Richard Stark Keiner rennt für immer

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Inhaltsangabe zu „Keiner rennt für immer“ von Richard Stark

Bankenfusion in einer amerikanischen Kleinstadt. Das schreit geradezu nach einem Überfall, findet Parker, und seine Komplizen sind derselben Ansicht. Doch von Anfang an ist der Wurm drin bei diesem Bankraub. Jeder will an das Geld, aber keiner hält sich an die Abmachungen, sodass der Aktionsplan ständig korrigiert werden muss. Ein schwieriger Job für Parker, der für Präzision berüchtigt ist, aber auch dafür, dass er keine Skrupel kennt und kein Erbarmen mit Pfuschern.

Tolles Buch, freue mich auf den zweiten Teil Fragen Sie den Papagei. Bin gespannt, wie es weitergeht.

— Eglfinger
Eglfinger

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    Keiner rennt für immer
    Stefan83

    Stefan83

    Die Wiederentdeckung von Richard Starks „Parker“-Serie durch den Zsolnay-Verlag gehört für mich persönlich zu den positivsten Überraschungen in der Kriminalliteraturszene, war doch der unter anderem mit drei Edgar Awards ausgezeichnete und durch die Mystery Writers of America sogar zum „Grand Master“ ernannte Autor auf dem deutschen Buchmarkt viel zu lange in der Versenkung verschwunden. Zsolnays Verdienst wird dabei allerdings ein wenig durch die zeitliche Abfolge der Veröffentlichungen geschmälert, was insbesondere die letzten drei Bände der Reihe um den Berufsverbrecher Parker betrifft, die gemeinsam eine lose Trilogie um den Überfall auf einen Geldtransport bilden. „Keiner rennt für immer“ stellt dabei den Auftakt dar, wurde aber auf Deutsch nach „Fragen Sie den Papagei“, dem mittleren Part, veröffentlicht. Ein Wahl, die wohl vor allem dem Inhalt geschuldet ist, kommt doch letztgenannter Titel wesentlich actionreicher und kurzweiliger daher, was den Neueinsteig für Leser natürlich erleichtert. Doch so „handlungsarm“ „Keiner rennt für immer“ in Anführungsstrichen auch ist – gerade die Planung des Coups und die sich im weiteren Verlauf ergebenden Schwierigkeiten bieten Parker beste Möglichkeiten, seine Stärken in Gänze auszuspielen, weshalb ich diesen Band auch für den gelungensten, weil homogensten der drei halte. Und auch zum besseren Verständnis sei jedem geraten, mit „Keiner rennt für immer“ die letzten Auftritte von Parker in Angriff zu nehmen. Kurz zur Story: Das kleine Kaff Rutherford im US-Staat Massachusetts. Mit Sicherheit kein Ort, dem der Stadtmensch Parker unter normalen Umständen einen zweiten Blick gönnen würde. Doch die Umstände sind nicht normal, denn das Geld wird langsam knapp, so dass plötzlich eine im Rahmen einer Fusionierung aufgelöste Bank schon ein lohnenswertes Ziel darstellt. Kein Kapitalverbrechen des üblichen Kalibers für Parker und seine Komplizen Nick Dalesia und Nelson McWhitney, aber dennoch selbst für die Profis eine Herausforderung, da die Geldeinlagen mit gepanzerten Transportwagen abtransportiert werden. Und drei Mann reichen dafür einfach nicht aus. Parker wäre jedoch nicht Parker, hätte er nicht auch dafür bereits vorgesorgt. Über Elaine Langen, unglückliche Gattin des Bankchefs, und den ehemaligen Polizist Jake Beckham, der in der Bank tätig war, bis man ihn feuerte, kommt er in den Besitz der nötigen Informationen für den geplanten Coup. Abgesichert wird das Ganze schließlich durch den Arzt Dr. Myron Madchen, der Beckham, welcher nach Beendigung des Überfalls zu den Hauptverdächtigen zählen würde, ein Alibi verschaffen soll. So weit, so gut. Doch wann ist jemals schon etwas nach Plan gelaufen? Schon recht bald erweisen sich einige der Beteiligten als Risikofaktoren, denn der Druck auf jeden einzelnen in dieser kriminellen Unternehmung wächst. Insbesondere Langen und Madchen beginnen Nerven zu zeigen, was wiederum die Neugier der äußerst tüchtigen Polizistin Gwen Reversa anfacht, die sich sogleich des Falls annimmt. Und als ob das noch nicht genug wäre, haben sich auch zwei Kopfgeldjäger an Parkers Fersen geheftet, welche sich ihrerseits Profit vom Überfall versprechen und zudem noch ein Hühnchen mit einem früheren Komplizen zu rupfen haben. Parker muss schließlich all seine Improvisationskünste ausspielen, um die vielen Amateure auf Kurs zu halten und den Raub durchzuziehen – doch auch er kann nicht überall zugleich sein … Sie mögen Filme wie „Oceans Eleven“, wo am Ende die coolen Diebe mit blitzender Sonnenbrille aus dem Casino schlendern, während die Bullen an anderer Stelle ahnungslos die Hände in die Hüfte stemmen? Oder sie favorisieren Bücher, wo letztlich alles wie geschmiert läuft und der „Held“ schon vierzig Seiten vorher weiß, was am Ende wie, wo, wann und auf welche Weise passieren wird? Wenn dem so ist, dann lassen sie mal schön ihre Patschehändchen von Richard Starks „Parker“-Romanen, in denen sich der Autor so ziemlich jeden künstlichen Effekt verkneift und die knallharte Realität billiger Effekthascherei vorzieht. Das heißt wiederum: Auch wenn dem Leser detaillierte Einblicke in die Vorbereitungen des Verbrechens gewährt werden, impliziert dies noch lange nicht deren reibungslose Ausführung – im Gegenteil. Schon recht früh wird uns gewahr, dass Parkers Überfall scheitern muss, sind doch einfach zu viele Variablen im Spiel, um diese unter Kontrolle zu halten. Fans der Serie wird dies kaum überraschen, da in jedem Auftritt des Berufsverbrechers irgendwann irgendetwas schief geht. Und gerade hiervon lebt die Figur „Parker“, der immer dann aufblüht, wenn ihm die Polizei schon ganz nah im Nacken sitzt und der frustrierte Beobachter die Flinte ins Korn werfen will. Wo andere Thriller der Moderne sich fleißig Twists und Turns bedienen, um letztlich eine Überraschung zu präsentieren, die man doch dann irgendwie hätte erahnen können, beziehen Starks Romane ihr Spannungselement aus den Fehlern seiner Protagonisten. Und dass diese weit unberechenbarer sind, als z.B. die Genialität eines Meisterdetektivs im Stile Lincoln Rhymes, erklärt vielleicht auch die fast fünfzig Jahre andauernde Erfolgsgeschichte von Starks Serienfigur. Ob im Zeitalter von Telefonzellen oder I-Phones, ob mit dem Notizblock oder dem Notebook. Parker ist ein zeitloses Phänomen, das heute noch genauso funktioniert wie Anfang der 60er Jahre und das nichts von seiner Faszination verloren hat. Ein eiskalter Profi, bei dem zwar selten alles reibungslos abläuft, der aber dennoch auch stets ein Ass im Ärmel hat bzw. einen Ausweg findet, um der ihn verfolgenden Justiz eine lange Nase zu drehen. Moral, Skrupel, Gewissensbisse – sie sind dabei wie Freundschaft oder Liebe Schwächen, die sich Parker weder leisten kann noch will. Und er verzichtet selten darauf, seine jeweiligen Komplizen, für die er zumeist eine unberechenbare Größe bleibt, daran zu erinnern. Von diesem beständigen Gefahrenmoment lebt auch „Keiner rennt für immer“, da Parker, dessen Vornamen wir in keinem der vielen Bände erfahren haben, genauso wenig einzuschätzen ist, wie der letztliche Verlauf der Handlung. Und die kredenzt uns Richard Stark mal wieder auf unnachahmliche Art und Weise. Knapp, kurz, prägnant werden dem Leser die Sätze um die Ohren gehauen, spart sich der Autor jegliche Ausschweifungen und Nebenschauplätze. Hier bleibt kein Raum für Interpretationsansätze, sondern nur ein geradliniger, scharf geschnittener roter Faden, der sich, trotz etwas längerer Vorbereitungen und Planungen zu Beginn, kontinuierlich durch den Plot fräst, um am offenen Ende in einem actionreichen Paukenschlag zu münden. An dieser Stelle fällt der Vorhang, ist die Folge vorbei, wird der Leser quasi genötigt zu „Fragen sie den Papagei“ zu greifen, der inhaltlich direkt an das Finale dieses Buches anknüpft. Und wer darauf keine Lust hat – nun, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Für mich ist „Keiner rennt für immer“ ein Highlight in der langjährigen Reihe. Düster, diabolisch, lakonisch und eiskalt hat Stark hier noch einmal sämtliche Register gezogen. Ein „Hardboiled“-Vertreter im besten Sinne des Wortes mit einem Parker in Hochform. Kaufen – aufschlagen – lesen!

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  • Rezension zu "Keiner rennt für immer" von Richard Stark

    Keiner rennt für immer
    Eglfinger

    Eglfinger

    17. February 2013 um 20:06

    Bankenfusion in einer amerikanischen Kleinstadt. Das schreit geradezu nach einem Überfall, findet Parker, und seine Komplizen sind derselben Ansicht. Doch von Anfang an ist der Wurm drin bei diesem Bankraub. Jeder will an das Geld, aber keiner hält sich an die Abmachungen. Ein schwieriger Job für Parker, der für Präzision berüchtigt ist, aber auch dafür, dass er keine Skrupel kennt… Auch hier geht es wieder, wie in allen Parker-Büchern von Richard Stark, nicht um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um die Planung und um das Verbrechen, welches Parker und seine Komplizen planen. Eine kleine Bank wird von einer größeren geschluckt und beim Umzug der kleinen Bank in die Zentrale der größeren, wollen Parker und seine Komplizen zuschlagen und das Bargeld ergaunern. Doch es kommt zu Schwierigkeiten im Verlauf der Planung, weil sie es mit zu vielen Amateuren zu tun haben. Da gibt es den Kleinganoven, von dem sie den Tipp für den Coup erhalten haben, der ein Verhältnis mit der Frau des Bankdirektors hatte. Seine Schwester, die besorgt ist, dass er wieder in Schwierigkeiten geraten könnte, eine übereifrige Polizistin und dann taucht auch noch ein Kopfgeldjäger mit seiner Kollegin auf. Diese und noch einige andere Personen bereiten Parker zunehmend Kopfschmerzen, aber dennoch wollen sie es durchziehen. Man könnte meinen, dass das für ein Buch mit unter 300 Seiten zu viele Personen sind. Aber Stark hält sich nicht lange mit Beschreibungen auf, sondern beschränkt sich auf das Wesentliche, auch wenn dadurch die Beschreibungen der Protagonisten etwas zu kurz kommen. Er schreibt effizient und es macht Spaß es zu lesen, weil es durch seinen Schreibstil sehr flüssig ist. Das Story an sich ist geschlossen, aber es ist eigentlich der erste Teil zu „Fragen Sie den Papagei“, welches ich gleich als nächste lesen werde. Ich gebe 4 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Keiner rennt für immer" von Richard Stark

    Keiner rennt für immer
    Phil Decker

    Phil Decker

    08. December 2011 um 09:41

    Hat mich irgendwie nicht gefesselt. Fand die Geschichte zu einfach aufgebaut und die Charaktäre langweilig. Weiß imer noch nicht, warum der Autor so hoch gelobt ist.

  • Rezension zu "Keiner rennt für immer" von Richard Stark

    Keiner rennt für immer
    Thomas_Kastura

    Thomas_Kastura

    13. March 2011 um 12:58

    Der Rezi von HarryF kann ich nur zustimmen. Figuren, Handlung, Sprache - alles ist sehr hölzern. Ein paar Berufskriminelle wollen einen Geldtransport überfallen und es kommt zu (nicht immer glaubhaften) Verwicklungen. Die Hauptfigur, Parker, bleibt blass. 2 Sterne für Starks/Westlakes Routine.

  • Rezension zu "Keiner rennt für immer" von Richard Stark

    Keiner rennt für immer
    HarryF

    HarryF

    19. October 2010 um 20:56

    Könnte man 0 Sterne vergeben - dieser Roman würde es verdienen. Nicht nur ist er unglaublich langweilig, nein die Protagonisten sind auch noch zum Kotzen unsympathisch und es wimmelt nur so vor logischen Ungereimtheiten bei denen sich ein 10-jähriger in einem ???-Roman die Haare raufen würde.
    Fazit: Hände weg, es gibt sooooo viele gute Alternativen! (Die Tom Kirk Reihe von James Twining z.b.)

  • Rezension zu "Keiner rennt für immer" von Richard Stark

    Keiner rennt für immer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. January 2010 um 12:02

    Eine Empfehlung meines Dealers, die ich nur zu gerne weitergebe: Parker, der Held des Buches, kommt tatsächlich ohne Vornamen aus. Es gelingt ihm trotzdem uns zu becircen und man will doch wirklich nur, dass dieser Schwerverbrecher, denn nichts Anderes ist er, davon kommt und nicht der Polizei ins Netz geht. Die Story ist sehr unterhaltsam, bringt einige zwielichtige Figuren mit und entführt in die Welt des Verbrechens, denn man ist ja mit Parker auf der anderen Seite des Gesetzes. Dort gefällt es einem aber wirklich gut und man mag den Parker gerne, obwohl er ein Verbrecher ist, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt. Gut geschrieben, schnell gelesen, sehr unterhaltsam, wenn man nicht unbedingt der "klassische" Krimifan ist.

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  • Rezension zu "Keiner rennt für immer" von Richard Stark

    Keiner rennt für immer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. October 2009 um 22:48

    Ich finde die Geschichte richtig gut. Die Idee eines Banküberfalls ist ja nichts Neues, aber wie sie hier umgesetzt wurde schon. Es gibt viele Charaktere (was mich manchmal durcheinander brachte), aber alle sind so gut beschrieben, auch über Nebendarsteller gibt es genug Informationen, sodass das Ganze eine runde Sache ist. Das offene Ende kam mir leider zu abrupt, ich hätte mir eine Lösung gewünscht. Was mir an der Ausgabe überhaupt nicht gefällt: Die Fehler. Anscheinend wurde das Buch nicht Korrektur gelesen und so gibt es mehrere Namens-, Tipp- und Rechtschreibfehler. Sowas finde ich bei einem Buch, das knapp 17 Euro kostet, eigentlich unmöglich!

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