Gefoltert für Christus ist ein bewegendes und erschütterndes Zeugnis über den Glauben unter Verfolgung. Richard Wurmbrand berichtet von seinen Erfahrungen als Christ im kommunistischen Rumänien, von Leid, Gefangenschaft und Folter – aber gleichzeitig auch von Hoffnung, Mut und unerschütterlichem Glauben. Das Buch gibt einen ehrlichen Einblick in das Leben verfolgter Christen, ohne dabei sensationslustig zu wirken.
Besonders berührt hat mich, wie sehr das Buch Mitgefühl weckt. Beim Lesen merkt man, wie privilegiert wir als Christen in Deutschland leben. Vieles, was für uns selbstverständlich ist – Gottesdienste, Bibeln oder offenes Reden über den Glauben – war für andere Menschen mit großer Gefahr verbunden. Gerade dadurch regt das Buch stark zum Nachdenken an.
Gleichzeitig hält es Christen heute auch einen Spiegel vor. Es zeigt, wie lau und bequem der Glaube manchmal geworden ist und wie schnell wir uns über Kleinigkeiten streiten, anstatt als Christen zusammenzuhalten. Die Botschaft des Buches ist nicht anklagend, sondern vielmehr ein Aufruf zu mehr Standhaftigkeit, echter Nächstenliebe und Einheit im Glauben.
Trotz der schweren Themen liest sich das Buch eindrucksvoll und nahbar. Gefoltert für Christus ist kein leichtes Buch, aber eines, das lange im Herzen bleibt und den eigenen Glauben und die eigenen Prioritäten hinterfragen lässt.



