Richard Woodman Die Wette

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Inhaltsangabe zu „Die Wette“ von Richard Woodman

Für die Kapitäne der schnellen Teeklipper zählt nur eines: als Erstes mit der neuen Ernte in London anzukommen. Die tollkühnsten unter ihnen schließen darauf sogar Wetten ab – wie Kapitän Kemball von der Erl King und Kapitän Richards von der Seawitch, 1869 unterwegs von Shanghai nach London. Wer wird zuerst in London sein und die wertvolle Ladung auf den Markt bringen? Gewinnt Richards, bekommt er Kemballs schöne Tochter Hannah. Die beiden Klipper stürmen durch die Ozeane, aber ihre Kapitäne haben die Rechnung ohne die willens-starke Hannah gemacht. Als ihr Vater bei einem Piratenüberfall ums Leben kommt, nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand und stellt sich dem wilden Richards in einem atemberaubenden Zweikampf. (Quelle:'Flexibler Einband/23.09.2014')

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  • Solider Abenteuer-Roman

    Die Wette

    Phliege

    21. March 2015 um 10:29

    Kapitän Kemballs Frau stirbt und lässt ihn mit einer erwachsenen, aber noch unverheirateten Tochter Hannah allein. Er nimmt sie zu sich auf sein Schiff, was für Hannah zu einem Abenteuer wird. Aber bevor sie sich allzu wohl fühlen kann, wird sie zum Wetteinsatz ihres Vaters für ein Teerennen - als Braut für den Dandy Richards. Alles geht gut los, aber als ihr Vater stirbt, tritt sie selbst zur Wette an. Das alles bietet eine gute Ausganslage für ein Segelabenteuer und so entwickelt sich das auch. Das Buch hat aber einige Schwächen. Die Kapitänslose Crew trifft regelmäßig auf Probleme: Sturm, unbekanntes Gewässer und ein erfahrener Schiffskapitän in ihrem Rücken. Aber die werden wirklich schnell gelöst. Also WIRKLICH schnell. Das ist ok, weil der große Spannungsbogen mit dem Ziel des Rennens ja immer noch gegeben ist. Dadurch wirkt zwar auch nichts überdramatisch, aber auch nichts wirklich schwierig. Es gibt ein paar etwas sinnlos eingefügte Charaktere. Nicht das die gar nichts tun würden. Aber man hätte sie sich auch einfach sparen können. Das macht das Buch schon richtig, aber immer wenn Charaktere in Pidgin sprechen, bringt diese arg reduzierte Grammatik meine Ohren zum Bluten. Das Fachjargon hält sich im Rahmen, aber die Manöver verlieren eben doch an Wichtigkeit, wenn man nicht weiß, wie Segel killen, Klipper anluven und was zur Hölle Tampen sind. Stört nicht, aber für alle, die damit nichts anfangen können: Das wird öfter mit aufgenommen. Größte, aber immer noch verzeihbare Schwäche: Hannah selbst. Eigentlich ganz sympathisch ist sie mir doch ein bisschen zu sehr mit ihrem eigenen Verlangen nach einem Mann beschäftigt. Generell ist das in Büchern ok. Aber mit der Szenerie und der Plötzlichkeit, mit der das bei ihr eintritt, hätte das Buch an der richtigen Stelle ausgeschrieben auch zum Erotikroman werden können. Tut es nicht, aber diese Stellen waren mir ein kleiner Dorn im Auge. Und wenn man denkt, es geht um eine Frau, die um ihre Unabhängigkeit kämpft und sich in einer Männerwelt behauptet, liegt man daneben. Madame braucht logischerweise Hilfe, da sich eben jahrelange Erfahrung auf See nicht vererben lässt. Sie behauptet sich zwar schon irgendwie, aber das eher kratzbürstig als stark und irgendwie wie in einer Nebenhandlung. Vielleicht kommt das auch nicht so rüber, weil eben auch dieses Problem der Behauptung nicht wirklich schwierig erscheint. Alles in allem ein solider und kurzweiliger Abenteuer-Roman, der beim genaueren Hinsehen kleine Schwächen aufweist, die aber nicht wirklich stören. Und der historische Hintergrund ist voll gut!

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