieg hat Richard Rommel vom ersten bis zum letzten Tag miterlebt. Mit 19 Jahren wurde er Soldat und war als Funker an vorderster Front im Einsatz. Sein heimliches Tagebuch gibt nicht nur Einblicke in den Krieg und die deutsche Geschichte, sondern beschreibt auch ein bisher wenig bekanntes Netzwerk, das Christen rasch miteinander verbunden hat. Die Tagebucheinträge wurden von Hans-Dieter Frauer zusammengestellt und erläutert. Mit mehr als 50 Fotos und Karten." Wie unschwer zu erkennen ist, handelt dieses Buch vom 2. Weltkrieg. Daher ist es nur für Leute geeignet, die Interesse an Geschichte haben und auch 'wahre Begebenheiten' gerne lesen. In dem Buch geht es um den jungen Richard Rommel, welcher das unsagbare Glück hatte, den Krieg mehr oder minder gut überlebt zu haben. Mit Geschick und seinen Überzeugungen folgend, hangelt er sich durch einen grausamen Krieg und findet dabei zu seiner Bestimmmung - der Kirche.   Das Buch ist in kurzen Tagebucheinträgen geschrieben, die oft nicht allzu lang sind. Oft wird nicht sehr genau auf die momentanen Kriegsereignisse eingegangen, daher ist ein gutes Vorwissen zum 2. Weltkrieg von Nutzen. So wird das Buch jedoch auch nicht zum starren Kriegsbuch, sondern bekommt etwas Persönliches - was es, der Tatsache entsprechend, dass es ein Tagebuch ist auch gut ist. Immer wieder erlabt man zusammen mit Rommel die Höhen und Tiefen des Kriegs, die persönlichen Niederlagen und Ereignisse und auch, wie die Soldaten jeder noch so kleine Sache zum Anlass für Freund ansehen. Da die Tagesabschnitte doch recht kurz sind, wird eher weniger auf Details eingegangen, was jedoch nicht weiter schlimm ist, da die Grundsituation aufgegriffen wird und die Situation Rommels. Zudem gibt einem das Buch so die Möglichkeit jederzeit eine kleine Pause beim Lesen einzulegen, um Gelesenes zu verdauen. Rommel hat die Aufgabe des Funkers, wobei ich fand, dass dieser Aspekt eher weniger zum Tragen kam, wasschade war, da ich das Buch eigentlich gerade der Tatsache wegen lesen wollte.   Oft sorgen die Bilder dafür, dass man sich besser in die Zeit hineindenken kann. Was die Leute alles durchgemacht haben verdient höchsten Respekt. Auch selbstgemalte Karten Rommels am Ende des Buches unterstützen ein gutes Bild der Lage. So bekommt der Leser ein gutes Gespür für die damalige Lage vermittelt und schafft es so, die Menschen, besser gesagt Rommel, zu verstehen. Oft wird beim 2. Weltkrieg nur die Oberfläche angekratzt, es werden die Ursachen, die Folgen und wichtige Daten genannt, doch das zu dieser Zeit fühlende Menschen gelebt haben, die um ihr Leben bangten, wird oft unter den Tisch fallen gelassen. Und genau hier schafft das Buch es, eine Lücke zu füllen und auch mal die Gefühle, die Angst, die Verzweiflung, auf den Tisch zu bringen.

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  • [Rezension] "Signale an der Front" von Richard Rommel, Hans-Dieter Frauer

    Signale an der Front
    Traenenherz

    Traenenherz

    08. July 2013 um 07:22

    Kurzbeschreibung: Den Zweiten Weltkrieg hat Richard Rommel vom ersten bis zum letzten Tag miterlebt. Mit 19 Jahren wurde er Soldat und war als Funker an vorderster Front im Einsatz. Sein heimliches Tagebuch gibt nicht nur Einblicke in den Krieg und die deutsche Geschichte, sondern beschreibt auch ein bisher wenig bekanntes Netzwerk, das Christen rasch miteinander verbunden hat. Die Tagebucheinträge wurden von Hans-Dieter Frauer zusammengestellt und erläutert. Mit mehr als 50 Fotos und Karten. Leseprobe: Hier geht es lang. Covergestaltung: Das Cover ist in Sephiatönen gehalten. Man sieht ein Passbild von Richard Rommel als junger Mann im Krieg, und im Hintergrund das, was dieser Krieg mit sich brachte, viel viel Schnee, das Auto mit dem man nicht einfach so weiter kam, und im oberen Bereich eine Mauer. Ich finde es ist sehr gut gelungen, es gibt einen Teil Inhalt wieder, und passt perfekt dazu. Mir gefällt es so gut, dass ich im Laden sofort danach greifen würde. Meine Meinung: Ich finde es wunderbar, dass dieses Buch entstehen konnte bevor der eigentliche Autor, Richard Rommel leider im letzten Jahr verstarb. Immer weniger Menschen die diese schrecklichen Kriegsjahre überstanden haben weilen noch unter uns, und Richard Rommel war bis im Jahr 2012 einer von ihnen. Gerade Tagebücher die direkt an der Front verfasst wurden sind eher selten, und wenn man das Buch liest, merkt man erst einmal wie schlimm die Zeit wirklich damals war. In der Schule lernt man zwar die faktischen Daten, aber die Emotionen die dieses Buch übermittelt kann kein Lehrer dieser Welt so wieder geben, finde ich. Die kurzen Tagebucheinträge mit bildlicher Untermalung ließen sich sehr gut lesen, es war nicht zu steif, obwohl es um ein sehr ernstes Thema ging. Besonders schön fand ich auch die Karten am Ende, die persönlich von Herrn Rommel gemalt wurden, und original kopiert sind. Ein kurzer Lebenslauf in Stichpunkten rundet das Buch ab, und kurze Informationen wo man gerade im Krieg steht lassen den Leser in diese schreckliche Zeit eintauchen. Oft musste ich während des Lesens inne halten, und dachte bei mir, wie froh wir doch sein können, dass diese Zeiten vorbei sind. Wie wichtig und gut es war, dass die Kameraden damals etwas verband. Das sie der Glaube am Leben hielt. Teilweise musste ich aber auch schlucken, dass selbst die größten Christen oft einfach wahllos auf die Waffe drückten. Ich frage mich immer wieder, wie passt das zusammen? Aber es blieb den Männern ja keine Wahl, leben oder sterben, eine andere Wahl hatte man nicht, und wer nicht mitspielte, der wurde durchaus zu den Juden in die Lager gesteckt oder auf andere Weise vernichtet. Mein Fazit: Ein Buch für alle jene, welche nicht einfach vergessen und verdrängen wollen, und die das Thema Krieg interessiert. Meine Bewertung:     Zum Autor: Hans-Dieter Frauer wurde 1943 geboren. Er war über drei Jahrzehnte im evangelischen Medienbereich tätig. Er hat schon zahlreiche Bücher zur Geschichte der Württembergischen Landeskirche und des Pietismus vorgelegt. Mit "Signale an der Front" hat er gemeinsam mit Richard Rommel einen außergewöhnlichen Zeitzeugenbericht über dessen Erlebnisse als Funker im Zweiten Weltkrieg herausgebracht.         Richard Rommel, geboren 1920, wurde 1939 zum Arbeits- und bei Kriegsbeginn zum Wehrdienst eingezogen. 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Seit 1951 arbeitete er als ev. Pfarrer in Göppingen, Filderstadt und Stuttgart. Er verstarb im Sommer 2012. Seine Erlebnisse als Funker während des Krieges hat er in dem Buch "Signale an der Front" verarbeitet.           Zu kaufen gibt es dieses Buch: beim SCM Hänssler Verlag Altersempfehlung: Erwachsenenliteratur, aber durchaus auch für interessierte Jugendliche geeignet.   Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim SCM Hänssler Verlag für dieses interessante Buch als Rezensionsexemplar bedanken, und bei SiCollier und Arwen10 für die Organisation der Leserunde.

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  • Signale an der Front

    Signale an der Front
    nirak03

    nirak03

    06. July 2013 um 16:51

    Das vorliegende Buch ist das Tagebuch des Funkers Richard Rommel aus dem zweiten Weltkrieg. Er hat versucht die Ereignisse so festzuhalten wie er sie erlebt hat. Er schildert von seinen Kriegserlebnissen, von der politischen Lage und vor allem von seinem Glauben zu Gott und wie er und seine Kameraden damit umgingen. Der Autor H.-D. Frauer hat die Tagebucheinträge zusammen gefasst, erläutert und unserer heutigen Schreibweise angepasst, außerdem gibt es noch jede Menge Fotos und auch Karten dieser Zeit.    Ich fand es auf der einen Seite interessant zu lesen wie die Menschen die politische Lage erfassten, wie sie damit umgingen und was sie für sich daraus gemacht haben. Auf der anderen Seite war ich doch ziemlich deprimiert von den Ereignissen und wie mit den Menschen umgegangen wurde. Die Tagebucheinträge gewähren dem Leser einen wirklich guten Einblick in die Geschehnisse und man ist doch ziemlich schnell bei den Menschen. Richard Rommel schildert seinen Tagesablauf sehr genau. Er erzählt von den kleinen Dingen des Alttages, von den Kriegswirren, von der Freude wenn Heimatpost durchkam, von Menschlichkeit, als sie auf dem Rückzug auf sich allein gestellt waren und Hilfe brauchten, von der  Kälte des russischen Winters und auch von den Schwierigkeiten die er und seine Kameraden wegen ihres christlichen Glaubens hatten.   Mein Fazit: „Signale an der Front“ ist ein beeindruckendes Tagebuch über die Jahre von 1939-45. Es war interessant und deprimierend zugleich zu lesen und hat mich doch ziemlich nachdenklich zurückgelassen.  

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  • Durch den 2. Weltkrieg zur Lebensaufgabe...

    Signale an der Front
    TochterAlice

    TochterAlice

    06. July 2013 um 10:29

    nämlich der Theologie und dem Amt des Gemeindepfarrers, das er bis zu seiner Pensionierung im Schwäbischen ausübt, findet Richard Rommel, der aufgrund seines Geburtsjahres - 1920 - im 2. Weltkrieg vom ersten bis zum letzten Tag als Soldat dient. Glücklich ist er nicht damit, denn als Christ distanziert er sich vom Krieg. In seinem Tagebuch vermerkt er seine Kriegserlebnisse meist in lakonischer Form - als wahrer Alltagsbegleiter enthält es eher Ereignisse als Empfindungen. Wenn diese einmal doch zum Zuge kommen, treffen sie den Leser bis ins Mark wie auf S. 69: "An Straßenbäumen fünf gehenkte Russen in Zivil - manche fotografieren das noch!" Trotz der abgehackten, tagebuchtypischen Schreibweise wird Rommels Abscheu mehr und mehr deutlich - der Leser muss sich während der Lektüre stets vergegenwärtigen, dass diese Notizen ja während des Naziregimes entstanden und jede gedankliche Abweichung als Verrat gedeutet worden wäre und somit Lebensgefahr bedeutete. Trotzdem ist Rommel mutig und hält seine Aktivitäten als Christ, die er mit Gleichgesinnten in Bibelkreisen auslebt, fest - möglicherweise bereits dies eine Gefahr, die wir heute nur schwer nachvollziehen können. Sein Glaube hat ihn am Leben und vor allem bei Verstand gehalten, so viel wird immer wieder deutlich! Schließlich hat der Autor - vorher in seinem Berufsziel rein technisch orientiert - während der Kriegszeit zu seiner wahren Berufung, dem Pfarramt, gefunden. Für den Leser fast noch spannender als diese großen Lebenschritte und das teilweise Aufblitzen politischer Zeitgeschichte sind die Alltagsbegegnungen während des Krieges und dann beim Rückzug, die kleinen persönlichen Randnotizen. - sie geben die Atmosphäre, ja den Zeitgeist wider - zumindest den, der in Rommels Umfeld herrschte. Das lakonische Zeitezeugnis eines Mannes mit einem großen Herzen, das man auch jungen Menschen mit auf den Lebensweg geben sollte und eine große Bereicherung!

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  • Bewegendes Tagebuch des Richard Rommel

    Signale an der Front
    flieder

    flieder

    05. July 2013 um 20:22

    Richard Rommel wurde, wie viele in dieser Zeit, mit 19 Jahren eingezogen. Zuerst wurde er zum Ausbau des Westwalls abkommandiert. Nachdem aber Hitler gegen Polen den Krieg ausrief wurde er schon bald an der Ostfront eingesetzt. Seine " militärische Karriere" begann als einfacher Schütze und endete als mehrfach ausgezeichneter Oberfähnrich. Gerade durch seine Tätigkeit als Funker erfuhr er mehr als die einfachen Soldaten, was er eindrucksvoll in diesem Tagebuch beschreibt. Nicht nur die  vielen Entbehrungen und die eisige Kälte, die die Soldaten erdulden mussten werden eindringlich beschrieben, sondern auch Tage an denen es etwas ruhiger zuging. Auch die freundlichen Aufnahme vieler Bewohner beschreibt Richard Rommel sehr eindrucksvoll. Viel Kraft gab ihm sein unerschütterliche Glaube an Gott, der ihm half diese schwere Zeit zu überstehen. Das Tagebuch des Richard Rommel hat mich emotional sehr ergriffen, mir war, als erzählte mir mein Opa seine Geschichte. Ohne Hass wird dem Leser die schreckliche Zeit an der Front durch diesen beeindruckenden Zeitzeugen ins Wohnzimmer gebracht. Besonders schön fand ich die Bilder, die dem Leser auch optisch einen Eindruck über die harte Zeit an der Front vermitteln

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  • Signale an der Front

    Signale an der Front
    Michelangelo

    Michelangelo

    05. July 2013 um 20:13

    Das Buch beinhaltet das Kriegstagebuch des Funkers Richard Rommel. Anhand dieser Aufzeichnungen begleiten wir ihn in den schweren Jahren des Krieges. Dazwischen sind Fotos eingefügt, die uns auch bildhaft an seinem Erleben teilhaben lassen. Wir erfahren durch diese Aufzeichnungen, wie anders das Leben dieses jungen Mannes und der anderen in diesen Jahren gewesen ist, was eigentlich für uns unvorstellbar ist und bleibt- auch dieses Buch gibt uns nur einen sehr kleinen Einblick..... Es lässt sich leicht und schnell lesen. Einfach geschrieben, kleine Absätze, bedingt dadurch,weil die Tagebuchform beibehalten wurde. Mir fiel auf, dass die Aufzeichnungen stellenweise nur sehr knapp sind und scheinbar recht emotionslos niedergeschrieben wurden, aber wahrscheinlich waren Gefühle in dieser Zeit sehr weit weggeschlossen, um nicht an ihnen kaputt zu gehen. In den späteren Kriegsjahren werden die Aufzeichnungen etwas ausführlicher und man kann die Problematik und die nahezu ausweglose Situation hautnah miterleben. Die kursiv gedruckten Zusammenfassungen und Erläuterungen über den Stand des Krieges in den jeweiligen Zeiträumen und Abschnitten fand ich sehr bereichernd und sie haben mir die Orientierung in den einzelnen Kapiteln sehr erleichtert, sonst hätte ich evtl. im Geschichtsbuch nachschlagen müssen. Ich empfand die Lektüre als sehr bereichernd. Es gibt einem immer eine andere Sicht auf ein Geschehnis, wenn man dies von einem direkt Betroffenen in persönlichen Aufzeichnungen nachvollziehen kann. Empfehlenswert auch als Begleitlektüre z.B. im Geschichtsunterricht.

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  • Wie viel Platz ist im Krieg für den Glauben?

    Signale an der Front
    Gurke

    Gurke

    05. July 2013 um 13:24

    Richard Rommel musste früh erwachsen werden, denn nach seinem Arbeitsdienst wurde er mit 19 Jahren direkt weiter in die Wehrmacht eingezogen und war sowohl an der West- wie an der Ostfront als Funker hautnah am Geschehen dabei. Trotz seiner guten Leistungen und Auszeichnungen für seine Erfolge bleibt er dem Krieg, insbesondere dem Führer, kritisch gegenüber eingestellt. Er akzeptiert zwar seine Position, in der er zum Gehorsam verpflichtet wird, bleibt dabei aber immer ein nachdenklicher und fairer Soldat, der niemals sein Gewissen in den Bunkern zurücklässt, sondern verschont – sofern es geht – die vermeintlichen Feinde und setzt nur selten seine Waffe zum Töten ein, um dem Gebot der christlichen Nächstenliebe zu entsprechen. Im Nachwort wird gesagt, dass Rommel das Tagebuch im Jahre 1987 für seine Enkel kürzt und leicht überarbeitet, was aber meiner Meinung nach gar nicht notwendig gewesen wäre, denn ein unverfälschter Blick auf die Ereignisse ist immer noch am besten und bedarf keiner nachträglichen Korrektur, zumal das fertige Buch mit nur 181 Seiten für meinen Geschmack gerne noch mehr Details offenbaren könnte. Zahlreiche Bilder geben den Schreckensszenarien eine Stimme und besonders die Schneemassen im kalten Russland sehen regelrecht unwirklich aus, dabei war es ein Kampf ums nackte Überleben bei Minusgraden, auf den die deutsche Truppen nur mangelhaft vorbereitet waren. Diese Bilder könnten eigentlich schon für sich sprechen und sind für mich wichtige Zeitzeugenberichte der Nazi-Herrschaft. Beim Lesen etwas negativ aufgefallen, sind mir die Abkürzungen seiner Kameraden („Freund M. vom Bibelkreis), dadurch konnte ich die unterschiedlichen Weggefährten nur schwer auseinanderhalten und sie blieben in ihrer Heldentaten zu anonym, was aber natürlich auch auf Wunsch der Angehörigen oder aus Rücksicht beabsichtigt sein könnte. Insgesamt bin ich froh, dass Rommel und sein Sohn der Veröffentlichung dieses Tagebuchs zugestimmt haben, denn es ist sehr anschaulich und verdeutlicht, wie fatal manche zum Scheitern verurteilten Entscheidungen unter der Diktatur von Hitler waren, welche die tapferen Soldaten in ihr Unglück gestürzt haben. Dennoch haben die jungen Männer nie den Mut verloren, denn das Netzwerk der Christen und ihr Glaube an eine höhere Macht, sowie die Gastfreundschaft in den dunkelsten Stunden von Deutschland, waren ein Hoffnungsschimmer für den es sich zu kämpfen lohnte. Richard Rommel hatte als Funker in seiner angesehenen Position nicht nur einmal wahnsinniges Glück, doch vielleicht war es seine vorherbestimmte Aufgabe mit z.B. den bewegenden Worten seines Weihnachtsgedichts von 1943 uns wieder das Grauen des Bösen zu lehren.

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  • bewegender Weltkriegsbericht

    Signale an der Front
    Leseratz_8

    Leseratz_8

    30. June 2013 um 20:13

    Signale an der Front ist das Kriegstagebuch des Funkers Richard Rommel. Er wurde sofort zu Beginn des Krieges im Alter von 19 eingezogen und hat den gesamten Krieg an verschiedenen Fronten gekämpft und gelitten. Während dieser Zeit haben ihn sein Glaube und die Zusammenkünfte mit Gleichgesinnten aufrecht gehalten. Das Tagebuch ist eine spannende und bewegende Schilderung der Erlebnisse des jungen Mannes, der nach fast sechs Jahren Krieg seinen 25. Geburtstag in Gefangenschaft begeht und den seine Erlebnisse auf einen neuen ungeplanten Lebensweg führen. Der Umgang von Richard Rommel mit dem Erlebten hat mich sehr bewegt. Vor allem die klaren moralischen Richtwerte dieses so jungen Mannes und seine Weigerung an den Verrohungen des Krieges teilzuhaben, sind bemerkenswert. Das Tagebuch hat er für sich und seine Familie aufgeschrieben und so empfand ich beim Lesen auch eine gewisse familiäre Intimität, als würde mein Großvater bei mir sein und seine Erlebnisse berichten. Fazit: Dieses Buch ist ein bewegendes Dokument der Zeit und zeigt die Geschichte aus der Sicht eines ganz normalen Menschen.  Ich hätte mir allerdings vom Herausgeber mehr historische Einordnungen gewünscht.

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  • Rezension zu "Signale an der Front" von Richard Rommel

    Signale an der Front
    tigerbea

    tigerbea

    29. June 2013 um 19:51

    Richard Rommel wurde als 19jähriger in den Zweiten Weltkrieg als Funker eingezogen. Er erlebt den Krieg von Anfang bis Ende mit und schrieb darüber ein Tagebuch. Da er als Funker einige Dinge aus "erster Hand" erfuhr, ist dies Buch eine unverfälschte Wiedergabe der damaligen Begebenheiten. Richard Rommel begann sein Tagebuch am 24. August 1939. Er beschreibt darin den Einmarsch der Polen in Russland, das alltägliche Kriegsleben, welches nicht nur aus Kampf bestand, sowie die Art und Weise, wie selbst im Krieg an der Front ein christliches Leben geführt wurde. Das vorliegende Buch ist ein wertvolles Zeitdokument, da es während des Krieges von einem umittelbar Beteiligten, und nicht im Nachhinein durch eine weitere Person geschrieben wurde. Es ist sehr interessant zu lesen und trotz der eigentlich beklemmenden Zeit nicht durch Selbstmitleid und Haß geprägt. Der Autor hat einen sehr schönen und verständlichen Schreibstil. Durch die kurzen Abschnitte ist das Buch leicht lesbar. Angereichert ist es durch wunderschöne schwarz-weiß Fotos, die dem Buch Leben einhauchen und die Beschreibungen lebendiger wirken lassen.

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  • Kriegserinnerungen

    Signale an der Front
    Arwen10

    Arwen10

    01. June 2013 um 07:53

    Als 19 Jähriger wird Richard Rommel an der Front als Funker eingesetzt. Er erlebte den Zweiten Weltkrieg vom ersten bis zum letzten Tag mit. Während dieser Zeit führte er ein Tagebuch, was uns jetzt mit diesem Buch vorliegt. Zuerst kann man fragen, warum noch ein Buch über den Zweiten Weltkrieg ? Dieser Krieg ist nun beinahe 70 Jahre her und doch beschäftigt er die Menschen immer wieder. Dieses Buch ist besonders interessant, weil es der Bericht eines Augenzeuge ist. Am Ende der Lektüre muss ich sagen, ich habe es mir ganz anders vorgestellt. Irgendwie dachte ich, dass die Soldaten jeden Tag im Kampf waren, aber dem ist nicht so. Viel Zeit ging mit Unterständen bauen, Pflege des Maschinenparks uä. drauf. Einige Male erhält Richard Rommel sogar Heimaturlaub. Es wird auch deutlich, dass es eine Frage des Glücks ist, ob man verletzt wird oder nicht. Und auch, ob man der Gefangenschaft entgeht. Richard Rommel berichtet auch ein wenig über das Christsein im Krieg, die Bibel und das Gebet sind ein Halt in dieser schwierigen Zeit. Richard Rommel ist nach dem Krieg evangelischer Pfarrer geworden. Er verstarb im Sommer 2012 im Alter von 92 Jahren. Ich finde das Buch sehr interessant. Zwischendurch beschäftige ich mich immer wieder mal mit dieser Zeit. Meine Eltern sind im Krieg geboren und mein Großvater war in russischer Gefangenschaft. Ich hoffe sehr, dass wir eine solche Zeit nicht nochmal erleben müssen.

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