Richard Sennett Respekt im Zeitalter der Ungleichheit

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Inhaltsangabe zu „Respekt im Zeitalter der Ungleichheit“ von Richard Sennett

Manche radikalen Denker glauben, man müsse lediglich für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen, um auch mehr gegenseitigen Respekt zwischen den Menschen zu wecken. Aber ist das überhaupt realistisch? Zieht Selbstachtung nicht automatisch mangelnden Respekt gegenüber denjenigen nach sich, die im unbarmherzigen sozialen und wirtschaftlichen Wettbewerb die Benachteiligten sind? Bei der Suche nach Antworten greift Sennett auch auf seine eigene Lebensgeschichte zurück: Aufgewachsen in einem Ghetto von Chicago, gelang ihm zunächst mit Hilfe der Musik und dann des Studiums in Harvard der soziale Aufstieg. Erneut erweist sich Sennett als konstruktiver kritischer Geist mit Weitblick, als jemand, der mit Hilfe anschaulicher Beispiele grundlegende gesellschaftliche Veränderungen benennt.

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  • Rezension zu "Respekt im Zeitalter der Ungleichheit" von Richard Sennett

    Respekt im Zeitalter der Ungleichheit

    Sokrates

    17. January 2013 um 10:34

    Richard Sennett, einer der bekanntesten amerikanischen Soziologen der Gegenwart, widmet sich in diesem Buch dem Phänomen des Respekts gegenüber sozial benachteiligten Gruppen in einer Gesellschaft. Ausgehend von eigenen Kindheitserfahrungen - er ist selbst in einer Armensiedlung in den USA aufgewachsen - widmet er sich dem Phänomen sozialer Minderwertigkeit und der damit häufig verbundenen Verweigerung von Respekt durch den Rest der Gesellschaft. Zum Ausdruck kommt diese gesamtgesellschaftliche EInstellung nicht nur in der Art und Weise, wie ein Sozialsystem funktioniert, sondern auch in gepflegten Ressentiments und Stereotypen, die auch in unserer Gesellschaft gefunden werden können. Sennett zeigt, wie unsere kapitalistische Gesellschaft Respekt an eigene Leistungsfähigkeit knüpft; fehlt die infolge von Migration, Arbeitslosigkeit oder mangelnden Fähigkeiten, wird dem betreffenden Individuum schnell der gesellschaftliche Respekt verweigert. Das dem System zugrundeliegende Problem ist hierbei jedoch die Tatsache, dass die Achtung gegenüber einem Menschen an Leistungswerten festgemacht werden, die u.U. aus vielerlei Gründen, die der Einzelne nicht aktiv zu steuern in der Lage ist. Dies birgt das Potential der Ungleichbehandlung und Chancenlosigkeit in sich; natürlich auch die Gefahr, dass ganze Bevölkerungsteile nicht den Respekt und die gesellschaftliche Mitsprachemöglichkeit erhalten, die ihnen faktisch zustünde. Ihre Wertigkeit wird vielmehr allein an ihrem 'Kapital' bemessen. -- Sennett ruft eindringlich zu einer Umkehr in diesem Denken auf. Die Würde des Einzelnen - und der daraus resultierende Respekt vor ihm - wurzelt in anderen Dingen als in sozialer Herkunft und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.

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  • Rezension zu "Respekt im Zeitalter der Ungleichheit" von Richard Sennett

    Respekt im Zeitalter der Ungleichheit

    beate

    28. March 2008 um 18:46

    Ein brisantes Thema, aber es war mir echt zu unsystematisch und zu wirr. Die Kapitelüberschriften hielten meist nicht, was sie versprachen. Es bleibt Ratlosigkeit: Was tun angesichts des Mangels an Respekt??

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