Richard Wiseman MACHEN - nicht denken!

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Inhaltsangabe zu „MACHEN - nicht denken!“ von Richard Wiseman

Tun Sie es einfach: entfalten Sie jetzt Ihr volles Potential! Erfolgreicher sein? Freunde finden? Das Leben selbst bestimmen? Egal, was Sie sich auch vorgenommen haben – eine einfache Idee genügt! Richard Wiseman stellt die üblichen Theorien auf den Kopf. Basierend auf erstaunlichen wissenschaftlichen Einsichten gibt der bekannte Psychologe und Verhaltensforscher Ihrem Leben tatsächlich eine neue Richtung: Einfaches physisches Handeln bewirkt tiefgreifende psychische Veränderungen. Schon nach den ersten Seiten des Buches werden Sie Dinge tun, die Sie nie für möglich gehalten haben. Viele Bücher wollen bloß Ihr Denken ändern, dieses wird Sie verändern! 'Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass Richard Wiseman der interessanteste und erfindungsreichste Verhaltenspsychologe der Welt ist.' Michael Shermer, Scientific American 'Wiseman hat ein bemerkenswertes Geschick, Fragen auf eine Art anzugehen, wie es noch keiner vor ihm getan hat.' Die Zeit

Teils sehr interessante psychologische Versuche, teils dusselige Selbsthilfetipps die nerven. Dabei sehr informativ witzig & bedenkenswert.

— thursdaynext
thursdaynext

Kurz und knapp: Lächle täglich ein paar Minuten und du wirst dich glücklicher fühlen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

bin wohl zu schwach für radikale ideen, gutes buch

— eulenmama
eulenmama

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    MACHEN - nicht denken!
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. July 2015 um 16:08

    Lächeln wir, weil es uns gut geht, oder geht es uns gut, weil wir lächeln? Hinter diesen vielleicht etwas merkwürdigen Fragen versteckt sich ein unerwartetes Potential für das Verständnis menschlichen Verhaltens und eine Methodik zu seiner Veränderung. Während die erste Frage eigentlich keine ist, weil sie eine offensichtliche Erfahrung widerspiegelt, erwartet man für die Umkehrung des Zusammenhangs schon einen Beweis. Und den kann man offenbar erbringen. Eine entsprechende Untersuchung wird im Buch zitiert. Wenn man sich also physisch so verhält, als ob man glücklich wäre, dann treten in der Folge die zugehörigen Gefühle wenigstens teilweise ein: Man fühlt sich nachweisbar besser, wenn die für das Lächeln verantwortlichen Gesichtsmuskeln entsprechend benutzt werden. Und dabei handelt es sich lediglich um einen Spezialfall eines allgemeingültigen Zusammenhanges. Das jedenfalls behauptet die sogenannte Als-ob-Theorie. Verhalten wir uns also physisch so, als ob ein gewisser emotionaler Zustand bereits vorhanden wäre, dann tritt dieser wenigstens abgeschwächt auch tatsächlich ein. Setzt man beispielsweise Menschen verschiedenen Geschlechts, die sich noch nie vorher gesehen haben, in einen dunklen Raum, dann zeigen oft genug wiederholte Versuche immer wieder, dass sich diese Menschen irgendwann anfangen abzutasten. Wenn sie sich dann später bei Lichte betrachten, finden sie sich viel sympathischer als normalerweise zu erwarten wäre. Im Buch werden noch zahlreiche andere Versuche und Untersuchungen zitiert, die immer wieder die sogenannte Als-ob-Theorie bestätigen. Daraus ergeben sich erstens beeindruckend konsistente Erklärungsansätze für manches zum Teil rätselhaftes menschliches Verhalten und zweitens eine Methode, um Verhaltensänderungen bei sich selbst relativ einfach in die Wege zu leiten. Man kann sich nämlich viel leichter zu einer gewissen Verhaltensänderung zwingen als zu einer Änderung seiner Denkweise, wie sie oft in Lebensberatungsbüchern empfohlen wird. Ist man beispielsweise anfällig für depressives Verhalten, dann wird es nur selten helfen, wenn man zum positiven Denken aufgefordert wird. Kontrolle über das eigene Denken zu erlangen, ist zwar möglich, erfordert aber eine erhebliche Disziplin. Und erzwingen kann man es schon gar nicht. Deshalb klappt es auch meistens nicht, jedenfalls nicht bei Menschen, die es gerade gut gebrauchen könnten. Die Lage wird sich aber in der Regel viel schneller bessern, wenn man etwas tut. Und dabei können auch andere helfen. Wenn man sich also so verhält, als ob man depressiv ist, dann wird man spüren, dass man vieles düsterer sieht als vorher. Das erklärt auch, warum viele Menschen sich aus Abwärtsspiralen nicht mehr selbst befreien können. Wenn man die entsprechenden physischen Verhaltensweisen aber durchbrechen kann, besteht wenigstens eine Chance auf Besserung. Die Als-ob-Theorie eignet sich nicht nur als theoretisches Erklärungsmodell für viele menschliche Verhaltensweisen, sondern sie lässt sich auch in entsprechenden praktischen Versuchen wissenschaftlich beweisen. Es geht dabei nicht um solche Albernheiten, sich zum Beispiel wie ein Millionär zu benehmen, um schließlich einer zu werden, sondern um ausschließlich einfache physische Veränderungen. Neben einer Einleitung und einem Schlussabschnitt besteht Wisemans Buch aus sechs Kapiteln: (1) Wie man glücklich wird, (2) Attraktivität und Beziehungen, (3) Geistige Gesundheit, (4) Willensstärke, (5) Die Kunst des Überzeugens, (6) Ein neues Selbst schaffen. Wer schon einige der üblichen, aber gewöhnlich eher lustigen Lebensberatungsbücher hinter sich hat, der wird vielleicht bei diesen Kapitelüberschriften abwinken. Doch was hier geboten wird, funktioniert offensichtlich wirklich. Immer wieder werden wissenschaftliche Studien zitiert und relativ ausführlich beschrieben. Der Text zeichnet sich daneben durch einen wohltuend ironischen Unterton aus und ist leicht lesbar, wenn man sich für die menschliche Psyche interessiert. Er ist nicht nur sehr erhellend, sondern bietet auch viele ganz simple Hilfen an. Wiseman erklärt mit der Als-ob-Theorie beispielsweise das merkwürdige Verhalten von Menschen mit geringem Selbstwertgefühl. Oft nämlich erwarten solche Menschen förmlich, dass sie entwürdigend behandelt werden und geben sich dann auch noch selbst die Schuld dafür. Wiseman erklärt, warum das so ist. Anschließend zeigt er, dass einfache physische Verhaltensänderungen wie zum Beispiel das für andere unmerkliche Ballen einer Faust oder das Anspannen bestimmter anderer Muskeln das aktuelle Selbstwertgefühl genauso verbessert wie das Einnehmen gewisser Machtposen. Macht man das nur eine Minute lang, dann ändert sich nachweislich die Hormonzusammensetzung des Speichels. Eine einfache physische Verhaltensänderung führt also zu einer Veränderung der Chemie im Körper. Dieses Buch führt nicht nur zu einem ganz anderen Verständnis menschlichen Verhaltens, sondern es kann auch helfen, sich selbst zu verändern, wenn man dies für erforderlich oder wünschenswert hält.

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  • Handeln ist wichtiger als Denken!

    MACHEN - nicht denken!
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2014 um 17:43

    Davon war schon William James überzeugt. Er stellte die These auf, dass unser Handeln die Gedanken verändert. Kurz und knapp: Wer einen Aspekt in seinem Leben nicht mag, muss ihn durch Taten verändern. Verständlicherweise. Die These besagt auch, dass positives und lebensbejahendes Denken durch Handeln entsteht. Alleiniges Gedankentraining, um sein Glück zu finden, bringt nichts. Ergo: Wenn ich glücklich sein will, dann muss ich zunächst Handlungen ausführen, die mich glücklich machen. So weit - so gut. Die Als-Ob-Theorie besagt also, dass du nicht lächelst, weil du dich glücklich fühlst, sondern dass du glücklich bist, weil du lächelst! Richard Wiseman schlägt folgende Übung vor: Gehe eine Minute lang mit breitem Lächeln im Gesicht herum und beobachte dabei deine Gedanken - du wirst merken, dass du an lustige und positive Dinge denkst. Dann mache die Übung mit einer gerunzelten Stirn - du wirst merken, dass du an negative Dinge denkst. Eine Alternative von der University of Michigan: stelle dich vor den Spiegel und spreche laut "i", daraus entsteht automatisch ein Lächeln. Kurz und knapp: Lächle täglich ein paar Minuten und du wirst dich glücklicher fühlen. Genauso wirkt Handeln auf das Selbstvertrauen: Stolzieren statt Schlurfen, aufrecht sitzen statt gebeugt, Kopf hoch halten statt nach unten blicken - einfach ausprobieren. Die Hand zu einer Faust ballen macht uns willensstärker, den Daumen nach oben halten macht uns optimistischer, das Essen mit der nicht dominanten Hand lässt die Kilos purzeln, Arme verschränken lässt uns durchhalten, in ungewohnten Bahnen spazieren gehen macht uns kreativer, selbst mit dem Kopf nicken macht unsere Aussagen für unser Gegenüber überzeugender. Sogar das alte Ritual "sich von den Sünden rein waschen" mittels Händewaschen soll funktionieren. Ganz ohne "positives Denken" kommt dieses Buch jedoch auch nicht aus. Wahrscheinlich kennen alle die Aufforderung, uns vor dem Spiegel Affirmationen vorzusagen. Die Arbeit von Sabine Koch führte zu dem Ergebnis, das Menschen glücklicher sind, wenn sie in der Gruppe Karten mit positivem Inhalt vorlasen, beispielsweise: "Jetzt gerade bin ich voller Begeisterung!". Diese Übung wird eingesetzt, um die positive Stimmung zu fördern. Wiseman ermuntert uns, öfter die Dinge zu tun, die uns glücklich machen. Tanzen, singen, laufen, Fußball spielen, ins Theater gehen, egal was. Wer öfter das tut, was er liebt, wird in seinem Leben glücklicher sein. Ist völlig nachvollziehbar. Noch ein interessanter Versuch: Frauen, die sich Botox spritzen ließen (was ja bekanntlich die Gesichtsmuskeln lähmt) sind in Tests, in denen ihnen lustige Filme gezeigt wurden, weit emotionsloser als Frauen, die sich ein alternatives Mittel spritzen ließen, welches die Gesichtsmuskeln nicht lähmt! Das Buch besticht durch unzählige weitere wissenschaftliche Studien und Tests zu diesem Thema, die immer wieder zur selben Antwort kommen: der Körper verändert den Geist. Ein sehr lesenswertes Buch, das zum Handeln anregt. Wer wissen will, wie man genannte Theorien in die Tat umsetzen kann, dem sei das Buch "Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern" von Richard Wiseman ans Herz gelegt. Link dazu: http://www.amazon.de/Wie-Sie-Sekunden-Leben-verändern/dp/3596185173/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1376118362&sr=8-2&keywords=richard+wiseman Prädikat: sehr wertvoll!

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