Kontingenz, Ironie und Solidarität

von Richard Rorty 
3,6 Sterne bei5 Bewertungen
Kontingenz, Ironie und Solidarität
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Positiv (2):
K-to-the-Nuts avatar

Die Intention kann vielleicht einfach als Gegenentwurf zum gegenwärtigen, etablierten Philosophieverständnis verstanden werden, d.h. dass er...

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Finde es z.T. wirklich schwierig zu folgen. Frag mich oft nach der Intention. Das frustriert mich dann beim lesen und bearbeiten derart, das...

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Inhaltsangabe zu "Kontingenz, Ironie und Solidarität"

Dieses Buch versucht zu zeigen, wie es aussieht, wenn wir die Forderung nach einer Theorie, die das Öffentliche und das Private vereint, aufgeben und uns damit abfinden, die Forderung nach Selbsterschaffung und nach Solidarität als gleichwertig, aber inkommensurabel zu betrachten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518285817
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:328 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:24.04.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    K-to-the-Nuts avatar
    K-to-the-Nutvor 7 Jahren
    Kurzmeinung: Die Intention kann vielleicht einfach als Gegenentwurf zum gegenwärtigen, etablierten Philosophieverständnis verstanden werden, d.h. dass er...
    Rezension zu "Kontingenz, Ironie und Solidarität" von Richard Rorty

    "Kontingenz, Ironie und Solidarität" (KIS) kann zurecht als Richard Rortys Hauptwerk bezeichnet werden. Während "Der Spiegel der Natur" eher eine Abrechnung mit der obsoleten Repräsentationsphilosophie und Objektivitätsphilosohie darstellt und nur den Weg in Rortys eigene Philosophie anreißt, wird sie in KIS tatsächlich entfaltet. Das Hauptanliegen von ‚Kontingenz, Ironie und Solidarität’ ist zwar die gleichwertige Nebeneinanderstellung des Drangs nach Selbsterschaffung und des Wunsches nach Solidarität, die von Rorty als inkommensurabel erkannt wurden. Gleichzeitig behandelt es aber auch, oder gerade deshalb, das Loslösen von den Dogmen der Metaphysik. Seine liberale Ironie sieht er von ihnen befreit:

    [Dieses Buch] zeichnet eine Gestalt, die ich liberale Ironikerin nenne. […] Liberale seien die Menschen, die meinen, daß [sic] Grausamkeit das schlimmste [sic] ist, was wir tun. Iro-nikerin nenne ich eine Person, die der Tatsache ins Gesicht sieht, daß ihre zentralen Über-zeugungen und Bedürfnisse kontingent sind – nenne ich jemanden, der so nominalistisch und historistisch ist, dass er die Vorstellung aufgegeben hat, jene zentralen Überzeugungen und Bedürfnisse bezögen sich zurück auf eine Instanz jenseits des raum-zeitlichen Berei-ches [sic].

    Rortys liberale Ironie kann insofern als der Kern seines Pragmatismus verstanden werden, wenn man davon ausgeht, dass die Gestalt der liberalen Ironikerin dem Pragmatisten nach Rortys Vorstellung entspricht, d.h. dass ein solcher Pragmatist die Eigenschaften der liberalen Ironikerin besitzt.

    Mit einer - für philosophische Verhältnisse - erfrischend leichten und gewandten Sprache beschreibt Rorty den Weg seiner pragmatistischen Philosophie, die nicht mehr auf Objektivität abzieht, sondern auf Solidarität. Dafür versucht er nicht zu beweisen, dass sein Weg der wahre ist - den Kategorien wie diese hält er für Teil des Problems - sondern versucht seine Perspektive reizvoll zu machen. Mit Hilfe seiner Ironie ermöglicht er die philosophische Hinwendung zu Selbsterschaffung und Bildung durch die Literatur, die ebenso an die Stelle von allgemeiner Moraltheorie treten kann, um unsere Moralität zu schulen und uns solidarischer zu machen. Ein mutiger Weg, der innerhalb der verknöcherten Disziplin seines Faches Seinesgleichen sucht.

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    Minervas avatar
    Minervavor 9 Jahren
    Kurzmeinung: Finde es z.T. wirklich schwierig zu folgen. Frag mich oft nach der Intention. Das frustriert mich dann beim lesen und bearbeiten derart, das...
    sophiss avatar
    sophis
    A
    AlexJottvor 3 Jahren
    S
    schlomovor 8 Jahren

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