Richard Stark Sein letzter Trumpf

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(3)
(7)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Sein letzter Trumpf“ von Richard Stark

Parker erhält den Auftrag, ein Casinoschiff auf dem Hudson auszurauben. Sein Plan ist ausgefeilt, sein Team vielfach bewährt: der Mann fürs Grobe, der Fahrer, die scheinbar gelähmte junge Frau, in deren Rollstuhl die Beute abtransportiert werden soll. Allerdings gibt es auf dem Schiff eine Reihe von Leuten, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Vor allem ein paar Trittbrettfahrer gehen dem Profi gewaltig auf die Nerven. Sie werden aus dem Weg geräumt. Die Frage ist nur: von wem?

Stöbern in Krimi & Thriller

Totalausfall

Furioser Pageturner! Absolut lesenswert, großartig. Chapeau!

DreamingBooks

Die Verlassene

eine spannende Idee, phasenweise etwas langatmig

Kaffeetasse

Böse Seelen

Solider Thriller, konnte mich aber nicht richtig mitreißen.

JuLe_81

Der Totensucher

Spannender Krimi mit nicht zufriedenstellendem Ende

Langeweile

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

Für alle, die spannende Lesestunden haben möchten, gebe ich eine klare Leseempfehlung. Wobei manche Passagen schon sehr extrem waren.

Ekcnew

Inspektor Takeda und der leise Tod

Japanischer Ermittler in Hamburg

Wuestentraum

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Keine Fisimatenten.

    Sein letzter Trumpf
    Gulan

    Gulan

    26. June 2016 um 15:24

    Parker ist gerade von einem Raubzug zurück, da meldet sich ein neuer Informant bei ihm. Hilliard Cathman, Ex-Beamter, unterbreitet Parker einen lukrativen Plan. Der Staat New York erlaubt den Betrieb eines Casinoschiffs auf dem Hudson River. Für die viermonatige Probezeit gilt an Bord: Keine Kreditkarten, nur Bares ist Wahres. So richtig traut Parker diesem Cathman nicht, doch die Beute reizt einfach zu sehr. Parker bereitet den Coup akribisch vor und sucht sich eine zuverlässige Truppe zusammen. Er ist einer der berühmtesten Berufskriminellen der Kriminalliteratur, dieser Parker. Der fehlende Vorname sagt schon viel aus. Ein absoluter Profi, intelligent, akribisch, hart und abgezockt, aber auch pragmatisch, er scheut sich nicht vor Blutvergießen, aber macht es nur, wenn nötig. Ein wenig überrascht hat es mich, dass Parker in diesem Band es feste Freundin hat. Das macht ihn angreifbar, aber das stellt er zwischendurch auch selber fest. Richard Stark alias Donald E. Westlake war bekanntlich ein Vielschreiber. Über hundert Romane von ihm wurden veröffentlicht, allein 24 mit Parker. 1962 begann die Reihe mit „The Hunter“, endete vorläufig 1974, ehe Westlake sie 1997 fortsetzte. „Sein letzter Trumpf“ ist der zweite Band der späten Phase. Der Autor schreibt den Roman so wie er seine Hauptfigur konzipiert hat: Hart, straight, geht direkt ins Geschehen, kein Schnickschnack, keine Fisimatenten. Ich hatte letztens schon das Thema Raubüberfälle in Filmen und Büchern. Dieses hier ist auch ein schönes Exemplar dieser Gattung: Schnörkellos und kurzweilig.

    Mehr
    • 4
  • Rezension zu "Sein letzter Trumpf" von Richard Stark

    Sein letzter Trumpf
    Eglfinger

    Eglfinger

    Ein schwimmendes Casino, das den Hudson befährt, soll ausgeraubt werden. Der Plan ist gut, das Team noch besser, Parker muss nur noch das Problem der Trittbrettfahrer lösen. Das geht nicht ohne Verluste. Parker erhält nach einem geglückten Coup, bei dem einer seiner Ganovenkollegen stirbt, das Angebot, ein Casinoschiff zu überfallen. Der Plan stammt von einem ehemaligen Beamten, der Parker alles Wissenswertes zuschustern kann. Parker hat Zweifel bezüglich des Informanten, aber selbst nachdem er ihn durchleuchtet hat, kann er sich nicht erklären, warum der immer rechtschaffene Beamte den falschen Weg eingeschlagen hat. Dennoch stellt er ein Team zusammen um das Casinoschiff zu überfallen. Zuerst scheint alles glatt zu gehen, doch dann scheinen noch andere Interesse am Geld zu haben und er muss für klare Verhältnisse sorgen. Richard Stark schreibt wie immer schnell und flüssig. Ich kann mich der Meinung von Stephen King nur anschließen: „Wenn man noch nie etwas von Richard Stark gelesen hat, sollte man mit diesem Roman beginnen.“ Einen cooleren Verbrecher wie Parker gibt es nicht.

    Mehr
    • 2
    parden

    parden

    05. March 2013 um 06:20
  • He’s Cold As Ice ...

    Sein letzter Trumpf
    Stefan83

    Stefan83

    28. November 2011 um 10:11

    „Sein letzter Trumpf“ ist der inzwischen siebte, beim Zsolnay-Verlag erschienene Roman aus der Reihe um den leidenschaftslosen und eisenharten Berufsverbrecher Parker. Eine Figur, die in den letzten Jahren trotz (oder gerade wegen) seiner kriminellen Ader zu einem festen Bestandteil der deutschen Krimi-Szene geworden ist. Und das obwohl ihr Schöpfer, der amerikanische Schriftsteller Donald E. Westlake, welcher die Parker-Bücher unter dem Pseudonym „Richard Stark“ veröffentlichte, bereits seit dem Silvesterabend 2008 nicht mehr unter den Lebenden weilt. Seit diesem Jahr versorgt Zsolnay die Leser hierzulande im chronologischen Rückwärtsgang mit neuen Episoden. Die aktuellste, „Sein letzter Trumpf“, wurde im amerikanischen Original bereits 1998 publiziert und von Stephen King als Einstieg in die Lektüre Richard Starks empfohlen. In diesem Fall ein gutgemeinter Rat, den man tatsächlich beherzigen sollte, ist doch dieser Titel nicht nur ohne jegliche Vorkenntnisse lesbar (anders als bei „Fragen sie den Papagei“ oder „Das Geld war schmutzig“), sondern gleichzeitig auch einer der besten aus Starks späterer Schaffensperiode. Der letzte Raubüberfall ist, wenn auch mit personellen Verlusten, gerade über die Bühne gegangen, da lockt Parker bereits die Aussicht auf einen neuen Coup: Ein Casinoschiff, das den Hudson befährt und in drei Wochen den Betrieb aufnimmt, soll ausgeraubt werden. Keine einfache Aufgabe, da man unbemerkt Waffen an Bord bringen und irgendwann mit der Beute wieder runter vom Schiff muss. Parkers Auftraggeber, ein lokaler Politiker im Ruhestand, der bisher erfolglos gegen die Legalisierung des Glücksspiels gekämpft hat, will zwar brauchbare Pläne und alle sonstigen Details liefern, sich sonst jedoch komplett heraushalten. Das bedeutet mehr Profit, aber auch mehr Arbeit. Arbeit, die Parker alleine nicht leisten kann. Deshalb stellt er ein schlagkräftiges Team aus zuverlässigen Leuten zusammen: Dan Wycza, den Mann fürs Grobe. Mike Carlow, den Fahrer. Lou Sternberg, der einen arroganten Abgeordneten auf Kontrollbesuch mimen wird. Und Noelle Braselle, welche, im Rollstuhl mit installierter Bettpfanne sitzend, mit dem Geld das Schiff verlassen soll. Als es schließlich soweit ist, klappt anfangs alles wie am Schnürchen. Doch jeder Plan hat seine Schwachstellen. Und als eine Bikergruppe von ihrem Coup Wind bekommt und ein korrupter Polizist sich an seine Fersen heftet, muss Parker wieder mal zur Waffe greifen … Richard Stark spielt auch in „Sein letzter Trumpf“ wieder mal explizit eine unterbewusste Schwäche der Krimileser an: Die Sympathie für den Bösewicht. Obwohl Parker, der raubt, lügt, betrügt und mordet, sich selbst wohl kaum als Böse bezeichnen würde, ist er doch nach allen Paragraphen des Gesetzes eigentlich zu verurteilen. Ein Mensch, dessen Bekanntschaft man eigentlich nicht machen, in dessen Visier man nicht geraten will. Und doch ertappt sich der Leser dabei ihn zu mögen. Er drückt die Daumen, hofft das der Plan gelingt, am Ende alles gut ausgeht. Wobei er eigentlich weiß, dass „gut“ in diesem Fall bedeutet: Der Verbrecher entkommt mit der Beute. Das dem letztlich immer so ist, weiß der Parker-Leser schon bevor er das Buch überhaupt aufgeklappt hat. Aber wieso sollte man es dann denn überhaupt lesen? Wie kann ein Roman, dessen Ausgang man bereits kennt, spannend sein? Nun, hierin liegt die große Stärke von Richard Stark, dem mit Parker eine Figur gelungen ist, die einem, trotz ihrer zweifellos äußerst dunklen Seiten, Respekt und Bewunderung abnötigt. Dieser amoralische Held plant mit sparsam-kühler Effizienz, wartet geduldig, kennt keine Nervosität und räumt Hindernisse eiskalt aus dem Weg. Die Möglichkeit, das etwas schief geht, kalkuliert er von vornherein mit ein, weshalb ihn Rückschläge nicht aus der Bahn werfen. Kurzum: Parker ist ein Profi. Und als ein solcher kann man sich weder amourösen Verbindungen noch Freundschaften hingeben. So ist auch diesmal die Arbeit im Team dem Job geschuldet. Parker braucht die Hilfe seiner Kumpanen, um den Raub durchzuziehen. Es geht ums Geld. Und nur ums Geld. Für weitere moralische Verpflichtungen ist da kein Platz. Und weil sich das herumgesprochen hat, ist Parker inzwischen ein gefragter und auch bei anderen Verbrechern beliebter Mann. Er ist verlässlich, sein Wort gilt, seine Pläne versprechen Profit. Was natürlich nicht heißt, dass er immer Erfolg hat oder niemand versucht ihn übers Ohr zu hauen. Wenn Letzteres passiert, schlägt Parker gnadenlos zurück. Nie übertrieben brutal, aber meist zumindest so drastisch, dass jeder die Botschaft kapiert: Lege dich nie mit Parker an. Mit dieser Kaltschnäuzigkeit, dieser bedingungslosen Zielgenauigkeit nimmt Stark den Leser früh für Parker ein, der dessen Planungen und Vorbereitungen verfolgt und gebannt beobachtet wie die Rädchen nach und nach ineinander greifen. Gleichzeitig wird die Geschichte um Handlungsstränge erweitert, die außerhalb der Kontrolle des eiskalten Berufskriminellen liegen. So droht unter anderem ein verdeckt recherchierender Journalist auf dem Casinoschiff die Tarnung auffliegen zu lassen, während ein skrupelloser Cop in aller Ruhe eine Falle aufbaut, welche bei Parkers Rückkehr vom erfolgreichen Beutezug zuschnappen soll. Diese und andere sich im weiteren Verlauf auftürmende Hindernisse gilt es aus dem Weg zu räumen. Und sie sind es auch, die aus einem simplen, problemlosen Raubüberfall eine höchst brenzlige und lebensgefährliche Angelegenheit machen, welche zur Improvisation zwingt und damit immer wieder für Spannung sorgt. Und die kommt hier wahrlich nicht zu kurz. Auch weil Richard Starks sachliche und direkte Schreibe dem Leser jegliche langatmige Ausschweifungen erspart und kein einziges Wort zu viel verschwendet. Wo andere Krimiautoren heutzutage noch den kleinsten Manschettenknopf en detail beschreiben und Auskunft über die Verwandtschaftsgrade der Familie eines Ermittlers geben, da belässt es Stark bei dem, was der Handlung dienlich ist. Keine Schwenks, Kurven oder Kehren. Nur ein Gaspedal, das mit jeder weiteren Seite tiefer durchgetreten wird. Diese Geradlinigkeit und völlige Abstinenz überflüssigen Geschwätzes ist genauso Kennzeichen der Reihe, wie die Zurückhaltung des Autors bei der Zeichnung seiner Hauptfigur. Egal was alles im Laufe eines Coups passiert: Am Ende weiß man über Parker genauso viel wie am Anfang. Er bleibt ein Mann ohne Identität. Ein Mann, dessen Gedanken und Gefühle genauso im Verborgenen bleiben, wie sein nie genannter Vorname. „Sein letzter Trumpf“ hat neben all diesen üblichen Ingredienzien allerdings noch weit mehr zu bieten, da Stark sich diesmal auch in Punkto Setting ein paar zusätzliche Sternchen verdienen kann. Ob auf dem beleuchteten Casinoschiff in tiefer Nacht oder im triefenden Dreck einer Gaststättentoilette. Die Handlungsorte bieten Kopfkino vom Feinsten, machen Parkers Treiben noch zusätzlich lebendiger, der diesmal in allen Belangen zur Höchstform aufläuft. Wenn Parker mit gezücktem Colt Python im Dunklen an Häuserwänden vorbeischleicht oder einfach nur wortlos sein Gegenüber niederstarrt, hält man unwillkürlich den Atem an. Ein diabolisches und wissendes Grinsen im Gesicht. Bis zur letzten Silbe. Der achtzehnte Parker ist atemberaubende und zuspitzende Spannung auf 283 Seiten, die mal so wirklich jeden Cent wahrlich wert sind und welche man am Ende nur äußerst ungern aus der Hand legt. Es bleibt zu hoffen, dass derart kompromisslose und gradlinige Kriminalliteratur auch weiterhin den Weg auf den deutschen Buchmarkt finden wird. Mit „Comeback“ ist zwar nur noch ein unübersetzter Parker übrig geblieben, aber angesichts solcher Qualität sollte eventuell sogar die Neuauflage älterer Bände in Erwägung gezogen werden.

    Mehr
  • Rezension zu "Sein letzter Trumpf" von Richard Stark

    Sein letzter Trumpf
    hebersch

    hebersch

    11. May 2011 um 13:29

    Schön, wieder ein unterhaltsam und spannender Krimi von Altmeister Westlake. Nach einer knappen Flucht wird Parker angesprochen und gefragt ob er Interesse an einem neuen Job hat. Es geht um ein neues Glücksspielschiff auf dem Hudson River, auf dem während einer Testphase nur Bargeld eingesetzt werden darf. Die große Beute lockt Parker und einige Ganovenkollegen. Ein raffinierter Plan entsteht, aber auch andere interessieren sich für das Geld.....

    Mehr