Richard Rorty Die Zukunft der Religion

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Inhaltsangabe zu „Die Zukunft der Religion“ von Richard Rorty

Nicht erst seit der vielbeachteten Wahl des neuen Papstes, nicht erst seit den religiös motivierten Terroranschlägen, die die westlichen Demokratien erschüttert haben, und nicht erst seit der Wiederkehr religiöser Fundamentalismen in allen Teilen der Welt wird deutlich, daß die Frage der Religion zu einer Nagelprobe der Zivilisation geworden ist. Doch war die Religion nicht längst überwunden?
Die Philosophen Richard Rorty und Gianni Vattimo, die als Vertreter einer dezidierten Metaphysikkritik nicht gerade in Verdacht stehen, dem Christentum das Wort zu reden, stellen die Frage nach der Zukunft der Religion. In pointierten Texten und einem anschaulichen Gespräch gehen sie von der Beobachtung aus, daß die Metaphysikkritik mitnichten zum Verschwinden der Religion geführt hat. Der Tod Gottes gehört der Vergangenheit an, die Religion nicht. Doch gehört ihr wirklich die Zukunft? Oder hat nicht vielmehr eine Verschiebung der religiösen Erfahrung stattgefunden, die eine Metaphysikkritik keineswegs ausschließt? Wird eine Religion ohne Gott kommen?
"Was kommt nach dem Ende der Metaphysik? Kann Religion ohne Begründungen, objektive Wahrheiten oder Gott auskommen? Zwei der einflußreichsten Philosophen unserer Tage kommen hier zu einer Antwort zusammen. Gemeinsam bestimmen Vattimos Hermeneutik und Rortys Pragmatismus unsere Vorstellung der christlichen Botschaft, daß die Liebe das einzige Gesetz darstelle, neu." Nancy Frankenberry

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  • Rezension zu "Die Zukunft der Religion" von Richard Rorty

    Die Zukunft der Religion

    K-to-the-Nut

    06. August 2012 um 18:03

    "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." - In drei übersichtlichen Essays und einem Trialog gehen die zwei italienischen Philosophen Santiago Zabale und Gianni Vattimo sowie der amerikanische Philosoph Richard Rorty der Idee einer postmetaphysischen Religion nach. Für den gläubigen Vattimo steht dabei die Hermeneutik im Focus, ermögliche sie schließlich das geistesgeschichtliche Zeitalter der Interpretation, in denen vor allem die Autorität gebietenden, metaphysischen Tatsachen als Aussagen unter anderen Aussagen aufgefasst werden, alle versammelt in dem Gespräch der Menschheit. Den den Pragmatisten Rorty besteht die Zukunft der Religion vor allem in ihrer Aufgabe des Klerikalismus, verhindere dieser doch dass der dem Christentum eigentlich inhärente Wandel des Focus von einem herrschsüchtigen Gott hin zu dem leidenden Menschen am Kreuze und die durch die Gestalt des Jesus Christus propagierte Botschaft der Nächstenliebe noch immer vor den Machtinteressen der Kirche zurückbleibt. Zabala als Herausgeber und Mediator führt Vattimos Hermeneutik mit Rortys Pragmatismus zusammen, wenngleich auch beide ohnehin nah beineinander liegen. Sie zeichnen mit ihrem Historismus eine Lesart des Chistentums nach, dass es als geistigen Vorgänger der Demokratie ausweißt, sei der Mythos schließlich so am besten zu lesen, dass Gott bei der Inkarnation in Jesus Christus das Menschenschicksal in die Hände der Menschen gegeben habe. So erscheint Gott als Synonym für Wahrheit und Liebe als ebenfalls oder vor allem als Synonym für ein tolerantes Denken, dass den Mythos von Jesus Christus als beispielhafte Geschichte der Zuneigung der Menschen untereinander versteht. "Gott ist tot" in gewisser Weise bejahend und verneinend stellen die Autoren dieses Buches einen elektrisierenden Versuch dar, philosophiegeschichtlich und philosophietherapeutisch, an die Bedeutung einer sanften Religion der Solidarität, Nächstenliebe und Ironie in Vergangenheit und Zukunft zu appellieren.

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